Beiträge von Arcosh

    obotrit:

    Deine ursprüngliche Aussage war:

    [...] Natürlich spielen in der CL die stärksten Mannschaften, was die Spitze des Handballs betrifft, allerdings aber nicht in der Masse. Die meisten CL-Teilnehmer hätten in der European League 2022/2023 wenig realistische Chancen auf den Einzug in das FF. [...]

    "Die meisten CL-Teilnehmer" impliziert mindestens 9 von 16 Mannschaften und "wenig realistische Chancen auf den Einzug in das FF" bedeutet, dass die Mannschaften Außenseiter wären gegenüber mindestens vier Mannschaften im Teilnehmerfeld der diesjährigen EHF European League.

    Das sehe ich beim diesjährigen Teilnehmerfeld der EHF Champions-League ehrlich gesagt nicht so. Natürlich gewinnt man die EHF European League nicht mal eben so im Vorbeigehen, aber die EHF Champions League hat ist eine ganz andere Qualität - sowohl in Hinblick auf das Leistungsvermögen der teilnehmenden Mannschaften als auch auf das Pensum der Spiele.

    Flensburg als zukünftiger Vize ohne Doppelbelastung? Sollte die SG bis ins Finale der EL vorstoßen, dann haben sie einschließlich des Endspiels 18 Spiele absolviert. 18 Spiele in der CL, bedeuten VF. Nur mal so zum Vergleich.

    Die Gruppenphase der EHF European-League umfasst zehn Spieltage, dann zwei Achtel- und zwei Viertelfinalpartien, sowie je ein Spiel im Halbfinale und Finale. Das ergibt maximal 16 Spiele. In der EHF Champions-League sind bis 1. März bereits 14 Spiele nur in der Gruppenphase zu absolvieren.

    Wenn ich Doppelbelastung und Tribut zollen lese, muss ich immer schmunzeln. Der SCM ist doch Belastung gewöhnt. In der abgelaufenen Saison den Super Globe gewonnen, das Finale in der EL und im DHB-Pokal gespielt und souverän Meister geworden. Natürlich spielen in der CL die stärksten Mannschaften, was die Spitze des Handballs betrifft, allerdings aber nicht in der Masse. Die meisten CL-Teilnehmer hätten in der European League 2022/2023 wenig realistische Chancen auf den Einzug in das FF. Ne Reha oder Schonung ist der Döna nun wahrlich nicht und ohne Belastung geht´s da auch nicht ab.

    Welche Mannschaften aus der Champions-League-Gruppe des SCM hätten denn bitte "wenig realistische Chancen" aufs Erreichen des Final Four in der European League? (Von "die meisten" ganz zu schweigen :lol:) In der European League hatte der SC Magdeburg vergangene Saison nur sechs Spiele bis zum Jahresende. In der Champions-League werden es in demselben Zeitraum zehn Spiele sein, die allesamt den vollen Einsatz abfordern werden (oder man macht es wie die SG Flensburg-Handewitt und beschränkt sich darauf nur die notwendigen Punkte für das Erreichen der K.O.-Phase zu holen). Vergangene Saison begann für den SCM die European-League-Saison erst im Oktober nach dem Super Globe. In der Champions-League startet die Guppenphase aber schon im September und dann geht es plötzlich von Saudi-Arabien direkt nach Veszprem und wenn es ungünstig läuft muss zwischendurch auch noch eine "Pflichtaufgabe" beim Bergischen HC absolviert werden.

    01. SG Flensburg-Handewitt

    02. SC Magdeburg

    03. THW Kiel

    04. Füchse Berlin

    Diese vier Mannschaften sehe ich auf Augenhöhe. Für Flensburg spricht in meinen Augen die geringere Belastung in der European League gegenüber der Champions-League. Ich erwarte und erhoffe eine spannende Saison und hoffe, dass die Entscheidung in den direkten Duellen fallen wird.

    05. MT Melsungen

    06. SC DHfK Leipzig

    07. Frisch Auf Göppingen

    08. Rhein-Neckar Löwen

    09. TBV Lemgo

    Den Kandidatenkreis für die weiteren Europapokalplätze setzt sich ähnlich zusammen wie in der vergangenen Saison.

    10. HSG Wetzlar

    11. TSV Hannover-Burgdorf

    12. HC Erlangen

    13. Bergischer HC

    Diese Vier sollten zu gut aufgestellt sein, um sich Sorgen um den Klassenerhalt machen zu müssen, aber für den Sprung in die obere Tabellenhälfte reicht es wohl dennoch nicht. Falls das Verletzungspech zuschlägt ist auch ein Abrutschen in der Tabelle denkbar.

