Beiträge von Arcosh
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Ich selbst bin im Moment am verzweifeln, die Boardregeln zu finden. Vielleicht kannst du mir da behilflich sein. Würde mich freuen.
Die sind in jedem Unterforum angepinnt. Zum Beispiel hier
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Nachdem was hierzu bekanntgegeben wurde, ist dies bei Portner doch durch die Haaranalyse auch nachgewiesen worden.
Wann und wo wurde offiziell etwas zu einer Haarprobe oder deren Ergebnis bekannt gegeben? Bislang habe ich diesbezüglich hier nur Mutmaßungen gelesen. Die Formulierung in der Stellungnahme des SC Magdeburg ("Nach aktuellem Kenntnisstand resp. weitergehenden Untersuchungen ist überdies ausgeschlossen, dass in den Wochen und Monaten vor dem relevanten Dopingtest jemals eine "normale" Konsummenge von Methamphetamin in Nikola Portners Körper gelangt ist.") lässt dies nur erahnen.
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Mit einer Argumentation "Berührung mit Fremden" hat er gegen die NADA / WADA und beim CAS keine Chance.
Das wäre als Präzedenzfall so ein Türöffner, den man sich im Anti-Doping-Fall nicht erlauben dürfte.
Zumal man in diesem Szenario ja für den Beweis der Unschuld auch nachweisen müsste, dass eine von ihm berührte Person eine gewisse Menge des Stoffes selbst im Körper gehabt hat.
Den Präzedenzfall für eine unbewusste Aufnahme des Dopingmittels über die Haut gibt es bereits mit der deutschen Gewichtheberin Vicky Schlittig. Der CAS hat sie freigesprochen, nur die Sportverbände wollen das Urteil nicht akzeptieren. (Natürlich ist jeder Fall individuell und sie konnte u.a. nachweisen, dass es keine dauerhafte Einnahme gab und typische Abbauprodukte im Körper nicht nachweisbar waren.) Der Fall von Vicky Schlittig zeigt aber auch, wie lange sich ein solcher Rechtsstreit hinziehen kann.
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Wenn wie im Artikel nahegelegt, die Stellungnahme im Kern auf der These "die Übertragung kann beim Abklatschen mit Fans erfolgt sein" sowie Stellungnahmen von ihm nahestehenden Personen beruhen sollte, dann würde es mich schon sehr wundern, wenn die NADA eine sechsmonatige Sperre akzeptieren würde. Denn beides sind sehr beliebige Argumente. Martin Galia oder Geoffroy Krantz hatten bei ihren Dopingfällen einen plausiblen und vor allem ganz konkreten Ablauf geschildert, der zu den positiven Befunden geführt haben könnte.
Aber wir wissen auch nicht, ob die Sportbild ausreichend Einblick in die umfangreiche Stellungnahme hatte.
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Das dürfte für jeden Verein sehr individuell sein, wie hoch die Kosten für ein Heimspiel sind (Hallenmiete, Personal, etc.) und wie groß der Zuschauerzuspruch ist, um einen Gewinn zu erzielen, der die Reisekosten zum Auswärtsspiel deckt (oder bestenfalls übersteigt).
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Aus dem Turnierbericht der HG Oftersheim/Schwetzingen:
Zitat[...] Doch über Nacht wandelte sich das Ergebnis gegen die Hessen in ein 0:0 mit Wertung für die HG. Der Einsatz von 14 Spielern ist in diesem Bereich erlaubt. Weitere zwei dürfen hinzukommen, müssen aber noch aus der C-Jugend stammen. „Die HSG Hanau hat in ihren beiden Spielen 15 B-Jugend-Spieler eingesetzt – das erste Spiel gegen Oftersheim/Schwetzingen hat sie gewonnen, das zweite Spiel gegen Pforzheim/Eutingen verloren. Aufgrund der geltenden Durchführungsbestimmung muss ich das gewonnene Spiel jetzt als verloren werten. Es gibt also ab morgen dann eine andere Ausgangssituation in der Tabelle“, erläuterte der zuständige Spielleiter Stefan Ermentraut. [...]
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Zurück aus Köln will ich auch ein paar Worte zum Wochenende schreiben.
Nach der Handball-EM 2024, dem DHB-Pokal Final Four und dem EHF Champions-League Final Four steht für mich ganz eindeutig fest: Könnte ich nur eines der vier Events besuchen, dann würde ich mich immer für die Champions-League entscheiden. Das Gesamtpaket aus sportlichen Leistungen auf dem Feld, dem richtigen Maß an Event auf hohem Niveau, die internationale Fankultur, das Miteinander der Fans und die Handball-Prominenz in und um die Halle sind unerreicht.
