Beiträge von kary_tusem

    Erster Sieg, Edelmeier weg!

    HANDBALL-BUNDESLIGA. SABINE HANNEN

    Tusem-Team gibt mit 27:26 wichtiges Lebenszeichen. Niels Ellwanger übernimmt Geschäftsführung.

    Das war womöglich das wichtigste Wochenende für den Essener Handball-Bundesligisten Tusem. Zuerst legte die Mannschaft mit dem hart erkämpften ersten Saisonsieg über GWD Minden am Samstag in der Sporthalle am Hallo vor. 1378 Zuschauer freuten sich mit dem Team, aus dem Joschi Schmidt (10 Tore) und Siebenmeterkiller Gerrie Eijlers herausragten. Die Mindener waren als "Schieber" empfangen und ausgebuht worden.

    Am Sonntagmorgen gab es dann den erwarteten Führungswechsel in der Geschäftsleitung. Horst-Gerhard Edelmeier nahm seinen Hut. Niels Ellwanger heißt jetzt der Hoffnungsträger, der gemeinsam mit dem Insolvenzspezialisten Michael Keusken und dem Essener Rechtsanwalt Thomas Vomfell alle Hebel in Bewegung setzen will, die drohenden Insolvenz doch noch zu vermeiden. Tusem-Präsident Uli Gaißymer zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert: "Horst Edelmeier hat den Weg frei gemacht. Unser aller Ziel ist es, Bundesliga-Handball in Essen zu erhalten. Ich bin wieder ein bisschen optimistischer, dass das auch gelingt. Wir sind es der Mannschaft und unserem Trainer schuldig, alles zu versuchen, um eine Insolvenz abzuwenden."

    Der erste Erfolg am zehnten Spieltag mit 27:26 (13:12) wenige Stunden zuvor war ein wichtiges Signal. "Wir leben noch, und wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können", sagte Tusems stellvertretender Mannschaftsführer Sergio Casanova, der diesmal vergeblich auf eine Erklärung oder auch nur einen Glückwunsch von Edelmeier wartete.

    Keisläufer Jörg Lützelberger hofft, "dass man uns mit Kohle unterstützt, damit wir zusammenbleiben und die Saison zu Ende bringen können." Trainer Kristof Szargiej bedankte sich bei seiner jungen Rumpftruppe. "Sie hat alles gegeben. Mehr können wir nicht."

    Die neue Geschäftsführung will sich jetzt so schnell wie möglich mit allen Fakten beschäftigen und dann ein Konzept vorstellen, auf das auch die HBL (Handball Bundesliga) dringend wartet. Deren Geschäftsführer Frank Bohmann schließt unterdessen eine Geldstrafe und Punktabzüge nicht grundsätzlich aus, wenn sich die vom Verein eingereichten Zahlen bei der Beantragung der Lizenz als falsch herausstellen sollten.

    Quelle derwesten.de

    Achso, war übrigens ein ganz nettes Spiel. Die Wetzlar Fans waren echt lustig und haben eine gute Stimmung gemacht. Auch nachher gabs davon vom Team Humba. War echt lustig.

    SR waren gräßlich.

    Und unsere Mannschaft hat sich nett verabschiedet, bin mal gespannt, wo wir die alle so wiedersehen werden.

    Zitat

    Original von Karl
    Danke, das sind doch mal echte Informationen (seit 2005 ist das unverändert?).

    Und (nur) im Aufsichtsrat sitzen dann vermutlich die Hauptsponsoren?

    Der Aufsichtsrat besteht aus 5 Mitgliedern:
    Herrn Ulrich Kinder, Sparkasse Essen
    Herrn Ulrich Gaißmayer, Präsident TUSEM Essen e.V.
    Herrn Dirk Pomplun, Stadtwerke Essen
    Herrn Dr. Lothar Oelert, RWE Rhein-Ruhr AG, Essen
    Herrn Friedhelm Krone, Dyckerhoff Beton Niederlassung Rhein-Ruhr, Essen

    Quelle

    Zitat

    Original von kuestentanne
    Wie es ein Verein allerdings schafft in so kurzer Zeit 2 mal den gleichen Mist zu machen, ist schon rekordverdächtig ...


    Vorallem wenn man nach dem 1. Mal beteuert, dass jetzt alles besser wird und man aus den Fehlern gelernt hätte.
    Mir ist auch unbegreiflich, wieso diese One-Man-Show von Herrn Edelmeier beim Neuanfang geduldet wurde, es sollte doch alles besser werden und mehr Leute Einsicht in die finanziellen Dinge bekommen. Also wurde ein Aufsichtsrat installiert, doch auch damit wurde nicht der gewünschte Erfolg erzielt. Denn alle Zitate in der Presse lassen immer wieder durchblicken, dass nur Edelmeier Einsicht in die finanziellen Sachen hätte.
    Das ist alles so schade, wenn man als Fan und auch als Sponsor an den Neuanfang geglaubt hat.

    Die Marke Tusem retten

    HANDBALL-BUNDESLIGA. Edelmeier heute in Dortmund. Entscheidung der HBL wird maßgeblich sein. Hecker will kämpfen.

