Beiträge von TSV-Fuchs

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    Original von Wieland
    wie schaut es denn mit dem etat aus. kann bayer als hauptsponsor ersetzt werden?


    Ich denke im Aufstiegsfall schon. Man ist sponsorentechnisch trotz der Unklarheit über die Ligazugehörigkeit im nächsten Jahr auf einem ganz guten Weg (siehe auch hier). Ein Aufstieg würde der ganzen Sache noch mal einen Schwung geben, aber auch so (wurde am Rande des Topspiels in Düsseldorf bekannt) ist der Zweitligaetat wohl gesichert. Wenn es was Neues gibt poste ich unter

    http://handballecke.de/thread.php?threadid=19510

    Gruß, TSV-Fuchs

    Am Abend gewann der TSV Bayer Dormagen übberaschend deutlich mit 35:28 beim TV Bittenfeld. Damit hat der TSV seine Tabellenführung gegenüber dem TV Willstätt (gewann gestern daheim mit 35:33 gegen die TSG Münster) ausgebaut. Der Drittplatzierte HSG Düsseldorf empfängt morgen Tuspo Obernburg. Mit einem Sieg kann die HSG zum TV Willstätt aufschließen und den Rückstand auf die Tabellenspitze auf 4 Punkte verkürzen.

    Der TSV ist mit diesem Sieg einen weiteren Schritt näher an die 1. Liga heran, finden doch 7 der verbleibenden 12 Saisonspiele im heimischen Sportcenter statt, wo der TSV in Punktspielen seit fast 3 Jahren ungeschlagen ist :klatschen:.

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    Original von Stenimaus


    Das Thema haben wir doch schon 10x durch gekaut :D Es begann damit, dass die EHH nicht mehr CL-Tauglich war, was sie nun wohl für ein Spiel wieder ist. Und auch für die BuLi sollte die Halle wohl nicht mehr die Sicherheitsbestimmungen aufweisen können, von daher ist der VfL komplett in Köln.. Und so weiter und so weiter....


    Danke für die Aufklärung! Wusste nicht, dass die EHH nicht mehr bundesligatauglich ist. Schade eigentlich, denn solche Geisterspiele sind nicht nur wirtschaftlich wenig rentabel, sondern schaden darüber hinaus auch dem Handballsport insgesamt. Ich bin mal gespannt, ob der VfL am Mittwoch die Zuschauerzahl der letzten beiden Dormagener Heimspiele (jeweils 2.550 Zuschauer) unterbietet. :wall:

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    Original von Stenimaus
    Für die Partie am Mittwoch gegen den TuS Nettelstedt-Lübecke (20.15 Uhr) wurden im freien Verkauf gerade mal 200 Tickets abgesetzt – daneben sind 1800 Dauerkarten im Umlauf. Der Kartenschock beim VfL.


    Wie kommt`s, dass Spiele mit derart geringem Zuschauerinteresse nicht in der Eugen Haas-Halle ausgetragen werden? Bin zwar nicht so der VfL-Experte, vermute aber, dass sich solche Spiele in der Kölnarena vorne und hinten nicht rechnen.

    Nach dem 21. Spieltag führt Dormagen die Tabelle mit 4 Punkten Vorsprung und dem mit Abstand besten Torverhältnis an!

    Während der Tabellendritte Düsseldorf am Abend zu einem glücklichen 28:25 in Delitzsch kam, konnte der TV Willstätt beim 29:29 in Gensungen erst in dubiosen Schlussminuten (mit z.T. dreifacher Überzahl) einen Punkt sichern.

    Im "kleinen" Derby setzte sich der TSV Bayer Dormagen am Abend vor 2.550 Zuschauern im ausverkauften Sportcenter sicher mit 40:31 (18:15) gegen Schlusslicht TV Korschenbroich durch. Damit führt Dormagen die Tabelle weiterhin mit 3 Minuspunkten Vorprung vor Willstätt (morgen in Gensungen) und 4 Minuspunkten Vorsprung vor Düsseldorf (morgen in Delitzsch) an.

    Gruß, TSV-Fuchs

    Bei der Tabellensituation lastet auf dem TuSEM schon ein enormer Druck. Ich bin gespannt, ob und wie die Mannschaft damit klarkommen wird. Minden kann mehr oder weniger befreit aufspielen. Die Erwartungshaltung im Umfeld dürfte sich nach den bisher eher durchwachsenen Auftritten in der Fremde in Grenzen halten.

