Beiträge von Arcosh

    Gewohnt bestechende Analysen der üblichen Verächtigen mit ganz viel VfL-Insiderwissen und einem Bachelor in Hobby-Psychologie. :hi:

    Jetzt weiß ich endlich, dass ich zum Sinnbild tauge für alles was beim VfL Gummersbach falsch läuft. Le VfL c'est moi! :help:

    Wäre es nicht langsam mal Zeit, zu akzeptieren, dass Gummibach nun mal in der 2. Liga ist, und die Diskussion hier zu führen?


    DHB-Spielordnung, §8 Spieljahr
    Das Spieljahr beginnt am 1. Juli und endet mit dem 30. Juni des folgenden Jahres.

    Somit kannst Du Dich in elf Tagen bezüglich der Ligazugehörigkeit des VfL Gummersbach wieder melden. :hi:;)

    Gummersbach gegen Schwartau - Torge Greve gefällt das ! ;)


    Die SG Flensburg-Handewitt als möglicher Gegner am zweiten Turniertag dürfte ihm weniger gefallen.


    Die Auslosung

    Gruppe Nord:
    Mecklenburger Stiere Schwerin - SG Flensburg-Handewitt
    VfL Gummersbach - VfL Lübeck-Schwartau

    TUSEM Essen - 1. VfL Potsdam
    TSV Hannover-Burgdorf - ATSV Habenhausen

    HSG Bergische Panther - Wilhelmshavener HV
    Eintracht Hildesheim - TBV Lemgo Lippe

    GWD Minden - ASV Hamm-Westfalen
    HC Empor Rostock - Oranienburger HC

    TSV Altenholz - SC DHfK Leipzig
    HSG Nordhorn-Lingen - SGSH Dragons

    THW Kiel - GSV Eintracht Baunatal
    TV Emsdetten - Dessau-Roßlauer HV 06

    SC Magdeburg - Northeimer HC
    VfL Eintracht Hagen - HSV Hamburg

    HSG Krefeld - Füchse Berlin
    TuS N-Lübbecke - TuS Spenge

    Gruppe Süd
    Die Eulen Ludwigshafen - SG Leutershausen
    EHV Aue - HSG Konstanz

    TV Großwallstadt - Longericher SC
    HBW Balingen-Weilstetten - HSG Wetzlar

    Bergischer HC - TGS Pforzheim
    Tus Fürstenfeldbruck - HC Elbflorenz Dresden

    SG BBM Bietigheim - HSG Rodgau Nieder-Roden
    MT Melsungen - DJK Rimpar Wölfe

    TuS Ferndorf - SG Nußloch
    Rhein-Neckar Löwen - HG Saarlouis

    TVB 1898 Stuttgart - HSC 2000 Coburg
    BTB Aachen - TSB Heilbronn-Horkheim

    TSV Bayer Dormagen - HC Rhein Vikings
    Frisch Auf Göppingen - TuS 04 KL-Dansenberg

    ThSV Eisenach - HC Erlangen
    TV Hüttenberg - HSG Hanau

    Dadurch, dass bereits sechs Mannschaften fix auf die Austragungsorte verteilt wurden (u.a. Deutschland in Gruppe C in Trondheim, sowie Kroatien, Dänemark und Schweden als Mannschaften aus Lostopf 1) kommen für die deutsche Mannschaft als Gruppengegner aus Lostopf 1 nur noch Frankreich, Spanien oder Tschechien in Frage - da dürfte der Wunsch klar sein.

    Gruppe C bedeutet zudem weite Reisen. Nach der Vorrunde in Trondheim (Norwegen) würden die Hauptrundenspiele in Wien (Österreich) stattfinden bevor es zum möglichen Finalwochenende nach Stockholm (Schweden) weitergehen würde. Immerhin hat die deutsche Mannschaft nach dem letzten Vorrundenspiel zwei freie Tage bevor die Hauptrunde startet und auf das skandinavische Trio (Dänemark, Schweden, Norwegen) kann die DHB-Auswahl frühestens im Halbfinale treffen.


    Betreibst da nicht zu große Schwarzmalerei, warum sollte ein Plan auf z.B. 2-3 Jahre nicht auch funktionieren können beim VFL?

