Beiträge von Hans-Chrisitian

    Zitat

    Original von isi
    Also wenn die keine Brustnummer haben, müssen die mir ihre Rückennummer zeigen. Das sage ich ein paar mal dann machen die das freiwillig. Habe das auch schon bei einigen Jugendmannschaften beobachtet, wenn man den ne Strafe gibt zeigen die mir die Rückennummer obwohl die auch ne Brustnummer haben. Wahrscheinlich hatten die früher keine und habn sich daran gewöhnt gehabt.

    ... und wenn Du Vorteil laufen läßt und nachträglich bestrafen willst, dann sagst Du dem Spieler: Bevor Du weiter läufst, dreh Dich mal um, dann kann ich mir die Nummer merken und die anschließend bestrafen?

    Das mit der Aufforderung sich umzudrehen kann als Argument nicht ziehen?

    Es steht also in der SR-Ordnung des DHB und ist damit verbindlich für alle Landesverbände!

    Sollten Abweichungen von der SRO des DHB zulässig sein, so muß dies ausdrücklich erwähnt sein. Da dies nicht der Fall ist, ist es im gesamten DHB gültig!

    Ich meine, dass schon bei den kleinen Brust- Nummern Pflicht sein sollten. Auch bei einer offensiven Abwehr ist eine klare Absprache und Zuordnung nötig. Die Absprache kann kaum erfolgen, wenn die Abwehrspieler die Gegner nicht auch mit einer leichten Absprache deutlich unterscheiden können.

    Außerdem muß ich als Trainer die Möglichkeit haben, meinen Spielern anhand der Trikot-Nr. den Gegenspieler zu benennen und dieser muß auch wiedererkannt werden.

    Daher ist es für mich gar keine Frage, Brust-Nummern gehören zum Handballspiel!

    Mich würde mal interessieren, wieviel Aufwandentschädigung und Fahrtkosten es in anderen Regionen/Klassen gibt.

    Für den Nordwesten gilt folgendes:

    Kreisspielgemeinschaft Ostfriesland
    (Kreisklassen und Kreisligen, E-Jgd. bis Männer/Frauen):
    10,00 € je Spiel zzgl. 0,28 € je km
    Ausnahme: Borkum (Tagesreise) 30,00 €

    Bezirk Weser-Ems
    (Bezirksligen/Weser-Ems-Ligen, C-Jgd. bis Männer/Frauen):
    15,00 € je Spiel zzgl. 0,28 € je km (bei gemeinsamer Anreise) bzw. 0,25 € je km bei (erforderlicher) getrennter Anreise, 5,00 € je Turnierspiel, 4,00 € Fahrtkosten am Ort.

    Handball-Verband Niedersachsen
    (Verbands- und Oberligen, A-Jugend und Männer/Frauen)
    18,00 € je Spiel (28,00 € bei Wochentagsspielen, mo.-fr.) zzgl. 0,28 € je km (egal ob allein oder zu dritt)

    Vereinsmitgliedschaft oder nicht?

    In Niedersachsen ist vorgeschrieben, dass Schiedsrichter Mitglied in einem Handballverein sein müssen (§ 1 Ziffer 8 a) der SR-Ordnung des HVN).

    Wie dies in anderen Landesverbänden aussieht weiss ich nicht.

    HC

    Sehe ich nicht nur genauso, sondern ist in einem anderen Regelbezug eigentlich nochmals klarer beschrieben:

    15:4 Ein Wurf gilt als ausgeführt, wenn der Ball die Hand des Werfers verlassen hat ... 

    15:5 Der Werfer darf den Ball erst wieder berühren, nachdem dieser einen anderen Spieler oder das Tor berührt hat ...

    Mit dem Niederlegen des Balles ist der Wurf ausgeführt und der Werfer darf den Ball nicht als nächster wieder berühren. Nichts anderes ist auch mit der Formulierung in Regel 13:7 gemeint, kommt dort aber nicht so deutlich durch.

    Das mit den ersten beiden Spieltagen stimmt schon. Mit den beiden letzten Spieltagen nicht ganz.

    Ein Spieler darf, wenn er an den letzten beiden Spieltagen in der unteren Mannschaft mitspielt, auch in der höheren Mannschaft mitspielen.

    Es gilt jedoch folgendes: Wer zwei Spiele in der höheren Mannschaft ausgesetzt hat, darf wieder in der unteren Mannschaft spielen. Dies gilt jedoch nicht, wenn danach für beide Mannschaften noch mindestens zwei Spiele auszutragen sind.

    Beispiel: Der festgespielte Spieler setzt in der höheren Mannschaft am 20.04.xx und 27.04.xx aus. Grundsätzlich dürfte er dann wieder in der unteren Mannschaft spielen, Voraussetzung ist aber, dass sowohl die untere Mannschaft als auch die obere Mannschaft noch mindestens zwei Spiele auszutragen hat.

