...last man standing..... ![]()
Beiträge von tausendfeuer
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Wo wir gerade beim Unbedingtpunktenmüssen sind
:Ruhr Nachrichten: BVB in der Krise - Wilke will Antworten
[26.10.09] Das schwarze Wochenende für die schwarzgelben Handballerinnen von Borussia Dortmund komplettierte am Sonntag der Überraschungserfolg von Aufsteiger Celle in Oldenburg. Die Konkurrenz punktet weiter fleißig, der BVB schaut bislang tatenlos zu. Und scheint sich in sein tristes Schicksal zu ergeben.
Der erste Trainingstag nach dem 25:31 in Trier, der Partie, die vorab als Spiel des Jahres, als absolutes Schlüsselspiel für den weiteren Verlauf tituliert worden war: Vor der Einheit spricht Trainer Gustl Wilke im Vier-Augen-Gespräch mit Dagmara Kowalska . Später stößt Sportleiter Jochen Busch dazu. Wilke will Antworten von seiner Starspielerin, deren Leistungsschwankungen denen einer Sinuskurve gleichen. Nur kommen die Ausschläge nach oben leider immer zur falschen Zeit.Kowalska gibt Rätsel auf
Als der BVB die Führungsqualitäten der polnischen Internationalen dringend brauchte, tauchte Kowalska ab. Das war zum Auftakt gegen Göppingen (vier Treffer) so, auch bei der knappen Niederlage gegen Buxtehude (1). Nun das Spiel in Trier. „Zwei Tore in 60 Minuten Spielzeit, nur fünf Wurfversuche“, zählt Wilke auf. „Das ist viel zu wenig.“
Kowalska gibt Rätsel auf. Mit ihren 32 Jahren bildet die polnische Auswahlspielerin (105 Länderspiele!) neben Zuzana Porvaznikova die Rückraum-Achse des BVB. „Eine Spielerin ihrer Klasse, mit ihrer Erfahrung“, sagt Wilke, „muss gerade dann das Heft in die Hand nehmen, wenn ein Spiel in der kritischen Phase ist.“ Dann, wenn ihre Mannschaft ihre Hilfe am nötigsten braucht. Genau dann aber zaudert die Polin, hadert mit sich, gibt die Verantwortung ab.
Wackeliges Konstrukt
Aussetzer seiner nominell stärksten Spielerin kann sich der BVB nun überhaupt nicht erlauben. Das wackelige Konstrukt nach der Last-Minute-Rettung baut auf die Erfahrung der international routinierten Kowalska, auch auf die der Slowakin Porvaznikova. Sie ist, anders als die Polin, bereit, Verantwortung zu übernehmen, überzieht dabei aber bisweilen deutlich. „Zuzana“, sagt Wilke, „muss dringend zu einer besseren Balance bei ihren Angriffen zurückfinden.“ Zu oft will das Kraftpaket momentan mit dem Kopf durch die Wand.
Längst kommt beim BVB auch die psychische Komponente ins Spiel. Die Serie der Niederlagen hat das in der Vorbereitung mühsam aufgebaute Selbstvertrauen zum Einsturz gebracht. Der Glaube, über 60 Minuten dem Gegner Paroli bieten zu können, schwindet mit jeder Niederlage. „Es ist offensichtlich“, meint Sportleiter Jochen Busch, „dass der Mannschaft ein Erfolgserlebnis fehlt.“
Druck lastet auf der gesamten Mannschaft
Samstag kommt Aufsteiger Sindelfingen, der immerhin schon fünf Punkte gesammelt hat. Danach geht es nach Frankfurt/Oder, dann kommt vor der WM-Pause mit Celle auch noch der zweite Aufsteiger. Drei Gegner, die noch in Schlagweite des BVB sind. Partien, in denen Borussia Dortmund eine starke Kowalska braucht. Der Druck lastet enorm – nicht nur auf der Polin.
Dirk Krampe (Ruhr Nachrichten)
Quelle: http://www.bvb-handball.de/?X%1B%E7%F4%9D
Schaun wir mal... und im Ernst: ich setze zum ersten mal in dieser Saison auf Sieg...

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Zitat
Original von Outsider81
Lord Vader: Klar gibt es auch solche Fälle, aber eine Kollektivverurteilung, aller "Unterschic ist meiner Meinung nach absolut falsch.
Ich selbst kenne genügend beispiele finanziell benachteiligter Familien, in denen die Eltern eigene Bedürfnisse zurückstellen um, unter größten Schwierigkeiten, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erfüllen.htseltern"Hefige UNTERSTÜTZUNG von hier. Da liegt nämlich die tatsächliche Verbesserung.: Menschen mit durchschnitlichem oder sogar überdurchschnitlichem Gehalt landen mit mehreren Kindern unweigerlich unter der Armutsgrenze, werden aber bei Bafög-Anträgen, Veranlagung zu Kindergartenbeiträgen, Wohngeld usw behandelt als wären sie steinreich, weil die Behörden davon ausgehen, dass man mit 250 Euro monatlich pro Kind auskommt. Der Rest wird glatt angerechnet....
Jede Verbesserung (wir warten mal wieder auf das Verfassungsgericht
) schlägt da posiitiv durch -
Papiertigerinnen verschenken gegen Miezen wichtige Punkte
BVB-Damen 25:31 - Endspiel? Allenfalls ein Trauerspiel
Dortmund, 25.10.2009, Christian Menn,
Es war als erstes Endspiel gegen den Abstieg apostrophiert worden, von Trainer Gustl Wilke sogar als Spiel des Jahres. Doch es war allenfalls ein Trauerspiel.Die Handballerinnen des BVB untermauerten bei der 25:31 (14:14)-Niederlage in Trier eindrucksvoll, warum kaum noch jemand einen Pfifferling auf den Klassenverbleib setzt. Bei allem Verständnis für die Situation (Planung für Neuaufbau in der zweiten Liga, spät erfolgte Lizenzrücknahme für Sulzbach und damit Chance auf Erstklassigkeit): diese 0:14 Punkte sind indiskutabel. Die Gründe sind nicht nur ein kleiner Kader mit Bundesligaerfahrung, sondern in den 60 Minuten, in denen es gilt, Resignation bis hin zur Lethargie und fehlender Biss.
