Na ja, jetzt wollen wir hier mal nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich ziehe ausdrücklich den Hut vor dem, was Karin Euler und die TSG Ketsch mit ihrem Etat auf die Beine stellt, aber...
... Ketsch spielt jedes Jahr gegen den Abstieg, kann eigentlich nur durch ständig wiederkehrende "Wunder" die Klasse halten.
... Nürnberg spielt/e regelmäßig um die Meisterschaft und die EC-Pokale mit.
... sicherlich kann man eine Blacha nicht mit jeder anderen Spielerin vergleichen. Ein Karabatic verdient in Kiel auch mehr, als der RL von Hildesheim!
... der deutschen Jugendförderung hilft das aber sicherlich, wenn auch nur bedingt. Eine Mannschaft, die nur aus jungen und vermeintlich unerfahrenen Spielerinnen besteht wird in der 1. Liga auseinandergenommen und damit reduziert sich der Lernprozess. Wichtiger wäre eine gesunde Mischung aus Routine und Unbekümmertheit, dann reifen Talente wirklich.
Generell ist zu den Etats im Frauenhandball zu sagen, dass selbst die Spitzenteams mit einem Betrag auskommen müssen, den bei den Männern allein ein Spieler kostet. Wir reden hier über durchschnittlich EUR 500.000 im Jahr, bei vielen Vereinen eher deutlich weniger. Der zeitliche Aufwand ist aber auch bei den Frauen extrem hoch und im Gegensatz zu den Männern ist es nahezu unmöglich nach der aktiven Karriere noch Geld mit dem Sport zu verdienen.
Dennoch habe ich kein Mitleid mit dem Club, denn warum soll es Nürnberg anders ergehen als den anderen Vereinen? Auch die können nur ausgeben was sie haben!