Muss mal Snuffmasters Gedanken aufgreifen...
Ich sehe nicht nur Leistungssteigernde Mittel als Doping - müssten nicht Schmerzmittel, die kleine und inzwischen auch große Verletzungen zumindest für ein Spiel vergessen machen, auch verboten werden? Inzwischen lässt sich doch jeder "fitspritzen"... Und selbst in den Kreisklassen und Kreisligen gehören Voltaren und Co. zu den üblichen Begleitern am Wochenende. Aber hat schon mal jemand eine Dopingprobe in den unteren Klassen erlebt? Viel zu teuer...
Ich habe neulich im Fernsehen einen sehr kritischen Berícht über Doping gesehen (ARD oder ZDF, glaube ich). Ein Doping-Ermittler sagte, dass die Dopingärzte und die Doping-Branche den Ermittlern immer einen Schritt voraus sind - es wird also immer weiter gedopt. Zwar werden auch die Nachweismöglichkeiten immer besser, aber dann ist die Doping-Mafia immer schon einen Schritt weiter.
Hinter dem Doping bei Sportlern steht aber oft nicht nur der Ehrgeiz der Sportler, sondern auch ein enormer Druck der (eigenen) Sportverbände ("Medaillenspiegel" müssen stimmen) sowie finanzieller Art, schließlich hängen von den internationalen Erfolgen z.B. der Leichtathleten oder Schwimmer auch die jeweiligen individuellen Förderungen durch die Verbände, die Sporthilfe und das NOK (oder DOSB). Da steht bei vielen Sportlern einfach die Existenz bzw. die Möglichkeit, ihren Sport auszuüben auf dem Spiel. Und da müsste man erstmal von wegkommen.
Dennoch ist im Endeffekt der Sportler selbst dafür verantwortlich, ob er dopt oder nicht - und somit auch für seine Gesundheit. Ebenso wenn er sich fitspritzen lässt. Im Zweifelsfall schadet er sich mehr damit als es ihm nützt.
Ich kenne die Doping-Problematik aus dem Pferdesport: eine Freundin reitet international, ist im deutschen Bundeskader. Bei jeder Kleinigkeit muss Medikation, wowohl bei ihr als auch beim Pferd, mit den KAderärzten abgesprochen werden - u.U. gesundheitsschädlich, wenn man wg. eines anstehenden Wettkampfes eine Grippe nicht entsprechend behandeln kann.