Beiträge von Arcosh

    Heute auf diversen Geräten (Smartphone, TV-Box, Tablet) die DYN-App installiert und eingerichtet. Es lief auf allen Plattformen reibungslos und die Verknüpfung mit dem eigenen Account war in wenigen Minuten erledigt. Die Saison kann losgehen!

    Jetzt mal Schluss mit der Rumeierei und endlich Butter bei die Fische: Du gehst davon aus, dass das, was du hier beschreibst, absichtlich von den Schiedsrichtern so entschieden wird?

    Zwar nicht direkt den Handball betreffend, aber die Dokumentation "Unparteiisch - Deutschlands Elite-Schiedsrichter" gibt einen Einblick in die Arbeit der deutschen Fußball-Schiedsrichter. Obwohl diese Dokumentation mit den Schiedsrichtern nicht allzu kritisch ins Gericht geht, beschreiben mehrere Schiedsrichter darin wie selbstverständlich, dass sie regelkonforme Rote Karte nicht gezeigt haben, weil sie befürchteten, dass ihnen sonst das Spiel entgleiten würde.

    Ich sehe keinen Grund nicht davon auszugehen, dass dieselben Aussagen genauso von einigen HBL-Schiedsrichtern getätigt werden müssten.

    Natürlich machen Menschen Fehler und jeder Zuschauer und Aktive wird Handball-Schiedsrichtern auch Fehler zugestehen - sei es aufgrund der hohen Spielgeschwindigkeit, des subjektiven Blickwinkels, einer unübersichtlichen Spielsituation, o.ä.! Aber es muss der realistische Anspruch an HBL-Schiedsrichter sein, dass sie nach Ansicht von Videoaufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln und im Zusammenspiel mit ihren subjektiven Eindrücken aus dem Live-Geschehen eine richtige, regelkonforme Entscheidung treffen können (und dann im nächsten Schritt auch im Stande sind, diese in ein oder zwei Sätzen zu kommunizieren.)

    Glückwunsch THW! Ich freue mich darauf Gonzalez Perez de Vargas in der HBL live erleben zu können und hoffe, dass er spätestens im Sommer 2024 das THW-Trikot tragen wird. Immerhin wäre er dann schon 33 Jahre alt und mit der Vertragslaufzeit bis 2029 ist das schon fast ein Rentenvertrag. Hoffen wir, dass Perez de Vargas ähnlich gut altert wie ein spanischer Rotwein. ;)

    Fuechse_Fan_1982

    Die Entscheidung im Frühjahr 2022 die Einführung auf die Saison 2023/24 zu verschieben kann ich wegen der damaligen Umstände vollkommen nachvollziehen. Ich stelle mir die Frage was in den anderthalb Jahren seitdem konkret passiert ist. Die HBL hat einen TV-Vertrag mit DYN abgeschlossen, der u.a. für alle Spiele einen Übertragungsstandard sichert und somit externe Kameras in die Hallen bringt, die die Umsetzung des Videobeweises flächendeckend in der HBL ermöglichen. Das war alles, was seitens der HBL und der Vereine geleistet wurde.

    Natürlich kosten Torlinienkameras und ähnliche Innovationen zusätzliches Geld, aber einen Videobeweis einzuführen, der das zentrale Element des Spiels nicht überprüfen kann, überzeugt mich leider nicht. Zumal weiterhin unklar ist, wie eindeutig geklärt werden soll, wann der Ball die Torlinie vollständig überschritten hat, wenn es gar nicht möglich ist die Position des Balls relativ zur Torlinie exakt zu überprüfen. Die Frage, ob der Ball vor dem Schlusssignal die Torlinie überschritten hatte, kann nur anhand der TV-Perspektiven begutachtet werden und die sind im Endeffekt eher schlechter dafür geeignet als die tatsächlichen Positionen der Schiedsrichter auf dem Spielfeld. Ich bin gespannt, ob es mit diesem Ansatz der HBL in der laufenden Saison eine Torüberprüfung geben wird, die einen tatsächlichen Mehrwert zur Entscheidung der Schiedsrichter auf dem Feld darstellen wird - d.h. die Schiedsrichter ändern ihre zuerst getroffene Entscheidung. Denn das Kriterium ist, dass die Schiedsrichter anhand des Videomaterials eindeutig eine fehlerhafte Wahrnehmung ihrerseits erkennen können.

