Beiträge von Arcosh

    Nach den letzten Heimspielen hätte ich nicht gedacht, dass in dieser Mannschaft noch dieses Leben steckt. Aber heute lief beim VfL Gummersbach der Ball im Angriff flüssig, Pouya agierte als Spielgestalter, Eirik Köpp zeigte sein vielleicht bestes Spiel im VfL-Trikot und Ivan Martinovic spielte wie zu Beginn der Saison als es für viele nur noch eine Frage der Zeit war bis er seinen Weg bei einem Champions-League-Teilnehmer fortsetzen würde. Dazu kaum technische Fehler und leichte Ballverluste im Angriff und eine solide Abwehr mit starkem Carsten Lichtlein. Wenn alles zusammenkommt, dann kann in der HBL eben auch ein Abstiegskandidat einen Champions-League-Teilnehmer bezwingen.

    Warten wir ab, ob es einfach ein perkefter Abend war oder gar die Handschrift von Torge Greve.

    Ganz ehrlich, Du gehst mir massiv auf die Eier. Es ist doch nun mittlerweile öffentlich bekannt, dass der THW Gelder aus der kommenden Saison in die aktuelle gezogen hat. Das wirst Du doch nicht bestreiten wollen. Vujin fällt weg, dazu weiß man aktuell noch nicht, ob Duvnjak überhaupt bleibt und wenn, dann vielleicht auch nicht zu den Kosten, die er aktuell verursacht. Sein Vertrag läuft aber rein zufällig 2020 aus. Auch der Vertrag von Weinhold läuft dann aus. Freue Dich doch lieber mal darüber, dass so ein sensationeller Spieler in die Bundesliga wechselt, anstatt wieder die Leute persönlich anzugreifen. Mir steht es echt hier. Daher stelle ich jetzt die Ignore-Funktion an. Irgendwann ist dann auch genug. Auf ständige Provokationen, nicht nur in meine Richtung, kann ich verzichten.


    Vorabankündigung zur neuen Ausgabe der Handball-Inside:

    Zitat

    Ende Februar berichtete Reinhard Ziegenbein, der scheidende Aufsichtsratschef des THW Kiel, in einem Interview mit den Kieler Nachrichten von einem sechsstelligen Minus beim Rekordmeister. Nach Recherchen von HANDBALL inside lag die Prognose zu diesem Zeitpunkt aber sogar bei 1,2 Millionen Euro. Wir haben uns den Zahlen gewidmet und zeigen auf, warum sich der THW dennoch den norwegischen Superstar Sander Sagosen leisten könnte.


    Da fühlt man sich an den Aufschrei (u.a. in der Handballecke) erinnert als der HSV Hamburg mit einer auf Pump finanzierten Mannschaft um die Meisterschaft mitspielte oder als der VfL Gummersbach mit einer nicht finanzierbaren Mannschaft europäische Titel gewann ...

    Ein verdienter Sieg für den BHC. Beim VfL Gummersbach waren zwar Veränderungen erkennbar, aber das reicht nicht aus um eine gefestigte Mannschaft wie den Bergischen HC in Bedrängnis zu bringen. In den ersten zwanzig Minuten hat der VfL Gummersbach dank guter Torwartleistung das Ergebnis offen halten können, aber danach zeichnete sich der Leistungsunterschied ab. Die Spielweise des BHC im Angriff mit zwei bis drei Spielern, die an den Kreis auflösen und die Gegenspieler in selbigen schieben, war gegen den VfL Gummersbach effektiv ... wenn auch nicht sonderlich ansehnlich.

    Die Chancen zu punkten werden für den VfL Gummersbach nun rar ... ein schlechter Tag von Erlangen oder Lemgo? Ein am Saisonende unmotivierter Gast aus Göppingen? Bleibt zu hoffen, dass Drago Vukovic diese Saison noch einmal eingreifen kann.

    Lange Zeit ein knappes Spiel für die SG Flensburg-Handewitt, aber zwischen der 40. und 45. Minute ist Brest komplett auseinander gebrochen und hat sich einen Sechs-Tore-Rückstand durch einfache Gegentore - meist aus dem Tempogegenstoß - eingehandelt. Da dürften die Norddeutschen im Rückspiel zuhause nichts anbrennen lassen und die Achtelfinal-Aufgabe souverän meistern.

