Beiträge von Arcosh

    Der naheliegende Vergleich ist sicherlich die Stürmerfoul-Situation zwischen zwei Feldspielern. Aber der Wurf selbst erfolgt deutlich vor dem Kontakt und erst nachdem der Ball im Tor ist rutscht der Spieler aufgrund des eigenen Schwungs in den Gegenspieler hinein. Ich denke dies würde auch zwischen zwei Feldspielern nur selten als Stürmerfoul ausgelegt werden.


    Gleichzeitig empfinde ich persönlich hier ein Ungleichgewicht im Regelwerk. Seit der Regeländerung im Jahr 2010 gilt für die Torhüter in Regel 8:5 eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber dem Gegenstoß-laufenden Spieler, denn nur der Torwart könne diese gefährliche Situation überblicken und Zusammenstöße vermeiden.

    Zitat

    [...] Dies gilt auch, wenn ein Torwart den Torraum verlässt um den für den Gegenspieler gedachten Ball abzufangen. Er trägt die Verantwortung dafür, dass dabei keine gesundheitsgefährdende Situation entsteht.

    Er ist zu disqualifizieren falls er:

    a) in Ballbesitz gelangt, aber in der Bewegung einen Zusammenprall mit dem Gegenspieler verursacht;

    b) den Ball nicht erreichen oder kontrollieren kann, aber einen Zusammenprall mit dem Gegenspieler verursacht. [...]

    Analog dazu sollte dem Torwart innerhalb des Torraums ein besonderer Schutz gewährt werden, wenn er mit einer Torwart-typischen Bewegung versucht den Wurf abzuwehren. Hier wäre eine Sorgfaltspflicht des Feldspielers angebracht, denn im Gegenstoß kann nur der Feldspieler seine Bewegung auf den Torwart zu überblicken und den Zusammenstoß vermeiden.

    Die allermeisten Feldspieler suchen beim Tempogegenstoß ganz bewusst einen Lauf- und Sprungweg der nicht direkt auf den Torwart führt, da dies ihre möglichen Wurfvarianten einschränkt und der Körperkontakt auch ihre eigene Gesundheit gefährdet. Aber ab und an gibt es leider doch diese Spielsituationen wie in Hamm und da wäre eine Regeländerung zum Schutz der Torhüter analog zu der von 2010 vielleicht nicht verkehrt.

    Da gibt das Regelwerk nichts her. Hat der Angreifer etwas regelwidriges getan? Nein, er darf in den Kreis springen, um ein Tor zu werfen. [...]

    Das Regelwerk gäbe einiges her, denn Regel 8 gilt nicht nur für Abwehrspieler, sondern für jeden Spieler auf dem Feld.

    Zitat

    Regel 8:2: Regelwidrigkeiten, die normalerweise nicht zu persönlichen Strafen führen (beachte jedoch die Beurteilungskriterien 8:3a-d)

    Es ist nicht erlaubt:

    [...] d) in den Gegenspieler hineinzurennen oder -springen.

    Und das bei einem unwichtigen Gruppenspiel + ohne Köster,Teitur und Kießler.

    So unwichtig finde ich die Gruppenspiele für den VfL Gummersbach gar nicht. In der Saison-Vorbereitung hat der VfL Gummersbach beim Heide-Cup (ohne Olympia-Teilnehmer auf beiden Seiten) IK Sävehof nur knapp besiegt und Fenix Toulouse steht mir vier Siegen aus vier Spielen auf Platz 2 der französischen Liga und hat zuhause mit sechs Toren gegen Champions-League-Teilnehmer HBC Nantes gewonnen. Das Weiterkommen in dieser Gruppe ist sicherlich ein realistisches Ziel, aber wird kein Selbstläufer für den VfL Gummersbach. Ich erwarte zumindest in zwei der drei Heimspiele ausgeglichene, spannende Handballspiele.

    Dennoch war ich verwundert, dass der VfL Gummersbach für die Europapokalspiele dieselben Preise aufruft wie in der HBL und die Rabatte für das Europapokal-Paket mit allen drei Heimspielen waren eher mau.

    Aalborg verliert ja mittlerweile schon in der Liga ...34:35 vs Mors-Thy

    26 Spieltage an deren Ende als Belohnung lediglich +1 oder +2 Punkte mit in die Meisterrunde genommen werden. Da würde ich durchaus die ein oder andere nationale Niederlage zu Gunsten einer besseren Ausgangslage in der Champions-League in Kauf nehmen.

    Ist quasi der Gegenentwurf zum deutschen Handball, wo die Vereine sich eher eine Niederlage in der Champions-League erlauben können, als einen Punktverlust im HBL-Meisterkampf.

