Beiträge von Arcosh

    Die NADA ist nur zum Teil für die lange Zeit zwischen Probenentnahme und Veröffentlichung des Testergebnisses verantwortlich. Nach einer positiven Dopingprobe muss in Deutschland aufgrund des Anti-Doping-Gesetzes die Staatsanwaltschaft informiert werden, die dann Ermittlungen aufnimmt und häufig eine Durchsuchung des Wohnsitzes anordnet, bevor der Sportler über den positiven Befund informiert werden darf.

    Ich bin für die morgigen Spiele sehr ambivalent. Sollte dem VfL Gummersbach die große Sensation in Kiel gelingen, dann würde ich mir Melsungen und Eisenach als Kontrahenten im Final Four wünschen. Sollte das Turnier aber wieder ohne die Oberbergischen stattfinden (;(), dann würde ich lieber Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen als Kontrahenten des THW Kiel in Köln erleben - gerne mit dem Nord-Derby im Finale.

    obotrit

    In der Saison war die Konstellation:

    1. Runde: 22 Teilnehmer (2.+3. Liga) -> 11 Sieger qualifizieren sich für 2. Runde

    2. Runde: 11 Sieger + 15 Erstligisten -> 13 Sieger qualifizieren sich für 3. Runde

    3. Runde: 13 Sieger + 3 Final Four Teilnehmer

    Es gibt verschiedene Wege, wie man auf die richtige Teilnehmerzahl kommen könnte, wenn es nur zwei Erstligisten auf den Plätzen 1-3 des DHB-Pokals gäbe:

    • Den deutschen Meister fürs Achtelfinale setzten (sofern nicht übers DHB-Pokal Final Four ohnehin dafür qualifiziert.)
    • Nur zwei Erstligisten direkt im Achtelfinale starten lassen und dafür die Anzahl der Teilnehmer aus der 2. und 3. Liga erhöhen (24 Teilnehmer in der 1. Runde)
    • Den Zweitligisten, der den DHB-Pokal auf Platz 1 bis 3 beendet, direkt für die 2. Runde im kommenden Jahr setzen (und gegebenenfalls den Zwölftplatzierten der 2. Liga nachrücken lassen).
    • Den Zweitligisten direkt fürs Achtelfinale zu setzen wäre schwierig, weil das die Plätze für die Vereine aus der 2. und 3. Liga auf 20 reduzieren würde.

    SCM-Rambo:

    Diesen "Betriebsunfall" scheint niemand berücksichtigt zu haben. Der Wortlaut in den Durchführungsbestimmungen für 2024/25 ist:

    Zitat

    15. An der Deutschen Pokalmeisterschaft 2024/2025 nehmen teil:

    • 18 Mannschaften der Bundesliga der Saison 2023/2024; Die Mannschaften, die die Plätze 1-3 beim FINAL4 2024 erreicht haben, starten erst in der 3. Runde (Achtelfinale) in den Wettbewerb.
    • 11 Mannschaften der 2. Bundesliga der Saison 2023/2024; (Tabellenplätze 1 – 11);
    • 11 Mannschaften aus der 3. Liga;

    Das Teilnahmerecht am DHB-Pokal ist für 2. Mannschaften der Lizenznehmer ausgeschlossen.

    Es ist keine Qualifikation für die Deutsche Pokalmeisterschaft über das Vorjahresergebnis im Pokalwettbewerb vorgesehen und der Einstieg im Achtelfinale wird explizit nur für die Erstligisten genannt.

    Die DFO für die kommende Saison könnte natürlich noch angepasst werden.

    Roberto García Parrondo und seine Mannschaft werden intern bestimmt über geändert Zielsetzungen sprechen und nach Außen hin muss das nicht zwingend kommuniziert werden. Auch wenn es natürlich gilt von Spiel zu Spiel zu denken, würde ich persönlich als Freund ambitionierter, aber realistischer Ziele wahrscheinlich die CL-Qualifikation als interne Zielsetzung an die Mannschaft ausgeben. Das würde ich auch höher priorisieren als den DHB-Pokal oder die European League. (Wenn die MT z.B. am 01.03.2025 in der HBL in Flensburg und am 04.03.2025 in der European League in Kiel, würde ich in der Vorbereitung den Fokus auf das Spiel in Flensburg legen.)

    So, 22.12.2024, 15:00 Uhr: HSV Hamburg - SG Flensburg-Handewitt

    So, 22.12.2024, 16:30 Uhr: Füchse Berlin - Frisch Auf! Göppingen

    So, 22.12.2024, 16:30 Uhr: HC Erlangen - TBV Lemgo

    So, 22.12.2024, 16:30 Uhr: THW Kiel - SG BBM Bietigheim

    So, 22.12.2024, 18:00 Uhr: HSG Wetzlar - VfL Gummersbach

    So, 22.12.2024, 18:00 Uhr: SC Magdeburg - ThSV Eisenach

    Mo, 23.12.2024, 19:00 Uhr: MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf

    Mo, 23.12.2024, 19:00 Uhr: 1. VfL Potsdam - SC DHfK Leipzig

    Mo, 23.12.2024, 19:30 Uhr: TVB 1898 Stuttgart - Rhein-Neckar Löwen

    Am vorweihnachtlichen Spieltag treffen die beiden Überraschungsmannschaften der Hinrunde aufeinander und von Flensburg bis Magdeburg hoffen die Fans auf einen Auswärtssieg, um selber in Schlagdistanz zur Tabellenspitze zu bleiben.

    Die weiteren Partien des Spieltages sind eher magere Kost für die Handballzuschauer, wobei ich am ehesten Erlangen einen unerwarteten Erfolg zutrauen würde.

    Vllt sollte man auch überdenken, wieso die Regel erst bei 2 Fällen greift.

    • Weil im Mannschaftssport der Einfluss eines einzelnen Spielers auf den Spielausgang nicht eindeutig zu bewerten ist.
    • Weil der Verein und die Mitspieler für das ihnen unbekannte, individuelle Fehlverhalten eines Spielers betraft würden.
    • Weil die lange Zeit zwischen Entnahme der Dopingprobe und Bekanntwerden des Resultates dazu führen würden, dass die Wertung aller seitdem ausgetragenen Spiele in Zweifel gezogen werden müsste. Im Falle von Nils Kretschmer waren es für den TV Großwallstadt 11 Spiele ab der Entnahme der positiven Dopingprobe bis zum Bekanntwerden des Befundes.
    • Durch die Regelung "mindestens zwei gedopte Spieler*innen" lässt sich systematisches Doping eines Vereins theoretisch sanktionieren. (Bei nur zwei Tests pro Mannschaft und Spiel ist das natürlich hinreichend unwahrscheinlich.)

    Natürlich kann und sollte jeder Verein seine Möglichkeiten prüfen. Aber insbesondere wenn die Faktenlage so eindeutig und durch vorherige Fälle bekannt ist, würde ich das nicht in der (Lokal-)Presse breittreten. Da kann schnell ein Beigeschmack des unsportlichen Ligarivalen hängenbleiben.

    Zitat

    §50 Sonderfälle des Spielverlustes – Spielverlustwertung

    (1) Für eine Mannschaft ist ein Spiel in folgenden Fällen mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren als verloren zu werten:

    [...]

    g) bei Mitwirkung von mindestens zwei gedopten Spieler*innen

    [...]