Beiträge von Arcosh

    In den neuen Regeln ab dem 01.07. wird Schauspielerei und Übertreibung (Kopf zurückreissen usw.) explizit bestraft. Gilt dann hoffentlich auch für Torhüter die versuchen den Ball mit dem Kopf zu streifen.

    Wie sollte die Kopfbewegung des Torhüters denn bestraft werden? Den Ball mit dem Kopf abzuwehren bzw. dies zu versuchen ist absolut legitim für einen Torhüter!

    Sanktionierbar würde es nur, wenn der Torwart nach einer aktiven Abwehrbewegung mit dem Kopf versuchen würde dem Werfer einen direkten Kopftreffer vorzuwerfen.

    Viel interessanter finde ich, dass ihr Balingen eher auf 16/17 einschätzt als Eisenach.

    Eisenach ist die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga. Sie haben zwar viele knappe Spiele in fremder Halle gehabt, aber abseits der Überraschung in Mannheim sind sie immer punktlos nach Hause gefahren.

    Für mein Gefühl hätten sie daher in eigener Halle noch mehr Punkte holen müssen, um den Klassenerhalt zu erreichen.

    Balingen hat nur noch 4 Heimspiele. Ich sehe nicht wie Balingen auf 20 Punkte kommen kann.

    Zugegeben, für 20 Punkte müsste es bei HBW schon nahe am Optimum laufen. Die Heimspiele gegen Eisenach, den BHC und Hamburg sind "Pflichtsiege" für den Klassenerhalt (das wären dann schon 17 Punkte). In den letzten Wochen der Saison sind Auswärtsspiele in Stuttgart und Lemgo (für die es im Mittelfeld um nichts mehr gehen wird) durchaus Gelegenheiten zum Punkten. (Erst recht mit dem Momentum aus Heimsiegen gegen die direkten Konkurrenten). Das Heimspiel gegen Leipzig und das Auswärtsspiel in Gummersbach würde ich in die Kategorie "absolute Bonuspunkte" einsortieren.


    Sorry für Off-topic im BHC-Thread.

    Auf den ersten Blick scheint bei internationalen Turnieren, die Linie der Schiedsrichter großzügiger zu sein und das kommt bei vielen Zuschauern gut an. Aber unterm Strich denke ich, dass dies einfach nur ein Eingeständnis an die Grenzen der eigenen Wahrnehmung ist.

    Wo vor zehn Jahren noch wurfgewaltige Rückraumspieler vom Kaliber eines Nikola Karabatic oder Mikkel Hansen den Handball dominiert haben, ist der aktuelle Spitzenhandball geprägt von kleinen, schnellen Spielern, die auf Durchbrüche aus sind. Wenn ein Spieler in die Nahtstelle zwischen zwei Abwehrspielern stößt und dort binnen Sekundenbruchteilen die Körper, Arme und Köpfe sich aneinander vorbei bewegen, dann ist es aus den Blickwinkeln der Schiedsrichter kaum aufzulösen, wann und wo es zum Kontakt kommt. Selbst in Zeitlupen und aus dem erhöhten Sichtwinkel der Kamerapositionen ist oft nicht eindeutig zu erkennen, ob die Hand des Abwehrspielers den Angreifer an der Brust trifft oder vorher die Nasenspitze streift. Das ist für die Schiedsrichter in vielen Situationen schlicht nicht eindeutig zu erkennen oder sie können nur Teilaspekte erkennen und auf dieser Basis entscheiden. Wenn die Schiedsrichter pfeifen, dann wird die entstehende Spielunterbrechung (inklusive Wischen des Bodens) genutzt, um dem Zuschauer Zeitlupen aus zwei oder drei Kamera-Perspektiven zu liefern, die eventuelle Fehlentscheidungen offenlegen. Haben die Schiedsrichter eine "großzügige Linie", dann laufen viele Spielsituationen einfach weiter und werden seltener für den TV-Zuschauer aufgelöst.

    Ich persönlich erlebe ein Handballspiel in der Halle ganz anders als am Fernseher bzw. Stream. In beiden Fällen beurteile ich viele Spielsituationen im ersten Moment anders als die Schiedsrichter und trotzdem konzentrieren sich in der der Halle meine Gespräche mit den Sitznachbarn in der Halbzeitpause oder während Spielunterbrechungen viel mehr auf die Leistungen einzelner Spieler. Denn in der Halle gibt es schlicht nicht diesen verstärkenden Feedback-Loop aus der Meinung des Kommentators und den Zeitlupen, die dazu führen, dass wir hier seitenlang vor allem über die Schiedsrichter schreiben. Wie viele Kommentatoren sitzen - frei nach Rudi Völler - locker bequem auf ihrem Stuhl, um nach drei Weizenbier und zwei Zeitlupen sich über Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zu eschauffieren und das alle paar Angriffe zu wiederholen, bis auch der letzte Zuschauer vorm Fernseher miteinstimmt.

