Original von Phoibos
Den finanziellen Aspekt habe ich bei meinen Überlegungen bisher außer Acht gelassen. Aber das kommt ja auch immer darauf an wie es finanziell in der Familie aussieht. Natürlich ist es in dem von dir beschriebenen Fall ein Unding die Familie so eine finanzielle Last tragen zu lassen.
Es gibt aber auch genug Spieler, bei denen das finanzielle nicht der wichtige Punkt ist, da sich die Eltern da keine Sorgen drum machen müssen.
Denke das der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass ich bisher nur positive Berichte über Internate gehört habe, wohingegen du auch viele negative Erfahrungen kennengelernt hast.
Ich habe meine Kenntnisse zum Beispiel auch von einem Spieler, der den Sprung in die zweite Bundesliga (bzw. wenn er sich weiter durchsetzen kann jetzt auch erste BL) geschafft hat. Und das sind eigentlich alles positive Erfahrungen.
Ich denke, dass die Übungsmöglichkeiten und auch die Übungsleiter in einem gut organisierten Verein nicht schlechter sind als in einem HBLZ. Ich denke das ist auch von dem jeweiligen Charakter abhängig, ob er sich in einem Internat wohlfühlt oder nicht, dass sollte jeder selber entscheiden.
Und zu den Abwerbeversuchen durch HBLZ: Das kommt ja nicht nur von denen, man wird als guter Spieler ja immer wieder von anderen Vereinen angesprochen, und das geht schon ab der C-Jugend los. Vor 10 Jahren war es mit den Internaten noch nicht soweit, als dass sich diese Möglichkeit für mich ergeben hätte und ich mir Gedanken darüber machen musste.
Es ist daher auch jedem Spieler selbst überlassen, ob er in seinem alten Verein bleibt, zu einem neuen wechselt oder in ein HBLZ geht. Und da kommt es dann natürlich auch darauf an was die Alternativen ihm bieten bzw. versprechen. Und wenn man in ein HBLZ geht, in welchem einem von einer Karriere als Bundesligaspieler vorgeschwärmt wird, dann lässt sich ein 14jähriger auch ohne Probleme überreden, weil es sich einfach toll anhört. Und die Eltern haben meist nicht den Handballschverstand, um zu sehen ob es für Ihren Sohn reicht später einmal Geld mit Handball zu verdienen. Das ist leider so und lässt sich auch nicht ändern. Da kann man als Trainer des Heimatvereins noch so gute (meist auch richtige) Argumente darlegen, der Traum von der 1.Liga ist einfach zu groß.