Beiträge von BerndO

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    Original von jhl
    Ist es nicht so, dass ein TTO erst gegeben wird, wenn der Schiri es pfeifft und das TimeOut anzeigt? Der ZN darf ja auch erst die Uhr anhalten, wenn der Schiri pfeifft und nicht wenn er selbst pfeifft.

    Schon richtig, doch ein Signal vom ZN unterbricht auf jeden Fall das Spiel auch wenn es "niemand" hört.

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    Original von jhlAlso müsste der Protest erfolgreich gewesen sein, da die Schiris das TTO nicht gegeben haben und die Uhr dann nicht mehr zurückstellen dürfen.

    Sie dürfen, denn schaust Du hier:

    DHB Regelecke Beispiel 4

    Aber letztendlich glaube ich auch, dass der Protest erfolgreich gewesen ist.

    Gruß
    Bernd

    Also, ich kann mir gut vorstellen, dass der Einspruch durch gegangen ist, da in einem solchen Fall zwar Uhr und Spielstand zurück"gedreht" werden, jedoch bleiben persönliche Strafen bestehen. Insofern haben die SR hier wirklich einen Fehler begangen. Aufgrund von Zeitpunkt und Spielstand ist dieser wohl auch als spielentscheidend zu werten.
    Gruß
    Bernd

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    Original von Lasse
    Aber es ist ja eigentlich auch egal, denn egal, welchen Standpunkt man als Schiedsrichter zu dem einen oder anderen Thema auch hat, es gibt immer die Möglichkeit, den Spieler, der sich nach Meinung der SR nicht anständig verhält, zu bestrafen.
    Denn im Endeffekt entscheidet immer der SR, was unsportlich oder gesundheitsgefährdent ist.

    Klar, eine eigene Meinung haben ist erlaubt. Aber es sollte doch so sein, dass alle SR mit gleichem Mass messen und eine einheitliche Linie fahren, so dass sich alle Mannschaften darauf einstellen können und nicht von Spieltag zu Spieltag erst mal "ausprobieren" müssen, was denn heute erlaubt ist. Das zu erreichen ist sicherlich alles andere als einfach und wird wohl immer das unerreichbare Ideal darstellen. Aber bemühen, um dahin zu kommen, sollten wir (SR) uns schon.

    Gruß
    Bernd

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    Original von Schwaniwolli
    Wenn eine am Spiel nicht beteiligte Person den Ball auf dem Wege zum Tor aufhält, bin ich in fast allen Fällen davon überzeugt, dass der Ball im Tor gelandet wäre. ( Klar ?? !!! )

    Sach ich doch... :D

    Andre: Also ich muss mir in solch einem Fall schon sehr sicher sein, dass der Ball NICHT ins Tor gegangen wäre, damit ich NICHT auf Torerfolg entscheide.

    Und wenn dem so ist, kann ich nicht auf 7m entscheiden, denn eine klare Torgelegenheit hat ja nicht bestanden. Die Spielfortsetzung wäre dann auf jeden Fall Abwurf (wenn der Ball im Torraum gestoppt wurde) oder Freiwurf für die Mannschaft, die meines Erachtens in Ballbesitz gelangt wäre (wobei ich mir da auch nicht 100%ig sicher bin).

    Gruß
    Bernd

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    Original von jfherden
    Ja, weil die Dq für den nicht teilnahmeberechtigten Spieler keine persönliche Strafe sein kann, da der Spieler nicht eingetragen ist. Die Dq ist eine symbolische Mannschaftsstrafe. Demnach ist ein ein 12. Spieler ohne weiteres möglich.
    Nochmal das Beispiel aufgegriffen, wenn 12 Spieler eingetragen sind und zusätzlich ein nicht teilnahmeberechtigter Spieler das Spielfeld betritt, wäre es deiner (berndo) Meinung nach der 13. eingetragene Spieler auf dem Spielfeld. Damit hätte der MV nicht nur einen nicht teilnahmeberechtigten Spieler aufs Feld geschickt sondern auch gegen Regel 4:1 (max. 12 Spieler) verstoßen. Das kann ja auch nicht ganz sein, oder?

    Wieso? Kann man nicht gegen 2 Regeln gleichzeitig verstossen? :lol: Vielleicht ist das genau die Lücke im Regelwerk die der Schwaniwolli meinte.