    14. Stuttgart

    15. Hamburg

    16. Gummersbach

    17. Minden

    18. Hamm


    Damit ergibt sich für den Abstiegskampf die Formel "2 aus 5". Hamm erwarte ich abgeschlagen am Tabellenende und zusätzlich schätze ich GWD Minden schwächer als den VfL Gummersbach ein. Aus VfL-Sicht sind der Klassenerhalt und eine Saison auf Augenhöhe mit Hamburg und Stuttgart (im Idealfall sogar noch dem BHC) die realistischen Ziele.

    Eines der interessanteren Spiele des 1. Spieltages. Auf die ganze Saison gesehen, erwarte ich, dass sich die MT Melsungen vor den Rhein-Neckar Löwen einsortiert. In den Vorbereitungsspielen hat die MT oft blockweise den Rückraum gewechselt. Ich bin gespannt ob dies nur den Vorbereitungsspielen geschuldet war oder auch in der Bundesliga fortgeführt wird um die ganze Breite des Kaders zu nutzen.

    TSV Hannover-Burgdorf - SC DHfK Leipzig

    TBV Lemgo Lippe - VfL Gummersbach

    HC Erlangen - HSG Wetzlar

    Handball Sport Verein Hamburg - SG Flensburg-Handewitt

    Rhein-Neckar Löwen - MT Melsungen

    SC Magdeburg - ASV Hamm-Westfalen

    THW Kiel - TVB 1898 Stuttgart

    Füchse Berlin - Frisch Auf! Göppingen

    GWD Minden - Bergischer HC

    Viel bemerkenswerter find ich die Tatsache, DASS das offensichtlich in etwa der Etat von allen europäischen Spitzenclubs ist!

    Da ist es doch nur eine Frage der Zeit bis weitere handballbegeiste "Großinvestoren" mit ihrem Handgeld hier einsteigen und damit immer mehr Ungleichheit produzieren. Das CL F4 zeigt es ja im Prinzip mit Ausnahmen seit Jahren. Ausnahmen bestätigen die Regel...

    Es sind beim Handball keine klassischen "Investoren", sondern vielmehr Liebhaber. Mit einem jährlichen Investment von 10 Millionen kann ein europäischer Spitzenverein geformt werden, aber mehr als lokalen Ruhm im Heimatort dieses Vereines wird es dem Geldgeber nicht einbringen. Der Verein kann anschließend nicht gewinnbringend an einen anderen Investor veräußert werden und außerhalb der kleinen Handball-Blase wird kaum jemand von diesem Investment Notiz nehmen. Mit dem Geld um im Handball einen potentiellen deutschen Meister zu formen, kannst Du im Fußball zwar nur in der zweiten oder dritten Liga merkliche Sponsorenpräsenz erreichen, aber selbst ein Trikotsponsor im Drittligafußball wird mehr Personenkontakte erreichen als der Mäzen eines Handball-Spitzenvereins. Es ist also reine Liebhaberei und der Kreis der potentiellen Multimillionäre mit starkem Bezug zum Handballsport und einem gewissen öffentlichen Geltungsdrang ist nicht sonderlich groß.

    Der THW gibt seinen Etat für die Saison mit 13,5 Millionen an.

    Da kann sich jetzt wieder dran abgearbeitet werden.
    Quelle KN, nach der Saisoneröffnung in Damp

    National dürfte der THW damit weiterhin die deutliche Spitzenposition einnehmen. Wirtschaftlich wird in Kiel seit Jahren bzw. Jahrzehnten sehr erfolgreich gearbeitet!

    International bewegt sich der THW Kiel damit ebenfalls im Spitzenbereich und ist finanziell auf Augenhöhe mit den Final Four Teilnehmern der EHF Champions-League.

    Die meisten Spieler die einen langen Vertrag haben, haben eine Klausel im Vertrag. Anders als im Fußball kann man im Handball Leute nicht so leicht aus Verträgen Rauskaufen und deshalb haben viele Leute die lange Verträge haben eine Klausel. Das hat nichts mit dem Verein zu tuhen

    Perez de Vargas muss sogar eine Ausstiegsklausel haben!

    Das spanische Arbeitsrecht verlangt bei befristeten Verträgen eine Ausstiegsklausel, da der Arbeitnehmer eine Möglichkeit haben muss den Vertrag vorzeitig beenden zu können. In der Praxis kann man die Summen für die vorzeitige Vertragsauflösung natürlich astronomisch hoch ansetzen.