    Ein direkter Aufstieg ist meiner Meinung nach eher unwahrscheinlich, sofern der VFL jetzt nicht noch einen Gönner aus der Tasche zieht, der hier entsprechende Mittel zur Verfügung stellt. Aber selbst dann wird es schwer, weil auf dem Markt sicher nur noch wenige Spieler verfügbar sind, die diese dafür benötigte Qualität haben.


    Sicherlich könnte der VfL Gummersbach auch nach 2-3 Jahren in der 2. Bundesliga wieder sportlich in die erste Liga zurückkehren - aber dann wohl mit demselben Schuldenstand wie in den letzten Jahren der Erstligazugehörigkeit, der die Handlungsspielräume deutlich einschränkt hat. Was wäre damit gewonnen?

    Sofern die Sponsoren und Gläubiger mitziehen könnte man dann ebensogut den Gang in die 3. Liga antreten um schuldenfrei neuzustarten und bestenfalls in 3-4 Jahren ebenfalls wieder in der 1. Bundesliga anzukommen. Aber dann mit der Aussicht den Etat auch wirklich in eine konkurrenzfähige Mannschaft investieren zu können.

    Mein Gefühl sagt mir, dass der VfL Gummersbach zunächst den direkten Wiedersaufstieg versuchen wird. Sollte dies in der Saison 2019/20 nicht klappen, dann rechne ich mit der Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft inklusive Neustart in der 3. Liga, um frei von den Altlasten einen Neuanfang beginnen zu können. So bliebe ausreichend Zeit um in Gesprächen mit den Gläubigern die Folgen einer geordneten Insolvenz zu erötern und zu besprechen wer bereit wäre diesen Weg mitzugehen.

    Ich bin zwar kein Befürworter der Variante seine selbstverschuldeten Schulden mittels Insolvenz auf Kosten anderer abzuschütteln, aber rational betrachtet wäre dies die sinnvollste Lösung, da in der zweiten Bundesliga ein Schuldenabbau kaum machbar scheint.

    Bevor irgendwelche Ziele für die kommende Saison ausgegeben oder diskutiert werden können, sollten wir zunächste die Rahmenbedingungen abwarten unter denen der VfL Gummersbach in die Saison 2019/20 starten wird, d.h. Etat, Spieler, etc.


    Ich glaube auch nicht daran, dass Schindler als Greenhorn in dem Geschäft den Verein aus der Krise führen kann. Er hat meiner Meinung nach jetzt schon zu große Fehler gemacht. Die Entlassung von Dirk Beuchler war der Anfang!


    Nicht Dirk Beuchlers Entlassung war ein großer Fehler, sondern seine Verpflichtung. Er ist in Gummersbach noch schneller gescheitert als bei seinen vorherigen Anstellungen als Trainer und die Mannschaft hat sich bereits nach wenigen Wochen gegen ihn ausgesprochen.

    Aus Deutschland ist damit Flensburg sicher in der CL und Kiel erhält wahrscheinlich ein Upgrade.

    Wird Magdeburg ein Upgrade für die CL beantragen? Bis zum 12. Juni müssen alle Anfragen bei der EHF erfolgen.


    Die Entscheidung fällt aber nicht der SC Magdeburg alleine, denn das Upgrade muss vom DHB beantragt werden. Für die HBL dürfte z.B. die Spielplangestaltung im Falle von drei Champions-League-Teilnehmern aus Deutschland eine Rolle spielen.


    Mit Kiel, Magdeburg, Melsungen, Berlin und Bietigheim immerhin fünf Volltreffer und die Gruppierungen einigermaßen treffend eingeschätzt. Lediglich beim Bergischen HC und dem SC DHfk Leipzig lag ich vollkommen daneben. Die Rhein-Neckar Löwen habe ich über- und die SG Flensburg-Handewitt unterschätzt.

    Macht unterm Strich eine Abweichung von 34

    Friesenheim holt in den ersten 30 Spielen der Saison sieben Punkte, nur um dann in den letzten vier Spielen weitere sieben (von acht möglichen) Punkten zu erspielen. Sensationeller Endspurt! An den letzten Spieltagen ist in der HBL einiges möglich, wenn es für die Hälfte der Teams um nicht mehr viel geht.