Die Bilanz nach sieben Spielen ist trostlos: gegen die besseren Teams der Liga wie Leipzig, Leverkusen und Blomberg waren die Borussinnen chancenlos. Und wenn sich für sie eine Möglichkeit ergibt, Gegner wie Buxtehude, Oldenburg, Göppingen oder Trier auf dem falschen Fuß zu erwischen, versagen entweder die Nerven - oder sie spielen einen grausamen Handball, bei dem sich taktische Dummheit und technische Defizite vereinigen. Das sind Punktverluste, die kaum noch aufzuholen sind. Dabei können sie es viel besser.Auch in Trier. Bis zur 15:14-Führung (32. Min.) lief alles nach Plan. Fast alles. Denn Zuzana Porvaznikova hatte bis diesem Zeitpunkt wieder einmal zwei Siebenmeter verworfen, später machte es ihr Dagmara Kowalska nach. Zum Vergleich: Die Miezen verwandelten 87,5 % ihrer Strafwürfe (7 von 8), der BVB 40 % (2 von 5).
Gerade die beiden erfahrensten Spielerinnen des BVB enttäuschten auf der ganzen Linie. Statt die jungen Nebenleute zu führen, machte die eine zuviel, die andere zu wenig. Die Slowakin versuchte mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, was von den Schiedsrichtern konsequent als Offensivfoul geahndet wurde. „Wenn ich merke, dass meine Aktionen bestraft werden, dann stelle ich mein Spiel um und versuche etwas anderes. Das muss Zuzana wissen”, schimpfte Wilke und will sich seine Co-Trainerin zur Brust nehmen.Gleiches gilt für die Polin, auf deren gute Torquote der BVB angewiesen ist. Doch sie versteckte sich, wechselte als Rückraum Mitte oft an den Kreis und entzog sich damit der Verantwortung. Der gravierendste und letztlich entscheidende Unterschied zwischen den Miezen und den Papiertigerinnen aus Dortmund: Triers Rückraumschützinnen Nadja Nadgornaja (6), Anne Jochin (6) und Lydia Jakubisova (4) erzielten sechzehn Feldtore, Porvaznikova (3), Kowalska (2), Glathe (3) und Paulus (2) zehn. Macht sechs Tore Differenz. Wie im Endergebnis.
Bis zum 22:21 für die Miezen (50.) stand die Partie Spitz auf Knopf. Doch die wenigen mitgereisten Fans hofften zwar, aber ahnten schon, was kommen würde: auf die kopflosen Minuten der Borussinnen, die in jedem Spiel in einer Phase der zweiten Halbzeit die Bälle einfach wegwerfen, können sie wetten. Wohlmeindende Zuschauer verzweifeln jedesmal, der Trainer wandelt mit schöner Regelmäßigkeit am Rande einer schweren Depression.
Und so passierte auch in der Trier Arena das, was immer passiert. Innerhalb von 310 Sekunden zogen die Miezen von 22:21 auf 26:21 davon. Aus der Traum vom ersten Borussensieg, trotz Tessa Cocx' starker Leistung. Gustl Wilkes Schlussbemerkung: „Einige nehmen keine Lehren an, sie machen immer wieder die gleichen Fehler.” Ein trauriges Fazit eines Spiels, in das nicht nur er so viele Hoffnungen investiert hatte.
BVB: Roelofs, Trodler, Roch; Kowalska (2), Glathe (3), Köhler, Paulus (2), Schäfer, Porvaznikova (5/2), Busch (2), Kramer (3), Cocx (5), Tomlik, Kunze (3).
Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/sp…233/detail.html
Fragen:
1. Muss man ein Spiel, - auswärts und bei einem auch nominal stärkeren Gegner - zum Schicksalsspiel hochpuschen ? (Es gibt noch viele wichige Spiele, das war das erste davon.)
2. Warum stehen nicht von Anfang an die ersten Sechs auf dem Feld ?
(Carlo hat ja schon seine Meinung geäußert, ich frag nur.)Ich mach jetzt keine Schlussbemerkung.
Nur noch eins: das war der farbige Bericht aus Dortmund, die sachliche Fassung gibts hier:
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmu…/art2105,711017

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Wer Nadja Nadgornaja nich auf der Rechnung hat, wird sich gegen Trier noch richig wundern....
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Handball-Bundesliga: Niederlage würde Selbstbewusstsein zerstören
Borussinnen stehen bei den Miezen vor „Spiel des Jahres”
Dortmund, 23.10.2009, Christian Menn,
Wer Miezen sagt, denkt an kuschelige Tiere, an niedliche Mitbewohner mit einem Fell, das man kraulen möchte. Doch solche Gedanken werden die Handballerinnen des BVB heute Abend (19.30 Uhr) zwangsläufig verdrängen müssen, denn die Trierer Miezen werden ihre Krallen ausfahren. Von wegen kraulen...Es geht für die Borussinnen schon (fast) um alles, denn eine weitere Niederlage, die siebte, würde das Selbstbewusstsein zerstören und die Hoffnung auf den Klassenverbleib gen Null tendieren lassen. Ein Sieg hingegen gäbe einen Schub und würde die Möglichkeit eröffnen, durch einen weiteren Erfolg gegen Sindelfingen am nächsten Samstag vielleicht schon die Abstiegsplätze zu verlassen. Kein Zweifel: die BVB-Damen stehen am Scheideweg, jetzt hilft kein Lob vom Gegner, jetzt müssen Punkte her.
Der Name der Trierer leitet sich aus der Marianischen Jünglings-Kongregation (MJC) her. Aus MJC wurde MIC, aus MIC wurden die Miezen. Die stehen selbst unten im Keller und sind von ihren Plänen, mit einer runderneuerten Mannschaft und dem starken Rückraum, Jakubisova (Sulzbach), Jochin (Frankfurt/Oder) und Willemijn Karsten (BVB) um einen vorderen Platz mitzuspielen, längst abgerückt.
