Beiträge von Benson

    Kritischer finde ich Platz 8 und 9. Hier entscheidet vielleicht ein Tor, ob man sich einen lockeren als 8. machen kann oder in eine Vierergruppe mit null Vorsprung geht und von dieser Vierergruppe steigt einer ab und einer geht in die Relegation. Wenn man sieht wie knapp Platz 8 letzte Saison war und wie weit die von Platz 11 und v.a. 12 weg waren, dann ist das nicht wirklich fair. Und ändert an Planungssicherheit für die halbe Liga auch wieder nichts. Planungssicherheit hinsichtlich Nichtabstieg halte ich für viel wichtiger als Planungssicherheit hinsichtlich EL, wo die meisten eh in die Quali müssen.

    Ich finde die Änderungen bei der Abstiegsrunde ganz okay. Die Runde ist jetzt relevanter geworden, weil es um mehr geht als nur einen einzigen Absteiger. Und es ist fairer geworden, weil alle Teams nun sechs Spiele absolvieren müssen. D.h. ein Ausrutscher dürfte ein besseres Team nicht gleich in Bedrängnis bringen.

    Wenn man natürlich die Hauptrunde unglücklick als Neunter beendet und sich dann die absolute Haupttorschützin in der Abstiegsrunde verletzt und man dadurch letztlich absteigt, könnte man das weiterhin als unfair betrachten.

    Zitat

    Im Sinne des fairen Wettbewerbes werden bei einer Nutzung solcher Spielstätten Kompensationszahlungen fällig, welche den Vereinen zugutekommen, die bereits die geforderten Voraussetzungen mit ihren Hallen erfüllen.

    Was hat das mit fairen Wettbewerb zu tun? Die Vereine haben diese großen Hallen nicht gebaut. Wie wir nun wissen, zahlen sie in mindestens einem Fall nicht mal die Miete dafür selbst. Und dafür sollen sie dann eine finanzielle Kompensation erhalten?

    Also ich weiß ja nicht. Es gibt also keine Zwei-Klassengesellschaft mehr, sondern eine dreigeteilte Liga. Wenn ich als Team zwischen 5 und 8 lande, spiele ich sechs Spiele lang eine Verlängerung der Saison, bei der ich aber weder mit Meisterschaft noch mit dem Abstieg zu tun habe. Wenn ich als Club mir die Europa League nicht leisten kann, geht es in dieser Runde für mich um nix. Da kann man dann vll. gut ein paar Nachwuchsspielern Einsatzzeit geben, denn ob man 7. oder 8. wird, interessiert eh keinen.

    Ich finde das aktuelle Pokal-Format einfach schlecht. Es gibt fünf starke Teams, die jeweils nach einem Sieg oder zwei Siegen wieder im Final Four stehen. Und in der Folgesaison ist die Wahrscheinlich dann hoch, dass genau die selben Teams wieder diesen Vorteil haben. Das ist doch kein fairer Wettkampf um den Pokal.

    Na ja, die "regionale" Nummer ist ja auch nur relativ. Leipzig könnte mit der S-Bahn nach Halle fahren. Oldenburg muß bis an die deutsch-polnische Grenze. Das der Reiseaufwand dadurch erträglicher sein soll, ist ja keine verkehrte Idee. Aber je nach Losglück, fällt das doch sehr unterschiedlich aus.

    Jupp, fast alle Teams haben sehr kurze Anfahrten, nur Oldenburg und Regensburg haben dagegen jeweils knapp 600km zu reisen.

    Die erste Runde des DHB-Pokals wurde heute ausgelost:

    Frankfurter HC - VfL Oldenburg

    TSV Nord Harrislee - Buxtehuder SV

    MSV Handball Dresden - BSV Sachsen Zwickau

    HC Rödertal - Füchse Berlin

    SV Union Halle-Neustadt - HC Leipzig

    1. FSV Mainz 05 - Sport-Union Neckarsulm

    TG Nürtingen - TuS Metzingen

    VfL Waiblingen - TSV Bayer 04 Leverkusen

    Bergischer HC - Frisch Auf Göppingen

    HSV Solingen-Gräfrath 76 - ESV 1927 Regensburg

    Ich finde das aktuelle Format irgendwie nicht so spannend. Nur drei Nord-Clubs im Wettwerb und wegen der regionalen Auslosung sind es dann in der zweiten Runde noch maximal zwei.