Halbfinale: SC Magdeburg - Aalborg Handbold
Ein echter Handball-Leckerbissen mit starken Abwehrreihen, gegen die jedes Tor erarbeitet werden musste. Die Dänen waren taktisch exzellent auf den SC Magdeburg eingestellt. Aalborgs Abwehr hat die Durchbruchversuche der Magdeburger hervorragend im Griff gehabt - vergleichbar mit den Rhein-Neckar Löwen beim DHB-Pokalsieg 2023. Der zweite entscheidende Faktor für die Niederlage des SC Magdeburg war die eigene Torhüterleistung. Man könnte sagen, dass die Sperre von Nikola Portner den SCM die Finalteilnahme gekostet hat. Ich halte es auch für einen Fehler von Bennet Wiegert Mikael Aggefors nicht wenigstens ausprobiert zu haben.
Halbfinale: FC Barcelona - THW Kiel
Das mag bei einer 12-Tore-Niederlage seltsam klingen, aber in meinen Augen hat in der ersten Halbzeit lediglich Emil Nielsen den Unterschied ausgemacht. Der Positionsangriff des THW Kiel war zwar unglaublich träge und zäh, aber dennoch haben sie sich freie Wurfgelegenheiten erarbeitet und sind dann immer wieder am starken Torhüter gescheitert. Die zweite Hälfte konnte Barcelona diese deutliche Führung verwalten und der THW Kiel hat diese Saison nicht die spielerischen Mittel ein solches Defizit gegen eine Mannschaft wie den FC Barcelona noch umkehren zu können. Die Kieler "Überflieger" mit dem "Sieger-Gen", denen man zutraut in den letzten fünf Minuten noch einen 10-Tore-Rückstand aufzuholen, gibt es nicht mehr.
Spiel um Platz 3: SC Magdeburg - THW Kiel
Nettes Vorspiel am Sonntag, mit dem die Kieler Mannschaft durchaus ein Bekenntnis zum Trainer abgegeben hat, während die Magdeburger Spieler den Biss vermissen ließen. Hauptsache es hat sich niemand ernsthaft verletzt. (In dem Zusammenhang verstehe ich auch nicht, wieso Daniel Pettersson nach seiner Verletzung mit einem dicken Tape-Verband weitergespielt hat.)
Finale: Aalborg Handbold - FC Barcelona
Das Finale bot einige handball-taktischen Finessen. Kein Vergleich zum Finalspiel der beiden Mannschaften vor drei Jahren. Die Dänen begannen mit einer 4:2-Abwehr um Melvyn Richardsson und Dika Mem von der 9-Meter-Zone wegzuhalten (was aufgrund der individuellen Klasse nur bedingt funktionierte), Barcelona reagierte mit einem zweiten Kreisläufer im Angriffsspiel, um Aalborgs Abwehr zurück an den Kreis zu zwingen. Je länger Aalborg das Spiel offenhielt, umso mehr hatte ich in der Halle das Gefühl, dass Barcelona die Ideen ausgehen. Aber man muss auch sagen, dass trotz mehrfacher Gelegenheiten die Dänen nie in Führung gegangen sind. Wann immer bei ausgeglichenem Spielstand die Aalborger in Ballbesitz kamen, wirkten ihr folgender Angriff "mutlos". Es wirkte ein wenig wie das kleine Kaninchen vor der übermächtigen Schlange und das gipfelte im letzten Angriff der Dänen. Dieser letzte psychologische Unterschied zwischen dem Überraschungsfinalisten und dem Seriensieger hat meiner Meinung nach am Ende den Ausschlag gegeben. So sehr ich den Dänen den Erfolg gegönnt hätte, ist der FC Barcelona verdient Champions-League-Sieger 2024.
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SC Magdeburg 65 % - Aalborg Handbold 35 %
(Auf neutralem Boden hätte ich 55%/45% getippt, aber in Köln müssten die Dänen über 60 Minuten nahezu perfekt spielen - wie 2001 gegen Paris)
FC Barcelona 60% - THW Kiel 40%
Auch hier wird die Halle eine Rolle spielen und den THW Kiel bei einem knappen Spielverlauf vielleicht den entscheidenden Vorteil bringen. Die Spanier täten gut daran, frühzeitig im Spiel für klare Verhältnisse zu sorgen.
Ich freue mich darauf zum vierzehnten Mal live in Köln dabei zu sein.
