Heute der meistgeclickte Weser Kurier Artikel:
Alarm beim Kinderschutz: Werder zog die Notbremse (Leider hinter der Paywall und ich denke auch nicht, dass es dazu eine überregionale Berichterstattung geben wird.)
Vorweg, es gibt keinen direkten Zusammenhang zum Fuhr-Fall. Allerdings: Werder Bremen hat eine zentrale Anlaufstelle zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und diese wurde offenbar mehrfach kontaktiert, so dass der Verein sich zum Handeln gezwungen sah. Eine Parallele ist, dass es auch in diesem Fall keine Anzeigen gab und nach derzeitigem Stand kein justiziables Fehlverhalten vorgelegen hat. Im Artikel wird von Grenzüberschreitungen gesprochen, vom "Missbrauch einer Machtposition gegenüber Schutzbefohlenen, um körperliche Distanzlosigkeit und eine[r] stark sexualisierte[n] Sprache". Der Beschuldigte kommt im Artikel auch zu Wort. Er sieht sich fehlverstanden und beklagt (ähnlich wie Fuhr), dass ihm die konkreten Vorwürfe vor der Entlassung nicht mitgeteilt wurden und es so auch keine Möglichkeit zu einem klärenden Gespräch gegeben habe.
Der Artikel (und auch der Kommentar der Weser Kurier-Redaktion dazu) sind lesenswert, denn es zeigt abermals, wie schwierig es für die Vereine ist, mit solchen Situationen richtig umzugehen. Werder hat hier (vielleicht auch gerade wg. der Causa Fuhr) nicht lange gezögert und sich von dem Mitarbeiter getrennt.