    Ich sehe schon leichte Vorteile für die Mindener in diesem 4-Punkte-Spiel, hoffe aber, dass am Ende beide den Klassenerhalt feiern dürfen.

    Gruß, TSV-Fuchs

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    Original von Eumel
    Und TSV-Fuchs: Was meinst du, was los gewesen wäre, wenn man in der gesamten Halle freie Platzwahl eingerichtet hätte?


    Was los gewesen wäre? Es wäre natürlich das große Chaos ausgebrochen. Meine Kritik zielte in erster Linie auf die de facto-Preiserhöhung für unzählige Plätze in der Halle ab und nur mittelbar auf den "Luxus" der Zuweisung von Sitzplätzen. Zugewiesene Sitzplätze sind selbst in den muffigsten Schulsporthallen der Handballprovinz eine Selbstverständlichkeit. Eine Preiserhöhung von 6 Euro sehe ich dadurch nicht gerechtfertigt.

    Freundliche Grüße,

    TSV-Fuchs

    @ Bonecrusher

    Zur Sponsorenrolle beim Spitzenspiel zitiere ich mal aus der Westdeutschen Zeitung (Link):

    Zitat

    Die Anfragen aus Dormagen seien riesig, sagte Flatten, der die Fans des Spitzenreiters auf die Empore „verbannen“ will, damit es kein Auswärtsspiel für den Heimverein geben wird. Deshalb haben diverse HSG-Sponsoren auch Kartenkontingente gekauft, die zum Beispiel an Düsseldorfer Vereine gehen.

    Außerdem bedankt man sich im Hallenheft HSG-Live "[recht herzlich] bei allen Sponsoren, die für das heutige Spiel Karten erworben und so dafür mitgesorgt haben, dass das Burg-Wächter Castello heute gut gefüllt ist." "Ganz besonders" dankt man 4 namentlich genannten Sponsoren. Aufgrund der Formulierung ("ganz besonders") ist davon auszugehen, dass an der Aktion nicht nur die 4 gennanten Sponsoren beteiligt waren. Ob letztlich die Hälfte der Nicht-Dormagener in der Halle ihre Karten geschenkt bekommen haben, weiss ich nicht, aber es werden sicher nicht wenige sein.

    In der Preisfrage kann ich Dir nicht wirklich folgen. In Düsseldorf gibt es für nicht ermäßigungsberechtigte Erwachsene zwei Preiskategorien: 18 Euro bei zugewiesenem Sitzplatz und 12 Euro bei freier Platzwahl. Auf dem ersten Blick lag beim Derby keine Preiserhöhung vor, denn schon ab einem frühen Zeitpunkt wurden nur Karten mit zugewiesenem Sitzplatz verkauft und die kosten in Düsseldorf nun mal 18 Euro. Aber: Man hatte als Zuschauer nicht mehr wie sonst üblich die Wahl zwischen den beiden Preiskategorien. Ich zum Beispiel habe für einen vergleichbaren Platz beim Spiel HSG-Willstätt 12 Euro (weil ich die Wahl hatte) und beim Derby 18 Euro bezahlt. Natürlich kann man es irgendwie theoretisch schönreden, aber praktisch war das eine Preiserhöhung. Das beste ist ja, dass diese Preiserhöhung (nämlich der Differenzbetrag von 6 Euro) für Besucher des nächsten HSG-Heimspiels (sprich: Düsseldorfer Fans) faktisch wieder ausgeglichen wird; auch das kann man schönreden.

    Auf Oberrangplätze und Ausweisweiskontrollen (!) will ich erst gar nicht eingehen. Schade, dass man so was in Düsseldorf nötig hat...

    Nachdem HSG-Trainer Sviridenko schon vor dem Spiel verkündet hatte "Wir werden gewinnen" sitzt der Stachel der Niederlage offenbar tief:

    URL: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/...346/detail.html (NRZ)

    Der Präsident haute auf den Putz

    Düsseldorf, 03.02.2008, Marcus Gülck

    Erwin Schierle kritisierte nach der 30:32-Niederlage im Spitzenspiel gegen Dormagen das HSG-Team.

    „Die Nummer eins, die Nummer eins ja das sind wir!” Die lautstarken Freudengesänge vom proppevollen Oberrang ließen am Karnevalssonntag auch akustisch keinen Zweifel daran aufkommen, wer derzeit in der 2. Handball-Bundesliga das Zepter in der Hand hält. Freudetrunken und ausgelassen feierten rund 1500 Dormagener unter den offiziell als ausverkauft gezählten 3163 teils bunt verkleideten Zuschauern ein blau-weißes Freudenfest.