Denn sie haben das gleiche Problem wie der BVB: hinter der ersten Sieben stehen talentierte, aber unerfahrene Spielerinnen. Der einzige Saisonsieg der Trierer datiert vom 6. September, als sie gegen Blomberg am ersten Spieltag mit 30:29 gewannen.
Apropos Datum: die Borussen zähmten die Miezen zuletzt 2003, danach gab es nichts mehr zu holen und elf (!) Niederlagen in Folge.
„Dieses Spiel wird eindeutig in der Abwehr entschieden”, prophezeit Trainer Gustl Wilke, der von seiner Mannschaft eine bessere Einstellung als beim 43:29-Testspielsieg gegen den PSV Recklinghausen (3x25 Minuten) erwartet. Vor allem die 5:1-Abwehr muss entschlossener auftreten und nicht so schnell den Rückwärtsgang einschalten, „sonst haut uns Jakubisova den Laden voll.” An ihr waren übrigens auch die Borussinnen vor der Saison stark interessiert.
Wilkes Appell an seine Spielerinnen: „Für uns ist es das wichtigste Spiel des Jahres, ich hoffe, dass alle im Vergleich zu Recklinghausen eine Schüppe drauflegen und wie um ihr Leben kämpfen.”
Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/sp…618/detail.html
Jetzt mal sachlich: das ist die zweite ernsthafte Chance ein Spiel zu gewinnen. Hat Trier alle Miezen im Körbchen wirds allerdings schwer. Wenn es eine Quote gäbe, sollte die bei 3:7 gegen die Borussinnen liegen. Um das Selbstbewusstsein mach ich mir bei der Mannschaft trotzdem keine Sorgen und die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.
Edith sacht ich soll noch sagen, daß Spiele bekanntermaßen immer in der Abwehr enschieden werden (und im Angriff)....

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Zitat
Original von Snuffmaster
Die Abgabe an den Kreis muss so oder so gezahlt werden. Und Pleite ist in Oberberg mehr als eine Gemeinde. Trotzdem können die noch FÜR die Ausgaben stimmen...Da dies auch nicht der Gemeinderat macht, sondern der Bürgermeister...
...Demokratie geht anders.... und nebenbei, so bekloppt ist auch kein Bürgermeister (Dem Landrat kann das aber egal sein, und in dem Punkt hast du recht: Die Kreisabgabe muss gezahlt werden..) Fragt sich nur, ob das politisch durchzuhalten ist...
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und weil der Oldenburger Bericht deutlich sachlicher ist:
Oldenburg nimmt nach harter Arbeit zwei Punkte aus Dortmund mit
[11.10.09] Auch dank neun Toren der starken Dagmara Kowalska hielten die Gastgeberinnen die Partie bis zum 17:19 in der vierzigsten Minute offen. Dann aber machten sich die größeren personellen Möglichkeiten der Gäste aus Oldenburg bemerkbar, allerdings trugen sich auf beiden Seiten nur wenige Spielerinnen in die Torschützenliste ein, sechs bei Dortmund, sieben bei Oldenburg. Beste Werferin für den VfL war dabei Sabrina Neuendorf, die ebenfalls neun Treffer erzielte. Der Zwischenspurt zum 27:21 sorgten zehn Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung, Dortmund versuchte zu verkürzen, doch Oldenburg siegte am Ende mit 29:26. Die Gastgeberinnen bleiben so auch nach sechs Spielen noch ohne Punkt, Oldenburg steht mit 8:2 Punkten unterdessen auf dem vierten Tabellenplatz.
"Früher haben wir solche Spiele verloren. Es zeichnet unsere Mannschaft aus, auch mal ein schwächeres Spiel, nach Hause zu bringen", sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki nach dem 29:26 (15:14)-Auswärtserfolg beim BVB. Eigentlich hatte der VfL die Gastgeberinnen im Griff. Dagmara Kowalska, die beste Dortmunderin, bereitete der 6-0-Abwehr Oldenburgs zwar Probleme, nach sieben Minuten und einem Doppelschlag Sabrina Neuendorfs hatte sich der DHB-Pokalsieger aber schon auf 5:2 abgesetzt. Dann zeigte Angie Geschke ihre Klasse und baute die Führung mit zwei verdeckten Würfen auf 7:3 (13.) aus. Seine eigentliche Stärke aber, den Tempogegenstoß, konnte der VfL nicht zur Entfaltung bringen. Zudem vergaben die Gäste schon in der Anfangsphase leichte Chancen. Mal hatte Ulrike Stange bei einem Unterlattenwurf Pech (6.), dann stand die Rechtsaußen einen Zentimeter zu weit im Kreis (11.), und auch Julia Wenzl (Gegenstoß) und Wiebke Kethorn (Kreis) vergaben bis zur Pause je zwei freie Würfe.Bei der Borussia kam der Angriff erst Mitte der ersten Hälfte in Schwung, eingeleitet durch die Einwechselungen der effektiven Stella Kramer (Rechtsaußen) und Stephanie Glathe (Rückraum). Zudem kam die nun zeitweise auf der Aufbauposition agierende Zuzana Porvaznikova besser zurecht. Auch weil Isabell Roch mehrmals gut parierte, kämpfte sich Dortmund Tor um Tor heran. Linksaußen Julia Kunze erzielte den Ausgleich (24.), Porvaznikova per Siebenmeter (Anita Herr gegen Tessa Cocx) die 11:10-Führung (25.), zum zweiten Mal nach Kowalskas 1:0 (2.) waren die Dortmunderinnen vorne. In der Folge wurde auch der VfL vorne wieder besser, ließ den BVB nicht davonziehen. Auch Kramers Durchbruch zum 14:13 (29.) beantwortete Oldenburg durch schnelles Spiel: Cocx foulte Kethorn, die starke Neuendorf verwandelte den fälligen Strafwurf sicher.
