Beiträge von heindaddel

    Sollte der THW entscheiden, dass Schwenker zurück kommt, dann steht es niemandem, wirklich niemandem zu, diese Entscheidung zu kritisieren! Alles andere, und da könnt ihr auch gerne auch mich einprügeln, wäre für mich faschistoid!

    Ein sehr merkwürdiges Rechtsverständnis legst Du da an den Tag, finde ich. Selbstverständlich kann man es kritisieren, sollte der THW Schwenker wieder einstellen. Genauso, wie man kritisieren kann, wenn der THW es nicht tut. Da darf sich doch wohl jeder seine Meinung selber bilden und diese auch kund tun.

    Das Gericht hat Schwenker "in dubio pro reo" freigesprochen. Das Gericht hat sich hinsichtlich des CL-Finales klar positioniert und es als "nicht manipuliert" gewertet, es hat aber ausdrücklich auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der von Schwenker behaupteten Geldverwendung bekundet. Mit diesen Zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit muss Uwe leben (oder endlich Licht ins verbliebene Dunkel bringen!).

    In dubio pro reo bedeutet doch nicht, dass jeder dem Freigesprochen vertrauen muss. Es ist niemand gezwungen, mit ihm Geschäfte zu machen oder ihn gar einzustellen. Vertrauen läßt sich nicht per Gerichtsbeschluss erzwingen.

    Im Übrigen kann ich Dich beruhigen: Wie der oberste Repräsentant der THW GmbH & Co. KG öffentlich mitgeteilt hat, hat das für derartige Personalangelegenheiten zuständige Gremium, der Aufsichtsrat, einstimmig beschlossen, Schwenker nicht einzustellen. Unterstützt wird der Aufsichtsrat dabei durch ein einstimmiges Votum des Wirtschaftsausschusses, in dem die wichtigsten Sponsoren des THW vertreten sind, darunter auch der Arbeitgeber/Geschäftspartner von Schwenker, die Provinzial. Auch wenn dies die Uwe-Fans noch nicht wahrhaben wollen, die Entscheidung steht.


    ..... nächstes Jahr ist alles vergessen ...

    8o

    Jo, ich glaube auch, dass Herr W. im nächsten Jahr längst vergessen sein wird. :P

    Vielleicht wird einfach noch der Ausgang des Kieler Prozesses abgewartet, damit Noka S. als würdiger Nachfolger präs(id)entiert werden kann. Der hat langjährige Erfahrungen als "König von Kiel", redet sowieso nicht mit der Presse und hat eine First Lady an seiner Seite, die für ihre moralische Prinzipientreue berühmt ist.

    Christian W. wird seinen Rücktritt mit der einmaligen beruflichen Chance begründen, zum HSV-Präsidenten aufzusteigen ("Es war immer mein Traum, in Rudis Finca-Weinkeller zu urlauben."). Dieser Posten wird frei, da Martin S. leider der einzige ist, der die Untrainierbaren trainieren kann ("Mit der gelben-Leibchen-Taktik zurück in die Erfolgsspur.").

    Zurück ins Funkhaus. ;)

    Also ich finde die üble Nachrede, die hier einige betreiben, absolut unverschämt!

    Mal abgesehen davon, dass es statistisch wahrscheinlicher ist, dass bei 8 Teams die 3 Topmannschaften eben nicht aufeinander treffen, mal abgesehen davon, dass nun gerade im letzten Jahr mit Berlin und Kiel sehr wohl die beiden stärksten im Wettbewerb verbliebenen Teams im Viertelfinale gegeneinander ran mussten, bedeutet diese Unterstellung ja nun, dass den jeweiligen Losfeen Betrug und Bestechlichkeit vorgeworfen wird.

    Warum stellen diejenigen, die hier öffentlich behaupten, die Auslosungen seien manipuliert, nicht einfach Strafanzeige gegen u.a. Jan Holpert, Stefan Kretzschmar, Bob Hanning, die ehemalige Nationalspielerin Dagmar Stelberg oder die Tennisspielerin Sabine Lisicki?