    Für Fans und Spieler der HSG hatte indes nach der bitteren 30:32-Niederlage im närrisch-rheinischen Nachbarschafts-Derby gegen den nun mit vier Punkten Vorsprung die Tabelle anführenden Spitzenreiter der Aschermittwoch schon am Sonntag begonnen.

    Grund genug für HSG-Präsident Erwin Schierle, auf den Putz zu hauen. Im pikanten Trikot seines Lieblingsfußballklubs von der anderen Rheinseite mit Geißbockemblem und mit Altbierglas in der Hand, ließ der Klubchef verbal eine eindeutige Sprache folgen. „Das, was die Mannschaft in der ersten Halbzeit gezeigt hat, war eine einzige Enttäuschung. Allen voran von Spielern wie Frank Berblinger und Frantisec Sulc hätte ich mehr erwartet”, polterte Schierle und nahm dabei auch vor Dormagens 37-jährigen Torhüter Jochim Kurth kein Blatt vor den Mund. „Dass wir im zweiten Durchgang reihenweise an so einem Handball-Opa :lol: gescheitert sind, ist mir unbegreiflich!”

    Kurths - im übrigen ein Jahr älterer - Positionskollege Almantas Savonis erlebte zwischen den Torpfosten der HSG eine erste Viertelstunde, die der Litauer so schnell nicht vergessen wird. Eine Kindergruppe auf Kamelle-Jagd beim Veedelszug strahlte in den ersten fünfzehn Spielminuten mehr Gefahr aus, als die allen voran auf der rechten Deckungsseite in Person von Frantisec Sulc anfällige Abwehrseite der HSG. Dormagen nutzte es bei der 7:4-Führung zu Treffern im Minutentakt.

    Bereits nach acht Zeigerumdrehungen war Savonis' Arbeitstag beendet. Beim Einstand von Matthias Puhle sollte es allerdings noch dicker kommen: Während sich die Offensive der HSG eine 13-minütige Auszeit gönnte, enteilten die Gäste bis zur 17. Spielminute auf 12:5! Während die Defensive der Dormagener goldrichtig früh das Foulspiel suchte und den Spielfluss der zunehmend unter Zeitspieldruck geratenen HSG unterbrach, kamen die Düsseldorfer bei ihren (zu passiven) Abwehrbemühungen fast immer einen Schritt zu spät.

    Dass sich die HSG angesichts eines so frühen und hohen Rückstands noch einmal in die Partie zurückkämpfte, wurden zu Recht mit Szenenapplaus bedacht. Insbesondere die Hereinnahme des agilen Philipp Pöters für den zwar bemühten aber glücklosen Maik Makowka, zahlte sich neben dem Torhüterwechsel zu Puhle aus.

    Während Dormagen nach dem Seitenwechsel tief in die Rüpel-Kiste griff und bei fünf Zeitstrafen bis zur 40. Spielminute durchweg in Unterzahl agieren musste, kam die HSG durch Pöter zum Ausgleich (21:21). Versäumte es aber im Gegenzug, einmal die Führung zu übernehmen. Bei jeder sich dazu bietenden Chance wurde der Gegner durch Ballverluste wieder aufgebaut.

    „So haben wir es Dormagen am Ende leicht gemacht”, ärgerte sich Trainer Georgi Sviridenko.

    HSG: Savonis, Puhle; Sulc (8/1), Fölser (7), Pöter (5), Novickis (4), Berblinger (3/2), Runge (2), Makowka (1), Ramota.

    Dormagen: Feshchanka, Puhle; Wisotzki (8), Koke (6/3), Schindler (5), Pfahl (5), Lochtenbergh (4), Dmytruszynski (3), Plaz (1), Meyer, Meckes, Jozsa.

    Zuschauer: 3163 (ausverkauft). Schiedsrichter: Methe/Methe (Vellmar).

    Strafminuten: HSG 6; Dormagen 12.