    Gebt den Schiedsrichtern mal eine Google Glass o.ä. Datenbrille, um dem Zuschauer zu vermitteln, was Schiedsrichter eigentlich leisten müssen. In schwierigen Situationen nicht zu pfeifen, ist oft nur ein Eingeständnis daran, dass man es einfach nicht besser sehen und beurteilen konnte. Das dies die bessere oder fairere Spielleitung ist, würde ich so pauschal nicht unterschreiben.

    Valter

    Für die meisten nicht-deutschen Top-Vereine besteht doch im aktuellen Modus gar keine Gefahr die Champions-League zu verpassen. Als Szeged die ungarische Meisterschaft gewonnen hat, bestand doch kein ernsthafter Zweifel daran, dass Veszprem eine Wild card erhalten würde. Die große Zahl an Wild cards sichert die Top-Vereine ab.

    @Valter:

    Wie ALF richtig geschrieben hat, ergibt sich die Exklusivität der Champions-League aus den Zugangsvoraussetzungen und nicht dem späteren Modus innerhalb des Wettbewerbes.

    Den Rest deiner Argumentation kann ich noch weniger nachvollziehen. Zuerst monierst Du, dass die "klassische Handballnation" Schweden von der EHF Champions-League ausgeschlossen sei, nur um einen Absatz später zu fordern, dass die besten Vereinsmannschaften dort spielen sollten. Schweden mag eine Handballnation sein, aber auf Vereinsebene spielen sie keine Rolle in der europäischen Spitze. Der schwedische Double-Sieger IFK Kristianstad ist in der ersten Gruppenphase der EHF European League sang- und klanglos mit null Punkten und -29 Toren in sechs Spielen ausgeschieden.

    Ich denke auch nicht, dass z.B. die SG Flensburg-Handewitt oder HBC Nantes in der EHF Champions-League besser abgeschnitten hätten als Kolstad IL, Szeged oder der FC Porto. (Eurofarm Pelister war schlicht ein Sonderfall aufgrund des Kollapses von Vardar Skopje.)

    Den aktuellen Champions-League-Modus halte ich für gelungen. Vielleicht etwas mehr feste Teilnehmerplätze und weniger Wild cards.

    Manchmal sind nicht nur Beiträge, die öffentlich geschrieben werden, ausschlaggebend für Sperren von Usern, sondern gegebenenfalls auch das Verhalten gegenüber Mods und/oder Admins im direkten Austausch.

    Im speziellen Fall des Users Zeitzi20 habe ich keine Ahnung was konkret vorgefallen ist, aber man sollte vorsichtig sein von außen Sperren bewerten oder gar mit Zensur gleichsetzen zu wollen.

    Obwohl ich schon vor einiger Zeit dargelegt hatte, dass ich aus Eisenacher Sicht den Aspekt "spielentscheidend" als Angriffspunkt sehe, um den Einspruch abzuweisen, bei ich ganz bei Rheiner, dass es sich falsch anfühlt, wie das Bundessportgericht sich auf diesen Aspekt zurückzieht und so eine regeltechnische Bewertung des vermeintlichen Regelverstoßes unangetastet lässt.

    Die Entscheidung ist final und von allen Verfahrensparteien so akzeptiert worden. Aber für mich bleibt immer noch eine Frage offen:

    Wie wäre das korrekte Vorgehen seitens der Offiziellen in der Halle gewesen?

    Was war passiert:

    Der Trainer des ThSV Eisenach hatte eine Auszeit genommen. Sechs Sekunden später stellte das Kampfgericht fest, dass die Spieluhr läuft und stoppte diese.

    Wie hätte jetzt reagiert werden müssen?

    Aus meiner persönlichen Sicht wäre es essenziell, dass das Kampfgericht die Schiedsrichter über den Vorfall informiert. Aber gibt es in der Halle überhaupt eine Möglichkeit herauszufinden, bei welcher Spielzeit das Team Time Out beantragt wurde und wie lange die Spieluhr fälschlihcerweise weitergelaufen ist? Beinhaltet der elektronische Spielbericht diese Information? Wäre die Nutzung des Videobeweises möglich gewesen (Zulässige Situationen für den Videobeweis: "Sonstiges: Im Falle einer Entscheidung, die einen Protest (Einspruch) nach sich ziehen kann")?

    Nicht ganz. Das Endspiel bleibt zwar, aber die Ausgangslage ist für Magdeburg etwas besser. Es reicht ein Unentschieden für Platz 2. Hätte man gestern verloren, hätte auch ein knapper Sieg in Veszprem nicht gereicht. Verlieren darf man natürlich nicht, dann ist Veszprem im VF.

    Ein knapper Sieg in Veszprem hätte trotzdem immer gereicht, weil im "worst case" beide Mannschaften punktgleich ins letzte Spiel gegangen wären.

