Ich möchte unterstreichen was oko schrieb und schließe mich seinen Bedenken an.
Während des Spiels ließen mich zwei Gedanken nicht los. Einerseits fragte ich mich die ganze Zeit, weshalb sich die Mannschaft gegen solch einen limitierten Gegner so schwer tut. Wie sich Elbflorenz heute präsentiert hat, hätte man zur Pause eigentlich schon mit 8 oder 9 führen müssen. Aber nichts war, viel zu viele eigene Chancen wurden ausgelassen, verdaddelt oder zu zaghaft abgeschlossen. Auch die Abwehr ließ wieder zu viel zu. Wie's besser geht, sah man hierbei zeitweise -wieder einmal- in der zweiten Hälfte, als der gegnerische Angriff auf sein Format gestutzt wurde. Aber weshalb immer diese langen Anwärmzeiten? Ohne einen Tomas Mrkva in Hochform wäre es knapp geworden.
Und dann stellte ich mir die Mannschaft in der ersten Liga vor, gegen die Burgdorfer, den alten Lieblingsgegner Lemgo, gegen das im Mittelfeld herumdümpelnde Kiel. Ist nicht erlaubt? Doch! Wir haben und wir finanzieren eine Mannschaft mit dem Anspruch der Erstligatauglichkeit, wären dort aber mit Sicherheit mindestens so chancenlos wie gegenwärtig Lübbecke, der Zweitliga-Dominator der letzten Saison. Gegen wen wollte man da gewinnen?
Gut, das ist gegenwärtig nicht unser Problem. Doch auch in der zweiten Liga kommen demnächst -und schneller als einem lieb sein kann- die dicken Dinger auf uns zu, Mannschaften, die nicht schlechter als Coburg sind. Hamm auswärts ist der nächste große Stolperstein. Vier Wochen sind nicht mehr viel Zeit sich zu finden, wenn man die Saison nicht mit dem Saure-Gurken-Platz oder gar im Mittelfeld abschließen möchte. Wann endlich geht der Knoten auf?