Nun ereilte den Gastgeberinnen ein für Außenseiter typisches Schicksal. Statt den letzten Angriff vor dem Seitenwechsel zur Pausenführung zu nutzen, schwächte sich das Team selbst. Erst verlor Glathe den Ball an Geschke, dann schubste Porvaznikova die davon eilende VfL-Torjägerin beim Wurf. Geschke brachte den Konter sicher im Tor unter, Porvaznikova bekam die verdiente Zeitstrafe. Die Bilanz: Dortmund lag plötzlich hinten und musste die zweite Halbzeit in Unterzahl beginnen. "Wir müssen langsam mal den Kopf einsetzen, nur Herz alleine reichte heute nicht", trauerte Wilke den vergebenen Chancen, den Favoriten aus Norddeutschland stärker in Bedrängnis zu bringen, nach.
Diese Szene sollte dem BVB noch weh tun. Denn der VfL agierte nach der Pause konzentrierter. Geschke agierte nun als Vorgezogene (meist gegen Porvaznikova und Kowalska), Dortmund fand dagegen nur wenig Lösungsmöglichkeiten. Neuendorf verwandelte einen an ihr verursachten Strafwurf (32.), Stange zwei Gegenstöße (33., 37.) zum 17:14. Vorne zeigte Oldenburg zwar immer noch keine herausragende Leistung, hinten aber hielten die VfLerinnen dicht.
Nur noch einmal kam der BVB heran: Kramer und Kowalska trafen innerhalb von 20 Sekunden zum 17:19 (40.). Dem VfL aber reichte eine Tempoverschärfung, um sich erneut abzusetzen. Zwei Fehler im Dortmunder Aufbauspiel innerhalb von 30 Sekunden nutzten Wenzl und Geschke zu schnellen Treffern (41.), dann verhinderte Surkova mit einer Glanztat gegen die durchbrechende Gesine Paulus das 18:21 (42.). Von nun an war die Partie gelaufen. Glathes 24:27 (57.) kam zu spät für eine Schlussoffensive.
Der VfL nahm zwei letztlich sicher gewonnene Punkte aus der Sporthalle in Dortmund-Wellinghofen mit. Garant für den vierten Sieg in Serie war diesmal die gute Oldenburger Abwehr. "Die Umstellung auf die 5-1-Abwehr hat uns genutzt. Sowieso war das unsere wohl beste Saisonleistung in der Defensive", sagte Neuendorf, die neben Geschke stärkste Oldenburgerin. Eine fast fehlerfreies Spiel zeigte auch Abwehrchefin Natalja Parchina. Krowicki setzte alle Spielerinnen ein, die sich etwas unwohl fühlende Julia Renner stand aber nur bei einem Siebenmeter im Tor.
Kowalskas starke Leistung reichte der Borussia nicht. In entscheidenden Momenten produzierte die Mannschaft Fehler, agierte dann bisweilen etwas kopflos. "Als wir dran waren, hatte ich den Eindruck, als wenn wir Oldenburg abschießen wollten. Aber das lassen die nicht mit sich machen. Stattdessen haben wir nicht einen Rebound für uns entschieden. Die Konsequenz fehlt vorne wie hinten", sagte Wilke.
Stimmen zum Spiel:
Gustl Wilke, Trainer BVB:
Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie etwas kann. Vielleicht war das sogar unsere beste Saisonleistung. Man hat nicht gemerkt, dass Oldenburg so viel besser in der Tabelle steht.Leszek Krowicki, Trainer VfL:
Diese Aufgabe haben wir uns leichter vorgestellt. Wir haben zu viel verworfen, zwischendurch ist es deshalb spannend geworden. In der zweiten Halbzeit standen wir dann konzentrierter hinten drin.Dagmara Kowalska, BVB (früher VfL):
Ich bin glücklich, wenn ich helfen kann, aber wir haben trotzdem verloren. Nun gut, unsere Punkte müssen wir in den nächsten Spielen gegen unsere direkten Konkurrenten holen. Nach diesem Spiel bin ich mir sicher: Wenn wir uns noch etwas verbessern und volle Pulle spielen, dann bleiben wir in der Bundesliga.Isabell Roch, BVB:
Wir hatten die Woche über gut trainiert, und das hat man unserem Spiel wohl angesehen. Oldenburg war heute zu schlagen, aber wir haben zu viele Fehler gemacht. Jetzt muss der Funke überspringen, wir müssen so schnell wier möglich punkten.Ulrike Stange, VfL:
Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Wir haben klare Chancen ausgelassen und den BVB damit im Spiel gelassen.Sabrina Neuendorf, VfL:
Für unsere Verhältnisse haben wir recht langsam gespielt. Wir haben uns auch lange schwer getan, aber früher solche Spiele oft abgegeben. Für die entscheidenden Partien müssen wir uns steigern, ich bin aber zuversichtlich. Die Mannschaft funktioniert.Torschützen: Kowalska (9), Porvaznikova (7/4), Kramer (4), Kunze (3), Glathe (2), Paulus (1) - Neuendorf (9/4), Wenzl (6), Geschke (6), Kethorn (3), Stange (3), Parchina (1), Hetmanek (1)
Siebenmeter: 4/4 - 4/4
Zeitstrafen: 3/1Ole Rosenbohm, VfL Oldenburg - http://www.hbvf.de
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....und hier der Bericht zum Spiel:
Wieder nur leere Hände
[11.10.09] Abgekämpft, mit ernsten Mienen und traurigen Augen verließen sie die Halle Wellinghofen: Die Handballerinen von Borussia Dortmund unterlagen Oldeburg mit 26:29.