    Welches Interesse soll der Verband, der mehrheitlich aus Nicht-Top-Clubs besteht, haben, die Auslosung zu manipulieren? Waren die Final-Fours ohne Hamburg oder Kiel nicht ausverkauft? Warum sollten die "kleinen" Vereine still halten? Hätte ein Bob Hanning, dem hier unterstellt wird, als Losfee 2006 Teil der Manipulationen zu sein, nicht auch ein Interesse, mit seinen Füchsen mal zum Final Four "durchgewunken" zu werden?

    Wie teuer ist es, die genannten Personen zu kaufen? Und wer bezahlt sie? Der Verband? Aus welchem Haushaltstitel? Die jeweiligen (wechselnden!) Top-Vereine? RNL diesmal nicht dabei, macht nichts, zahlt eben Flensburg?

    Alberne Verschwörungstheorien!


    Ansonsten hat er bestätigt, was Storm ausgesagt hat, konnte aber auch nichts entscheidendes zur Glaubwürdigkeit der Unterlagen beitragen.

    Neu war für mich an der gestrigen Aussage, dass die "hochemotionale" und "aufgebrachte" Wortführerin Mirjana S. die vorgelegten angeblichen "Beweisstücke" - also die Kontoauszüge von Volarevic und die "Selbstanzeige" Volarevics, in der Volarevic sich und Schwenker belastet und Serdarusic entlastet - nicht von Volarevic, sondern von Karin Schwenker bekommen haben will, weil sie "Angst vor ihrem Mann" hatte.

    Zitat

    Dann verdichteten sich die Gerüchte um die angebliche Manipulation und im Hause des Coaches spielten sich dem Vernehmen nach bizarre Szenen ab. Besonders die Hausherrin fiel nach Angaben von Wiegert und Löwen-Manager Thorsten Storm durch ihre Emotionalität in der Sache auf.

    „Ich hatte das Gefühl, ich bin in ein Minenfeld geraten. Da muss man still stehen und sich ganz langsam wieder heraus bewegen“, beschrieb Wiegert am Mittwoch ein Treffen mit dem Ehepaar Anfang 2009. Nach Angaben des Zeugen sowie von Storm und Löwen-Eigentümer Jesper Nielsen seien von der aufgebrachten Dame Schriftstücke präsentiert worden. Diese sollten belegen, dass Schwenker eine Manipulation initiiert und vorangetrieben habe. Da gab es Kontoauszüge und eine vermeintliche Selbstanzeige eines ebenso vermeintlichen Mittelsmannes aus Kroatien.

    Die Authentizität der Papiere erschien manchem der Anwesenden offenbar zweifelhaft. Zumal: In die Hände des Ehepaars Serdarusic sollen die Schriftstücke durch Schwenkers Ex-Frau gelangt sein. Am Ende war den Löwen der Wahrheitsgehalt der ganzen Sache jedoch ohnehin fast egal. Sie lösten den Vertrag mit Serdarusic, um „keine gemeinsame Leiche im Keller zu haben“ (Wiegert). Hamburger Abendblatt

    Und ich dachte immer, in Trennung lebende Ehefrauen hätten ein Interesse daran, die wirtschaftliche Basis ihrer besserverdienenden Noch-Gatten nicht zu zerstören ... und der freundliche Kroate stellt der Noch-Frau seines Geschäftspartners selbstverständlich gern belastendes Material für den Scheidungskrieg zur Verfügung ... und die "sehr gute Freundin" verbrennt dieses Material dann einfach ... wie gemein!

    Das mag glauben, wer will. Für mich ist das ein weiteres Indiz dafür, dass am 11. Februar 2009 die größte Märchenstunde der Handballgeschichte stattfand.


    Die Welt ist nicht nur Schwarz-Weiß

    Ich weiß, bin schließlich stolzer Besitzer eines Farbfernsehgerätes. ;)

    Meines Erachtens geht es in diesem Fall aber sehr wohl um ein schwarz-weißes Thema: Wurde im Hause Serdarusic die Wahrheit gesprochen oder eben nicht? Falls ja, hat der THW nicht eins, sondern mindestens zehn CL-Spiele manipuliert, "international sind 22 von den 25 Top-Schiedsrichter-Paaren für Bestechungsgelder empfänglich" und Frau Serdarusic hat den Beweis vernichtet, der Herrn Volarevic und Herrn Schwenker belastet und ihren Mann entlastet. Ich halte das alles für sehr wenig wahrscheinlich, habe auch in der Berichterstattung über den Prozess noch keine schlüssige Beweisführung vernommen, aber das darfst Du gerne anders bewerten.

