Beiträge von KSV-Jens

    Mit ein bißchen Phantasie sollte man schon auf die Botschaft kommen. Mir ist es lieber, die Schiris pfeifen die Spiele, als diese Forumler, die immer so gerne auf die Schiris schimpfen, daß man meinen könnte, sie könnten es besser.

    *kopfschüttel*

    Zitat

    Original von KSV-Jens
    Oder um es auf den Punkt zu bringen: Wenn ich für das Spiel der eigenen Mannschaft die Wahl zwischen einem echten Schirigespann oder einem Gespann aus zwei gegnerischen Fans habe, entscheide ich mich doch lieber für die echten Schiris.... :D


    Ich hätte nie gedacht, daß ich mich mal selbst zitieren müßte... :D

    Also aufgrund der Nachfragen ein konkretes Beispiel:
    Mein Wilhelmshavener HV spielt zu Hause gegen den THW Kiel. Ich darf mir eines von zwei Geschiedsrichtergespannen aussuchen. Das eine ist ein bundesligaerprobtes Gespann. Das andere ist ein Gespann aus zwei Nicht-Schiedsrichtern, die sich hier im Forum als Fans des THW Kiels ausgegeben haben. Ich würde mich für die echten Schiris entscheiden.. :)

    Bevor jetzt THW-Fans auf mich eindreschen ;( ... bei Pfullingen, Eisenach oder Nettelstedt als Gegner würde ich ebenfalls gegen die Fans entscheiden.

    Ich finde das ewige Geschimpfe auf die Schiris auch irgendwie billig. Handball hat letztlich ein komplizierteres Regelwerk als Fußball, das kann "fan" im Spiel dann so oder so auslegen. Ich hab nichts dagegen, wenn man im Spiel Stimmung für die eigene Mannschaft macht und auch mal bei umstrittenen Schiriaktionen gegen die eigene Mannschaft rumbuht. Aber im Forum sagen, boah, die Schiris waren wieder total gegen uns, ist mir auf Dauer doch eine zu billige Ausrede.

    Oder um es auf den Punkt zu bringen: Wenn ich für das Spiel der eigenen Mannschaft die Wahl zwischen einem echten Schirigespann oder einem Gespann aus zwei gegnerischen Fans habe, entscheide ich mich doch lieber für die echten Schiris.... :D

    Ich finde den Gedanken auch aberwitzig, ein Schiedsrichtergespann würde immer gegen eine bestimmte Mannschaft pfeifen. Solche Behauptungen können ernsthaft nur Leute mit Vereinsbrillen aufstellen. Von daher paßt das Bewertungssystem auch, denn zu einseitige Pfiffe werden auch die Bevorteilten oft mit schlechten Punktzahlen bewerten. Warum? Weil das Spiel ja deswegen nicht wiederholt wird.


    Und zum Fall Chalepo: Wenn er dem Schiri einen Ball ins Gesicht feuert (und davon gehe ich jetzt aus), dann sind 6 Monate zwar hart, aber vertretbar. So unabsichtlich kann das gar nicht passieren. Wäre das ein wachsweiches Ding (unter 2 km/h) gewesen, wäre Chalepo viel glimpflicher davongekommen.

    Zitat

    Original von Andi
    Als nach der Pause Zuschauer vom Spielfeldrand auf Großwallstädter Spieler einprügelten, schritt der Hallensprecher ein: "Die Spieler des TV Großwallstadt werden gebeten, nicht so nahe an der Außenlinie zu spielen."


    Das ist ja finster. :help:

    Ich habe da eine Geschichte, die sich in den 70er und 80er Jahren in schöner Regelmäßigkeit auf der alten Sportanlage des SV Wilhelmshaven in Rüstersiel zutrug. Auch wenn das nun aus der Fußballecke stammt, sollte sie doch eure Hallensprecher zu höheren Taten inspirieren.