Sie hatten sich in der letzten Woche ausgesprochen, sie hatten so ungemein konzentriert gearbeitet, sie hatten natürlich insgeheim auf eine kleine Sensation gehofft, aber am Ende standen sie wieder mit leeren Händen da. Und der bitteren Erkenntnis, wie schwer es in die Bundesliga ist, einem Favoriten ein Bein zu stellen, wie schwierig es sein dürfte, am Ende doch die Klasse zu halten.Es war eine spannende Partie, die die 800 Zuschauer in der Halle Wellinghofen sahen. Und der BVB war weitgehend ebenbürtig, aber eben nur weitgehend. Oldeburg war spielerisch eben eine Spur reifer, etwas ballsicherer, vor allen aber insgesamt auch athletischer. Die Schwarzgelben aber hielten sich dennoch auf Augenhöhe, weil Isabell Roch hielt, was zu halten war, weil Dagmara Kowalska gegen ihren alten Verein gleich neun Treffer erzielte.
Leichte Fehler
Aber das konnte nach 60 Minuten nicht reichen, weil sich immer wieder leichte Fehler ins Spiel einschlichen, weil es so manchesmal auch schlichtweg an der Konzentration fehlte, und weil sich auch das Schiedsrichtergespann eher ein klein wenig auf die Seite der Oldenburger schlug. "Da wurde schon manchmal mit zweierlei Maß gemessen", beklagte Trainer Gustl Wilke, suchte aber lieber die Fehler in den eigenen Reihen.
In den entscheidenden Momenten fehle der Mannschaft eben auch mal die Konsequenz und die Cleverness. "Deshalb stehen wir in der Tabelle da, wo wir stehen". Ganz unten nach sechs Niederlagen in Serie, aber eben noch lange nicht mutlos. Schließlich hat man bisher gegen die vermeintlich fünf stärksten Team der Liga gespielt. Und so schickte Jochen Busch, der sportliche Leiter, die Zuschauer auch mit einem kleinen Trost nach Hause: "Jetzt kommen die Gegner, gegen die wir gewinnen müssen". Aber sie müssen es dann auch.
Gerd Strohmann (Ruhr Nachrichten)
Quelle: http://www.bvb-handball.de/?Z%1B%E7%F4%9D
... das mit dem zweierlei Mass würde ich so nicht sehen. Probleme Stürmerfouls zu erkennen, aber auf beiden Seien. Wobei die im Angriff aggressivere Mannschaft eben etwas bessere Karten hat. Oldenburg nicht so gut wie die anderen vier der ersten Fünf. Isabell Roche machte ein gutes Spiel. Einige wirklich katastophale Fehlpässe unterliefen den Dormunderinnen...und die entschieden dann das Spiel.
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Habt ihr beide diesen Satz überlesen:. Er nahm die Herausforderung aus sportlichen Gründen an, obwohl die Chancen auf den Klassenver-bleib wegen des geringen zeitlichen Vorlaufs bis zum Saisonstart auf ein Minimum reduziert waren.
Und dass es nicht glücklich ist, wenn ein Verein aus dem unteren Viertel der Tabelle zu Beginn der Saison nacheinander gegen die ersten Fünf spielen darf, kann man ja mal zart andeuten....
Mich hat die Mannschaft jedenfalls bisher positiv überrascht. .. auch wenn ich ebenfalls der Meinung bin, dass man nicht ausrasten sollte, wenn man am Samstag wieder verliert. Die Punkte müssen in den danach folgenden Spielen geholt werden.
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...todsicher...
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Westfälische Rundschau: Isabell Roch über Nacht die Nummer eins
[08.10.09] Manchmal, sagt Gustl Wilke, komme er sich vor wie ein Pastor, der geduldig auf die „Schäfchen seiner Gemeinde” einrede, um sie auf den richtigen Weg zu führen.
Die „Unforced Errors” (Fehler ohne Not), wie die Tennisspieler sagen, und die vom Gegner erzwungenen Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Mal ist die Quote höher, mal niedriger, aber unter dem Strich stand bisher entweder: verdiente oder unglückliche Niederlage. In jedem Fall aber Niederlage.Der Trainer der BVB-Handballerinnenn wartet auch sehnsüchtig auf den ersten Sieg seiner Damen. Samstag, 19 Uhr, besteht die nächste Gelegenheit dazu, gegen den VfL Oldenburg. Doch auch der gehört zu den absolut besten Teams der Liga.
Die Lage ist ernst, aber auch der Unverfrorenheit oder Ignoranz der Spielplan-Ersteller geschuldet. Denn im Frauenhandball wirft Geld - im Gegensatz zu anderen Sportarten - sehr wohl viele Tore. Erst am 8. Juni (!) bekam der BVB, dessen Planung auf die zweite Liga ausgerichtet war, die Möglichkeit weiterhin erstklassig zu bleiben. Er nahm die Herausforderung aus sportlichen Gründen an, obwohl die Chancen auf den Klassenver-bleib wegen des geringen zeitlichen Vorlaufs bis zum Saisonstart auf ein Minimum reduziert waren.
Und dann muss er mit einem Spielplan leben, der jeder Beschreibung spottet. Im ersten Spiel, in dem jeder noch nach seiner Form suchte, Bayer Leverkusen nur mit zwei, Leipzig mit einem Tor Differenz gewannen, verloren die Borussinnen gegen Göppingen. Danach folgten als Gegner der Tabellenzweite Leverkusen (auswärts), der Tabellendritte Buxtehude (zuhause), der Tabellenführer Leipzig (auswärts) und der Tabellenvierte Blomberg (auswärts). Da war wenig zu holen.
Mit jeder Niederlage wächst der Druck. Der wird gegen den eingespielten deutschen Pokalsieger Oldenburg nicht geringer. Der ist Tabellenfünfter.
Zumal sich die Voraussetzungen in dieser Woche von Tag zu Tag verschlechterten. Zuerst riss bei Torhüterin Helen Trodler ein Band, ein weiteres ist in Mitleidenschaft gezogen. Sechs Wochen Pause, Dann meldete sich Inge Roelofs mit einer eitrigen Mandelentzündung krank. Unverhofft kommt oft: über Nacht stieg Isabell Roch zur Nummer eins auf. „Sie hat endlich gemerkt, dass es nicht reicht, Junioren-Nationaltorhüterin zu sein. Sie hat in der letzten Woche den Biss gezeigt, den ich von ihr erwarte”, sagte Wilke, „ich setze großes Vertrauen in sie, denn Isabell ist ein großes Talent.”
