Beiträge von Arcosh

    Karl

    DHB, Trainerordnung:

    Sollten die Vorwürfe der Spielerinnen zutreffen, dann wären mehrere Punkte dieser Auflistung erfüllt.

    Und ich glaube, dass die Gollas, Wolffs und Co ganz gut leben können 😉

    Wenn ich lese, dass der Weber 25000 Euro bekommt und mir dazu seine Einsatzzeit anschaue etc....

    Guter Deal 😇

    Natürlich können die Gollas, Wolffs und Co gut vom Profihandball leben, aber die Gehaltspyramide im Profisport ist sehr steil. Schon in der zweiten Handball-Bundesliga ist längst nicht mehr jeder Spieler ein Vollprofi. Wie viele Handballer schaffen pro Jahrgang dauerhaft den Sprung in den Profihandball? Der Rest betreibt ein wunderschönes Hobby.

    Vor 50 Jahren konntest Du mit einem Hauptschulabschluss noch bei der örtlichen Sparkasse einen Job bekommen und Dich zum Filialleiter hocharbeiten. Heute haben viele Unternehmen ganz andere Erwartungen an Berufseinsteiger und berufliche Perspektiven hängen zunehmend von schulischen Erfolgen ab (zumindest im klassischen Angestelltenverhältnis). Die kritische Phase im Leben der Jugendlichen, in der die Weichen für den schulischen Erfolg gestellt werden, ist dieselbe wie für die Entwicklung hin zum Profisportler. Trainingszeiten, Lernzeiten und das soziale Umfeld zerren alle an denselben 24 Stunden der pubertierenden Jugendlichen. Rational betrachtet ist Profisportler in vielen Fällen schlicht nicht der erfolgversprechendste Lebensweg.

    Beim Verdienst sollte man zwischen Mannschafts- und Individualsportlern unterscheiden. Mannschaftssportler sind in der Regel bei einem Verein angestellt, bekommen ein festes Gehalt (evtl. mit leistungsbezogenen Boni) und der Verein stellt Ausrüstung, Trainer, Trainingsstätten, etc. Bei Individualsportlern wie z.B. Alexander Zverev ist der Großteil ihrer Einnahmen leistungsabhängig in Form von Siegprämien bei Wettkämpfen und von den Einnahmen müssen ihre Trainer, Physios, Trainingscamps, Reisen, etc. bezahlt werden.

    Unterm Strich ist Deutschland bei den Herren also im Hockey, Basketball und Tischtennis aktuell in der Weltspitze vertreten und ein realistischer Medaillenkandidat. (Tennis ist aufgrund des großen Teilnehmerfeldes schwierig auf wenige Favoriten einzugrenzen). Welche anderen Nationen hat denn deutlich mehr Medaillenfavoriten in Ballsportarten?

    Die großen USA nur im Basketball und Volleyball, China lediglich im Tischtennis und Badminton, Gastgeber Frankreich im Basketball, Handball und Fußball. Russland: Komplette Fehlanzeige. Ich kann da nicht erkennen, dass andere Nationen den Deutschen in der Gesamtheit voraus wären.

    Zitat

    Dazu kommen halt z.b. Leichtathletik,Turnen, Radsport etc, wo wir größtenteils nicht mit der Weltspitze zu tun haben.

    Wo wir gut sind, sind absolute Nebensportarten wie z.b. Kanu oder in den Reitwettbewerben.

    Die von Dir als "Nebensportarten" diskreditierten Disziplinen mögen medial weniger Beachtung finden, aber deshalb sind die sportlichen Leistungen und Trainingsumfänge keinesfalls geringfügiger.

    Wieso sind gerade im Tennis oftmals Spieler oben, gerade bei den Damen ( Osteuropa ) die aus richtig ärmlichen Verhältnissen kommen ?

    Bei denen ist die Trainingsmoral/Einstellung etc etc eine völlig andere...

    Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen Trainingsmoral und Leistungssport-Systemen, die die Sportler körperlich und psychisch missbrauchen:

    Arte: Kinder im Spitzensport


    Es gibt intrinsische und extrinsische Motivationen um Sport zu betreiben. Zu den extrinsischen Motivationen für Leistungssport gehört vor allem die Chance auf sozialen Aufstieg. Aber in einer Wohlstandsgesellschaft, in der sich mit einer soliden schulischen Ausbildung und entsprechendem Job in Deutschland ein gutes Leben führen lässt, ist dieser Faktor unwichtig geworden. Also bleibt in erster Linie die intrinsische Eigenmotivation, d.h. die Freude am Sport, am Erfolg, am möglichen Ruhm und das persönliche Bestreben seine Grenzen zu erreichen. Demgegenüber steht der unglaubliche Aufwand, wenn man den Sprung vom leistungsorientieren Breitensport hin zum Leistungssport auf Topniveau wagen will. Die berufliche Ausbildung und Karriere müssen dabei in der Regel zurückstecken. Zudem gibt es heutzutage viel mehr Möglichkeiten sich persönlich zu Entfalten und diese Alternativen bieten objektiv betrachtet oftmals ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis als der Leistungssport.

    Das obere Promille, dass sich in den olympischen Sportarten national oder international durchsetzt, langfristig etabliert, davon hauptberuflich leben kann und in den Medien präsent ist, überdeckt die unzähligen ambitionierten Sportler, die nach zehn oder fünfzehn Jahren zeitaufwändigem, kräftezehrendem und kostenintensivem Training ohne Erfolge und Titel ihren Traum begraben müssen, weil der Durchbruch nie gelungen ist.

    Nur mal ein Thema am Rande:

    Ari Haenen, Co-Trainer der MT muss im Rahmen seines A-Trainerscheins bei einem anderen Verein hospitieren. Die geschieht bei einem Zweitligisten, da er dies bei einer Bundesligamannschaft - aus Konkurrenzgründen - nicht machen darf.

    Das ist aber keine Regel, sondern eine Entscheidung der Vereine, richtig? Die Aussagen, die ich auf die Schnelle zu dieser Thematik gefunden habe, legen nahe, dass kein anderer Erstligist ihn zum Praktikum aufnehmen möchte - nicht, dass es grundsätzlich verboten wäre.

    Zunächst finde ich, dass Beweislastumkehr der falsche Ausdruck ist, denn die Beweislast liegt weiterhin primär bei der Doping-Kontrollinstanzen, die in erster Linie mittels positiver Doping-Tests dem Sportler ein Doping-Vergehen nachweisen müssen. Der Unterschied zur in Deutschland gewohnten Rechtsprechung ist die "Strict liability" (Jeder Athlet ist für seinen Körper selbst verantwortlich), die es aber in den USA oder England durchaus auch im Strafrecht gibt.

    Die "Geringfügigkeit der Schuld" wird im NADC berücksichtigt und beeinflusst das Strafmaß. Abweichungen von der Maximalstrafe sind explizit vorgesehen.

    Und welche Gruppen treffen dann in Hauptrunde bzw. KO aufeinander?

    A und B -> Hauptrundengruppe I

    C und D -> Hauptrundengruppe II

    E und F -> Hauptrundengruppe III

    G und H -> Hauptrundengruppe IV

    Es gibt also reichlich Potential für deutsch-deutsche Duelle in der Hauptrunde.

    Im Achtelfinale (Gruppenzweiter III gegen Gruppendritter IV, sowie Gruppendritter III gegen Gruppenzweiter IV) wären deutsche Duelle möglich, aber im Viertelfinale wird es keine deutschen Duelle geben - was ich sehr gut finde.

    Keine echten Prüfsteine für Kiel und Flensburg.

    In Gummersbach würde man sich sicherlich auf die Reise nach Island freuen. Toulouse und Göteborg sind eine Reise wert, so dass die Oberbergischen sicherlich zufrieden mit der heutigen Auslosung sind.