    Anderes Beispiel, bei uns in der vergangenen Saison praktiziert. Personelle Probleme in der I. Mannschaft. Die II. Mannschaft ist bereits Mitte März mit der Spielserie durch, die I. Mannschaft spielt bis Mitte Mai. Nach dem letzten Spiel der II. durften sämtliche Spieler dieser Mannschaft uneingeschrännkt in der I. eingesetzt werden. Aber Achtung, wird danach ein Spiel neu angesetzt, weil z. B. noch ein Sportgerichtsverfahren läuft, können diese Spieler nie wieder für die II. frei werden, weil die II. keine zwei Spiele mehr hat.

    Mal ausgehend davon, dass im 2. Fall der Spieler der nicht anwerfenden Mannschaft beim Abspiel keine 3 Meter vom Werfer entfernt war, sehe ich keinen Unterschied.

    Ob der Spieler den Abstand absichtlich oder zufällig nicht einhält, spielt keine Rolle. Beim Freiwurf würde das wohl keiner unterscheiden.

    Im 1. Fall gilt generell folgendes:
    Der Spieler hält den Abstand nicht ein, dies allein ist nach der Regel schon strafbar. Es ist jedoch praxisfremd, von dem Spieler generell zu verlangen, einen Bogen um den Mittelpunkt des Spielfeldes zu laufen. Daher wird akzeptiert, wenn er durch diesen Bereich läuft und dadurch dem Gegner kein Nachteil entsteht. Entsteht dem Gegner jedoch ein Nachteil, ist dies als Regelwidrigkeit bei der Ausfürhung des Anwurfes auszulegen und strafbar. Ob Absicht vorliegt oder nicht, spielt in keiner Regel eine Rolle - wer sich in diese Gefahr begibt, muss mit dem Echo leben können.

    Der beste Vergleich ist der 7-m-Werfer, der knapp am Kopf des Torwarts vorbei wirft. Trifft er wenige Zentimeter daneben und den Kopf des Torwarts, unterscheidet die Regel auch nicht, ob Absicht vorliegt oder nicht. Wer dieses Risiko eingeht, muss mit den Folgen leben, wenn es schiefgeht!

    Also in beiden Fällen Bestrafung!

    Achtung es heißt in den IHF-Erläuterung 4 nicht:
    " ca. 5 Sekunden " sondern " mindestens 5 Sekunden - die Schiedsrichter sollten hier das Leistungsniveau in unterschiedlichen Alters- und Spielklassen berücksichtigen ­ ".

    Darum sollte man sich nicht an den 5 Sekunden festbeißen, dies gilt nur für die Spitzenteams!

    Die Antwort ist (fast) richt und fast vollständig.

    Grundsätzlich gilt nämlich die Regel über das Passive Spiel (umgangssprachlich: Zeitspiel) nämlich zu Beginn des Spiels genauso wie zum Ende des Spiels und die Schiedsrichter sind auch angewiesen das Passive Spiel über 60 Minuten gleichartig zu bewerten.

    Da es sich aber eben nicht um ein "Zeitspiel" handelt, läßt sich das ganze nicht in Minuten und Sekunden ausdrücken. Extrem ausgedrück kann es sein, dass nach 10 Minuten immer noch kein Passives Spiel vorliegt, aber auch nach 10 Sekunden schon Passives Spiel vorliegt. Darin liegt nun genau auch die Gefahr, dass Schiedsrichter den gleichen Vorgang über 60 Minuten nicht gleich beurteilen sondern meinen, in der letzten Minute muss auch die führende Mannschaft schneller spielen.

    Es beginnt auch keine "neue Uhr" zu ticken. Der Schiedsrichter muss, nach einer kurzen Aufbauphase und ggf. dem Wechsel von Spielern erkennen, dass die Mannschaft bemüht ist, ein Tor zu erzielen. Erkennt er dies nicht, zeigt er das Warnzeichen. Ist dies sehr offensichtlich, kann er aber auch schon direkt Passives Spiel pfeifen. Krasses Beispiel wäre hier ein Spieler, der einen Gegenstoß völlig frei stehend an der Freiwurflinie abbricht um zu einem Mitspieler in der eigenen Hälfte zurückzuspielen.

    Die Warnung wird erst aufgehoben, wenn die Mannschaft den Ball endgültig verliert. Also auch zwanzig Würfe auf das Tor beenden nicht den Druck, unter angedrohtem Passiven Spiel erneut schnell den Torwurf zu müssen.

    Zitat

    Original von derrodi
    würd mitm zn sprechen und fragen was los war und wenn kein eindeutiger wechselfehler oder nicht korrektes verlassen vorliegt ihn drauf hinweisen dass er das nimma pfeifen brauch

    Schlechte Karten, wenn der Zeitnehmer pfeift und Dir sagt, da war ein Wechselfehler und diesen Vorgang beschreibt, mußt Du bestrafen. Es ist schließlich Aufgabe eines Zeitnehmers, bei Wechselfehlern zu pfeifen.

    Vor 14 Tagen habe ich mir auch den Unmut als (neutraler) Zeitnehmer zugezogen, als während eines Time-out eines verletzten Mitspielers gleich mehrere Spieler das Spielfeld außerhalb des Wechselraumes verließen, um zu trinken oder die Finger einzuharzen. Wurde es mir zu bunt, ich hatte nicht mehr den Überblick, wieviele Leute nun auf dem Feld und wieviel außerhalb waren.