Dass auch Julia Kunze umgeknickt ist und Zuzana Porvaznikova über Beschwerden im Fuß klagt, dämpft den Optimismus. Wilke: „Die Mannschaft hat sich unter der Woche ohne Trainer und Vorstand zu einer Aussprache getroffen und danach beim Training unheimlich Gas gegeben. Einige sind zu mir gekommen, um sich auf Video noch einmal ihre Fehler und Schwachstellen aufzeigen zu lassen. Das waren gute Reaktionen.”
Gegen den Buxtehuder SV, der genauso hoch eingeschätzt wird wie der VfL Oldenburg, zeigte der BVB ein großes Spiel und unterlag hauchdünn mit 28:29. Gäbe es erneut eine Niederlage, wäre er gut beraten, cool zu bleiben. Danach kommen die Gegner, die er schlagen kann: Trier, Celle, Frankfurt, Sindenfingen und Erfurt. Schlagen kann? Schlagen muss.
Christian Menn (Westfälische Rundschau)
Quelle: http://www.bvb-handball.de/?X%1B%E7%F4%9D
Hat sich hier mal jemand über Christian Menn amüsiert (Steinar :D..) Dieser Artikel ist sehr ok.
Ich denke, es ist ein Heimspiel, die Mädels werden sich reinhängen und wenn es gut läuft und Chancen bestehen sollten generell mindesten fünf von den ersten sechs auf der Platte stehen. -
Zitat
Original von Snuffmaster
Zur Halle:
es sind 150000 und die Gesamtkosten werden auf knapp 750.000 jährlich geschätzt.
Und der Kreis kann das Geld auch nur ausgeben, weil hier die Kommunen zugestimmt haben. Wobei zustimmen werden. Der Kreis ist nicht in der Lage Geld auszugeben (wenn es eine bestimmte Kommune betrifft) ohne dass alle anderen da zu stimmen.
Aber im rest gebe ich dir recht. Was bringt eine Halle, solang das überleben des Vereins nicht gesichert ist?Damit sind wir bei einem Fünftel der Gesamtkosten für die öffentliche Hand. Wenn du heue die OVZ gelesen hast, dann weisst du, das für mindestems eone Gemeinde im Kreis eine Zustimmung gar nicht mehr möglich ist, wegen völligem Verzehr des Eigenkapitals. So bekloppt kann ein Gemeinderat gar nicht sein....

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Zu a) Wenn ich das richtig gehört habe, beläuft sich der sichere Bruchteil so auf 150000-200000 jährlich (anfangs und auch nur dann, wenn der Kreis sich keine Übernahmeverpflichung für unvorhergesehene Kostensteigerungen aufhalsen lässt). Der Bruchteil dürfte ein durchaus erheblicher Anteil des jährlichen Unterhalts der Halle sein, wenn man die Finanzierung nicht einrechnet.
Und da sind wir dann bei dem, was ich mit der angesprochenen Unfähigkeit meine. Diesem Kreis sind seine Ausgaben nämlich bisher sehr egal gewesen. Zahlen nämlich alles die Gemeinden.
Wenn man Geld geben soll, sollten die, die das Geld haben wollen, wenigstens ansatzweise vertrauenswürdig erscheinen. Am Ende steht nämlich in GM eine Halle, die zweimal im Jahr gefüllt ist (Karneval und Freikirchliche Vollversammlung o.ä.), und deren Unterhalt und Finanzierung bei 13 Gemeinden liegt, die allesamt eigendlich Konkurs anmelden müssten...(Wiehl noch ausgenommen, aber kann ja nicht jeder an der Autobahn liegen.)
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Aber ohne öffentlicher Mittel für den Unterhalt geht da gar nichts......

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Ich rechne mal: Man verzichtet auf die Hälfte der Provision: mind. 100000. Hat man also mindestens 200000 Provision kassiert. Kriegt man 5% vom Kuchen hat man 4 Millionen vermitelt. Krieg man 50% hat man 400000 eingeworben. Irgendwo dazwischen dürfte die Wahrheit liegen.
Aber noch zur Sache: nachdem nunmehr feststeht dass mindestens zwei der drei am Projekt neue Halle Beteiligten mit Geld nicht umghen können, nämlich der VfL und der Oberbergische Kreis, und der dritte, die Stadt Gummersbach kein Geld hat, dürfte sich die Bereitschaft der oberbergischen Gemeinden, sich finanziell an derHalle über die Kreisumlage zu beteiligen, dem Punkte Null nähern.
Man möge sich also dringend um eine Renovierung der Eugen Haas Halle kümmern. -
Ruhr Nachrichten: BVB verdurstet im Blomberger Spielrausch
[05.10.09] Gustl Wilke ließ einfach Zahlen sprechen. 18 technische Fehler hatte er gezählt, 19 Fehlversuche beim Torwurf, „da kann man in der Bundesliga kein Spiel gewinnen“, meinte der Trainer.
Und so verloren die Handballerinnen von Borussia Dortmund auch die fünfte Partie in der ersten Liga mit 24:34 (10:15) bei ProVital Blomberg-Lippe, der letzte Tabellenplatz ist ihnen weiter sicher.Mutlos
Der Trainer klang nach der Partie entsprechend mutlos. „Ich kann mir die vielen Unkonzentriertheiten einfach nicht erklären“, klagte er, das ziehe sich nun schon durch die ganze Saison, „und es macht mir große Sorgen.“ Eigentlich wollte man von Beginn an energisch dagegenhalten und den Favoriten vielleicht sogar ein wenig nervös machen, „aber dann waren wir selbst zu unsicher, zu aufgeregt.“ Dennoch sah es bis zum 10:12 gar nicht so schlecht aus, aber dann bekam Tessa Cocx eine Zwei-Minuten Strafe, mit 10:15 ging es zum Pausensnack.