    TSV Hannover-Burgdorf - ThSV Eisenach

    THW Kiel - TVB Stuttgart

    MT Melsungen - SG BBM Bietigheim

    HC Erlangen - VfL Potsdam

    TBV Lemgo-Lippe - SC DHfK Leipzig

    HSG Wetzlar - Füchse Berlin

    VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt

    SC Magdeburg - Frisch Auf! Göppingen

    Rhein-Neckar Löwen - HSV Hamburg

    Aber: Off topic gibt es so in der Form nur im SCM Thread. Dort ist es erlaubt, also muss man leider mit OT leben. Ich hoffe aber, dass die Admins zukünftig eine strengere Sicht drüber haben - ist gleichzeitig nicht als Vorwurf gegenüber den Admins gemeint.

    "Der SC Magdeburg-Thread" ist im Bereich "1. Handball-Bundesliga" eingruppiert und nicht im Bereich "Off-topic". Trotzdem wurden allgemein gültige Regeln dort ignoriert und die eigene Foren-Subkultur einer überschaubaren Anzahl an Usern geduldet, die den SCM-Thread für Außenstehende nahezu unbrauchbar gemacht hat. Bei anderen Vereinen kann man die Vereins-Threads nutzen, um aktuelle Entwicklungen mitzubekommen. Beim SCM gehen die informativen Beiträge zum Verein bedauerlicherweise komplett unter. Urlaubsbedingt war ich sechs Tage hier nur sporadisch online. Der SCM Magdeburg-Thread ist seitdem um über 400 Beiträge angewachsen. Vielleicht ist seit Montag wirklich soviel beim SCM passiert - ich bezweifle es aber irgendwie. Alle Versuche Off-Topic-Threads für Off-topic-Konversation anzubieten, werden kaum angenommen.

    Ich finde meine Informationen zum SCM natürlich in anderen Stellen problemlos, aber der eigentliche Punkt ist, dass geschrieben wird, es würde sich auf diesen einen Thread beschränken und sei deshalb in Ordnung. Mein persönliches Empfinden ist aber, dass sich dieses "Normalität" regelmäßig auch in andere Threads ausbreitet, eine Gruppendynamik entwickelt und weitere User sich triggern lassen. Das soll nicht das Fehlverhalten von Usern rechtfertigen, die in aller Regel zurecht gesperrt worden sind, aber es ist für mich eine Mischung aus der heutigen allgemeinen Diskussionskultur und "Die Geister, die ich rief ...", die die Handballecke nachhaltig geändert hat. Korrigiert mich, aber eine solche Vielzahl an Sperren war früher nicht üblich.

    Ich sehe es wie du. Die Gegner aus der HBL sind meistens attraktiver, wieso sollte man dann in der Gruppenphase in die Halle gehen?

    Weil es in der HBL Jahr für Jahr immer dieselben Gegner sind. In der European League erlebt man andere Vereine (oft mit jungen Talenten, die ein paar Jahre später in der HBL spielen), Mannschaften die taktisch einen anderen Spielstil haben als der Großteil der HBL-Teams und trifft neue Handballfans.

    TBV Lemgo Lippe - HSG Wetzlar

    ThSV Eisenach - SG BBM Bietigheim

    HC Erlangen - TVB Stuttgart

    VfL Potsdam - HSV Hamburg

    Rhein-Neckar Löwen - MT Melsungen

    SG Flensburg-Handewitt - FA Göppingen

    TSV Hannover-Burgdorf - Füchse Berlin

    SC DHfK Leipzig - VfL Gummersbach

    SC Magdeburg - THW Kiel

    Tatsächlich ein reizvoller Spieltag. Über allem steht das Topspiel zwischen Magdeburg und Kiel. Mehr Spannung erwarte ich aber im Tabellenkeller in Erlangen und Eisenach.

    Für den VfL Gummersbach ist es der Auftakt zu drei Auswärtsspielen binnen acht Tagen - so eine Art Trockenübung für die Europapokalwochen im Oktober.

    Unnötiger kann eine Niederlage nicht sein.

    Außer einem bärenstarken Möstl und wahrscheinlich einem HBL-Rekord an angezeigtem passiven Spiel ha der TBV Lemgo wenig geboten.

    Beim VfL war Teitur Einarsson in der ersten Halbzeit richtig gut, aber hat im zweiten Durchgang dreimal den Pfosten getroffen. Die VfL-Torhüter mit schwacher Leistung und am Ende leider die komplette Mannschaft wie eine Maus vor der Schlange.

    Die Kaderplanung in Berlin läuft gut. Da muss man Bob Hanning und Stefan Kretzschmar für loben. Jetzt gilt es sportlich die letzte Saison zu bestätigen, um langfristig attraktiv für neue Sponsoren zu werden, die den nächsten sportlichen Schritt ermöglichen - Titelgewinne.

    Für die HBL ist die Breite an der Ligaspitze ein Gewinn.