    Frag dann mal die Rechteinhaber, die für 14 Spieltage pro Gruppenophase die Rechte erworben haben, wie sie das finden. Aktuell geht das so noch nicht.

    Langfristig führt aber glaub ich kein Weg daran vorbei, die Frauen-CL weiter vom Männer-Wettbewerb zu entkoppeln und die Team-Anzahl wieder zu reduzieren. Da waren in der abgelaufenen Saison einfach zu viele "Gurken"-Spiele dabei. Und ich sehe nicht, dass das in der kommenden Saison besser wird. Auffällig war auch, dass ein Großteil der Spiele von Männer-Gespannen gepfiffen wurden. Auch bei den Unparteiischen scheint es aktuell an weiblichen Spitzen-Gespannen zu mangeln. Das ist ja auch irgendwie ein Indikator, dass da Dinge bei der EHF nicht zusammenpassen.

    Das solltest Du mal den DHB fragen , denn die Entscheiden das und nicht die Stadt. Und wo sitzt der DHB ??? Im Westen ... der ja immer und überall nur Zahlmeister ist. Was für eine Posse... Wer das noch nicht begriffen hat : Steuergelder sind unser aller Geld , egal wo Du lebst , Du bezahlst Steuern. Ja der eine mehr , der andere weniger. Aber ein Teil holt man sich ja auch zurück aber das ist ein anderes Thema... Es ist nur traurig, dass man im Jahr 2025 immer noch in Ost und West unterscheidet... was für ein Schmarrn...

    Was du schreibst, ist falsch. Die Hallenstandards wurden gemeinsam mehrheitlich von der HBF verabschiedet, die aus den Vereinen der Frauen-Bundesliga besteht. Die Abnahme der Hallen folgt auch über die HBF. Es wird hier im Forum gerne auf den DHB eingedroschen, aber ist in diesem Fall ist der DHB völlig unbeteiligt.

    Stimmt. Dortmund hätte keine öffentlichn Lügen besseren Wissens über seine Spielerinnen verbreiten dürfen um deren Vorgesetzten zu schützen. Dann wäre es kaum hochgekocht, auch aus Sicht Fuhrs.

    Richtig. Aber für dieses Fehlverhalten seitens des Vereins hat sich der BVB-Präsident ja im Nachhinein öffentlich und offiziell bei den Spielerinnen entschuldigt.

    Für mich ist es kein spezifisches Ost-Thema. Ich finde es nur seltsam, wie der Verein und die Stadt hier bewusst die Öffentlichkeit getäuscht haben. Noch vor einer Woche hat Rentsch ein Interview gegeben, in dem er mehr oder weniger wortwörtlich gesagt hat, dass der Verein sich die Mietkosten in der Stadthalle nicht leisten kann und der Verein ja gar nicht in der Stadthalle spielen wollte. Deswegen gäbe es keine Alternative zum öffentlichen Zuschuss. Nun sagt die Oberbürgermeisterin, dass es sich um allgemeine Spieltagskosten handele, die in jeder anderen Spielstätte genauso entstanden wären und die jeder andere Bundesligist ebenso stemmen muss.

    Ich denke, das wird mein letzter Post zur Zwickauer Hallenmiete, denn das Thema wurde jetzt glaube ich lang genug durchgekaut.

    Nach dem der Antrag nun genehmigt ist, erfolgt jetzt die Aufklärung der auch hier diskutierten Fragen in Form eines Facebook-Kommentars der Zwickauer Oberbürgermeisterin. Die vom BSV Zwickau veranschlagten 20.000 € pro Spieltag sind wie schon gemutmaßt nicht allein die Mietkosten für die Stadthalle. Laut Bürgermeisterin Arndt handelt es sich stattdessen um allgemeine Spieltagskosten. Diese umfassen "Miete plus Kosten für Umrüstung zur Spielstätte (der Boden + die Banden müssen aufgebaut werden), Security, Schiedsrichter, etc.".

