Kaum läuft es mal nicht so rund, steht Wandschneider direkt wieder in der Kritik. 
Leute, der TSV hat die Hinrunde mit 10 Punkten abgeschlossen, dabei aus den letzten 9 Spielen 7:11 Zähler erzielt. Bedenkt man, dass die machbareren Aufgaben im Sportcente noch bevorstehen, gibt es Anlass, optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Das System des Trainers passt m.E. gut in die Liga und ich bezweifele, dass ein anderer Trainer mehr aus den gegebenen Möglichkeiten gemacht hätte.
Klar war das Essen-Spiel mies, aber auch solche Spiele muss man erstmal siegreich gestalten. Insofern interessieren mich in erster Linie die beiden eingefahren Punkte.
Die Ausbeute auf diversen Positionen war heute sicherlich nicht zufrieden stellend, m.E. aber nicht systembedingt. In den letzten 3,5 Monaten hat die Mannschaft 17 Bundesligaspiele absolviert, die von der Intensität her nicht mit den Zweitliga-Begegnungen der vergangenen Jahre zu vergleichen sind. Ich denke schon, dass der eine oder andere Totalausfall darauf zurückzuführen ist, dass wir auf verschiedenen Positionen in der Breite qualitativ nicht bundesligatauglich besetzt sind. Wer entlastet Spieler wie Kjell Landsberg, Tobias Plaz oder Nils Meyer, die überwiegend 60 Minuten durchspielen (müssen)?
Engpass hinsichtlich der weiteren Entwicklung des TSV bleibt nach meiner Auffassung vor diesem Hintergrund der Marketing-Bereich. Die „viel versprechenden“ und „fortgeschrittenen“ Gespräche konnten bisher leider noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden und ich frage mich schon, ob es begleitend auch einen Plan B gibt? Klar dürfte nämlich sein, dass Unternehmen, die einen nennenswerten sechsstelligen Betrag ins Sportsponsoring stecken in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nicht vom Himmel fallen werden. Insofern sollten parallel zu den o.g. Gesprächen Initiativen wie „Team 1000“, die auf verhältnismäßig geringe Beträge abzielen, forciert werden. Da brächten 200 Partner auch einen Betrag von 200.000 Euro ein.
Ehrlich gesagt bin ich mit den erzielten Ergebnissen ziemlich unzufrieden - gerade jetzt, wo wir eine bundesweite Medienpräsenz haben, der „Favoritenschreck“ der LIga sind und das Sportcenter eine Stimmungshochburg ist.
Die Personalie Konstantinos Chantziaras zeigt, wie wichtig es ist, die finanziellen Voraussetzungen für erfolgreichen Bundesliga-Handball am Höhenberg zu schaffen - das wiederum ist nicht Aufgabe des Trainers.