    Keiner kommt derzeit zur Ruhe beim insolvenzgefährdeten Handball-Traditionsverein Tusem. Die extreme finanzielle Schieflage, nicht gezahlte Gehälter, ausstehende Posten bei Dienstleistern, die "Einbestellung" von HSB-Geschäftsführer Horst-Gerhard Edelmeier durch Frank Bohmann bei der aufs äußerste besorgten Handball-Bundesliga (HBL) am heutigen Mittwoch sorgen für Dauer-Krisensitzungen rund um die Margarethenhöhe.

    Am Montag traf man sich in kleiner Runde mit Horst-Gerhard Edelmeier, Manager Stefan Hecker, dem Sportlichen Leiter Stephan Krebietke, um die bedenkliche Lage zu erörtern. Nach diesem Gespräch gab es blasse Gesichter und kalten Angstschweiß. Wie und ob es überhaupt weitergeht, weiß man noch nicht.

    Vollkommen desillusioniert

    "Wir müssen kämpfen, keine Frage. Aber alle sollten sich darauf gefasst machen, dass die Bundesliga nicht zu halten sein wird", sagte der gerade erst installierte Manager Stefan Hecker vollkommen desillusioniert gegenüber der NRZ.

    Am gestrigen Dienstagvormittag stellte sich Edelmeier erstmals vor die Mannschaft. Ein längst überfälliger Schritt, denn schon nach der schweren Schulterverletzung von Kapitän Evars Klesniks war die Verunsicherung im Kader groß, weil personell nicht nachgelegt wurde.

    Aber schon vor drei Wochen war offenbar klar, dass das Loch in der Kasse keinerlei Spielraum mehr zuließ. Die wichtigsten Sponsoren wie RWE, Sparkasse und Stadtwerke winkten ab, erneut "nachzulegen", wie sie es bereits in der letzten Punkterunde getan hatten.

    Jetzt hängt es maßgeblich von der HBL ab, ob das Tabellenschlusslicht die Saison überhaupt noch zu Ende spielen darf oder vom Spielbetrieb ausgeschlossen wird. Horst-Gerhard Edelmeier muss sich heute auf hartnäckiges und schonungsloses Nachfragen bei der HBL in Dortmund gefasst machen, wo man angesichts der aktuellen Schieflage überrascht und entsetzt reagierte.

    Völliger Neuanfang

    Im schlimmstmöglichen Fall droht sogar die Rückstufung des Vereins in die Oberliga. Und das wäre wohl endgültig das "Aus" für den dreimaligen Meister und Pokalsieger und ehemaligen Europacupgewinner, der 2005 nach dem Zwangsabstieg und Lizenzentzug in der Regionalliga landete.

    Es gibt auch noch andere Szenarien. Eine davon: Der Tusem muss in die Insolvenz, wird aber die Saison zu Ende spielen und steht als erster Absteiger fest. Dadurch könnte man dann in der Zweiten Bundesliga einen völligen Neuanfang starten. Eine Idee, mit der sich beispielsweise Stefan Hecker noch "anfreunden" könnte. "Der Laden müsste noch einmal umgekrempelt werden. Finanziell und personell."

    Die Aussicht darauf sei zwar sicher auch frustrierend. Aber Hecker hat in der kurzen Zeit, in der er für den Tusem schon eifrig "Klinken" putzen war, auch Mut machende Signale erhalten. "Ich glaube fest daran, dass man die Marke Tusem mittelfreistig retten kann. Wenn es gelingt, endlich ein echtes Team aufzustellen, das Hand in Hand arbeitet." Eines, das mit Fachkompetenz eine neue Mannschaft auf die Beine stellen würde mit Perspektiven.

    Der Schock - nicht nur in Handball-Kreisen - ist nach Bekanntwerden der existenziellen Probleme beim Tusem groß. "Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, wie viele Fehler schon wieder gemacht worden sind, nachdem wir uns jahrzehntelang um den Handball in Essen verdient gemacht haben", sagt beispielsweise der Ex-Trainer Petre Ivanescu.

    derwesten.de

    Also bestenfalls dürfen wir in der 2. Liga spielen. Da fehlen mir wirklich die Worte.

    Dieses und das nächste Spiel gegen Mindensind relativ richtungsweisend, ich hoffe natürlich auf einen Sieg, denke aber, dass es verdammt schwer werden wird. Vorallem ohne Vrany, der ja sonst den Mittelblock gebildet hat und wegen des ausgedünnten Kaders.

    Das Spiel hatte doch überhaupt keine Aussagekraft. Wir hatten noch keinen einzigen Gegner, die auf unserer Augenhöhe sind, also um den Klassenerhalt spielen.
    Von daher wird man erst was dazu nach dem Heimspiel gegen Minden sagen können.

    Man hört so einiges. Keine Gehälter, Siniak hatte eins der höhsten Gehälter und angeblich Hecker war dafür ihn rauszukicken, Siniak wohnte angeblich schon länger nicht mehr in Essen, kam nur noch manchmal fürs Training aus Mannheim angereist....etc
    Was nun stimmt und was man nun glaubt, naja.