Handballerinnen des BVB unter Druck : „Noch einmal gegen Blomberg gewinnen”
Dortmund, 28.01.2010, Christian Menn
Im November 2008 feierte Gustl Wilke sein überraschendes Comeback als Trainer der BVB-Handballerinnen. Gerade erst in Amt und Würden kam prompt sein Lieblingsgegner: Provital Blomberg. Die Borussinnen gewannen tatsächlich, knapp, aber verdient mit 26:25.
„Ich habe in meiner Karriere gegen Blomberg noch nie verloren”, sagte Wilke nachher erleichtert, „und das soll auch so bleiben.”
Blieb es aber nicht. Im Rückspiel rächten sich die Ostwestfälinnen fürchterlich und zogen Wilke und seinem Team mit 34:23 das Fell über die Ohren. In dieser Saison, am 4. Oktober 2009, war das Ergebnis fast identisch: 34:24. Und Gustl Wilkes Aussage hört sich heute schon etwas anders an: „Noch einmal gegen Blomberg gewinnen...”
Denn ein Sieg am Samstag (19 Uhr) in Wellinghofen ist dringend erforderlich, wenn sich die Borussinnen noch eine Chance auf den Klassenverbleib ausrechnen wollen. Denn nur noch gegen die mitgefährdeten Mannschaften zu punkten, wird am Ende zu wenig sein. Da muss auch mal eine Überraschung gegen eines der besseren Teams her.
Wie das Remis gegen Leverkusen, für den der BVB - wie Wilke vermutet - „schwer büßen musste. Denn Buxtehude war gegen uns so motiviert und konzentriert, dass wir nicht den Hauch einer Chance hatten.” Die (schlechtere) Alternative ist allerdings, von den Gegnern nicht mehr ernst genommen zu werden...
Beide Eigenschaften, Motivation und Konzentration, wird auch Blomberg nach der Heimniederlage gegen Frankfurt verkörpern - Eigenschaften, die die Borussinnen beim Training unter der Woche nicht gerade an den Tag legten.
Natürlich hat auch die personelle Ausstattung ihren Anteil daran, dass das Training eines Erstligisten unwürdig ist. „Die ganze Woche standen mir nur acht Feldspielerinnen und eine Torhüterin zur Verfügung. Da kann man den Ernstfall nur unzureichend proben”, stimmt Wilke das alte Klagelied an.
Der Sportliche Leiter Jochen Busch erwartet von den Damen trotzdem, „dass sie sich Samstag zusammenreißen und sich als Mannschaft präsentieren - acht Spielerinnen hin, eine Torhüterin her.”
In der Tat: Der BVB weiß, was die Uhr geschlagen hat. Schließlich stehen nach der Partie gegen Blomberg nur noch sieben Spiele auf dem Programm, u.a. in Oldenburg und gegen HC Leipzig. Und: fünf Siege brauchen die Borussinnen mindestens noch.
Quelle: http://www.derwesten.de/sport/lokalspo…-id2451700.html
Liebe Blomberger, bitte lasst uns doch gewinnen....wir sind nur so ganz kleine wenige und müssen noch fünfmal zwei Punkte holen... 