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Wow, der HC Linz erreichte mit nur 9 Siegen aus 22 Spielen als Achtplatzierter die Play-Offs und konnte sich heute nach Verlängerung zum Meister krönen. Noch erstaunlicher wird die Geschichte, wenn man in die vorherige Saison 2022/23 zurückblickt. Damals beendete der HC Linz die Hauptrunde ebenfalls mit mehr Niederlagen als Siegen auf Platz 7 der Tabelle und erreichte in den Play-Offs das Meisterschaftsfinale.
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Auf jeden Fall ist die Sommerpause das ideale Timing für den Eingriff.
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Wenn die überwiesene Summe ein belastbarer Nachweis der gesicherten Finanzierung für die kommende Saison sein soll, dann wäre in meinen Augen der logische Schritt jeden Monat ein Zwölftel der Summe an den HSVH zu überweisen, um es ihm zur Finanzierung der laufenden Saison zur Verfügung zu stellen.
Hoffentlich hat sich Herr Müller gut beraten lassen und ist nicht ähnlich überrascht wie seinerzeit Andreas Rudolph, wenn das Finanzamt seine "Investition" in den HSVH als Liebhaberei einstuft.
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Grundsätzlich wäre ich auch nicht gerade begeistert, wenn der VfL Gummersbach prominent Werbung für einen Rüstungskonzern machen würde. Aber wie tobi_m bereits schrieb, ist es ein sehr schmaler Grat, auf dem man mit dieser Kritik wandelt und es ist gar nicht so leicht eine scharfe Grenze zu ziehen zwischen ethisch oder moralisch "einwandfreien" Sponsoren und denen, die es nicht sind. Wie Du schon sagst, muss jeder selber wissen, wo seine persönliche Grenze verläuft.
Mit einem ähnlichen moralischen Leitbild, könnte man einen Verein ablehnen, der angelockt vom schnöden Preisgeld zum Sportswashing eines Landes beiträgt, welches fundamentale Menschenrechte nicht anerkennt, ausländische Arbeitskräfte ausbeutet und Kriegsverbrechen in Nachbarländern begeht. Aber vielleicht gibt es da auch passende T-Shirts.
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Hier ist die damalige Pressemitteilung der EHF zur Vergabe der Upgrades und darin wird explizit darauf hingewiesen, dass Kolstad die Wild card erhalten hat. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss, dass sie bei der Evaluierung der fünf Kriterien nicht unter den besten sechs Anwärtern gewesen wären.
Die fünf gleichwertigen Kriterien sind bekannt:
- Spielstätte
- TV-Übertragungen/TV-Markt
- Zuschauerzahlen/Hallenauslastung
- sportliches Abschneiden in Europapokal-Wettbewerben in den letzten drei Spielzeiten
- Product management/Digitale Medien
Die genaue Punktvergabe für ist allerdings nicht bekannt.
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Da die Upgrades zwar bestimmten Kriterien unterliegen, diese aber völlig willkürlich angewandt werden (siehe Kolstad und Bukarest), ist der Begriff Wildcard nicht unangebracht.
Ich verstehe Deine grundsätzliche Kritik, aber in diesem Fall muss man mit den Begrifflichkeiten genauer umgehen. Die Upgrades werden tatsächlich auf Basis von fünf festgelegten Kriterien vergeben, die allerdings in den publizierten Regularien schwammig formuliert sind und deren Bewertungsschlüssel nicht transparent veröffentlicht wird. Somit kann man daran glauben, dass es hier feste und für alle gleiche Kriterien gibt, aber man kann eben auch Willkür vermuten.
Die Vergabe der Wild Card hingegen - wie sie z.B. diese Saison Kolstad erhalten hat - ist tatsächlich Willkür der EHF. Die EHF ist da an keine Regeln oder Kriterien gebunden - außer, dass der Verein die sportlichen Voraussetzungen für ein Upgrade erfüllt und dieses beantragt haben muss.
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Alles anzeigen
01. SG Flensburg-Handewitt -2
02. SC Magdeburg +1
03. THW Kiel -1
04. Rhein-Neckar Löwen -8
05. Füchse Berlin +3
06. MT Melsungen +1
07. SC DHfK Leipzig -1
08. VfL Gummersbach +2
09. HSV Hamburg 0
10. TSV Hannover-Burgdorf +3
11. TBV Lemgo +1
12. HC Erlangen -4
13. Frisch Auf! Göppingen -2
14. Bergischer HC -3
15. TVB Stuttgart +4
16. HSG Wetzlar +3
17. ThSV Eisenach +3
18. HBW Balingen-Weilstetten 0
Ich komme ebenfalls auf 42 Punkte, die ich in erster Linie den Rhein-Neckar Löwen zu verdanken habe.