    Fuechse_Fan_1982

    Im Januar 2022 gab die HBL in Person von Frank Bohmann bekannt, dass der Videobeweis in der HBL zur Saison 2022/23 eingeführt werden solle. Bereits im März 2022 wurde klar, dass dies aus technischen und wirtschaftlichen Gründen noch nicht zur Saison 2022/23 umgesetzt werden könne. Anderthalbe Jahre später wird der Videobeweis in der HBL eingeführt, obwohl man offensichtlich keinen Schritt weiter ist, denn umgesetzt wird nur was die fürs TV produzierten Bilder auflösen können ... und das hätte man genau so auch schon vergangenen Sommer einführen können.

    In den Richtlinien zur Nutzung des Videobeweises (Stand: 05.07.2023) sind tatsächlich die Überprüfung des Torgewinns, von Wechselfehlern sowie des Auszeit-Buzzers für die Saison 2023/24 ausgenommen - bzw. können im Einzelfall genutzt werden, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind.

    Das kannst Du Dir echt nicht ausdenken, dass das zentrale Element des Spiels beim Videobeweis ausgenommen wird. Die HBL ist erneut weit von einer Professionalisierung entfernt. Es wird also nur überprüfbar sein, was rein auf Basis vom Standard-Videomaterial überprüft werden kann. Zusätzlich Technik (z.B. für die Torlinie gibt es aktuell nicht) und mit den üblichen Kamerapositionen sind die Torlinie oder die Auswechselzonen nicht ausreichend erfasst, um eine eindeutige Bewertung zu ermöglichen.

    Dann korrigiere ich: bei allen Topclubs. Flensburg kostet 80,- mit Flock. Das hast du unterschlagen. Also auch nur 2,- günstiger.

    Okay. Ich hatte hier nur 82€ bzw. 87€ für das THW-Trikot gelesen und nicht gesehen, dass der Grundpreis auch "nur" 70 € sind. Insofern bewegt sich der THW Kiel im üblichen Rahmen der HBL-Vereine.

    Nicht nur die Mannschaften nutzen die Vorbereitungsspiele:

    Zitat

    [...] Anschließend kam es in der SCHWALBE arena zu einer Premiere. Die Partie wurde nicht nur vom neuen Rechtepartner DYN als Testballon für seine Übertragungen genutzt, auch der DHB testete den Videobeweis, der ab dieser Saison zur Anwendung kommen wird. Für die vermeintlich klare Zeitstrafe gegen Vujovic nach 14 Minuten wurde er erstmals eingesetzt und sollte noch drei Mal zur Anwendung kommen. Zu Beginn der zweiten Hälfte sollte Ellidi Vidarsson (35.) nach Videobeweis sogar noch die rote Karte sehen. Überhaupt kassierte Gummersbach 14 Strafminuten - bei Melsungen waren es acht. [...]

    Quelle: Oberberg-aktuell.de

    Das entspricht im Prinzip der Funktionsweise einer Dashcam, die laufend Videoaufzeichnungen erstellt, aber nur dauerhaft abspeichert, wenn der User das per Knopfdruck auswählt.

    Es gibt Apps wie z.B. Droid dashcam für Android Smartphones, die diese Funktionsweise auf das Smartphone übertragen. Vielleicht würde Dir das helfen.

    Die besten Schiedsrichter der Welt kriegen es seit zweitausend Tagen nicht hin.

    Sie konnten dieses Hilfsmittel, aber bislang nicht in "alltäglichen" Spielen einsetzen. Ein Champions-League-Final4, eine DHB-Pokal-Endrunde oder eine Handball-WM sind Spiele auf höchstem Niveau und mit besonderer Intensität, die selbst für die besten Schiedsrichter der Welt eine besondere Herausforderung - sowohl physisch als auch psychisch - darstellen. Es ist ja nicht so als hätte es zuvor ohne Videobeweis keine seitenlangen Schiedsrichter-Diskussionen nach derartigen Topspielen gegeben.

    Lass dieselben Schiedsrichter den Videobeweis bei Wetzlar gegen Göppingen einsetzen, wo hinterher nicht einmal das Lokalblättchen mehr als eine Zeile auf die Schiedsrichterleistung verwenden wird. Routine ist für mich der Schlüssel zum Erfolg für den Einsatz des Videobeweises. Ein Gespann wie z.B. Schulze/Tönnies leitet pro Saison vielleicht 30 HBL-Spiele und ich würde erwarten, dass sie kommende Saison 5-10 mal den Videobeweis bemühen werden. Das ist immer noch nicht viel, um eine Form von Routine zu entwickeln, aber es ist ein ganz anderer Umgang als wenn man ihnen (überspitzt formuliert) vor dem Final4 sagt: Übrigens haben wir jetzt hier den Videobeweis für Euch. Viel Erfolg damit!"

    Ich glaube, dass sich die Stimmung hier noch vor Oktober gegen den Videobeweis dreht.