    Glückwunsch zum Meistertitel nach Flensburg! Sie haben eine meisterliche Saison gespielt und verdient den Titel geholt. Alle Heimspiele gewonnen und auswärts lediglich beim Tabellenzweiten und -dritten verloren. :respekt:

    Nach 34 Spieltagen entscheidet ein Tor über den Klassenerhalt. Erst kann Bietigheim den Sack bei eigener 4-Tore-Führung nicht zumachen, dann vergibt der VfL Gummersbach nach starkem Comeback die Chance vorentscheidend auf zwei Tore davonzuziehen und vergibt in der Schlussminute zwei Chancen zum Siegtreffer und schließlich macht Ludwigshafen den Siegtreffer.

    Nach 34 Spieltagen sind drei Mannschaften punktgleich und Ludwigshafen steht mit einer Tordifferenz von -153 vor dem VfL Gummersbach (-154 Tore). Knapper kann die Entscheidung über den Abstieg nicht fallen.

    Die nächste Saison verspricht einen ähnlichen Dreikampf am Tabellenende.

    Halbzeit: 14:13

    Das Spiel lebt mehr von der Spannung als von spielerischer Klasse - aber das war nicht anders zu erwarten. Bislang spielen die Torhüter noch keine Rolle. Bietigheim kommt in erster Linie über die rechte Seite zu Torerfolgen (ich hoffe Torge Greve reagiert in der zweiten Halbzeit darauf), während beim VfL Gummersbach bislang fast alles durch die Mitte geht. Drago Vukovic ist eine Bereicherung für das VfL-Spiel, aber wird trotz allem Einsatz und Kampfeswillen nicht im Alleingang die Gummersbacher in der 1. Bundesliga halten können.

    Christoph Schindler hat intern einige wichtige Änderungen angestoßen, die man ihm zugute halten sollte. Gleichzeitig hat er mit seinen vollmundigen Äußerungen die Messlatte für sein Wirken unnötig hoch angesetzt. Es hat ihm nicht genügt "nur" den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen sondern er wollte zugleich auch die große Trendwende einleiten. Dabei ist dies ein langwieriger Prozess. Der groß verkündete neue Claim "Heimat des Handballs" existiert auf dem Papier, aber wird ansonsten nach Außen nicht gelebt, weil einfach die Ressourcen (sowohl finanziell als auch in pucto Arbeitskraft) fehlen. Die angekündigte Community für Fans steht noch in den Sternen. Das ist alles gut gedacht und ich glaube, dass es auch ehrlich gewollt ist, aber es fehlt einfach an den Möglichkeiten zur Umsetzung, wenn das Tagesgeschäft zum Fortbestand des Vereins das normale Pensum bereits übersteigt. Der Verein möchte professionell auftreten, aber verscherzt es sich dabei mit einigen ehrenamtlichen Helfern, die aus eigener Motivation den Verein unterstützen würden und in der aktuellen Situation wichtige Beiträge liefern könnten, die sich der Verein sonst teuer erkaufen muss.

    Ich befürworte eine optmistische Herangehensweise an die Herausforderungen und natürlich muss Christoph Schindler sich und den Verein in der Öffentlichkeit gut verkaufen und positiv darstellen. Aber gleichzeitig muss er aufpassen dabei nicht über das Ziel hinauszuschießen und Ankündigungen zu machen, die in der derzeitigen Situation schlicht nicht realistisch sind. Am Sonntag entscheidet sich ob Christoph Schindlers Ambitionen mit dem VfL Gummersbach in eine neue Runde gehen (woran ich nachwievor glaube) oder ob es zum Abstieg mit ungewissen Folgen kommt. Ich hoffe der VfL Gummersbach erkennt, dass er in Gummersbach einen enormen Rückhalt und eine enorme Unterstützung hat, die keiner erkauften Professionalisierung bedarf und dass der Verein über seinen Schatten springt, um diese Unterstützung auch anzunehmen. Der VfL Gummersbach ist nicht (und war es trotz des temporären Umzugs nach Köln nie) ein professionelle Topvereine. Er ist im positivsten Sinne des Wortes ein traditioneller Dorfverein mit allen daraus resultierenden Vor- und Nachteilen. Wenn die Vereinsverantwortlichen endlich bereit sind sich dies einzugestehen und die positiven Aspekte zu erkennen, dann würden sich einige Perspektiven eröffnen mit denen der VfL Gummersbach ins gesichterte Mittelfeld der 1. Bundesliga zurückkehren könnte. In der Vergangenheit schienen dem einige Personen und Eitelkeiten im Aufsichtsrat im Wege zu stehen.

