Beiträge von Legionator

    Kommen denn Fans von Emsdetten nach Hamburg? Im Hinspiel hat man sich den Gästefans gegenüber mit 30€ für einen Stehplatz im Umlauf ja nicht sonderlich gästefreundlich präsentiert... um es freundlich zu formulieren.
    Von den Aussagen, die auf Nachfrage kamen à la "Wir könnten von Gästefans auch 50€ verlangen, wenn wir die Karten nicht verkaufen, gibt es genug Emsdetten-Fans, die die nehmen!" sei an dieser Stelle dann mal abgesehen...

    Ja, es ist tatsächlich etwas eigentümlich, dass der Kader wesentlich unverändert belassen werden soll. Da müsste ja sonst noch etwas völlig gigantisches eingespart werden. Ich wundere mich auch etwas über die Sache mit Schröder. Der sollte ja eigentlich nach dieser Saison so eine Art Marketingheini werden und jetzt kriegt er wieder einen Vertrag. Das kann ja eigentlich nur sein, wenn er gebraucht wird und das deutet daraufhin das eine gewisse Person den Verein verlässt.

    Generell frage ich mich aber sowieso, wie man trotz Rudolph mit 8,1 Millionen angetreten ist. Man wollte ja in jedem Falle sparen und das ist doch eine sehr hohe Summe.

    Für Schröder wurde immer eine Doppelfunktion verkündet: Spieler + Marketing. Dass bei einem 5,1 Mio Etat noch weitere Abgänge folgen werden, sollte klar sein. Lindberg ist da sicherlich einer der ersten Kandidaten. Spekulieren kann man über seine aktuelle 'Verletzung'. Zumal er bereits im April von einem Wechsel gesprochen hat (Hanballworld).
    Derweil gibt es einige Spieler, über die verkündet wurde, dass sie bleiben wollen (auch in Liga 2). Das sind die bekannten deutschen, die seit vielen Jahren beim HSVH spielen. In dieser Zeit haben sie für Handballerverhältnisse sicherlich bestens verdient. Nun wollen sie dem Club auch etwas zurückgeben. Da bin ich gespannt.

    Gab es hierzu eigentlich jemals detailliertere Aussagen, warum die Insolvenz ein Verlust für die Liga wäre?

    Was genau brauchst du da noch an Argumenten, wenn der Club mit den zweithöchsten Zuschauerschnitt weg wäre?
    Dass sicherlich rein subjektiv viele Fans anderer Vereine nicht von einem "Verlust" sprechen würden, ist unbestritten.
    Der Beitrag kann nur von einer Person kommen, die entweder damit ihre Abneigung genüber dem HSVH ausdrücken will (was mittlerweile nur noch langweilt), oder aber, die in geistigen Aktivitäten stark beschränkt ist.

    Ich bin sehr davon angetan, dass auf Hamburger Seite Mahé endlich ein Mal zeigen konnte, was für ein Potenzial er hat!
    Flensburg war - wie hier schon festgehalten wurde - zum Ende hin platt.

    Dieses "Event" ist in erster Linie für neutrale "Besucher" gedacht. Die Fans der teilnehmenden Clubs sind da eher als Störfaktoren zu sehen, die man halt irgendwie befriedigen muss und die sich dann auch noch über die Eintrittspreise beschweren.

    Nein, das ist lediglich der Name der Betriebsgesellschaft. Der ist an sich völlig egal.
    Bei Kiel nennt sich das Ding THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co KG, bei Flensburg Spielgemeinschaft Flensburg-Handewitt Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG und bei euch in Berlin Reinickendorfer Füchse Handball Vermarktungs GmbH.
    Absolut versucht der HSVH durch die Namensgebung der Betriebsgesllschaft den Unterschied zwischen Hamburger SV und Handball SVH zu verschleiern. Aber an den Fakten ändert das nichts.
    Wenn du auf der Netzseite des HSVH unter "Verein" schaust, dann findest du den korrekten Namen des Vereins, der "hinter" der Betriebsgesellschaft steht.