    Gruppe E:

    RK Nexe (CRO)

    THW Kiel

    BM Torrelavega (ESP)

    HC Vojvodina (SRB)

    Gruppe F:

    FC Porto (POR)

    HC Vardar (MKD)

    MT Melsungen / Elverum

    Valur (ISL) / Vinkovici (CRO)

    Gruppe G:

    SG Flensburg-Handewitt

    Tatabanya KC (HUN)

    MRK Sesvete (CRO)

    Karvina (CZE) / Izvidac (BIH)

    Gruppe H:

    IK Sävehof (SWE)

    FH Hafnarfjördur (ISL)

    Fenix Toulouse (FRA)

    Mors-Thy Handbold / VfL Gummersbach

    Sa/So, 31.08./01.09.: Mors-Thy Handbold (A) (EHF European League)

    Do, 05.09.: TSV Hannover Burgdorf (A) (HBL, 1. Spieltag)

    Sa/So, 07./08.09.: Mors-Thy Handbold (H) (EHF European League)

    So, 15.09.: TBV Lemgo (H) (HBL, 2. Spieltag)

    So, 22.09.: SC DHfK Leipzig (A) (HBL, 3. Spieltag)

    Mi, 25.09.: TVB Stuttgart (A) (HBL, 10. Spieltag, vorverlegt)

    So, 29.09.: SG BBM Bietigheim (A) (HBL, 4. Spieltag)

    Ein anspruchsvolles, aber auch reizvolles Auftaktprogramm für den VfL Gummersbach im September. Da der VfL Gummersbach aufgrund der Europapokal-Qualifikation bereits früher in Pflichtspielen gefordert werden wird, könnten sie den Bundesliga-Gegnern im September einen Schritt voraus sein. Dass sie nur zwei Heimspiele haben macht es sportlich nicht einfacher, aber wirtschaftlich nimmt man Auswärtsspiele im Besucher-schwächeren September gerne an.

    10 der 32 Vereine werden ohnehin erst nach der Qualifikationsrunde feststehen und in jeder Gruppe werden ein oder sogar zwei der drei Vorrundengegner noch unbekannt sein. So groß ist die Planbarkeit nach der Gruppen-Auslosung also ohnehin noch nicht. Anhand der Einteilung der Lostöpfe auf Basis der Setzliste, des festgelegten Spielschemas und der festgelegten Spieltermine für die einzelnen Spieltage, kennen die Vereine auch ohne Auslosung bereits ihre Heimspieltermine und können diese entsprechend planen.

    Flensburg ist beispielsweise in Lostopf 1 und hat damit am 1. Spieltag (08.10.2024), 4. Spieltag (29.10.2024) und 6. Spieltag (26.11.2024) Heimrecht.

    In diesem Zusammenhang finde ich eine älter Aussage von Lothar Frohwein interessant:

    Nach den mir bekannten Infos die einzig richtige Entscheidung (des Präsidiums) der HBL.

    Ich hatte damals in einem Video schon anklingen lassen, dass eine passive Konterminierung bei diesen niedrigen Werten infrage kommt. (Am Rande: Es waren wohl keine Handballfans; es gibt auch noch andere Sportarten.) [...]

    Lothar Frohwein: kannst Du mehr Informationen zu der anderen Sportart preisgeben oder wann und wo es sich abgespielt haben soll?

    Warum reitest du so auf dem Hautkontakt rum?

    Die unverschuldete Aufnahme des Dopingmittels muss der entscheidenden Instanz wahrscheinlicher erscheinen, als ein schuldhaftes Verhalten. Die Konzentration in der Urinprobe und die Haaranalysen lassen eine absichtliche Einnahme unwahrscheinlich erscheinen, aber das genügt nicht, um ein schuldhaftes Verhalten auszuschließen. Die Aussagen zu seiner Lebensweise sind bezüglich Dopingvergehen ein schwaches Indiz (Es gibt zahlreiche Fälle in denen "lupenreine" Sportler später völlig überraschend des Doping überführt wurden). Als Beleg dafür, dass ohne sein Verschulden das Methamphetamin in seinen Körper gelangt ist, muss er daher eine plausible Erklärung, die dem Gremium überwiegend wahrscheinlich erscheint - und da kommt Medienberichten zu Folge der Hautkontakt ins Spiel.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Gruppenphase bereits jetzt ausgelost werden muss. Dadurch ergeben sich zusätzliche Einschränkungen an die möglichen Gruppenkonstellationen, die sportlich mitentscheidend sein können. So wären z.B. Elverum oder Mors-Thys im Falle eines Sieges in der Qualifikationsrunde in der anschließenden Gruppenphase überflüssiger Weise vor den favorisierten Vereinen SG Flensburg-Handewitt oder THW Kiel geschützt. Der VfL Gummersbach könnte beispielsweise in der Gruppenphase auf keine dänische Mannschaft treffen, so dass zwei der drei stärksten Mannschaften in Lostopf 1 für die Oberberger damit aus der Verlosung sind.

