Beiträge von Sinola

    Stolper-, Hinfaller- und Meckerkönig T.Müller bemängelt im kicker die Begräbnisstimmung: Wir haben nach der WM ein paar Dinge verändert, auch was die Nähe zu den Fans betrifft. Wir haben uns in allen Spielen wirklich zerrissen. Ich denke, die Fans dürfen ruhig auch wieder mitmachen.
    So leicht und schnell wird das natürlich nicht funktionieren. Und außerdem liegt es nicht nur an der vergurkten WM. Diese komische und nach wie vor für viele unverständliche Nations League und die allgemein beginnende Entfremdung der Fans vom Fußball generell spielen da auch eine Rolle.

    Zu den Live-Übertragungen: Eine Anfrage bei der ARD ergab, dass bei ARD und ZDF nach der Vereinbarung mit Rechteinhaber Lagardère Sports nur Live-Übertragungen der DHB-Truppe sowie "umfassende Nachberichterstattung" vorgesehen sind. Die Live-Rechte der anderen Spiele liegen nach wie vor bei Lagardère und sind offenbar noch nicht vergeben.

    Ich packs mal hier rein, obwohl ich es zuerst in den Spielberichten der Rheinlandliga gesehen habe wie etwa hier:
    Ingress Error
    Die persönlichen Strafen werden also in den Spielberichten nun anonymisiert. Geschieht Gleiches auch in anderen Landesverbänden und welches Ansinnen steckt dahinter? Für mich sollte die Nennung der Namen nach wie vor Bestandteil der notwendigen Informationen zum Spiel sein, genauso wie die Angabe der Torschützen.

    Er animiert das Publikum ja nicht, Öwes. Im Gegenteil: Mit seinem völlig übertriebenen Lautstärketerror besonders nach den Toren unterdrückt er jegliche Emotion und Reaktion. Aber vielleicht schließt den ja an dem betreffenden Freitagabend in seinem Friseurladen jemand ein, dann käme ich vielleicht :D Oder ihr positioniert euch mit eurem Fahnenzug direkt vor der Sprecherkabine oder Bobo und du ärgert ihn sonst ein wenig mit "akustischen Argumenten". Ihr seid doch kreativ in Valler... ;)

    Ganze 80 Zuschauer bei TV Mülheim - VTV Mundenheim. Ein wirklich tolles Spiel, das viel mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Zumindest 200 wären auch bestimmt gekommen, wenn da nicht ein Hallensprecher wäre, der das Peinlichste, Unqualifizierteste und Unsensibelste war, was ich in 35 Jahren Handball erlebt habe. Ich musste diesen fürchterlichen Selbstdarsteller zum ersten Mal ertragen und schwöre, dass es niemals ein zweites Mal geben wird.

    Also ich kann mich an keine sonderlich einfühlsamen Worte für die verabschiedeten Spielerinnen erinnern. Würde auch nicht zu dem passen, was neulich in der Zeitung stand...wonach Großmeister JB über die (angeblich) kurzfristigen Abgänge von Joline Müller, Tina Welter und Ramona Constantinescu schwer angesäuert war. Ich kann nur jeden bewundern, der sich nach wie vor die Spiele in der Arena mit schierer Gleichmut und scheinbar unerschöpflicher Geduld anschaut. Mein Bedarf an freiwillig ertragenem Ärger war jedenfalls in der vorletzten Saison nach einem wie vorher schon so oft ohne Kampf, Einsatz und jedwedes Spielvermögen weggeworfenem Spiel gegen Nürtingen gedeckt.

    Respekt! Löw hat seinen Worten nun also Taten folgen lassen und bewiesen, dass er sich im Zuge des Neuaufbaus der Nationalmannschaft auch nicht davor scheut, große Namen und verdiente Spieler auszusortieren. Es wird zwar anfangs sicherlich noch ein wenig ungewohnt sein, dass Rudy, Trapp und Plattenhardt plötzlich nicht mehr dabei sind, aber für diesen Mut und vor allem diese Konsequenz kann man vor Löw wirklich nur den Hut ziehen.

