Heimspiel gegen Riesa: BVB-Frauen wollen Werbung in eigener Sache betreiben
[17.09.10] Jochen Busch wollte am Donnerstag gar nicht erst auf Schmusekurs gehen. „Auch in der 2. Liga können wir nur bestehen, wenn die Mannschaft körperlich und geistig bei 100 Prozent ist“, meinte der Sportliche Leiter der BVB-Handballerinnen.
Und daran schloss sich die Erkenntnis an, dass die Schwarzgelben beim missglückten Saisonauftakt in Metzingen (25:29) es eben genau daran fehlen ließen. So betete Busch es einmal mehr allen vor, die da glaubten, der Marsch durch die zweite Liga werde für den Absteiger zu einem Spaziergang: „Das ist kein Zuckerschlecken, da zu bestehen, und schon gar kein Selbstläufer.“
Stachel sitzt tief
Der Stachel der Niederlage sitzt noch mächtig tief, weil sie alle Wünsche nach einer Aufbruchstimmung erst einmal torpedierte. Und so stehen die BVB Damen schon vor dem ersten Heimspiel am morgigen Samstag (19 Uhr) gegen den SC Riesa nachhaltig auf dem Prüfstand. Entsprechend arbeitsreiche Tage hat Gustl Wilke hinter sich, der Trainer mag nicht verhehlen, dass er das eine oder andere intensive Einzelgespräch geführt hat.
„Wir sind in Metzingen teilweise ja regelrecht ins Verderben gelaufen“, meint Wilke, und fügt fast flehentlich hinzu: „Ich kann nur hoffen, dass die Mannschaft daraus lernt.“ Der wichtigste Lehrling dürfte Dagmara Kowalska, die künftig übrigens wieder für Polen spielen soll, sein. Nur zwei Treffer aus dem Feld standen für die 33-Jährige am Ende auf der Habenseite, in der vergangenen Erstliga-Saison belegte sie immerhin am Ende Platz drei der Torschützenliste mit stolzen 165 Treffern (im Schnitt 7,5 pro Spiel).
Wilke: "Weniger Gedanken machen"
Es sei ja schön, wenn sie „mit ihrer sozialen Art versucht, andere in prächtige Schusspositionen zu bringen, aber erst einmal muss sie erkennen, die Mannschaft braucht auch ihre Tore.“ Wilkes Erkenntnis lautet daher: „Wer sich weniger Gedanken macht, mit dem muss man eben mehr reden.“
Damit aber auch schon genug der Einzelkritik, der Trainer hat sich in dieser Woche auch die Spielerinnen zur Brust genommen, die in Metzingen kaum oder gar nicht getroffen haben. Vor allem von den Außenpositionen kam dem Trainer deutlich zu wenig Initiative und Entschlossenheit, und im Rückraum erledigte auch Stephanie Glathe ihren Job nicht gerade zur vollsten Zufriedenheit.
Chemisz wieder fit
Eine Sorge aber scheint Gustl Wilke genommen: Im eigenen Tor ist der BVB wieder bestens besetzt. Magdalena Chemisz meldete sich nach ihrer Schleimbeutel-Operation überraschend schnell wieder zurück zum Spielbetrieb, Wilke vertraut ihr, obwohl er weiß, dass sie nach vier Wochen ohne viel Ballarbeit sicher „noch nicht wieder voll belastbar ist“. Aber wichtiger ist es Wilke ohnehin, dass der Geist mitmacht – oder ganz einfach: Dass der Kopf klar ist.
Gerd Strohmann (Ruhr Nachrichten)
Quelle: http://www.bvb-handball.de/?Z%1B%E7%F4%9D
DA würde es doch sicherlich helfen, wenn das ganze Drumherum - das Gesamtpaket sozusagen - auch den Standarts entsprechen würde ...... 