    Vorentscheidung im Meisterkampf? Am Abend gewann der TSV das mit Spannung erwartete Niederrheinderby und Spitzenspiel bei der HSG Düsseldorf mit 32:30. Dazu ein kleiner Artikel vom Internet-Portal http://www.dormago.de

    TSV Bayer Dormagen gewinnt Spitzenspiel

    03.02.2008/20:09:04 / Redaktion

    Wichtiger Auswärtserfolg für den Spitzenreiter: Der TSV Bayer Dormagen gewann heute Abend das Handball-Spitzenspiel der 2. Bundesliga gegen den Tabellenzweiten HSG Düsseldorf mit 32:30 (Halbzeit 17:13) und liegt damit nun vier Punkte vor den Rechtsrheinischen. Die 3163 Zuschauer, darunter mindestens 1200 aus Dormagen, sahen in der Halle Burg-Wächter Castello ein hervorragendes Spiel. Erfolgreichster Werfer auf Seiten der Gäste war Florian Wisotzki mit neun Toren. "Er ist in der Form seines Lebens", kam das überwältigende Lob von seinem Trainer Kai Wandschneider.

    Besser hätte der TSV kaum beginnen können. Für die Drei-Tore-Führung sorgte Alexander Koke nach sieben Minuten, als er den ersten von drei Siebenmetern sicher zum 7:4 verwandelte. Kurz danach wechselte Düsseldorfs Coach Sviridenko bereits den Torwarts, Puhle kam für Savonis. Doch auch der konnte nicht verhindern, dass die Gäste weiter dominierten und auf 10:5 davonzogen. Selbst Düsseldorfs Auszeit brachte nichts ein, der TSV baute den Vorsprung in der 17. Minute auf 12:5 aus. Symptomatisch dieser 12. Treffer: Tobias Plaz, der in der Abwehr zunächst Frantisek Sulc zum Statisten degradierte, ist blitzschnell am Ball nach einem Lattenknaller von Valdas Novickis und trifft. Eine aggressive Abwehr, ein sicherer Angriff, ein ordentlicher Vitali Feshchanka im Tor, der jetzt sogar einen Strafwurf von Frank Berblinger abwehrt - da stimmte nahezu alles beim Tabellenführer.

    Doch klar war auch, dass dieses hohe Niveau kaum über das gesamte Spiel gehalten werden kann. Sviridenko reagierte, beorderte Sulc auf die Mitte-Position. Der kam nun immer besser ins Spiel, und erzielte schnell drei seiner insgesamt acht Tore für Düsseldorf. Weil Novickis mit dem Schlußpfiff der überzeugenden Schiedsrichter-Zwillinge Methe zum 17:13 trifft, geht der TSV mit "nur" vier Toren Vorsprung in die Kabine - ein Vorsprung, der bekanntlich im Handball nicht viel bedeutet. Prompt gleichen die Gastgeber schon nach fünf Minuten zum 18:18 aus. Wandschneider tauscht Feshchanka mit Jojo Kurth, der schon kurz nach seiner Einwechselung für eine außerordentliche Tat sorgt: Er wehrt Straf- und Nachwurf von Berblinger ab. Danach gleicht die HSG zwar noch mal aus, doch nicht ein einziges Mal kann sie in Führung gehen. Dormagen indes ist wieder im Spiel. "Wir haben immer wieder den Kopf aus der Schlinge gezogen, wenn Düsseldorf am Drücker war", freute Wandschneider sich. Seine Mannen bauten den Vorsprung auf 30:26 und 32:28 aus. Da waren zwar noch zweieinhalb Minuten zu spielen, aber spätestens als der Pass auf Außen mißlingt, da wissen auch die Düsseldorfer, dass sie auch den Teilerfolg abhaken können.

    Am Ende jubeln die Dormagener auf dem Feld und auf den Rängen. Der hervorragende erste offizielle Auftritt im Jahr 2008 ist ein wichtiger Schritt hin zum Ziel Aufstieg. Dabei haben alle eingesetzten Spieler überzeugt, einer hat noch ein Sonderlob verdient: Christoph Schindler wirkte nach überstandener Magen-Darm-Erkrankung wie befreit und traf in wichtigen Phasen. Ganz ohne Kritik wollte Wandschneider die Spieler dann doch nicht feiern (gehen) lassen: "Mit der Abwehr war ich nicht hundertprozentig zufrieden. Über die Achse Novickis /Fölser fielen zu viele Tore. Darüber müssen wir noch sprechen."

    Am Freitag um 19.30 Uhr geht es mit dem nächsten Lokalduell weiter: Dann kommt der TV Korschenbroich ins Sportcenter.