    (Beitrag ist von einem User im transfermarkt-Forum)

    Was Löw über Kroos gesagt hat:
    Ich hatte mehrere sehr gute, längere Gespräche mit Toni und freue mich, dass er sich bewusst entschieden hat, weiter für die Nationalmannschaft zu spielen und mit uns den Weg in Richtung Euro 2020 fortzusetzen. Mit seiner Erfahrung, Klasse und Persönlichkeit ist er natürlich ein Schlüsselspieler, dem in unseren weiteren Planungen eine ganz wichtige Rolle zukommt - auf und neben dem Platz.

    Was er nur gedacht hat:
    Der Typ hat mich mit am meisten enttäuscht. Vorher die Klappe aufreißen und dann kam bei der WM nichts mehr. Am liebsten würde ich dem jetzt mal ein Jahr Pause gönnen. Aber dann reißen sie mir erst recht den Kopf ab. Von wegen der Fußballer des Jahres ist nicht mehr gut genug, jetzt spinnt der Löw total. Ach was solls...lass ich unseren Pressefuzzi bißchen Gelaber aus dem Phrasenbaukasten zusammenstoppeln. Die Leute interessiert der Russland-Scheiss doch jetzt eh nicht mehr.

    wg. der anderen Geschichte mit Brych, die komplett untergegangen ist und das man sich nicht traut, mal kritische Worte zu finden. Alles aus Angst, die EM nicht nach Deutschland zu bekommen.

    Was da mit Brych gelaufen oder vielmehr nicht gelaufen ist, ist in der Tat nach der WM völlig untergangen bzw. nicht verfolgt worden. Grindel hat ja bestritten, dass Brych deshalb bei einem Einsatz hängenblieb, weil der DFB zuviel Druck auf die Schirikommission ausgeübt haben soll. Dass Zeitungen wie die durchweg DFB-kritische FAZ hier etwas an Infos zurückgehalten haben mit Rücksicht auf die EM-Bewerbung, halte ich für ausgeschlossen. Man ist wohl eher schlichtweg an der undurchdringlichen Betonwand der Schirifunktionäre gescheitert, deren Informationsbereitschaft geringer ist als die der Russen während des Kalten Kriegs.

    Gesteuert wird Özil von seinem Berater Dr. Erkut Sögüt. Papa steht dank der Blutsbande immerhin als rückgratstärkende Instanz im Hintergrund bereit.
    Eine weitere Stimme aus dem Twitter-Dschungel der "Online Boys": Omid Nouripour von den Grünen liess die Welt an folgendem Statement teilhaben: "Grindel hätte gehen sollen, nicht Özil." Wichtig ist auch, was mein Kollege Bernie gerade auf dem Flur gesagt hat: "ich hab keinen Bock mehr auf den DFB". Özdemir sagt: Grindel zerhackt unsere Integrationsgeschichte. Und der DFB weist alle Rassismusvorwürde überraschenderweise zurück:
    Erklärung des DFB zum Rücktritt von Mesut Özil
    Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich heute in einer Telefonkonferenz mit der Rücktrittserklärung von Mesut Özil befasst. 92-mal hat Mesut Özil für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Er hat eine erfolgreiche Ära mitgeprägt, auf und gerade auch neben dem Platz. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist. Deshalb ist und bleibt der DFB Mesut Özil für seine herausragenden Leistungen im Trikot der deutschen Nationalmannschaften sehr dankbar.
    Vielfalt ist eine Stärke, nicht nur im Fußball. Deswegen hat unsere Integrationsarbeit auf allen Ebenen eine zentrale Bedeutung. Von der Kreisklasse bis in die Nationalmannschaften gehören Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund zum DFB. Wir spielen und leben zusammen mit unseren unterschiedlichen familiären Wurzeln, unseren Religionen und Kulturen. Was uns alle dabei auf und neben dem Platz verbinden muss, ist die Beachtung der im Grundgesetz verankerten Menschenrechte, das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit sowie Respekt, Toleranz und Fair Play. Ein Bekenntnis zu diesen Grundwerten ist für jede Spielerin und für jeden Spieler erforderlich, die für Deutschland Fußball spielen.
    Die Bilder mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan haben deshalb bei vielen Menschen in Deutschland Fragen aufgeworfen. Dass der DFB im Umgang mit dem Thema dazu auch einen Beitrag geleistet hat, räumen wir selbstkritisch ein. Und dass Mesut Özil das Gefühl hatte, als Ziel rassistischer Parolen gegen seine Person nicht ausreichend geschützt worden zu sein, wie es bei Jerome Boateng der Fall war, bedauern wir. Es war aber wichtig, dass Mesut Özil, wie vor ihm bereits Ilkay Gündogan, mit Blick auf dieses Foto Antworten gibt, unabhängig vom sportlichen Ausgang des Turniers in Russland. Im DFB gewinnen und verlieren wir zusammen, alle, als ein Team.
    Der DFB hätte sich gefreut, wenn Mesut Özil auf dieser gemeinsamen Basis weiter Teil des Teams hätte sein wollen. Er hat sich anders entschieden. Der DFB respektiert das, und es gehört für uns als Verband auch zum respektvollen Umgang mit einem verdienten Nationalspieler, dass wir manche für uns in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit unkommentiert lassen.
    Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir aber mit Blick auf seine Repräsentanten, Mitarbeiter, die Vereine, die Leistungen der Millionen Ehrenamtlichen an der Basis in aller Deutlichkeit zurück. Der DFB engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die Integrationsarbeit in Deutschland. Er verleiht unter anderem den Integrationspreis, er hat die Kampagne “1:0 für ein Willkommen” ins Leben gerufen und Zehntausende Flüchtlinge in die Fußballfamilie integriert. Er hat in den vergangenen 15 Jahren eine vielschichtige Integrationsarbeit etabliert, die bis in die Amateurvereine wirkt. Der DFB steht für Vielfalt, von den Vertretern an der Spitze bis zu den unzähligen, tagtäglich engagierten Menschen an der Basis.
    Der DFB bedauert den Abschied von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft. Das ändert aber nichts an der Entschlossenheit des Verbandes, die erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung fortzusetzen.