    Der Videobeweis wird nicht alle Fehler eliminieren, aber wieso sollte es schlimmer werden als zuvor? Die von kuestentanne genannten Zahlen zu Fehlentscheidungen klingen realistisch und könnten sich auf lange Sicht auch so im Handball ergeben.

    In den Anfangsmonaten der Saison wird es bestimmt einige Momente geben, in denen die Schiedsrichter-Gespanne den Videobeweis nicht oder nicht richtig anwenden werden, aber da sollte man ihnen als Lernphase eine 100-Tage-Frist zugestehen und zur EM-Pause ein echtes Zwischenfazit ziehen.

    Ich meine die, die jedes Spiel, mind. aber die ihres Clubs sehen wollen, ob live dabei oder vor der Glotze. Die kommen mit Öffis und Bild nicht allzu weit.

    Ernst gemeinte Frage: Wie viele Menschen meinst Du gibt es in Deutschland, die in diese Kategorie fallen?

    Es ist aber doch nicht verkehrt anzumerken, dass dieses "Interview" von Handball-World.com eher den Eindruck von einem Gefälligkeitsartikel im Rahmen der Partnerschaft mit DYN erweckt, als dass hier kritisch nachgefragt worden wäre.

    Zitat

    Karsten Petrzika: [...] Die Spieltage sind jetzt klarer, die Anwurfzeiten verlässlich und insgesamt die Spieltage breiter aufgestellt.

    Inwiefern sollen die neuen Anwurfzeiten klarer oder verlässlicher sein? In der vergangenen Saison gab es mit den Spielterminen Donnerstag 19:05 Uhr und Sonntags 14:00 / 16:05 Uhr klare Anwurfzeiten zu denen der Großteil der Spiele stattfand. Jetzt erstreckt sich der Spieltag über vier Wochentage und an den einzelnen Tagen gibt es unterschiedliche ANwurfzeiten. Ich muss als Fan also eher zweimal hinschauen, ob mein Verein nächsten Donnertag um 19 Uhr oder erst um 20:30 Uhr spielt - und die Woche darauf ist es wohlmöglich wieder der andere Sendeplatz oder gar der Montag. Da von Klarheit und Verlässlichkeit zu sprechen ist PR-Kommunikation in Reinform.

    Zitat

    Wir haben den Eindruck, dass die meisten Clubs den Freitag als Spieltermin begrüßen. Einige Clubs haben immer wieder Probleme mit der Verfügbarkeit ihrer Halle. Jetzt können sie ihren Betreibern deutlich mehr Optionen anbieten.

    Wenigstens die Hälfte der HBL-Vereine ist Ankermieter in ihren Hallen und hat geringe Probleme mit der Hallenverfügbarkeit. In den Multifunktionsarenen sind die Planungen für Konzerte und Großveranstaltungen meist weit über ein Jahr im Voraus und werden daher schon bei der Erstellung der Spielpläne berücksichtigt.

    Zitat

    Und außerdem weiß jeder Handballfan: Donnerstag ist Haupttrainingstag. Aktive Handballer können nun freitags und montags in die Hallen. Es ist eine höhere Zuschauerzahl zu erwarten im Vergleich zum Wochenende und es gibt keine Konkurrenz zum Fußball oder anderen Wettbewerben.

    Auf welcher Erfahrung beruht denn die Aussage zum Haupttrainingstag? Natürlich ist der Donnerstagabend ein beliebter Trainingstermin im Amateurbereich als Vorbereitung auf den Spieltag am Wochenende. Aber da Hallenverfügbarkeiten im Breitensport knapp sind, ist jeden Abend irgendeine Mannschaft im Training. Bei meinem Heimatverein erstrecken sich die Trainingstermine für Herren-, Damen und Jugendmannschaften komplett über alle Wochentage und es ist reiner Zufall bei wem jetzt gerade welcher Wochentag besser passen würde.

    Zudem hat die Entzerrung des Spieltages für aktive Amateurhandballer eher negative Auswirkungen. Wusste man früher, dass die Spiele im wesentlichen Donnerstag und Sonntag stattfinden und das eigene Training z.B. am Dienstag und Freitag, dann konnte ich man eine Dauerkarte kaufen in dem Wissen alle Heimspiele auch besuchen zu können. Durch die möglichen Spieltermine am Donnerstag, Freitag, Sonntag und Montag muss man aber davon ausgehen einige Spiele zu verpassen, weil man an diesen Tagen selbst aktiv ist. Das betrifft natürlich nicht nur die Amateurhandballer, sondern jeden potenziellen Dauerkartenkäufer, der zusätzlich an anderen wöchentlichen Veranstaltungen teilnimmt - sei es Sporttraining, Gesang, Tanz, Kartenspielen, etc. Daher halte ich die Behauptung, dass diese Spieltage zu höheren Zuschauerzahlen führen werden, für sehr gewagt.