    Warten wir einfach den weiteren Prozessverlauf, das Urteil und die Urteilsbegründung ab.

    Und erst als der THW diesen Hebel in Form des Geschäftsmannes V. fand, wurden die die Versuche mit Erfolg gekrönt.

    Ahhh, verstehe. Und bei all den angeblichen Bestechungen zuvor haben die Schiris das Geld zwar genommen, aber aufgrund der fehlenden serbo-kroatischen Sprachkenntnisse der Kopftuch-Botinnen nicht verstanden, was sie dafür tun sollen.

    Vielleicht solltest Du Dich mit Deinem Wissen einfach mal an die Staatsanwaltschaft Kiel wenden. Die ist für jeden Hinweis dankbar, glaube ich.

    Achso, wenn es denn nach so vielen erfolglosen Bestechungen 2007 mit Hilfe von Nenad V. endlich mal geklappt hat, warum hat man es dann 2008 wieder auf eigene Faust versucht, statt den erfolgreichen Weg nochmal zu gehen? Slowenien ist doch gar nicht weit von Zagreb ...

    heindaddel
    Und daher nicht die Frage im Raum steht, ob der Handball korrupt ist oder nicht, sondern nur, kann es bewiesen werden?


    Ich bezweifle nicht, dass es auch immer wieder Fälle von Korruption im internationalen Handball gegeben hat. Das alte System, nach dem die Heimmannschaften für die Unterbringung und "Bewirtung" der Schiris ohne klar definierte Grenzen zuständig waren, hat hier natürlich auch eine Grauzone geschaffen.

    Mich stört aber, alle Teilnehmer der Wettbewerbe unter Generalverdacht zu stellen. Das sehe ich als üble Nachrede an. Ich verstehe auch nicht, warum Korruption im Handball nicht beweisbar sein soll. Es gibt erklärungsbedürftige Geldabflüsse auf der einen Seite und erklärungsbedürftige Vermögensmehrungen und vielleicht einen unangemessenen Lebenswandel auf der anderen Seite. Meine Lebenserfahrung sagt mir: Wer bestechlich ist, ist gierig. Wer Geld ergaunert, legt es nicht für die Altersvorsorge beiseite, sondern "gönnt sich was", was er sich eigentlich nicht leisten könnte, oder führt gar ein Doppelleben. Da gibt es genug Angriffspunkte ...

    Oben habe ich konkrete Fragen gestellt. Wie erklärst Du Dir denn, dass der THW trotz der behaupteten systematischen Manipulationen zwischen 2000 und 2007 so erfolglos in der CL war?

    Welche Frage ich mir schon seit geraumer Zeit stelle: Wenn der Handball auf internationaler Ebene so korrupt war und man nur mit dem nötigen Kleingeld erfolgreich sein konnte, wie gelang es der SG Flensburg-Handewitt gleich 2x, nämlich 2004&2007, in die Finals einzuziehen? Oder wurde immer erst für die Finals der Geldkoffer ausgepackt? ?(

    Gute Frage.

    Und: Der THW soll ja gemäß den Anschuldigungen seit 2000 mindestens zehn Spiele durch Bestechung manipuliert haben. Warum hat die Staatsanwaltschaft keinerlei Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten vor 2007 gefunden? Warum war der THW trotz der angeblich systematischen Landschaftspflege nicht erfolgreicher? Welche Spiele sollen manipuliert gewesen sein, wenn man regelmäßig im Viertelfinale rausgeflogen ist? Irgendwelche Gruppenspiele?

    Warum hat kein Schiedsrichter einen Bestechungsversuch des THW gemeldet? Okay, das mag daran liegen, dass, wie in den Anschuldigungen ja auch behauptet wurde, praktisch alle international pfeifenden Schiri-Paare korrupt sind. Wenn dieser Vorwurf der „Ankläger“ stimmt, warum braucht dann einer der Schiedsrichter, dem jahrelange Bestechlichkeit unterstellt wird, einen Kredit von 6.000, um sich eine Wohnung für 61.000 zu kaufen? Warum wurden dann bei den Schiedsrichtern, deren Vermögensverhältnisse jetzt untersucht wurden, keine finanziellen Auffälligkeiten entdeckt, wenn sie doch angeblich regelmäßig die Hand aufhalten?