    Für Marius Steinhauser ist ein langfristiger Vertrag sicherlich eine tolle Sache. Aus Sicht der SG Flensburg-Handewitt sollte man meinen, dass ein Topverein der HBL und regelmäßiger Champions-League-Teilnehmer jederzeit einen Rechtsaußen seines Niveaus verpflichten könnte und daher keine Not hätte bereits bis 2023 zu verlängern. Allerdings ist es Teil des (Erfolg)konzepts der SG auf Kontinuität zu setzen anstatt die Mannschaft häufig umzubauen. Insofern ist die Vertragsverlängerung nachvollziehbar.

    Eine Woche vor dem entscheidenden Saisonfinale kann der VfL Gummersbach problemlos noch knapp 500 Karten für das Spiel organisieren? Spricht nicht gerade für großes Interesse in Bietigheim-Bissingen an diesem für den Gastgeber wichtigen Spiel und zugleich dem Saisonabschluss. Das letzte Heimspiel der Gummersbacher war ausverkauft. Aber die SG BBM Bietigheim wäre im Falle des Klassenerhalts sicherlich eine enorme Bereicherung für die Liga, weshalb sich hier User quer durch alle Vereine und Landesteile den Klassenerhalt des Aufsteigers wünschen.

    Glückwunsch an Vardar Skopje zum zweiten Champions-League-Triumph. Sie haben den FC Barcelona besiegt, sie haben Veszprem bezwungen und gewinnen vollkommen verdient die europäische Handballkrone. Dainis Kristopans war in beiden Spielen nicht zu stoppen und Dejan Milosavljev ist über sich hinausgewachsen.

    Veszprem bleibt einmal mehr nur ein Platz auf dem Treppchen, aber den ersehnten Titel haben sie leider wieder verpasst. Ich hätte es Momir Ilic, Laszlo Nagy und Arpad Sterbik gegönnt, aber es hat heute einfach nicht gereicht.

    Es war ein würdiges Finale zweier hochklassiger Mannschaften!

    Starke erste Halbzeit von Vardar Skopje. Dejan Milosavljev nimmt einige freie Würde weg, während Roland Mickler auf der Gegenseite bislang nicht ins Spiel gefunden hat. Veszprem wird sicherlich darauf hoffen, dass den Mazedoniern mit ihrem kleinen Restkader und nach dem kräftezehrenden Comeback im gestrigen Halbfinale im zweiten Durchgang die Kräfte ausgehen und dadurch die Torquote sinkt. Aber die Ungarn müssen dann ihre eigenen Torchancen auch konsequenter nutzen.

    Ich hoffe es wird im zweiten Durchgang noch einmal spannend.

    2. Man hat hier 2 Vereine die in den letzten 10 Jahren insolvent gegangen sind und damit gezeigt haben was man nicht tun sollte.. Oder wie mein früherer Englischlehrer immer sagte: Andere machen Fehler, damit wir sie nicht machen!. Der VfL sollte sich mit diesen beiden Fällen auseinander setzen und es dann auf jeden fall anders machen... Falls es nicht schon zu spät ist!


    TuSEM Essen hat bereits zwei Insolvenzen überstanden, ist einmal aus der dritten Liga zurückgekehrt und hat sich als guter Zweitligist (mit Ausflügen in die 1. Bundesliga) etabliert. Ebenso hat sich die HSG Nordhorn nach der Insolvenz stetig wieder nach oben gearbeitet und ist nun in ie 1. Bundesliga zurückgekehrt.

    Es gibt also sowohl Beispiele für Vereine, die in der Versenkung verschwunden sind als auch Vereine die scheinbar die richtigen Lehren gezogen haben. Aber jeder Fall ist ganz individuell, die Ausgangslagen sind aufgrund regionaler Faktoren wie z.B. die Identifikation mit dem Handball sowohl bei Zuschauern als auch Sponsoren sehr unterschiedlich und daher sind Vergleiche nur sehr bedingt aussagekräftig.