Wie kann es denn bitte sein, dass eine Prognose der Bilanzen nicht mit Verträgen untermauert werden muss? Das wäre ein kompletter Witz. Dann kann ich ja einfach irgendwas reinschreiben, wenn niemand es wirklich überprüft.
Nein, ein Witz ist es nicht. Wir bewegen uns ja nicht in einem rechtsfreiem Raum. Der Antragsteller bestätigt mit seiner Unterschrift, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen und das stellt die Grundlage des Lizenzvertrags dar. Weiterhin müssen Lohnabrechnungen und die BG Meldungen aus dem abgelaufenen Kalenderjahr beigefügt werden.
Und dazu kommt noch: Wenn nicht ordentlich gewirtschaftet wird, d.h. es werden Verbindlichkeiten angehäuft und es können keine Rücklagen gebildet werden, dann läuft der Lizenznehmer immer mehr in die Gefahr, dass ein Gläubiger einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellt. Dann kommt dieser Prozess in Gang und letztlich sind die HBF-Statuen dort klar: Ein laufendes Insolvenzverfahren führt dazu, dass der Lizenznehmer keine neue Lizenz für das nächste Spieljahr erhalten wird, d.h. sportlich gesehen: Abstieg in den Landesverband.
Es gibt aus jüngster Vergangenheit zwei Beispiele, wo Clubs frühzeitig erkannt haben, dass ihre Wirtschaftlichkeit nicht sichergestellt ist: Die Vulkanladies und die Spreefüxxe. Beide haben deshalb einen geordneten Rückzug vollzogen.