    Was mich wie gesagt stört ist Mensing. Ich hatte irgendwie automatisch angenommen das sei wie bei Röd Long-Covid und nun ist es eine schwere Fußverletzung. Das ist doch nicht erst seit gestern bekannt. Verstehe die Verletzungskommunikation wirklich manchmal nicht. Was wird dadurch gewonnen? Im Gegenteil werden Spieler wie Sögard ja eher zu Unrecht kritisiert, wenn sie nur halbfit spielen und ihre Verletzungen unbekannt sind.

    Einige Vereine sind aufgrund der Datenschutzverordnung sehr zurückhaltend geworden ohne explizite, schriftliche Zustimmung des verletzten Spielers Details zu seiner Verletzung zu kommunizieren. Das ist ein juristisches Minenfeld geworden.

    Beim Sparkassen Handballcup zeigte sich der VfL Gummersbach in Torlaune.

    VfL Gummersbach - MT Melsungen 34:35 (17:19)

    VfL Gummersbach - Eulen Ludwigshafen 44:26 (23:12)

    VfL Gummersbach - HC Erlangen 37:37 (14:20), 44:45 nach Siebenmeterwerfen

    Würde mich freuen wenn dieses schnelle Umschaltspiel uns in der Bundesliga erhalten bleiben würde.

    Einen Vorteil der "kleineren" Nationen bei Jugendturnieren sehe ich darin, dass sich die guten Jugendspieler*innen auf weniger Vereine verteilen und somit die Kleingruppen in den Mannschaften eingespielter sind. Die Startaufstellung der Niederländerinnen gestern setzte sich aus Spielerinnen von nur zwei Vereinen (4x VOC Amsterdam, 3x. HC Quintus) zusammen. Da ist die Mannschaft anders eingespielt als es eine bunt zusammengestellte Mannschaft nach ein paar Lehrgängen je sein könnte.

    Dagegen würde nur individuelle Klasse einzelner Akteurinnen punkten, aber die wird im deutschen Nachwuchshandball nicht explizit geschult.

    Moin in die Runde...

    Erst mal DANKE für das Forum, ich bin eigentlich nur für eine einzige Frage hier und ich drängel mich mal einfach ganz frech bei euch rein, weil dieser Thread hier im Forum sehr aktiv ist. Wenn das ein NoGo ist, dann bitte den Post einfach löschen.

    Nach vielen Jahren Eishockey Dauerkarten bei den Iserlohn Roosters wollen wir es jetzt mal mit Handball versuchen, ich war heute in der Geschäftsstelle und habe mir zwei Plätze für Dauerkarten reserviert lassen. Es waren die beiden letzten zusammen hängende Plätze in den Blöcken die ich im Auge habe. Bevor ich die Bestellung abschicken habe ich eine Frage: Was haltet ihr von einem Platz in der ersten Reihe, praktisch in Greifweite der Spieler? Die Frage ist wirklich ernst gemeint, ich brauche euer Feedback, um mich zu entscheiden, denn ich war NOCH NIE bei einem Handballspiel.

    Ich freue mich auf eure Meinungen und bedanke mich schon jetzt für jede Antwort.

    CU in Hamm

    Meiner Meinung nach ist die 1. Reihe etwas für Handball-Puristen, die einzelne Aspekte des Spiels sehr intensiv beobachten wollen. Für "Neulinge" geht aber viel verloren. In der ersten Reihe fehlt einfach der Überblick über das Spielgeschehen und das Gefühl für die Tiefe des Spielfeldes, um Gruppentaktiken, Laufwege o.ä. zu sehen und kennenzulernen. Für mich persönlich ist es reizvoll mal ein einzelnes Spiel in der ersten Reihe hinterm Tor zu verbringen, um das faszinierende Kreisläuferspiel (beste Position im Handball ;)) aus nächster Nähe beobachten zu können oder die Kommunikation zwischen Torwart und Abwehr zu hören. Erste Reihe hinter den Spielerbänken ermöglicht die Ansagen der herumtigernden Trainer zu verstehen und die Emotionen der Bank einzufangen. Aber für das volle Handballerlebnis und für einen Neuling würde ich eher ab Reihe 5 mit leicht erhöhter Position über dem Spielfeld empfehlen.

    Mit einer Frau die beruflich in Ungarn gebunden ist und einem kleinen Kind ist das Ausklingenlassen der Karriere in der Heimat wohl attraktiver als ein vielleicht besser bezahltes Ein-Jahres-Abenteuer im Ausland. Durchaus nachvollziehbar.