Heutiger Artikel auf der Metzinger Homepage
ZitatAlles anzeigenFRAUENHANDBALL / Urteil nächste Woche?
Metzinger "TuSsies" hoffen und bangen
Auch drei Tage nach dem Urteil, das die TuS Metzingen trotz sportlicher Qualifikation wieder zurück in die Zweite Bundesliga beförderte, dauert der Schock an.
LEOPOLD FREUDEMANN / ANTJE SCHNIZLER
Im Metzinger Lager wartet man gespannt auf die Reaktion des Bundessportgerichts des Deutschen Handballbundes mit Sitz in Solingen. Dorthin hat die TuS Metzingen über den Reutlinger Rechtsanwalt Dr. Peter Krause Protest gegen den Punkteabzug eingelegt, der letztendlich dazu führte, dass die TuS Metzingen aus Sicht der Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen (HBVF) nicht zu den Play-Offs zur Ersten Bundesliga berechtigt gewesen war und somit in der Zweiten Liga verbleibt. Bei der HBVF hält man sich diskret zurück und verweist auf das "schwebende Verfahren". "Kein Kommentar", äußerte sich Erika Petersen von der Spielleitenden Stelle in Hannover. Nicht einmal ein Termin wurde genannt, an dem es zu einem Schiedsspruch kommen könnte.
In Metzingen rechnet man allerdings damit, dass es Mitte nächster Woche so weit sein könnte. "Uns wurde gesagt, dass man kurz nach Pfingsten mit einem Urteilsspruch rechnen kann", so Spielerin Annika Schmid auf unsere Anfrage. Noch am Dienstagabend hatte Abteilungsleiter Andreas Baumgärtner in der Öschhalle zu den TuS-Spielerinnen gesprochen, sie beruhigt und eben auf Mitte nächster Woche hingewiesen. Sie selber bleibe bei ihrer Aussage, auch in der zweiten Bundesliga für die TuS Metzingen zu spielen. "Ich bleibe gerne und an den Plänen zur Zweiten Bundesliga hat sich ja nichts geändert." Schmid möchte im kommenden Februar an der Realschule im Neugreuth ein Referendariat für den Schuldienst beginnen.
Auch Milena Rösler bekräftigt, dass sie in Metzingen bleiben wolle, egal ob Erste oder Zweite Bundesliga. Gemischte Gefühle hätte sie schon, was die Chancen auf einen erfolgreichen Einspruch angehen würde: "Wir Spielerinnen haben schon Hoffnung, dass es gut ausgeht, es kann aber genauso sein, dass es schief geht." Man wisse eben nicht, wie das Sportgericht und der DHB in dieser Sache vorgehe, sprich, es bleibe nichts anderes übrig als abzuwarten.
TuS-Handball-Abteilungsleiter Andreas Baumgärtner hofft auf eine schnelle Entscheidung des Bundessportgerichts: "Ein schnelles Urteil wäre für alle gut." Er sieht die Chancen auf einen positiven Bescheid als "gut" an. Was ihn besonders freut ist die Tatsache, dass fast alle Spielerinnen bei der TuS Metzingen weiter spielen wollen: "Viele sagen sich, jetzt erst recht, das ist insgesamt sehr erfreulich."
Heute Abend treffen sich die Handballerinnen und weitere Verantwortliche zu einem Abschluss-Essen. Bis dahin wird bei den "TuSsies" das Hoffen und Bangen weiter gehen und auch der Schock wird noch nicht überwunden sein.
Bin ja mal gespannt, wie sich die Treue der Spielerinnen entwickelt, wenn es bei dem Punktabzug und der Ligazugehörigkeit bleibt. Ein weiteres großes Fragezeichen steht für mich auch hinter dem Punkt Sponsoren.
Schauen wir mal!