    Zu der Zeit war Rainer Lückemann Trainer des SV Wilhelmshaven. Und immer wenn der SVW kurz vor Schluß nur 1:0 führte, erstieg Lückemann den Lautsprecherturm in Rüstersiel (Kurzdefinition von Siel: Durchlaß im Deich) und forderte per Durchsage zur Schließung des Marathontors, welches es im übrigen gar nicht gab. Die Schiedsrichter waren ob des energischen Tonfalls des "Stadionsprechers" meistens so verwirrt, daß sie prompt abpfiffen. Und die Gästefans suchten fluchend das Weite, weil sie wohl mit der Flutung der Sportanlage oder sonstwas rechneten. Nur die Einheimischen blieben noch ein Weilchen. Sie mußten ja Lückemann noch für seine gelungene Aktion Sonderapplaus spenden.

    Dank dieses Tricks kam der SV Wilhelmshaven übrigens auf prächtige Heimbilanzen und stieg ungeschlagen in die Landesliga auf, was damals die vierthöchste Spielklasse war.

    Unter SVW-Anhängern ist Rainer Lückemann heute noch Kult.

    Ich weiß, ich weiß, Lemgo hat 10 Nationalspieler, wirft im Schnitt 35 Tore und führt die Liga ohne Verlustpunkt souverän an.

    Aber wäre es richtig, wenn unser WHV mit der Einstellung in die Partie geht, gegen Lemgo kassieren wir eh eine Klatsche? Nein, dann setzt es garantiert eine Klatsche.

    Darum also hier eine ganz andere Sicht der Dinge, nämlich warum der TBV Lemgo in Wilhelmshaven verliert:

    1. Der WHV wurde neben Pfullingen als Absteiger Nummer eins gehandelt. Inzwischen weiß man in Wilhelmshaven, daß auch in der stärksten Handball-Liga der Welt nur mit Wasser gekocht wird. 10:10 Punkte bei immerhin 6 Auswärtsspielen können sich für einen Neuling sehen lassen.

    2. Der WHV hat drei seiner letzten vier Punktspiele gewonnen.

    3. Der WHV fängt gerade an, immer 30 Tore und mehr zu werfen.

    4. Der WHV hat seit der Saison 1999/2000 zu Hause von 53 Punktspielen 48 gewonnen und nur 2 verloren, nämlich gegen Schwerin 2000/01 und vor ein paar Wochen gegen Gummersbach, womit eine stolze Serie von 19 Punktspielsiegen hintereinander in der Nordsee-"Sporthölle" zu Ende ging. Gegen Schwerin ist lang her, und es ging nur um die goldene Ananas. Gegen Gummersbach (26:28 ) war es eine unnötige Heimniederlage. Gummersbach spielte zwar besser und führte schon deutlich mit 19:25, aber trotzdem hätte es noch für einen Sieg reichen können, wären am Ende nicht ein Siebenmeter und zwei weitere klare Chancen vergeben worden. Der WHV war in der Partie noch nicht abgezockt genug, aber er hat seitdem dazugelernt.

    5. Der WHV hat Kampfkraft und eine gute Moral aufzubieten. Gegen Nordhorn aus einem 12:16 ein 21:19 gemacht, beim Auswärtssieg in Pfullingen (29:24) am Ende 6 Tore hintereinander geworfen und nur in den Schlußsekunden noch einen für die Galerie kassiert, gegen Willstätt 24:20 nach 6:10 und beim TV Großwallstadt 31:27 nach 22:25 ein gewonnen. Und dann war da noch dieses Spiel in der imposanten Bördelandhalle. Der Aufsteiger aus Wilhelmshaven hatte sich gerade eine 22:38-Klatsche in Essen abgeholt und lag beim amtierenden Champions-League-Sieger Magdeburg kurz nach der Pause 8:19 zurück. Das ist eigentlich der Stoff für eine weitere Klatsche. Aber es kam anders. Der WHV drehte am Rad, und der SCM kam nicht mehr mit. Tor um Tor wurde aufgeholt, bis es zwei Minuten vor Schluß nur noch 24:25 stand. Der SCM startete einen weiteren verzweifelten Versuch, ein Tor zu machen. Statt dessen lief plötzlich wieder ein Tempogegenstoß. Ein WHVer frei vorm SCM-Torhüter. Der Ball klatschte an die Latte, und auf der Gegenseite fiel das 24:26. Aus der Traum. Aber wenn das Ding zum 25:25 reingegangen wäre, könnte jetzt vielleicht ein Gedenkstein vor der Bördelandhalle stehen mit der Aufschrift: "Hier siegte der WHV nach 11-Tore-Rückstand."