    @Tobi75

    Die in Absatz 3.1 eingeforderte Beweislast für das Vorliegen eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ist durch den positiven Doping-Befund nach Analyse der A- und B-Probe ausreichend gegeben. Absatz 2.1 legt fest "Es ist die persönliche Pflicht der Athleten*innen, dafür zu sorgen, dass keine Verbotenen Substanzen in ihren Körper gelangen." Auf Basis des NADC hat Nikola Portner damit zweifelsfrei gegen die Anti-Doping-Regeln der NADA (und der HBL) verstoßen - selbst wenn ihn kein persönliches Verschulden träfe. Es geht lediglich um die Frage welche Sanktionen für diesen Dopingfall angemessen sind und da kommen u.a. 10.5 und 10.6 ins Spiel. Deshalb ist es auch nicht richtig "Keine Sperre" mit einem "Freispruch" bezüglich des Dopingvergehens gleichzusetzen.

    Freundschaft!

    Falsch.

    Das muss er eben nicht. Er muss nur zeigen, dass es überwiegend unwahrscheinlich ist. Hast Du das immer noch nicht kapiert?

    Wozu dieses Strohmann-Argument? (Von der unpassenden Wortwahl ganz zu schweigen.) Ich habe doch gar nicht in Frage dargestellt, dass "er muss darlegen" gleichbedeutend ist mit "die beurteilende Instanz muss dies als überwiegend wahrscheinlich beurteilen" ist. Aber der entscheidende Unterschied ist, dass Du behauptest das Kriterium sei "kein absichtliches Doping", obwohl das relevante Kriterium "kein Verschulden" ist. Der Unterschied dürfte Dir klar sein.

    Sorry, aber diese Aussage ist doch einfach nur falsch und soll die Beweiskraft der Haarprobe diskreditieren.

    Nach 4-5 Tagen ist jeder „Konsum“ über die Wurzel im Haar nachweisbar!

    Mir ist bekannt, dass es für einzelne Substanzen Studien gibt, die belegen, dass auch einzelner Konsum oder eine passive Exposition nachgewiesen und unterschieden werden können. Ob das auf Methamphetamin zutrifft weiß ich nicht, aber ich glaube Dir das in diesem Fall, da Du Dich intensiver mit der Thematik beschäftigt zu haben scheinst.

    Steht wo genau?

    Im Nationalen Anti-Doping-Code (NADC) der NADA, Abschnitt 10.5 ("Absehen von einer Sperre, wenn Kein Verschulden vorliegt"), wobei auch 10.6. ("Herabsetzung der Sperre aufgrund Kein signifikantes Verschulden") in diesem Fall betrachtet werden sollte.

    Und genau diese Vermutung wurde doch wohl durch die Haaranalyse widerlegt. Dann die war ganz claaro clean.

    Im Allgemeinen sind Haarproben geeignet, Substanzen nachzuweisen, die über einen längeren Zeitraum aufgenommen wurden. Ein einzelner Konsum ist hingegen in der Regel nicht mit einer Haarprobe nachweisbar.

    Es wäre schlicht Rechtsbeugung gewesen. Die Statuten sind für uns alle einlesbar. Bei über 50 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass kein absichtliches Doping vorliegt, muss der Sportler freigesprochen werden. Nenne mir mal einen Fakt, der abgesehen vom positiven Test gegen Portner gesprochen hat. Mir ist keiner bekannt. Mir sind nur entlastende bekannt.

    Das stimmt so nicht. Es genügt nicht darzulegen, dass der Athlet nicht absichtlich gedopt hat, sondern er muss darlegen, dass ihn kein Verschulden an dem positiven Befund trifft. So kann zum Beispiel bei einem verunreinigten Nahrungsergänzungsmittel als Ursache für einen positiven Dopingbefund nicht auf eine Sperre verzichtet werden, weil den Athleten diese Problematik im Vorfeld bekannt ist. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln stellt dann bereits ein schuldhaftes Verhalten dar - selbst wenn kein absichtliches Doping anzunehmen ist.

    Einen "Freispruch" sieht der NADA-Code ohnehin nicht vor.