    Statistik des Spieles:

    HSG Düsseldorf: Savonis, Puhle; Berblinger (4/2), Runge (2), Makowka (1), Ramota, Fölser (7), Novickis (4), Pöter (4), Sulc (8/1).
    TSV Dormagen: Feshchanka, Kurth; Wisotzki (9), Schindler (4), Pfahl (5), Plaz (1), Koke (6/3), Meyer, Meckes, Laurencz, Jozsa, Lochtenbergh (4), Dmytruszynski (3).

    Ganz netter Bericht zum möglicherweise richtungsweisenden Derby gegen Düsseldorf.

    http://www.handball-world.com/o.red.c/news.p…1&auswahl=12775

    21.01.2008 - Frank Schneller / Stefan Kaufmann (RP)

    HSG Düsseldorf bangt gegen Dormagen um Heimvorteil

    Jeck! Ausgerechnet am Karnevalssonntag steigt das Spitzenspiel in der zweiten Bundesliga Süd zwischen der HSG Düsseldorf und dem TSV Bayer Dormagen. Der Zweite gegen den Ersten. Das Duell der Topfavoriten. Das Niederrheinderby. Besonders die Dormagener sind angesagt in der Region, ihre Heimspiele finden stets vor vollen Rängen statt, die Unterstützung für den TSV ist berüchtigt. Nun wollen die Fans des TSV auch den Gastauftritt beim Lokalrivalen zum Heimspiel machen. Schon in den letzten Heimspielen des Jahres 2007 wurden die Dormagener Anhänger animiert, ihr Team zu Derby zu begleiten. Ein Aufruf, der großen Zuspruch fand. Viele Gäste-Fans haben sich mit Karten für diese Partie eingedeckt.

    HSG-Manager Frank Flatten hat nun die Notbremse gezogen, um den Andrang aus der Nachbarschaft aufzuhalten und das Heim- nicht zum Auswärtsspiel für sein Team werden zu lassen: Tickets gibt es auf der HSG-Geschäftsstelle fortan nur noch gegen Ausweiskontrolle und online. Dormagener Fans müssen also ab sofort mit den Kontingenten auskommen, die der Spitzenreiter an seinen Vorverkaufsstellen ausgeben kann. Dies berichtete unlängst die Rheinische Post ("RP").

    Dass dieses Spiel das Rheinland elektrisiert, verwundert kaum: Die HSG ist dank eines starken Zwischenspurts vor Weihnachten - einer Serie von 18:0 Punkten - inzwischen auf dem besten Weg zurück in Deutschlands Eliteklasse. Bis auf den zweiten Tabellenplatz haben sich die Mannen von Trainer Georgi Sviridenko gespielt - mit direktem Kontakt zu Bayer Dormagen.

    Scheinbar nur der TSV kann Düsseldorf stoppen. Das Team von Trainer Kai Wandschneider hat zweifelsohne auch das Zeug dazu, vor allem nach der Verpflichtung des international erfahrenen Keepers Vitali Feshchanka (vormals SKA Minsk, Portland San Antonio, Toulouse), der nach seinem Wechsel aus Aurich an den Rhein perfekt einschlug.

    Weißrusslands 34 Jahre alter Nationaltorwart, ein Blitztransfer-Coup von TSV-Manager Uli Derad, bleibt derzeit bei der EM in Norwegen auf Betriebstemperatur und gefiel gegen Deutschland und Spanien. In Düsseldorf rückt derweil Frantisek Sulc in den Fokus, der sich mit der Slowakei bei der Europameisterschaft so teuer wie möglich verkauft.

    Bei einem Sieg der HSG, die sich auch für die deftige Hinspielniederlage revanchieren will, würden die Kontrahenten punktgleich an der Spitze stehen. Beide Seiten erwarten ein enges und spannendes Spiel, das womöglich auch durch die Unterstützung auf den Rängen mitentschieden wird. Knapp 3.5000 Zuschauer werden dem Ligagipfel beiwohnen. Ob die HSG auf einen Heimbonus setzen kann, ist noch ungewiss, denn die Handball-Begeisterung in Dormagen ist riesig. Natürlich hoffen die HSG-Verantwortlichen auf ein ausverkauftes Burg-Wächter-Castello, wenn die Partie um 18 Uhr angepfiffen wird.

