Beiträge von Arcosh

    Nach dem zweiten DHB-Pokal Final Four Wochenende in Köln ein kurzer Eindruck meiner persönlichen Tops & Flops


    Top

    • Die aktuell besten Mannschaften Deutschlands haben in Köln gespielt und guten Handball gezeigt.
    • Der SC Magdeburg hat verdient den Titel gewonnen. :respekt:
    • Sehenswerte Tanz-Show vor dem Finale!
    • Sergey Hernandez: Verdienter MVP des Turniers
    • Paul Drux: Nach der Siegerehrung für die drittplatzierte SG ist er direkt zum Podium gegangen, um den Flensburgern noch einmal zu gratulieren und hat seine Mannschaftskollegen aufgefordert es ihm gleichzutun.
    • Entspannter Ticketkauf fürs nächste Jahr am Sonntagmorgen über den Onlineshop.
    • Netter Austausch mit Fans aller Vereine. (Überraschend viele VfL-Trikots waren vor Ort zu sehen.)

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    Flop:

    • Die Musikeinspielungen waren für meinen Geschmack zu laut. Insbesondere beim ersten Halbfinale ist mir das negativ aufgefallen. Entweder habe ich mich im Laufe des Wochenendes daran gewöhnt oder es wurde runter geregelt.
    • Preis und vor allem Qualität der Speisen in der Kölnarena stehen seit Jahren in keinem vernünftigen Verhältnis. Zum Glück gibt es fußläufig in der der Umgebung gute Alternativen und zwischen den Spielen war ausreichend Zeit diese zu nutzen.
    • Weiterhin wenig sichtbare Handball-Prominenz in der Halle ... insbesondere im Vergleich zum Champions-League Final4.
    • REWE mit nett gemeinter Foto-Wurf-Aktion vor der Arena, aber einer unfassbar schlechten Kamera, so dass man auf dem Foto die Pixel zählen konnte.

    Ich hatte keine Karten für das DHB FF geordert und werde es auch nicht mehr tun. Aber die Bekundung einiger SCM-Fans dort mit Portner auf dem Shirt aufzulaufen, finde ich super. Ich bestärke ausdrücklich jeden, der ein Shirt mit der Aufschrift Portner hat, dieses auch in Köln zu tragen.

    Wieso eigentlich?

    Solange keine belastbaren Details zum genauen Befund der Dopinganalyse publik sind, sind Solidarisierungen mit Nikola Portner genauso fehl am Platz wie Vorverurteilungen.

    Ich glaube bei Magdeburg wird es sowieso eher eine Trotzreaktion freisetzen. Glaube kaum das sich die Konkurrenz darüber "freuen" kann.

    Ich glaube auch eher daran, dass der SCM noch enger zusammenrücken wird. Ob es dann reicht, sehen wir an Wochenende.

    Der SC Magdeburg lanciert die Nachricht über Portners auffälligen Befund bewusst vor dem wichtigen DHB-Pokal Final Four Wochenende, um nach dem Endspiel-Debakel im letzten Jahr die Moral und den Siegeswillen der Mannschaft zu stärken. Der vermeintliche Ausfall von Gisli Kristjansson vor dem Champions-League-Finale 2023 hat der Vereinsführung verdeutlicht, dass die daraus geschöpfte "Jetzt-erst-Recht"-Mentalität innerhalb der Mannschaft gegenüber dem Einsatz eines einzelnen Spielers überwiegt.


    Das herrliche ist, dass Verschwörungstheorien in beide Richtungen funktionieren. :cool: :irony:

    Wenn die Saudis sich komplett vom Handball zurückziehen, bedeutet das, dass unsere Sportart dort völlig irrelevant ist.

    Zunächst einmal dürfte es unstrittig sein, dass Fußball, Tennis, Golf oder Boxen in der globalen, medialen Wahrnehmung relevanter sind als Handball.

    Primäres Ziel der saudi-arabischen Investitionen ist nicht die Förderung und Weiterentwicklung einer Sportart, sondern das Bestreben die Reputation des Staates Saudi-Arabien in der Welt zu verbessern. Sie haben kein Interesse eine Sportart global zu entwickeln, sondern investieren ihr Geld dort, wo eine Sportart bereits global präsent ist. Der Handball müsste diesen Schritt aus eigenem Antrieb schaffen, um für Saudi-Arabien dauerhaft interessant zu sein.