Ansonsten habe ich den Großteil der Punkte im Tabellenkeller gesammelt. -
Der krönende Abschluss der Saison 2023/24 steht noch aus, aber da die Landesmeister inzwischen feststehen, lohnt bereits ein Blick auf die EHF Champions-League der kommenden Saison:
EHF-Nationenranking für die Saison 2024/25
Slowenien und Mazedonien sind aus den vorderen Plätzen rausgerutscht, so dass die nationalen Meister keinen festen Startplatz mehr haben und auf ein Upgrade hoffen müssen.
Für die Champions-League 2024/25 qualifiziert:
- Barcelona (spanischer Meister)
- Magdeburg (deutscher Meister)
- Plock (polnischer Meister)
- Paris St. Germain (französischer Meister)
- Aalborg (dänischer Meister)
- Veszprem (ungarischer Meister)
- Sporting Lissabon (portugiesischer Meister)
- Kolstad (norwegischer Meister)
- Berlin (deutscher Vizemeister)
Die weiteren sieben offenen Teilnehmer werden von der EHF per Upgrade und gegebenenfalls per Wild card benannt. Mögliche Aspiranten dafür sind die nationalen Meister der nachfolgenden Nationen im Ranking:
- Saporischschja (ukrainischer Meister)
- Dinamo Bukarest (rumänischer Meister)
- Velenje (slowenischer Meister)
- Pelister (mazedonischer Meister)
- Zagreb (kroatischer Meister)
... sowie die Vizemeister aus den bereits qualifizierten Nationen
- Irun (spanischer Vizemeister)
- Kielce (polnischer Vizemeister)
- Nantes (französischer Vizemeister)
- Fredericia (dänischer Vizemeister)
- Szeged (ungarischer Vizemeister)
- Porto (portugiesischer Vizemeister)
- Elverum (norwegischer Vizemeister)
... und nationale Meister aus Nationen, die in den letzten drei Jahren nie an der Champions-League teilgenommen haben und daher im Nationenranking keine Punkte haben
- Sävehof (schwedischer Meister)
- Schaffhausen (schweizerischer Meister)
- ... ...
Kielce, Nantes und Szeged sind meiner Meinung nach gesetzt, so dass es noch vier offene Plätze gäbe. Bei den grau markierten Vereinen gehe ich davon aus, dass sie kein Upgrade erhalten werden. Pelister hatte nicht das sportliche Niveau für die Champions-League und wird daher wohl kein Upgrade für die kommende Saison erhalten, Iruns internationale Erfolge liegen Jahrzehnte zurück und der spanische Vizemeister wurde in den vergangenen Jahren nie berücksichtigt. Frederica ist international ein unbeschriebenes Blatt. Saporischschja ist aufgrund des Krieges in der Ukraine wahrscheinlich kein Kandidat für ein Upgrade. In Slowenien wurde Celje nur Dritter und die Erfolge von Meister Velenje in der European League (Erreichen der Hauptrunde) waren okay, aber auch nicht mehr. Daher sehe ich Bukarest als Final4-Teilnehmer der European League 2023/24 in aussichtsreicher Position und Zagreb ist Dauergast in der Champions-League. Damit würden noch zwei weitere Plätze offen bleiben.
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Inwiefern ist ein Instagram-Post von rthandball eine Referenz für die Begrifflichkeiten der EHF?
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Nach der dominanten ersten Halbzeit hatte man zu Beginn des zweiten Durchgangs den Eindruck, dass die Spieler in der Pause den Zwischenstand aus Melsungen gesehen hatten. Aber Ole Preglers Tor zum 33:32 war der passende Schlusspunkt auf diese unbeschreiblich erfolgreiche Saison. Die Entwicklung in Gummersbach geht über das sportliche hinaus. Die Halle war gestern zum dreizehnten Mal in Folge ausverkauft, auf der Stehtribüne sieht man einen deutlichen Zuwachs an jugendlichen Fans und die Stimmung hat sich dementsprechend vom bloßen ("V-F-L, V-F-L") hin zu einer lebendigeren, vielfältigeren Fankultur weiterentwickelt. Am geilsten fand ich, dass unsere vor 15 Jahren gemalte Blockfahne wieder aus den Katakomben der Schwalbe Arena ans Tageslicht befördert und eingesetzt wurde.

Christoph Schindler fand nach dem Spiel die passenden Worte an die Spieler, die Trainer, die Sponsoren und die Fans.

Ich freue mich auf die kommende Saison und die Spiele im Europapokal!