    Übrigens eine sehr spannende Ausgangslage in Gruppe A.

    Kiel und Aalborg sind fix auf den Viertelfinalplätzen und der THW braucht zuhause gegen Zagreb maximal noch einen Punkt, um Platz 1 abzusichern und Barca, Magdeburg und Veszprem auf dem Weg nach Köln aus dem Weg zu gehen.

    Aber genau diese Zwei-Klassen-Gesellschaft in Gruppe B macht den Kampf um die Plätze 3 bis 6 in der Gruppe A so spannend. Paris als Gruppendritten und Szeged auf Platz 6 trennen aktuell nur zwei Punkte und wenn man taktieren will, dann würde ich behaupten Platz 5 ist die Endplatzierung der Wahl. Der Fünftplatzierte aus Gruppe B spielt im Achtelfinale gegen den Viertplatzierten aus Gruppe A (Montpellier oder GOG) und im Viertelfinale gegen den Sieger der Gruppe A (höchstwahrscheinlich THW Kiel). Platz 5 in Gruppe A ist die einzige Möglichkeit sicher den drei dominierenden Mannschaften aus Barcelona, Magdeburg und Veszprem bis Köln aus dem Weg zu gehen.

    Sollte Zagreb in Kiel erwartungsgemäß verlieren, dann bräuchte Szeged einen Sieg in Paris, um auf Platz 5 springen zu können. Allerdings dürfen sie maximal mit zwei Toren siegen, um nicht den direkten Vergleich mit Paris zu gewinnen. Sollte aber im zeitgleichen Spiele Kielce in Aalborg verlieren, dann würde Szeged ein Sieg gar nichts nützen, denn es käme zum Dreiervergleich in dem Kielce sich als schlechteste Mannschaft (aufgrund der 9-Tore-Niederlage in Paris) über Platz 5 freuen würde ... (eine 20-Tore-Niederlage von Paris habe ich mal ausgeklammert. Oder wurde schon auffällige Wetten von Spielern platziert?)

    [...] Heute ein Sieg in einem sehr schwierigen Match mit neuem Spielerstamm und dann ein guter Fight in Veszprem.

    Da können die Füchse kommen. [...]

    Das ist der richtige Ansatz! Ab sofort volle Fokussierung auf die Spiele in Veszprem und gegen Berlin. Am besten die Stammspieler schon heute in den Flieger nach Ungarn setzen, damit sie sich dort akklimatisieren können. :hi:


    P.S.: Glückwunsch zu dem starken Fight gegen Barcelona.

    So sehr ich Juri Knorrs Spielstil mag und sein Talent sehe, aber für eine verunsicherte Mannschaft ist seine ständige Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn eher eine Schwächung. In der HBL ist jetzt wohl endgültig die Luft raus und bis auf Flensburg müssen sie noch gegen alle Mannschaften in der Top10 der HBL spielen.

    Am Ende könnte nur noch der Europapokal die Saison retten.

    Nun, ich habe das ein oder zwei Seiten zuvor schon gefragt, aber hat dies Auswirkungen auf Olympia? Müssen die Spieler die in Paris eingesetzt werden aus diesem Kader kommen? Oder wird hier ein weiterer vorläufiger Kader benannt? Wenn ersteres, könnte ich es eher nachvollziehen ein paar Veteranen oder einen nicht fitten Groetzki als Sicherheit drin zu haben.

    Die olympischen Qualifikationswettbewerbe und das Olympische Turniere sind formal zwei unabhängige Wettbewerbe mit jeweils eigenen Kaderlisten und Fristen für deren Festlegung.

    Dominik wird uns die kommenden 8 Wochen fehlen... Gerade die nächsten wären so wichtig. Ohl ist schon vorzeitig nach Hüttenberg gewechselt also darf Ole absolut nichts passieren :S

    https://www.vfl-gummersbach.de/dominik-mappes…den-wochen-aus/

    Bittere Nachricht für den VfL. In den nächsten Wochen stehen Auswärtsspiele beim BHC, in Erlangen und in Hamburg an, die in Bestbesetzung machbare Aufgaben wären, so dass der VfL Gummersbach an Platz 6 dranbleiben könnte. Zum Glück ist zwischen den HBL-Spielen immer mindestens eine Woche Pause, in denen Sigurdsson dem dünn besetzten Rückraum Erholungsphase gönnen kann.

    Nach drei Siegen in Folge kann der VfL Gummersbach befreit aufspielen. Im Hinspiel Anfang Dezember konnte der VfL trotz dezimiertem Rückraum (Ole Pregler fehlte, Dominik Mappes schied früh verletzt aus) das Spiel offenhalten und lag zwischenzeitlich sogar mit drei Toren in Führung (20:23). Mit der ausverkauften Schwalbe Arena im Rücken wird der VfL Gummersbach mit breiter Brust auftreten können - auch wenn der SCM natürlich vor dem Spiel die Favoritenrolle innehat.