    Das bisherige Engagement im Handball dürfte der eigenen Historie in dieser Sportart sowie der Rivalität zu Katar geschuldet sein, die zuvor ihr Geld in den Handball investierten. Zum Kern ihrer Sport-washing Bestrebungen hat der Handball aber nie wirklich gezählt. Da sind in anderen Sportarten ganz andere Summen investiert worden.

    Nach dem Pokalsieg war Hinze gefühlt der Papst...

    Am Final-Wochenende 2023 waren die Rhein-Neckar Löwen an beiden Tagen taktisch hervorragend auf ihre Gegner eingestellt und daran wird Sebastian Hinze sicherlich seinen Anteil gehabt haben. Rückblickend war es seine Sternstunde, die er im Nachgang nur selten bestätigen konnte.

    Ich muss sagen, dass ich sehr verwundert bin. Die TV-Einblendung der Spielzeit lasse ich außen vor, weil die nicht zwingend mit der maßgeblichen Hallenuhr übereinstimmen muss.

    Ich erkenne im Video folgenden Ablauf:

    • Der Torschiedsrichter entscheidet auf Strafwurf für Weiß.
    • Der Zeitnehmer weist die Schiedsrichter daraufhin, dass nach seiner Wahrnehmung die Spielzeit bereits vor dem Foul abgelaufen war.
    • Die Schiedsrichter vertrauen auf die Wahrnehmung des Zeitnehmers, denn dieser hat gemäß IHF-Regeln die Hauptverantwortung für die Spielzeit und kann sich in den Schlusssekunden auf diesen Aspekt des Spiels konzentrieren, und beenden die Partie.

    In meinen Augen ist das eine Tatsachenentscheidung der Offiziellen und kein erkennbarer Regelverstoß. Vielleicht haben wir Glück und Beuger findet in den nächsten Tagen auch noch die offizielle Urteilsbegründung.

    Kannst du etwas zu meiner Frage sagen?

    Ohne belastbare Aussage zur Art des Befundes ist meiner Meinung nach keine sinnvolle Aussage möglich. Ein Generalverdacht gegen die Spieler des SC Magdeburg ist zum aktuellen Zeitpunkt vollkommen unbegründet.

    Abhängig vom Dopingrisiko einer Sportart sowie der Zugehörigkeit zu Leistungskadern werden Profisportler von der NADA in einen von vier Testpools eingruppiert und dies hat Einfluss auf die Häufigkeit von Trainingskontrollen haben. Dass bei einem positiven Dopingbefund eines Sportlers eine komplette Mannschaft getestet würde, habe ich noch nie gehört. Aber auch hier spielt der konkrete Fall eine Rolle. Wenn ein Ausdauersportler positiv auf EPO getestet wird und beim Mannschaftsarzt im Kofferraum eine Kiste voll Spritzen gefunden wird, dann erscheint es sinnvoll flächendeckend bei Mannschaftskollegen zu testen. Wenn hingegen Hustenmittel, Mohnkuchen oder verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel als wahrscheinliche Ursache für einen positiven Dopingbefund ermittelt werden, dann gäbe es keine Veranlassung für flächendeckende Tests innerhalb der Mannschaft.

    In der Blöd steht, er wurde beim Spiel gegen den BHC ausgelost ( weiß nicht, ob es hier schon stand). Das ist über 2 Wochen her. Dann hätte man sich aber schon mal etwas eher äußern können und nicht 3 Tage vor dem FF.

    In Deutschland gibt es lediglich zwei Labore (Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln und das Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden in Kreischa), die von der NADA zertifiziert sind. Ich denke bei der Vielzahl an durchgeführten Wettkampfkontrollen an einem typischen Wochenende kann die Analyse einige tage in Anspruch nehmen. Anschließend müssen im Falle eines positiven Ergebnisses die NADA, der Sportverband sowie natürlich der Sportler selbst informiert werden. Gut zwei Wochen erscheinen mir da kein übermäßig langer Zeitraum zu sein.

    Kannst Du etwas dazu sagen, wie der erfolgreiche Einspruch begründet wurde? Gab es eine Videoaufzeichnung der betreffenden Szene? Falls der Delegierte seine Wahrnehmung mit den Schiedsrichtern kommuniziert hätte und diese sich entschieden hätten, diesem Eindruck zu folgen, dann sehe ich keinen Grund für die Ausführung des Siebenmeters.