    Die Signale von den Vorverkaufsstellen sind positiv - rund 1500 Tickets wurden bereits abgesetzt. Der Haken - aus Düsseldorfer Sicht: knapp die Hälfte davon haben sich Fans aus Dormagen gesichert. Täglich gehen bei der HSG weitere Kartenwünsche des Gegners ein, doch Flatten hat inzwischen reagiert. "Wir wollen, dass mindestens zwei Drittel der Fans für Düsseldorf sind", sagt der Manager in der "RP". Tickets gibt es deshalb nur noch gegen Ausweiskontrolle an der HSG-Geschäftsstelle und über den Online-Verkauf. "Interessenten aus Dormagen verweisen wir an deren Verkaufsstellen", sagt Flatten. Während der Oberrang in Gäste-Hand sein wird, sollen zumindest die unteren Tribünen und die Fans hinter den Toren die Blau-Gelben anfeuern.

    Es dürfte also auch in Sachen Handball hoch her gehen in der jecken Zeit am Niederrhein. Wer das größere Fanlager in der Hall vorzuweisen hat, ist eine Frage. Die andere: Welcher Anhang wird stimmgewaltiger sein?

    Nach dem 34:29-Erfolg gegen Wallau Massenheim und 19 absolvierten Spieltagen geht`s für den TSV in die EM-Pause.

    Zeit, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen, denn das vergangene Jahr war sicherlich ein bewegtes für den TSV Bayer Dormagen:

    Die beeindruckende Aufholjagd, mit der man einen zwischenzeitlichen 7-Punkte-Vorsprung von TuSEM Essen egalisieren konnte, das „verlorene“ Endspiel Am Hallo nach tollem Start, die Rückzugsankündigung der Bayer AG nur zwei Tage später inmitten der Vorbereitungen auf die Relegation, der am Ende überraschende Erfolg gegen den SHV in der ersten Relegationsrunde, das klägliche Scheitern gegen Nettelstedt/Lübbecke im Sportcenter in der zweiten.

    Am Abend des 13. Juni stehen verschiedene Fragen im Raum: Ist die Mannschaft nach den zahlreichen Rückschlägen der Vergangenheit in der Lage noch mal anzugreifen? Wie geht es nach dem 30.06.2008 (Ende des Bayer-Sponsorings) weiter mit dem Dormagener Handball?

    Die weitere Entwicklung schien völlig offen.

    Wenn ich sehe, wo der TSV damals stand und wo er heute steht, kann ich nur sagen Respekt! Die Mannschaft hat mit einem tollen Saisonstart vorgelegt, das Umfeld hat die Steilvorlage genutzt. Ich würde sagen, dass die Weichen in Dormagen jetzt eindeutig Richtung 1. Bundesliga gestellt sind.

    Sportlich hat man natürlich noch nichts erreicht. Der TSV führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor Düsseldorf und mit drei Punkten Vorsprung auf Willstätt an. Aber nachdem die Mannschaft in den beiden zurückliegenden Spielzeiten stets die Rolle des Jägers innehatte, hat sie in diesem Jahr als Tabellenführer alle Trümpfe in der Hand, zumal sie wohl das günstigste Restprogramm der engeren Titelanwärter haben dürfte. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft nach der wohl verdienten Erholungspause – man darf nicht vergessen, dass der TSV zwei mal in Folge Relegation gespielt hat – noch mal voll angreift, um nach 15 Spielen (oder vielleicht schon vorher?) die Früchte ihrer inzwischen 3-jährigen Arbeit zu ernten.

    Auch wirtschaftlich konnten (erste) viel versprechende Erfolge gelandet werden. Nachdem der Ausstieg der Bayer AG zunächst Entsetzen und auch große Verunsicherung ausgelöst hatte, ist man bei der Neuaufstellung des Dormagener Handballs inzwischen auf einem guten Weg: Mit der RheinLand Versicherung (Credit Life International) und REWE konnten zwei überregional agierende Trikotsponsoren gewonnen werden; mit ASICS hat ein weiterer überregional agierender Trikotsponsor sein Engagement ausgeweitet. Das spiegelt schon ein großes Vertrauen in die Handballer des TSV wider. Ich denke mit den o.g. Sponsoren kann sich der TSV bei der weiteren Sponsorensuche noch ein bisschen besser bzw. selbstbewusster präsentieren.