    Warum sollte Nantes im Vorteil sein? Sie haben noch nie gegen die RNL gewonnen.Für mich stehen die Chancen der Löwen ziemlich gut.


    Vier Aufeinandetreffen von denen zwei mit einem Unentschieden endeten sind natürlich eine enorme Datenbasis für diese wiederholte Weisheit. Ebensogut ließe sich sagen, dass dies heute der erste Sieg der Rhein-Neckar Löwen gegen HBC Nantes seit fast sechs Jahren war. Ich hoffe die Spieler verlassen sich nicht auf statistische Spielereien.

    Die Rhein-Neckar Löwen fahren mit einem Heimsieg nach Frankreich. Aber es sind nur zwei Tore Vorsprung und Nantes hat 32 Auswärtstore erzielt. Der neutrale Handballzuschauer darf sich auf ein spannendes Rückspiel freuen.

    Jicha gibt in einem Interview eine klare Antwort auf die Frage, ob er es bereut, mit dem Bänderriss gespielt zu haben. "Nicht eine Sekunde".

    Von wann ist dieses Interview? Hätte er wohl dieselbe Antwort gegeben, wenn er 2015 in Barcelona einen ordentlichen Gesundheitscheck nicht beständen hätte und seine Karriere 2016 mit offenen Schulden aus seinem Immobiliengeschäft hätte beenden müssen?

    Es erinnert ein wenig an die vermeintliche Sichtung von Mikkel Hansen in Kiel ... der sich dann "nur" als Lukas Nilsson entpuppte. Das Interesse an Sander Sagosen lässt ein wenig den Glanz vergangener Jahre wieder aufleben. Zwar konnte (und wollte) der THW Kiel damals schon bei Ablösesummen und Gehältern nicht jedes Wettbieten gewinnen, war aber sportlich eine der reizvollsten Adressen in Europa war. Inzwischen liegt die letzte Final4-Teilnahme in der Champions-League drei Jahre zurück und nationale Titel sind auch weniger geworden. Daher kann man allein mit der sportlichen Attraktivität bei den absoluten Topstars nicht mehr so einfach punkten wie noch vor vier oder fünf Jahren. Inzwischen ist der THW Kiel selbst in der Rolle die früher die Konkurrenz inne hatte: Die mangelnde sportliche Attraktivität (und das meine ich nicht respektlos, sondern einfach nur auf diesem absoluten Top-Niveau der Vereine, die für einen Spieler wie Sander Sagosen in Frage kommen, der mit den besten Spielern gemeinsam in einer Mannschaft spielen und die europäischen Titel gewinnen will) müsste der THW Kiel durch andere Aspekte, d.h. Gehalt, aber durchaus auch soziale Faktoren, ausgleichen. Einerseits kann die HBL mit ihrer fordernden Wettkampfstruktur reizvoll sein, denn die Deutsche Meisterschaft lässt sich eben nicht nebenher oder durch gute Leistungen in lediglich zwei oder drei wichtigen Spielen gewinnen. Andererseits ist ebendiese HBL auch eine enorme körperliche Belastung und daher für eine lange Karriere nicht immer förderlich - wobei das stark von den individuellen körperlichen Vorraussetzungen und der Spielweise abhängig ist.

    So sehr ich mich über Sander Sagosen in der HBL freuen würde, so wenig kann ich es mir derzeit vorstellen.

    Preuss bettelt um die Rote Karte, aber Sommer wird mit Zeitstrafe rausgeschickt. Preuß gehört so auf kein Spielfeld in der HBL. Eine Gefahr für jeden Spieler und jeder Nachwuchsspieler hätte sich eher Einsatzzeiten verdient!