    So, nun ist alles geklärt und wir können uns dem Wunsch von Oldie50 beugen und zu dem Potporri interessanter Handballdiskussionen zurückkehren-.

    Geduld, Papi. Noch sind es zwei Monate bis Saisonstart und wie ein kurzer Rundflug über Homepages einiger Vereine zeigt, gab es seit Saisonende noch nichts von Belang zu vermelden. Ansonsten gilt das, was auch für unterklassige Ligen anderer Landesverbände gilt: es werden sich in einem Forum wie diesem immer nur einige wenige Interessenten zum Austausch finden. Fragen zum Abschneiden der HSG Mertesdorf/Ruwertal in der Rheinlandliga brauche ich hier etwa schon gar nicht zu stellen...

    Abgesehen davon, dass Mitglieder auch zur "Öffentlichkeit" gehören und ihnen nach der Veranstaltung wohl schlecht ein Maulkorb verpasst werden kann, sollte die Zeit der Hinterzimmermauscheleien vorbei sein. Ich kann durchaus verstehen, dass Vertragsangelegenheiten oder Details zu Sponsorendeals nicht bekanntgegeben werden, zumindest nicht unmittelbar nach deren Abschluss. Die sind aber selten Bestandteil von Mitgliederversammlungen, wo es oft ums große Ganze geht wie Strategien des Vereins für die Zukunft oder auch kritische Bestandsaufnahmen dessen, was im Verein passiert und oft auch schief gelaufen ist. Und DAS gehört nun unbedingt in die Öffentlichkeit!

    Und so schleppt sich die langweiligste und sterilste WM seit ich gucke, also, 1974 ihrem Ende entgegen. Kaum etwas dabei, an das man sich länger erinnert, von mangelndem Diskussionspotential in Büros und an Stammtischen ganz zu schweigen. Keine abenteuerlichen Fehlentscheidungen, über die sich tagelang aufzuregen lohnt, keine roten Karten wegen Tätlichkeiten oder Unsportlichkeiten, kein einziger Bengalo und kaum Stimmung beim Opernpublikum (Ausnahme: einige Spiele der Latinos) sowie ein Haufen Spiele, die kaum das sie abgepfiffen, schon wieder vergessen sind. Noch nie habe ich einem WM-Finale mit weniger Spannung entgegengeblickt wie dieses Mal. Gut, dass bald der richtige Fußball wieder losgeht...genauer gesagt übermorgen mit dem Auftakt der Landesliga Südost mit dem Holzland-Kracher SV Erlbach vs ASCK Simbach und nicht weniger packend tags drauf der Niederbayernklassiker SV Hutthurm vs 1.FC Passau.