Flensburg erwartet mit Gummersbach schweren Gegner
Behält Manager Dierk Schmäschke Recht, dann wartet auf die SG Flensburg-Handewitt heute eine der schwersten Heimspiel-Aufgabe der ganzen Saison. Aber nicht etwa Lemgo, Magdeburg oder Essen gastieren heute in der Campushalle, sondern es ist der VfL Gummersbach, der sich ab 20.30 Uhr (live im DSF) anschickt, der SG die erste Saisonniederlage vor heimischer Kulisse beizubringen.
handball -world (23.10.2002) - Volker Metzger (Flensborg Avis)
»Gummersbach hat eine Hammertruppe. Ich zähle sie zu den stärksten Teams der Liga«, ist Schmäschke voll des Lobes über den VfL, der derzeit allerdings nur auf dem 9. Tabellenplatz wiederzufinden ist. »Dieser Platz«, meint Schmäschke, »spiegelt aber nicht das wahre Leistungsvermögen des VfL wieder.«
- Schritt halten -
Allerdings stellt sich für die SG im Moment nicht nur die Frage, wer als nächster Gegner wartet. Angesichts des fast beängstigenden Sturmlaufes des Tabellenführers TBV Lemgo (acht Spiele - acht Siege und dabei 270 Tore erzielt) sind Siege eine Pflicht, um als hartnäckigster Verfolger nicht den Anschluss zu verlieren.
Auch wenn Schmäschke überzeugt ist, dass »Lemgo auch noch seine Spiele verlieren wird«, so scheint dieser Fall jedenfalls nicht schon heute im Heimspiel gegen Eisenach einzutreffen.
- Dominanz -
Prunkstück des Rekordmeisters aus dem Oberbergischen ist zweifelsohne der Rückraum, in dem der Koreaner Kyung-Shin Yoon nicht mehr allein die Veranwortung tragen muss.
Für den koreanischen Toptorjäger haben die VfL-Macher mit dem Jugoslawen Ivan Lapcevic nun endlich den idealen Gegenpart für die linke Rückraumseite gefunden. Zwischen den beiden Rückraum-Hünen zieht der Franzose Francois-Xaver Houlet geschickt die Fäden. Über welche Durchschlagskraft dieses Trio verfügt, zeigt sich an der Torausbeute. Gemeinsam zeichnen sich diese drei Topspieler immerhin für rund Zweidrittel aller VfL-Treffer aus. »Da müssen wir enorm aufpassen«, warnt Schmäschke zurecht.
Allzu offensiv darf die SG den VfL-Rückraum nicht angehen, schließlich freut sich Kreisläufer Andreas Rastner über jeden Zentimeter mehr an Bewegungsfreiheit.
- Sorgen um Berge -
Wenn Schmäschke von dem Vorhaben spricht, die SG müsse auch gegen Gummersbach »ihrer neuen Linie treu bleiben« und von der ersten Minute an »den Siegeswillen klar erkennen lassen«, dann erscheint die Zielsetzung realistischer.
»Wir wollen in der Campushalle unsere weiße Weste behalten, nehmen die Favoritenrolle gegen Gummersbach gerne an und wollen am Ende mit einem Sieg am TBV Lemgo dranbleiben«, erklärt Schmäschke.
Allerdings macht sich die SG derzeit Sorgen um Christian Berge. Der Norweger laboriert an Rückenbeschwerden und erhielt von Trainer Erik Veje Rasmussen daraufhin trainingsfrei. Schmäschke geht aber davon aus, dass der Spielmacher heute gegen Gummersbach mitwirken kann. »Abzuwarten bleibt, über welche Distanz Christian eingesetzt werden kann.«
Wieder im Aufgebot ist Jörg Kunze. Der Linkshänder hat seine Bauchprobleme überstanden und ist wieder voll einsatzfähig.
Quelle: hanballworld
Na hoffentlich hat Herr Schmäschke auch Recht... ![]()