    Tut mir leid, für mich sind solche pauschalen Unterstellungen, der internationale Handball sei sowieso korrupt, und jeder, der mal erfolgreich war, muss daher betrogen haben, allerunterstes Stammtischniveau.

    Meiner Einschätzung nach sind die angeblich "mindestens zehn manipulierten Spiele", die angebliche "Selbstanzeige" des Geldboten (der eigentlich nichts zu befürchten hat), die nicht an die Polizei, sondern an Familie Serdarusic geschickt und nach der Show verbrannt wurde, und die "Casinobelege", die angeblich als Ausgabebelege gedient haben sollen, aber wohl nicht in der THW-Buchhaltung, sondern nur im Hause Serdarusic vorgefunden wurden, Zeichen dafür, dass Storm und Co. in Russee Zeugen einer großen Märchenstunde wurden.

    Jetzt ist der THW am Zug, den "Handschlagsvertrag" auch unter Dach und Fach zu bekommen.

    Der "Handschlagvertrag" liegt doch schon seit Ewigkeiten im Kieler Stadtmuseum für jedermann zur Einsichtnahme aus:

    Zitat

    Allerdings kursiert das Gerücht, Wiencek habe noch gar nicht beim THW unterschrieben. Diese Spekulation beendete gestern Geschäftsführer Klaus Elwardt. "Wir haben unterschriebene Verträge von Wiencek und Toft Hansen vorliegen, wer will, kann reinschauen." Und sollte Ahlm ein weiteres Jahr bleiben wollen, sei er gesetzt. Elwardt: "Einer der beiden Neuzugänge wird dann eben für ein Jahr woanders geparkt, kein Problem." Den Namen Dragicevic ließ Elwardt übrigens unerwähnt.

    (von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 04.08.2011)

    Die Zahlen werden wohl öffentlich zugänglich sein.

    Stimmt, jetzt schon ... :P

    Wo auch immer die SG die Zahlen her hat, zu veröffentlichen, wie hoch die Hallenkosten in Berlin (18.000), Lemgo (15.000) oder Balingen (300) je Spiel sind, finde ich einen "Hammer". Man kann solche Informationen ja gerne als Argument hinter verschlossenen Türen vorbringen, aber so?

    Na, mal schauen, wie lange diese pdf da noch steht.

    Zitat

    Da ist Neumünster angesichts des Stichtages 31.12. glaubwürdiger als Beckedahls Grenzarena, die bekäme man in sechs Wochen nciht hochgezogen

    Oder einfach mal den Herren vom FC Bayern die Lizenz andienen? ;)

    Alter Däne! Da muss die K*cke aber ordentlich am dampfen sein, wenn man mit solchen internen Berechnungen an die Öffentlichkeit geht. Gegenseitige öffentliche Schuldzuweisungen sind ja nun keine gute Verhandlungsbasis ...

    Und was fällt den SG-Verantwortlchen eigentlich ein, Hallenkosten-Daten der anderen Bundesligisten zu veröffentlichen, nur um die Milchmädchen-Behauptung der "höchsten Hallenkosten der Liga" zu belegen? Das geht doch wohl gar nicht.


    Vielleicht ist das auch nur schlecht zitiert. Denn wäre das die wörtliche Aussage gewesen, hätte die Staatsanwaltschaft da sicher nachgehakt

    Ich verstehe diese Äußerung eher so: "Mein Verhältnis zu Manfred Werner ist so schlecht, es ist absurd zu glauben, ich würde ausgerechnet ihm so eine Information anvertrauen, wenn die Geschichte stimmen würde."

    Amüsant:

    Und dazu laut sid:

    Zitat

    Einigkeit habe bei allen vernommenen Personen darüber geherrscht, dass Schwenker betrunken gewesen sein soll, berichtete der Polizeibeamte. "Manche sagten aus, es sei nur oberflächlich über das Finale von 2007 gesprochen worden", sagte der Ermittler: "Manche behaupteten, es sei gar nicht von Handball die Rede gewesen."