    Quelle: https://www.facebook.com/bsvzwickau/pos…653466100988357

    Der Witz ist, dass der veränderte Antrag im Prinzip für den BSV Zwickau jetzt neue Möglichkeiten eröffnet. Der Antrag besagt ja pro Heimspiel 18.000 €. Die Wahrscheinlichkeit, dass Zwickau nur 12 Heimspiele hat, ist aber sehr gering. Da kann man also im nächsten April / Mai dann nochmal 2-4x 18.000 € zusätzlich beantragen, so dass die Summe am Ende nicht niedriger sein wird, sondern deutlich höher.

    Ich denke, Löwenherz lag richtig in Post #43: Der Zwickauer "Miet-Sachkostenzuschuss" wurde nun doch ohne Gegenstimme bewilligt. Da wollte wohl die AfD ihre Muskeln spielen lassen und es reichte eine "symbolische" Änderung des Antrags ohne Veränderung der Summe, um die Gegner zu besänftigen.

    Hatte in den Link von horst65 vorher gar nicht richtig reingeschaut. Da steht ja auch ein maximales Auftragsvolumen für den Bieterwettbewerb um das beste Angebot - 51.000 € für die gesamte Saison.

    Ich kann die Sicht von Rentsch verstehen. Er ist Geschäftsführer und riskiert eine Insolvenz, ABER

    wieso Spielball? Das ist ist ganz normale Kommunalpolitik. Das sind genau solche Diskussionen wie hoch Theaterplätze subventioniert werden sollen.

    Was das Prozedere anbelangt, kann ich Rentsch Kritik auch verstehen. Ich verfolge hier bei mir auch oft die Kommunalpolitik und dass ein Antrag in einem Unterausschuss immer wieder vertagt und weder positiv noch negativ beschieden wird, ist wohl tatsächlich eher unüblich. Damit man konnte man nicht rechnen.

    Man hätte aber damit rechnen können, dass es Fragen gibt, wenn man den exakt selben Antrag wie 2024 formuliert und dabei völlig außer Acht lässt, dass man als Verein vorher schon öffentlich über die positive Zuschauerentwicklung durch den Wechsel in die Stadthalle geschwärmt hat.

    Neuer Artikel zum Sommerloch-Thema:

    Zwickauer Handball-Geschäftsführer Rentsch über Mietkosten-Hängepartie: „So geht man nicht mit einem Repräsentant der Stadt um“
    Am 17. Juni berät der Zwickauer Finanzausschuss auf einer Sondersitzung über den Mietzuschuss. Macht sich der Verein Sorgen um seine Existenz? Geschäftsführer…
    www.freiepresse.de

    Rentsch Argumentation ist, dass man von der Stadt quasi dazu gezwungen wurde in der Stadthalle zu spielen. Deswegen muss die Stadt jetzt auch ihren Deckel bezahlen. Und mit alternativen Finanzierungen beschäftigt man sich laut Rentsch gar nicht erst. Entweder das Geld kommt oder der gesamte Verein BSV Zwickau steht vor dem Aus.

    UPDATE: Dazu gibt es jetzt noch einen Änderungsantrag der CDU-Ratsfraktion. Die CDU schlägt vor, den Betrag zu teilen und dann direkt vor jedem Heimspiel den jeweiligen Teilbetrag auszuzahlen.

    Muss man sich aber leisten können. Die Einkäufe sowohl der letzten als auch der kommenden Saison deuten doch eher auf ein schmales Budget hin. Man ist sicher nicht aus Spaß bei einigen Spielerinnen ein relativ hohes Risiko eingegangen.

    Sehe ich anders. Man vergleiche nur mal die Verpflichtungen der zwei Nordclubs mit denen von Zwickau. Der VfL hat das letzte Mal vor über zwei Jahren eine etablierte Spielerin einem deutschen Erstliga-Konkurrenten abgeworben. Kähr, Niewiadomska und Brons-Petersen sind für mich alles Spielerinnen der Kategorie "Vollzeit-Handballerin". Beim VfL dagegen sind alle Spielerinnen Studis oder haben noch einen weiteren Job. Auch bei den beiden Neuzugängen aus der Schweiz ist das der Fall.