    Weiterhin positiv erwähnenswert ist die kontinuierliche Zuschauerentwicklung in Dormagen: Waren es im ersten Zweitligajahr nach dem freiwilligen Rückzug noch ca. 1.000, so pilgerten in den ersten 9 Heimspielen der laufenden Saison durchschnittlich 2.150 Zuschauer zum Höhenberg, um die Mannschaft auf dem Weg zurück in die 1. Liga zu unterstützen. Die tolle Stimmung lockt zunehmend auch Zuschauer von außerhalb ins Sportcenter. Wer weiß, ob im Aufstiegsfalle nicht schon bald ein Kapazitätserweiterung auf der Agenda steht…

    Na ja, bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Ich hoffe, dass es in diesem Jahr endlich klappt mit dem Aufstieg. Das wäre gut für Dormagen und - wenn man bedenkt, dass die Alternative wohl Düsseldorf heissen würde - gut für die Bundesliga. :D

    Gruß, TSV-Fuchs

    Tabellenführer Dormagen (34:29 gegen Wallau Massenheim) und seine hartnäckigsten Verfolger Düsseldorf (39:30 in Aue) und Willstätt (35:25 gegen Coburg) gewannen am letzten Spieltag vor der EM-Pause ihre Spiele souverän.

    Damit geht der TSV Bayer Dormagen mit zwei Punkten Vorsprung und dem mit Abstand besten Torverhältnis in die EM-Pause. Es folgt die HSG Düsseldorf auf Platz 2, ein Punkt dahinter dann der TV Willstätt. Aufsteiger Coburg hat sich nach der deutlichen Niederlage beim TV Willstätt wohl aus dem Titelrennen verabschiedet, so dass im Moment alles auf einen Dreikampf hindeutet.

    In Dormagen wurde den 2.550 Zuschauern am Rande des Heimspiels gegen Wallau mit der REWE Gruppe ein weiterer neuer Trikotsponsor präsentiert. Damit ist man bei der Neuaufstellung des Dormagener Handballs nach dem Rückzug der Bayer AG einen weiteren Schritt vorangekommen - Gratulation!

    Gleich am ersten Spieltag nach der Pause kommt es in Düsseldorf zum mit Spannung erwarteten Derby und Spitzenspiel zwischen der HSG Düsseldorf und dem TSV. Dormagen wird aufgrund des deutlich besseren Torverhältnis unabhängig vom Ausgang des Spiel Tabellenführer bleiben, könnte sich bei einem Sieg aber vorentscheidend absetzen.

    Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen...

    Einen guten Rutsch wünscht

    TSV-Fuchs

    Saubere Leistung! Herzlichen Glückwunsch nach Essen. Der Anschluss ist erstmal wiederhergestellt, aber man muss in diesem Jahr sicherlich noch mal nachlegen, damit er nicht gleich wieder verloren geht.

    Außerdem: Lischen ist zufrieden; die Handballecke atmet auf :lol:

    Da bin ich mal gespannt, ob der TuSEM die Führung über die Zeit retten kann. Der Bald-Lemgoer Ben Schütte mit 6 Treffern und wenn sogar Gerrie Eylers das Tor trifft kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder :D?

    EDIT: Klasse Auftritt vom TuSEM. Nachdem Melsungen zwischenzeitlich 4 Tore in Folge erzielt hatte, führt der TuSEM nach 46 Minuten 25:16. Das lassen sich die Jungs nicht mehr nehmen!

    Zitat

    Original von lucky_gb
    An solchen Stellen bieten Trainer i.d.R. ihren Posten an.


    Stimmt, nur wird dieser Schritt einem Trainer, der bereits in der letzten Saison im Abstiegskampf gescheitert ist, nicht besonders leicht fallen. Ich denke der TuSEM wird schon noch ein paar Punkte holen; aber das wird im Regelfall nicht mehr für den Klassenerhalt reichen, da ja auch die Konkurrenten ab und an punkten. Wachowitz hat die Zeichen der Zeit erkannt, Pfänder nicht. Ob es Sinn macht, sich vorzeitig von ihm zu trennen hängt sicherlich davon ab, ob die bzw. der Entscheidungsträger (Edelmeier) grundsätzlich noch an den Klassenerhalt des TuSEM glaubt (Trennung) oder ob er die Saison schon abgehakt hat (keine Trennung).

    Fakt ist jedenfalls: Der TuSEM steht weitaus schlechter da, als erwartet; die aktuelle Niederlagenserie ist nahezu beispiellos. Die Tatsache, dass man die bisherigen 3 (!) Punkte ausgerechnet gegen Spitzenteams geholt hat zeigt hingegen, wie viel Potential eigentlich in der Truppe steckt.