    Natürlich hat Hamburg faktisch die Lizenz "gekauft"...es wurde halt nur formell so abgewickelt, dass es "legal" war...ändert aber nichts am Faktum , dass die Hamburger gegen Geldzahlungen letztlich den Platz von Bad Schwartau in Liga 1 eingenommen haben

    Gegen Geldzahlung? Wer hat denn wem Geld gezahlt? Man hat die Schulden übernommen...
    Ich bin der Auffassung, dass man es sich viel zu einfach macht, wenn man davon spricht "Hamburg hat sich die Lizenz gekauft". Der Ablauf wurde von Acrosh ja schon skizziert. Hierbei sollte dann auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Bestrebungen, in Hamburg eine Bundesligamannschaft zu etablieren, von damaligen Verantwortlichen des VfL Bad Schwartau mitgetragen und initialisiert wurden!
    Es war nicht so, dass in Hamburg jemand saß und sagte: Oh come on, let´s buy a lizenz!
    Ich zitiere mal von wikipedia: "Nachdem die Bundesligamannschaft aus finanziellen Gründen 2002 mitsamt Manager und Geldgeber geschlossen zum neu geschaffenen HSV Hamburg wechselte, der auch Schwartaus Bundesligaplatz übernahm, wurde der Herrenhandball im VfL „von unten herauf“ neu aufgebaut."
    Da kam also keine Heuschrecke und hat sich der Lizenz einverleibt. Das war durchaus von einigen Betroffenen des VfL so gewollt! Immerhin konnte so die wirtschaftliche Last für den VfL entfernt werden!
    Dabei lasse ich nicht außer acht, dass bei weitem nicht alle Fans des VfL diesen Schritt gutgeheißen haben. Aber selbst der Fanclub Blau-Weiß ist damals mit nach Hamburg gegangen und auch heute noch in der Halle präsent!

    Als in Flensburg Handewitter SV und TSB Flensburg (vormalig durchaus harte Konkurrentern, oder nicht?) eine Spielgemeinschaft eingegangen sind, hat man dann in der untersten Liga neu angefangen? Oder hat man sich einer vorhandenen Lizenz bedient?
    Man sollte i.Ü. auch nicht vergessen, dass immer gesagt wird, die Lizenz sei von Lübeck nach Hamburg "verkauft worden". Bad Schwartau liegt aber nicht in Lübeck. Schlussendlich ist die Lizenz also von Bad Schwartau über Lübeck nach Hamburg gegangen. Diesen Schritt hat man mit dem neuen Verein HSV Hamburg dann auch im Namen eindeutig gezeigt. Ein Club wie bspw. die MT Melsungen ist da nicht so konsequent.

    Die Lage ist jedoch: "Jagt man AR vom Hof", beerdigt man damit den HSVH.
    Viele Fans des HSVH in Hamburg und Umgebung können über diese ganzen "Geschichten" nur noch den Kopf schütteln. Einem selber kann das Bekenntnis zu diesem "Verein" - leider - nur noch peinlich sein.
    Allein: es fehlt die Alternative.
    Viele Fans wären durchaus bereit, im Zuge einer Konsoldierung auch geringere sportliche Ansprüche zu unterstützen. Aber das ganze Konstrukt, das unter AR etabliert wurde basiert auf maximalen Zielen. Das Herabsetzen der Ziele würde vermutlich einen Ketteneffekt auslösen: der nächste Sponsor springt ab, dadurch weitere Reduzierung, dadurch wieder ein Absprung usw. Das ganze Gebilde wirkt akutell absolut brüchig. Dies wird ja auch im restlichen Handballdeutschland wahrgenommen. Daher sind die aktuell vielen Spitzen gegen den HSVH hier im Forum (und auch in Leserbriefen etc.) absolut verständlich. Was fällt, das wird gestoßen. Das ist normal.
    Beim HSVH wurde solange alleine AR freie Hand gelassen, dass sämtliche andere Strukturen, die seit der Gründung 1999 im Aufbau waren zerstört wurden. Bei Mannheim hat man den Schmuck-König - so scheint es - noch rechtzeitig gestoppt. Beim HSVH scheint es zu spät. Mit AR wird es nur noch immer peinlicher, die Außendarstellung immer schlimmer, der HSVH zur absoluten Lachnummer. Ohne AR wiederum wäre der HSVH vermutlich verschwunden. Das will man als Fan vermutlich auch nicht - was verständlich sein sollte.
    Wenn dieses nicht das ultimativ-abschreckende Beispiel für Mäzen-gesteuerte Clubs ist, welches dann?
    Aber auch in Zukunft wird die Verlockung, finanziell aufrüsten zu können, über die Vernunft siegen. Die Vernunft wird der finanziellen Expansion untergeordnet. Das ist nicht nur beim HSVH so, das lässt sich bei vielen "Vereinen" verschiedener Sportarten feststellen.