Endgültig chancenlos waren die Schwarz-Gelben dann ab der 43. Minute, als Stephanie Glathe disqualifiziert wurde. „Das war tödlich“, erklärte Wilke, den Ausfall habe das Team nicht mehr kompensieren können. Wie er überhaupt beklagt, dass er allenfalls über sechs gleichwertige Spielerinnen verfügen kann, „wir können nicht richtig nachfassen, die Neuen von der Bank können uns dann auch nicht richtig weiterhelfen“. Und wenn dann etwa Gesine Paulus, die schließlich eine Schlüsselposition bekleidet, völlig von der Rolle ist, „dann kann ich nicht reagieren“.
Lichtblicke
So ein Team wie Blomberg habe es da besser, da sind zehn Spielerinnen auf einem Niveau. Und so hätten sich die Ostwestfalen stellenweise in einen wahren Rausch gespielt, „am Ende waren wir mit dem Ergebnis noch gut bedient“. Doch ein paar Lichtblicke habe es auch gegeben, schließlich trafen Zuzana Porvaznikova (Foto: Ludewig) und Dagmara Kowalska je sechs Mal. Am Samstag kommt schon der nächste schwere Brocken mit dem VfL Oldenburg. „Wir dürfen uns jetzt nicht zerfleischen“, sagt Gustl Wilke. Aber die Zahlen machen einfach keinen Mut.
Gerd Strohmann (Ruhr Nachrichten)
Westfälische Rundschau: 24:34-Packung für die BVB-Damen - Jochen Busch hat "dicken Hals"
[05.10.09] Eine gute und eine schlechte Nachricht von den Handballerinnen des BVB. Die gute zuerst: Seit 2001 haben sie nicht mehr so viele Tore in Blomberg erzielt wie gestern Nachmittag. Und nun die schlechte: trotzdem verloren sie mit 24:34 (10:15) und blamierten sich dabei bis auf die Knochen.
Blomberg-Lippe - mit dem Großsponsor Provital im Rücken - wird zwar in dieser Saison hoch eingeschätzt und mindestens unter den besten Vier erwartet, aber zehn Tore Differenz bedeuten schon einen Klassenunterschied.„Ich habe einen dicken Hals und möchte mich zu diesem Spiel nicht äußern”, sagte der Sportliche Leiter Jochen Busch sichtlich erregt, „bei 18 technischen Fehlern und Fehlpässen lade ich den Gegner doch regelrecht ein, mir den Kasten vollzuhauen.”
20 Minuten hielt der BVB mit, da stand's 10:9 für die Ostwestfälinnen, die sich in der Folgezeit Tor um Tor absetzten und eine 15:10-Führung mit in die Pause nahmen. Danach brachen bei den Borussinnen alle Dämme. Über 24:16 zog Blomberg mit einer 5:0-Serie auf 29:16 davon. Ein Debakel bahnte sich an.
„Fehler über Fehler”, konstatierte Trainer Gustl Wilke, der einfach nicht begreifen wollte, warum seine Damen genau das Gegenteil davon machten, was er ihnen einge-bläut hatte: mit sicheren Pässen und Würfen die Fehlerzahl niedrig zu halten, um den im Gegenstoß überragenden Blombergern (Neukamp 6, Langkeit 7) nicht in die Karten zu spielen.
Bei der Aufzählung der Schwächen sprudelte es aus Wilke nur so heraus: „Gesine Paulus stand mit vier Fehlpässen und fünf Fehlwürfen völlig neben sich, bei Karina Schäfer und Stella Kramer ging der Schuss des Übereifers gegen ihren ehemaligen Klub nach hinten los, und die Deckung stand nach der Anfangsphase viel zu brav. Ich verstehe das nicht: im Angriff bekommen sie was auf die Rippen, in der Abwehr vermeiden sie jeden Körperkontakt, der dem Gegner unangenehm sein könnte.”
Kurzum: es war das schlechtestes Saisonspiel des BVB, dessen Gegner auf fast jeder Position besser - und meist doppelt - besetzt ist.
BVB: Roelofs, Trodler, Roch; Kowalska (6/1), Glathe (3), Köhler, Paulus (1), Schäfer (1), Porvaznikova (6/2), Busch (1), Kramer (1), Cocx (4), Kunze (2), Ewert.
Bes. Vorkommnisse: Disqualifikation Glathe/43. Min. (Matchstrafe).
Quelle:http://www.bvb-handball.de/?X%1B%E7%F4%9D
Manchmal staunt man wirklich, wie haarscharf die Analysen sind.
Wenn man beim Stand von 10:9 mit Gesine Paulus, Stella Kramer und Dagmara Kowalska drei von den ersen sechs auf der Bank sitzen hat, darf man nicht erstaunt vermelden, dass die Abwehrleisung nicht mehr das Gelbe vom Ei ist. Logisch das dann Fouls passieren und schon hat man nur noch 2 von den ersten sechs in Unterzahl auf der Platte. Zum Übereifer von Stella Kramer und Karina Schäfer nur so viel: Als der Einbruch kam sass Stella auf der Bank, in der zweiten Halbzeit hat sie die ersten 8 Minuten gespielt und ein Tor geworfen. Das Karina sich immer heftig reinhängt in den paar Minuten Spielzeit, die sie bekommt, spricht doch nur für sie.
Zum übrigen hat Hochwürden alles gesagt was zu sagen war.
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Westfälische Rundschau: Blomberg spielt ähnlichen Tempohandball wie Leipzig
[03.10.09] Irgendwie glaubte er, in eine andere Welt abgetaucht zu sein. Zuerst der perfekte Tempohandball des HC Leipzig, der alle zehn Minuten ohne irgendeinen Niveauverlust ganze Blöcke austauschen konnte, die Kulisse von 1800 Zuschauern in einer für Dortmunder Verhältnisse undenkbar modernen Halle.