    Na, da scheint der "Mallorca-Komplex" ja ne unheimliche Beweiskraft zu haben! Wenn man mal bedenkt, wie das angebliche Schwenker-Geständnis seinerzeit medial inszeniert wurde ... :nein:

    Viel interessanter als den Umstand, dass der beteiligte Schiedsrichter den Vorwürfen widerspricht, finde ich folgendes:

    Ich hätte erwartet, dass die Staatsanwaltschaft, wenn sie einen vermeintlichen Bestechungsvorgang anklagt, Hinweise auf dubiose/unklare Vermögenszuwächse (also einen größeren Geldeingang) bei den angeblich Bestochenen in der Hand hat. Dies scheint nicht der Fall zu sein. Kann es sein, dass die Anklage auf seeehr wackligen Füßen steht?

    Gemäß der ausführlichen Berichterstattung in der Druckausgabe der KN hat die Staatsanwaltschaft gestern keine glückliche Figur abgegeben. U.a. scheint sie der eigenen Version der Geldübergabe in Warschau nicht mehr zu glauben. Vielmehr wollte man offenbar eine Bestechung im Rahmen der Sitzung der technischen Kommission - in Gegenwart von Manfred Werner und EHF-Vertretern - konstruieren ...

    Na, bei solchen Ausweisfragen gibt das ja häufig auch einen gewissen Interpretationsspielraum. Ob man so eine Ablösesumme nun als erworbenes Nutzungsrecht oder als vorausgezahlten Personalaufwand ansieht ...

    ... der neue Geschäftsführer hat es eben anders zugegliedert als der alte (oder der neue WP wollte es anders ausgewiesen haben als der Vorgänger?). Für den aufmerksamen ;) Leser wurde die Umgliederung ja im Anhang erläutert und war somit nachvollziehbar...


    Die älteren Jahresabschlüße zeigen, dass erst zur Saison 08/09 die immateriellen Vermögensgegestände von zuvor 21500 EUR auf 1,8 Mio. EUR gestiegen sind. Das wird kaum mit Ablösesummen erzielt worden sein.

    Der Anstieg ist im Anhang erläutert:

    Zitat

    Die bisher unter der Position „aktiver Rechnungsabgrenzungsposten“ ausgewiesenen gezahlten Ablösesummen (TEUR 1.779, Vorjahr TEUR 1.528) wurden umgegliedert in die Position „immaterielle Vermögensgegenstände“.

    Die Höhe des Postens finde ich nicht so überraschend. Gislason, Narcisse, Ilic, Sprenger, Jichas Ablöse war auch noch nicht vollständig abgeschrieben. Und z.B. für Patrail soll der THW ja auch schon was gezahlt haben.


    Mich würde dennoch interessieren was hinter den immateriellen Vermögensgegenständen steckt - Rechte woran, erworbene Software ???

    Die entgeltlich erworbenen Nutzungsrechte an Spielern (und Trainern) - sprich: Ablösesummen - werden als immaterielle VG bilanziert und über die jeweilige Vertragsdauer abgeschrieben. Die geleisteten Vermittlungsprovisionen (an Spielerberater) und Gehaltsvorauszahlungen ("Handgelder" an aktuelle und/oder künftige Spieler ?) werden demgegenüber als aktiver RAP ausgewiesen und ebenfalls über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.

    Siehe auch: KPMG - Der Fußballtransfermarkt. Auf S. 4 wird die Bilanzierung nach HGB beschrieben.

    Oder müsst ihr im Juni schon das Geld für die Dauerkarte der neuen Saison bezahlen?

    Selbstverständlich muss die Karte bereits im Juni bezahlt werden, der Verkaufszeitraum für Stammblattinhaber war 2.-26.06.2010. Warum die Dauerkartenerlöse nicht als passiver RAP verbucht werden, weiß ich nicht, vielleicht, weil sie noch beim Ticketverkäufer liegen und in dem Sinne noch keine wirkliche Einnahme sind.

    Kommt mir bekannt vor. Vorschüsse für mehr Schweden aus Zagreb?

    Nein, für Esten aus der Schweiz (zum Bilanzierungsstichtag) und für Deutsche aus Berlin ... :P

    Achso, zu den hohen kurzfristigen Verbindlichkeiten des THW sei daran erinnert, dass man im alten Geschäftsjahr fast 10.000 Dauerkarten verkauft (und entsprechende Einnahmen bzw. Forderungen an die Ticketverkäufer hat), seinen Kunden die Gegenleistung noch schuldig ist (könnte man sicher auch als pRAP ausweisen).