    Trainern und Managern in der 1. Liga fehlt grundsätzlich der Mumm auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, mit der löblichen Ausnahme Bob Hanning. Ich wage die These, dass ein Paul Drux in Gummersbach niemals auf die Spielanteile gekommen wäre, wie in seinen ersten 2 Seniorenjahre in Berlin, insofern Paul: Alles richtig gemacht :)


    Als 16-jähriger "durfte" Paul Drux in Berlin schon A-Jugend spielen, mit 17 Jahren das Bundesligadebüt und parallel noch die A-Jugend-Bundesliga. Inzwischen ist er 24 Jahre, aber hat die Krankenakte eines Handballers kurz vor der Rente. Das kann natürlich an seinen individuellen körperlichen Voraussetzungen liegen ....

    Was ist eigentlich aus der Onlineplattform für VfL-Fans geworden, die Schindler auf der Veranstaltung im November angekündigt hat?


    Wir sind Christoph Schindler zufällig im Rahmen der Handball-WM in Köln begegnet und hatten ihn auf dieses Thema angesprochen. Die Antwort war ein eher unverbindlich und ausweichend, aber es fehle wohl nicht mehr viel für den Release. Wobei Christoph Schindler selbst wohl nicht direkt involviert ist und naheliegenderweise andere Prioritäten hat.


    Die Schulden stammen doch zum Teil noch aus der Krämer-Kölnarena-Ära, oder?!


    Das Thema Schulden ist beim VfL Gummersbach eine heikle Sache. Da gibt es wenig klare Aussagen und vorallem keinerlei Transparenz, aber es wird immer wieder gerne genutzt um sich wahlweise für einen angeblichen Schuldenabbau feiern zu lassen oder die sportliche Situtation mit dem Schuldenstand zu begründen. Unbestritten ist, dass in der Krämer-Ära deutlich mehr ausgegeben als eingenommen wurde - mit dem Ziel mit einer Champions-League-Mannschaft in Köln Fuß zu fassen und dann im Nachhinein Sponsoren anzuwerben, die den Etat wieder ausgleichen.Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dieser "Ausflug" nach Köln inzwischen über 11 Jahre zurückliegt, aber wie haben sich seitdem die Schulden entwickelt, die gerne mit dem Begriff "Altlasten" den vorherigen Vereinsführungen angelastet werden?

    Als 2011 der Lizenzentzug durch die HBL drohte wurden binnen einer Woche 2,2 Mio. € aufgetrieben und so die Lizenz für die Saison 2011/12 doch noch gesichert. Damals wurde verkündet im Rahmen des 150jährigen Vereinsjubiläums, dass zusätzlich Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichtet hätten und der Schuldenberg in Höhe von gut vier Millionen Euro komplett abgetragen worden sei. Es wurde gar das Wort "schuldenfrei" in den Munde genommen - auch wenn freilich die Jahresabschlüsse der VfL Handball Gummersbach GmbH später zeigten, dass dies wohl zu keinem Zeitpunkt zutraf.

    Bereits 2013 waren die Verbindlichkeiten jedoch wieder auf 4 Mio. € angewachsen. Begründet wurde es mit den Mehrkosten für den Spielbetrieb in der umgebauten Eugen-Haas-Halle, die Personalkosten und den fehlenden Hauptsponsor. Der VfL Gummersbach benötigte eine Kapitalerhöhung der Gesellschafter um die Auflagen der HBL zur Erteilung der Lizenz erfüllen zu können und im Zuge dieser Maßnahme wurden S&C, Ferchau und die Sparkasse zu Hauptsponsoren. Was zunächst als Übergangslösung gedacht war, wurde mangels Alternative zur Dauerlösung. Damals war das Mantra, dass mit Fertigstellung der Schwalbe Arena alles besser werde, weil diese neue wirtschaftliche Perspektiven für den Verein schaffe. Man müsse sportlich ein paar schwächere Jahre in Kauf nehmen, ehe der Verein wieder schuldenfrei sei und sportlich höhere Ziele angreifen könne. Tatsächlich haben sich die Verbindlichkeiten laut Jahresabschluss der VfL Handball Gummersbach GmbH seitdem reduziert:

    2010: 5,23 Mio. €
    2011: 3,47 Mio. €
    2012: 5,26 Mio. €
    2013: 2,62 Mio. €
    2014: 1,11 Mio. €
    2015: 1,56 Mio. €
    2016: 1,12 Mio. €
    2017: 0,83 Mio. €