Und dann der weiß eingedeckte VIP-Raum, in dem nach Spielschluss auch Interviews geführt wurden. Zum besseren Verstänis auch des Gegners und seiner speziellen Situation. „Ich habe erklärt, dass bei uns alles auf einen Neuaufbau in der zweiten Liga ausgerichtet war”, sagt BVB-Trainer Gustl Wilke, „von solch paradiesischen Zuständen wie in Leipzig können wir nur träumen.” Und deshalb sei das Ergebnis - auch in dieser Höhe (22:34) - völlig korrekt. Es trafen zwei Welten aufeinander.Im Frauenhandball wirft Geld nun mal Tore, die Borussia hat vielleicht ein Viertel des HCL-Etats. Das ganze Spiel ist auf Tempo, Dynamik und Angriffswucht abgestellt, wer sich dabei zu viele Fehler oder - wie beim BVB in fast jeder Begegnung zu beobachten - eine Schwächeperiode erlaubt, kann gegen die in der oberen Hälfte der Tabelle angesiedelten Mannschaften nicht gewinnen. Ein bisschen hatte Wilke das Resultat durch Wechsel auch provoziert, um allen eine Chance zu geben. Und um seinen Spielerinnen aufzuzeigen, wieviel ihnen zur Spitze noch fehlt - oder einfach nur, um ihnen zu demonstrieren, dass sie mit ihrem Verständnis von Leistungshandball keine Chance haben. Auch in Zukunft nicht.
Ein ähnliches Tempo und eine ähnlich „gut besuchte Ersatzbank” erwartet den BVB auch am Sonntag (16 Uhr) beim Tabellenvierten, SG Blomberg-Lippe. Wie bombig das mit der Nürnberger Regisseurin Kerstin Wohlbold verstärkte Team ist, zeigt allein die Tatsache, dass Klassespielerinnen wie die Ungarin Annemaria Ilyes und die frühere Bundesligatorschützenkönigin Mirja Mirja Mißling zuletzt auf der Bank saßen.
Davon kann Gustl Wilke in der Tat nur träumen. Er wäre schon zufrieden, wenn Zuzana Porvaznikova, die gestern wegen einer leichten Grippe mit dem Training aussetzen musste, am Sonntag dabei wäre. Denn Alternativen sind beim BVB anno 2009 sehr dünn gesät.
Christian Menn Westfälische Rundschau)
Qulelle: http://www.bvb-handball.de/?X%1B%E7%F4%9D
...Gibt keine Alternativen..

Und hier aus Blomberg das Wort zum Sonntag:
Fuhr pur – das Trainerwort zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund
ProVital-Trainer André Fuhr
Hallo, liebe Handballfreunde!Aufmerksam verfolgten wir in der vergangenen Woche, wie sich unsere neue Nationalmannschaft beim GF World Cup im dänischen Århus als Dritte achtbar schlug. Und erfreut registrierten wir in Blomberg zudem, dass daran mit Sabrina Neukamp und Janine Urbannek auch zwei unserer Spielerinnen ihren Anteil hatten – die eine als etablierte Kraft, die andere als Talent auf Schnupperkurs. Doch längst sind auch die beiden wieder zurück im Alltag der Bundesliga, der uns in der Sporthalle an der Ulmenallee mit Borussia Dortmund konfrontiert. Zu unserem zweiten Heimspiel der Saison 2009/2010 möchte ich Sie ebenso herzlich willkommen heißen wie unsere Gäste, Schiedsrichter und Offiziellen.
Derzeit liegen wir mit 4:2 Punkten voll im Plan, denn es ist uns gelungen, die zum Auftakt in Trier verlorenen Punkten in Frankfurt zurückzuerobern. Dass wir endlich auch auswärts erfolgreich waren, ist sehr erfreulich. In die kleine Nationalmannschaftspause haben wir dank des 22:21 beim FHC viel Schwung mitgenommen. Obwohl unser Angriff dort über weite Strecken noch fehlerhaft und drucklos war, haben wir uns den Erfolg mit großem kämpferischen Einsatz redlich verdient.
Und nun müssen wir gegen Borussia Dortmund bestehen – klingt leicht, ist es aber nicht. Nach drei Niederlagen steht der BVB bereits mit dem Rücken zur Wand. Wir sollten uns weder von der Tabelle, noch von Ereignissen der Vorbereitung, als wir Anfang August in Bohmte gegen Dortmund gewannen, täuschen lassen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat mein Kollege Gustl Wilke eine Mannschaft geformt, die alles andere als Kanonenfutter ist und sogar in Leverkusen und gegen Buxtehude realistische Siegchancen besaß.
Wir müssen diese Aufgabe also mit voller Konzentration und höchstem Einsatz angehen, denn wir werden natürlich alles daran setzen, einen überraschenden Ausgang des Vergleichs mit der Borussia zu verhindern. Mit einem weiteren doppelten Punktgewinn könnten wir uns in der oberen Hälfte der Tabelle festsetzen. Das sind für viele noch recht ungewohnte Aussichten, aber wir müssen uns auch im Rahmen unserer neuen Möglichkeiten orientieren. Und da muss sich ProVital Blomberg-Lippe mit Konkurrenten wie zum Beispiel Frankfurt, Oldenburg und Buxtehude messen.
Vor unserem Spiel um Punkte in der Bundesliga wird übrigens unsere 2. Mannschaft in der Regionalliga gegen den SV Teutonia Riemke antreten. Binnen weniger Stunden können Sie sich so einen umfassenden Eindruck verschaffen, was der Frauenhandball in Blomberg derzeit mit einem starken Team in der 1. Liga und zahlreichen Talenten im Unterbau zu leisten im Stande ist.
Einen erfolgreichen und unterhaltsamen Nachmittag in der Sporthalle an der Ulmenallee wünscht
Ihr und Euer André Fuhr
Quelle: http://www.provital-blomberg-lippe.de/de/aktuell -
Östlich des Rheins?

Nördlich der Ruhr?
Südlich der Lippe?
Westlich der A1?
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Europa?
Deutschland?
NRW?
Großstadt?
>200.000 Einwohner?
Öffentliches Gebäude?

Kulturelle Nutzung?nich Gelsenkirchen...