    6. Punkt 5 zeigt, daß der WHV auch eine verdammt gute Kondition haben muß. Sie reicht sogar, um Mannschaften internationaler Klasse an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu bringen.

    7. Der WHV hat 10:10 Punkte und sicher die eine oder andere Partie gurkenmäßig nach Hause gebracht. Man kann es aber auch umgekehrt sehen. Gegen Gummersbach, in Eisenach und in Magdeburg hätte man gewinnen können. Nur in Essen und in Nordhorn war der WHV wirklich chancenlos. Das wären dann 16:4 Punkte aus 4 Heimspielen und 6 Auswärtsspielen.

    8. Der WHV hatte in der Zweiten Liga eine mäßige Abwehr mit mäßigen Torhütern. In der Ersten Liga schluckt die Abwehr nur etwa gleich viel Treffer wie Lemgo. Und das Spiel ist in Wilhelmshaven....

    9. Der WHV hat gegen den TVB Lemgo nichts, aber auch rein gar nichts zu verlieren.

    10. Der TBV Lemgo kann in Wilhelmshaven nur verlieren.

    11. Der TBV Lemgo hat noch nie ein Punktspiel beim WHV bestritten, er weiß also gar nicht, was ihn in der Nordsee-Sporthalle erwartet. Nämlich die Hölle.

    12. Der TBV Lemgo gewinnt seine Spiele recht souverän. Was ein enges Spiel ist, weiß er im Grunde gar nicht mehr. Aber aus der Vergangenheit wissen wir: Wird es eng, zeigt Lemgo Nerven.


    Wer gibt Lemgo noch eine Chance? :baeh:


    Ich nicht, ich tippe 32:31 :bigok:

    KSV-Jens (aus der Abteilung Psychologische Kampfführung)

    Als Arminia Bielefeld als erster Profiverein im Fußball eine Präsidentin hatte, stieg man prompt ab und verschwand sieben lange Jahre im Amateurbereich...

    Und im Ernst: Frauen in führenden Marketing-Positionen trifft man(n) immer öfter. So ganz langsam setzt das wohl auch in Männersportarten ein.

    Aber beim HSV ist das ein schwieriger Job, denn das Experiment Umzug von einer kleinen Handball-Hochburg in eine Millionenstadt mit vielfältigen Angeboten ist durchaus offen. Da können sie jede kompetente Person gut gebrauchen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie das finanzielle Abenteuer HSV ausgeht, wo schon jetzt abzusehen ist, daß die Mannschaft kein Überflieger der Liga ist.

    Zitat

    Original von Sille
    Also WHV-Fans macht Euch auf was gefasst, ihr kriegt Samstag die nächste Klatsche :lol:8)


    Wer ist Lemgo? *lässig abwink*


    Liveticker zum Spiel WHV - TBV:

    04 min 0:3
    08 min 3:4
    13 min 5:8
    19 min 9:10
    25 min 11:16
    30 min 14:17 (Halbzeit)
    33 min 15:19
    38 min 18:20
    43 min 18:24
    47 min 21:26
    52 min 25:28
    55 min 28:29
    58 min 30:31
    60 min 32:31 (Endstand)

    Danke!

    Bitte!

    :Hail: W :Hail: H :Hail: V

    Von mir aus könnte Großwallstadt auch seine imposante Remis-Ausbeute gegen den WHV fortsetzen... :)

    Und daß TBVAndys Herz mehr für Arminia Bielefeld schlägt, ist nur natürlich. Das tut meines ja schließlich auch.. :lol:

    Einer aus dem Fußball-Lager