    Also das Trinken auf dem Spielfeld als unsportliches Verhalten zu werten, halte ich für recht abwegig. Solange der Spieler sich damit nahe an der Auslinie aufhält, sollte das eigentlich i. O. sein.
    <br />
    <br />Die Warnung an Dich galt sicherlich dahingehend, dass Du dann aber aufpassen mußt, dass Du das Spielfeld nicht neben der Auswechsellinie verläßt bzw. wieder betrittst. Insbesondere in den Fällen, in denen nämlich eigentlich kein Wechel stattfindet, aber das Spielfeld bewußt verlassen wird (z. B. eben Trinken, Haftmittel holen, aber auch Anweisungen des Trainers) sind viele Schiedsrichter großzügig und bestrafen das Verlassen des Spielfeldes außerhalb der Auswechsellinie nicht (oder die ZN sind großzügig), obwohl es m. E. recht häufig geschieht.
    <br />
    <br />HC

    Zitat

    Original von BigLuke
    ... niicht nur dass nach drei minuten keine spieler mehr auffem platz stehen würde, weil sie alle zwei minuten kriegen wegen harzen ...

    2 Minuten wegen Harz geht bei uns nicht! 2 Minuten-Strafen sind nämlich in den Regeln verankert und stehen bei uns nicht in der Satzung. Nur, wenn der Landes-, Bezirks- oder Kreisverband in seiner Satzung eine ausdrückliche Ermächtigung gegeben hat, dass 2-Minuten-Strafen gegeben werden können, darf diese in der Spielordnung/ den Durchführungsbestimmungen angedroht und auch ausgesprochen werden. Dies halte ich aber für reichlich abwegig. Was auf jeden Fall möglich wäre, wären Geldstrafen, Sperren sogar Mannschaftssperren.

    Bei uns ist übrigen Harzen bis zur Oberliga hinauf nur dann verboten, wenn es die Hallenordnung ausdrücklich verbietet. Der Heimverein hat bei der Meldung anzugeben, ob die Hallenordnung harzen verbietet. Im Hallenverzeichnis sind diese Hallen dann gekennzeichnet.

    Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Geldbußen bis hin zu einer Mannschaftssperre im mehrfach wiederholten Falle.

    Die Schiedsrichter selbst haben gegen das harzen keine Möglichkeit. Sie sind jedoch angewiesen, Verstöße im Spielbericht zu vermerken. Hier gilt eigentlich auch, dass die Schiedsrichter nicht nach Verstößen suchen, sondern dies wohl nur eintragen, wenn jemand offensichtlich und ohne Rücksicht dagegen versößt. Ansonsten achten die Mannschaften schon darauf, dass die Harzdose einigermaßen versteckt aufgestellt wird.

    Ich persönlich finde das harzen an sich nicht so problematisch. Probleme tauchen dann auf, wenn dies als Depot z. B. an Schuhe oder auf Tape-Streifen am Arm dick aufgetragen wird. Das muss nicht sein und saut die Hallen unnötig ein.

    Warum die Verbände Spielberichtsvordrucke herausgeben, die keine eindeutigen Vorgaben tragen, das kann ich auch nicht beantworten.

    Der HV Niedersachsen hat z. B. in diesem Jahr seine Spielberichtsvordrucke neu aufgelegt und für die Abrechnung "DM" und nicht "Euro" vorgedruckt. Es würde wohl keiner auf die Idee kommen, seine Abrechnung in DM umrechnen zu wollen, weil es auf dem Spielbericht vorgedruckt ist.

    Im übrigen mache ich mich nicht lächerlich, wenn ich darauf bestehe, dass nur der MV unterschreiben darf. Ich bestehe darauf!

    Hans-Christian

    Vom 26.10. auszugehen ist nicht so einfach. § 5 der Rechtsordnung bezieht sich auf automatische Sperren nach Disqualifiaktion oder Ausschluß.

    Dann beginnt die Sperre mit dem zeigen der roten Karte bzw. der gekreuzten Arme. Nach Spielschluß gibt's diese aber nicht mehr. Also war es keine automatische Sperre und die Frist beginnt nicht zwangsläufig mit dem Tage des Spiels.

    Man muß einfach feststellen, ab wann war er denn gesperrt. Bis zur Entscheidung war Chalepo nicht gesperrt. Und er hat einen Monat Sperre!

    ALSO?!

    Hans-Christian

    Für ein Stoßen in der Luft kann man m. E. kein Ausschluß geben. Laut Kommentar zu Regel 8:7 ist die ein absichtlicher Angriff auf den Körper einer anderen Person nicht jedoch das Ergebnis unachtsamer und übertriebener Methoden beim Abwehrversuch.

    Wird ein Ballführender im Sprung angegriffen, so kann ich darin nur eine übertriebende Methode des Abwehrversuchs erkennen. Daher kommt für mich immer nur eine Disqualifikation in Frage.

    Hier zu unterstellen, dass es sich um einen reinen Angriff auf den Körper handelt, erfordert schon sehr viel Phantasie.

    HC