    Dass es Freitag- und Montagabend keine Konkurrenz zum Fußball oder anderen Wettbewerben gäbe, ist ebenso falsch. Freitags ist traditionell Spieltag in der DEL und montags wird in Zukunft die Fußball-Bundesliga der Frauen Spiele ausgetragen.

    Alle großen Sportligen setzen auf klare Spieltage und -zeiten, aber im Handball soll die maximale Zerfledderung plötzlich ein Bonus sein? Natürlich kann ich die Intention von DYN verstehen, möglichst viel Sendezeit mit Livesport füllen zu können. Aber meiner Meinung nach verkauft sich die HBL hier unter Wert, wenn sie den Wünschen von DYN so sehr nachkommt. Die BBL beispielsweise weist in ihrem Rahmenspielplan für die Saison 2023/24 keine derartigen zeitlichen Eskapaden aus.

    Wenn die EHF einen Verstoß feststellt, wird es Sanktionen geben. Die müssen die aktuellen Regularien aber erst einmal hergeben. Deshalb laufen Forderungen nach Punktabzug, deftigen Strafen, Sperren auf Jahre (zur Abschreckung) vermutlich ins Leere. Weil: Nulla poena sine lege

    Die EHF hat sich bezgl. Arten der Bestrafung und deren Höhe weitestgehend freie Hand eingeräumt. Geldstrafe, Punktabzug oder Ausschluss vom Wettbewerb wäre alles möglich.

    EHF legal regulations


    Ein typisches Urteil der EHF wäre: 4 Punkte Abzug für die Gruppenphase der laufenden Saison von denen allerdings zwei Punkte auf Bewährung sind und nicht wirksam werden, wenn festgelegte wirtschaftliche Kriterien im Laufe der Gruppenphase erfüllt und nachgewiesen werden. So würde die EHF ihr Gesicht waren, weil sie gegen wirtschaftliche Tricksereien vorgeht ("Wir greifen durch und ziehen vier Punkte ab"), aber gleichzeitig ist die Strafe so moderat, dass Kolstad das ohne großes Murren akzeptieren kann, da die sportlichen Ziele dadurch nicht in Gefahr sind. ("Zwei Punkte werden uns nicht das Erreichen der K.O.-Phase kosten.")

    Wie ich schon mal geschrieben habe. Die Zahlen für Handball bei Sky waren bekannt. 250k . Die sollen nun also mit weiteren Randsportarten und ohne Fussball, Serien und Filme als Beifang knapp verdreifacht werden. Da verstehe ich die Skepsis der anderen Marktteilnehmer und der DEL wie beim Focus im Werbeartikel beschrieben.

    Eine Beispielrechnung:

    200.000 Abonnenten primär wegen Handball

    200.000 Abonnenten primär wegen Basketball

    100.000 Abonnenten primär wegen Volleyball, Hockey und Tischtennis

    Die letztere Zahl ist in meinen Augen wahrscheinlich am schwierigsten zu erreichen, wobei ich da weder das Zuschauerpotential noch die Altersstruktur der Zuschauer einschätzen kann. Tischtennis is zwar eine Nischensportart, aber bietet in der deutschen Liga einige der weltbesten Spieler auf und es gibt deutsche Topspieler, die sich medial vermarkten lassen - inklusive BILD-Content.

    Steigerungspotential sehe ich primär beim Basketball, da in den letzten Jahren deutsche Spieler zunehmend den Sprung in die NBA geschafft haben, die Nationalmannschaft relativ erfolgreich ist und die deutschen BBL-Vereine in den Europapokalen (unterhalb der EuroLeague) erfolgreich mitspielen.

    Wenigstens wurde jetzt mal eine realistische Zahl für die "potenziellen Kunden" genannt (700.000).

    Mir stellt sich die Frage wie "potenzielle Kunden" definiert wurden. Ist das schlicht die Schnittmenge aus Zuschauern, die Interesse an den jeweiligen Vereinssportarten haben und denen, die bereit sind ein Abo für Live-Streaming abzuschließen?

    500.000 Kunden als Gewinnschwelle scheint realistisch und machbar zu sein, aber gemessen an den "potentiellen Kunden" würde das bedeuten, dass 70% davon als Abonnenten gewonnen werden müssten. Das ist eine sehr hohe Hürde für Marketing und Vertrieb.