    In der Amtszeit von Frank Flatten (September 2012 bis Juni 2017) konnte der VfL Gummersbach das Ziel Schuldenabbau realisieren und war gleichzeitig mit Platz 10 in der Saison 2014/15 und Platz 9 in 2015/16 sportlich wettbewerbsfähig. Der VfL Gummersbach setzte zu diesem Zeitpunkt durchaus auch auf Nachwuchsspieler. So rückten zur Saison 2016/17 Marcel Timm, Sebastian Schöneseiffen, Lasse Hasenforther, Max Jaeger aus dem eigenen Nachwuchs in den Profikader auf. Leider ging mit der Saison 2016/17 der sportliche Erfolg verloren und in Folge dessen wurden immer neue Gräben aufgerissen. Frank Flatten musste gehen, die Trainer wechslten schneller als die Spielzeiten und die Unzufreidenheit der Anhänger wuchs.

    Wenn es ganz hart kommt, könnte eine Wertung von 2:0 Punkten und 0:0 Toren für Hamm, dem HC sogar etwas nützen. Denn sollten am Ende der Saison 2 oder 3 Mannschaften im Abstiegskampf punktgleich sein, dann käme es auf das Torverhältnis an und da hätte der HC keine zusätzlichen Minustore gegen Hamm bekommen. Das wäre natürlich ein kurioser Vorteil, aber es könnte ja wirklich um jedes Tor gehen.


    Sofern mindestens eine der beteiligten Mannschaften ein Spiel ohne Torwertung hat, gilt die Tordifferenz selbstverständlich nicht mehr uneingeschränkt als Entscheidungskriterium. Vielmehr kommt dann §3 Absatz1 der DFO zur Anwendung.

    Bislang läuft es ziemlich ideal für Flensburg. In der Champions-League haben sie genau soviel investiert um Tabellenplatz 3 zu erreichen und den Gruppensiegern bis zu einem möglichen Halbfinale in Köln aus dem Weg zu gehen und gleichzeitig genug Konzentration auf die Bundesliga gelegt um national verlustpunktfrei mit Vorsprung an der Tabellenspitze zu stehen. Wieviel davon Saisonplanung seitens der sportlichen Leitung war und wieviel glückliche Spielausgänge lässt sich diskutieren, aber der "Plan" geht bislang voll auf. Lediglich im Pokal gab es das Aus im Heimspiel, aber das lässt sich verschmerzen wenn die beiden anderen Wettbewerbe erfolgreich - sprich Meisterschaft und Final4-Teilnahme abgeschlossen werden.

    Eine Verkleinerung der Liga führt doch nicht zu einer Verbesserung des spielerischen Niveaus der verbleibenden Mannschaften! Will jemand ernsthaft behaupten, die Mittelfeldmannschaften würden den Anschluss an die nationale Spitze schaffen, wenn nur die kräftezehrenden Spiele gegen die beiden Tabellenletzten nicht wären? (... und dieser Effekt könnte gar den wirtschaftlichen Nachteil der fehlenden Heimspiele auffangen?) Will jemand ernsthaft behaupten die nationale Spitze würde in der Champions-League wieder mindestens einen Final Four Teilnehmer stellen, wenn sie in der Bundesliga vier Spiele einsparen könnte?

    Trägt man in einem Diagramm die Punkte der Mannschaften gegen ihren Tabellenplatz auf, dann lässt sich jedenfalls kein deutlicher Ausreißer erkennen. Markant ist lediglich das Punkteplateau zwischen Platz 10 und 14. Eine Reduzierung der Liga würde lediglich den Blickwinkel verschieben. In einer 18er Liga rufen einige Gummersbach, Bietigheim und Ludwigshafen seien nicht konkurrenzfähig und gehörten nicht in diese Liga. In einer 16er Liga würden dieselben dann klagen, dass Leipzig und Gummersbach nicht konkurrenzfähig seien ... in einer 6er Liga wären Melsungen und Berlin die abgehängten Schlusslichter.