    Wie mhs schon meinte, das haben wir von unserem gemeinsamen Lehrwart. :D Und so unlogisch scheint mir die Regel hier nicht.

    Mein Problem mit solchen Anweisungen zur Regelauslegung ist, dass man da nicht wirklich was schriftliches hat. Viele solcher Beispiele werden allenfalls in irgendwelchen Regelfragen behandelt. Und da weiß man auch nicht immer wie aktuell und gültig diese Kataloge noch sind.

    Gruß
    Bernd

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    Original von mhs
    Und um den Problem noch eins draufzusetzen, was macht den der Handballgott, wenn 12 Spieler eingetragen sind, sich der MV mit einem vertan hat (Eingetragener nicht anwesend, dafür Anwesender nicht eingetragen) und dies auffällt. Also der nicht eingetragene D. und der nicht anwesende gestischen wird ..

    Das ist dann wohl Pech, weil nach Spielbeginn dürfen keine Streichungen mehr vorgenommen werden. Wenn der Nichteingetragene ins Spiel eingreift wird er dann eben disqualifiziert. Fällts den Beteiligten vorher auf, so haben sie keine Chance diesen Fehler zu korrigieren, weil kein Platz mehr auf dem Bogen.

    Die SR könnten diesen Fall wohl nur dadurch verhindern, wenn sie wieder eine "Gesichtskontrolle" dürchführen würden.

    Gruß
    Bernd

    Weil es bei Regel 16:8 (auszugsweise) heisst: ... Eine Disqualifikation verringert die Zahl der Spieler oder Offiziellen, die der Mannschaft zur Verfügung stehen. ...

    Hier wird kein Unterschied hinsichtlich des Grundes der Disqualifikation gemacht (ausser Vergehen vor Spielbeginn). Der nicht teilnahmeberechtigte Spieler wird quasi als 12. Spieler angesehen und somit dürfen nach der D nur noch 11 Spieler in dieser Mannschaft mitwirken.

    Gruß
    Bernd

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    Original von Lasse
    Das werd ich dann wohl verwechselt haben. Aber ich wusste, dass ich da irgendwas gehört habe...

    Und trotzdem komm ich nicht darüber hinweg, die ganze Aktion als äußerst unsinnig zu sehen... entweder wusste der Trainer überhaupt nicht, was er macht, oder er machte das absichtlich, um die SR zu verwirren...

    Ich habe die betreffende Mannschaft seitdem schon 2 mal gepfiffen: Sie haben es nicht noch mal "probiert". :D Aber ich denke mal, sie wollten damals SR und Z/S damit einen Gefallen tun, damit das beim Nachtragen mit der Passkontrolle besser/schneller klappt.

    Schwaniwolli: Ist dem wirklich so, dass, wenn bereits mal 4 Offizielle auf dem Bogen standen und einer von ihnen zum Spieler wird, die Mannschaft einen weiteren Offiziellen nachmelden kann? Hätte ich bislang wohl falsch gemacht. Aber immer diese graue Theorie... ;)

    Gruß
    Bernd

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    Original von Schwaniwolli
    liest du eigentlich meine Ausführungen oder überfliegst du sie bloß.


    Natürlich sehr aufmerksam :D, denn Du schriebst...

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    Original von Schwaniwolli
    ... oder wenn er zu früh ins Feld läuft UND ins Spielgeschehen eingreift.


    Was heisst denn da "ins Spielgeschehen eingreifen"?? So wie du das beschrieben hast, ziehst Du halt auch Rot wenn gar keine klare TG vorliegt. Und damit bin ich überhaupt nicht einverstanden :nein:

    Und egal, ob klare Torgelegenheit oder nicht: durch das Betreten des Spielfeldes provoziert der Spieler auf jeden Fall einen Pfiff des (aufmerksamen) Zeitnehmers. Und jetzt?

    Gruß
    Bernd

    Schönes Thema, und ich dachte immer das wäre so eindeutig geregelt :wall:

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    Original von SRBHV
    Bevor ihr mir noch alle durcheinander bringt möchte ich diese Diskussion abschließen:

    Das fragt ich mich jetzt aber, wer hier wen drucheinander bringt... ?(

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    Original von SRBHV
    Soweit so gut, nun kann es aber sein, daß der zu früh einwechselnde nicht aktiv eingreift aber der Z muß pfeifen und unterbricht z.B. einen laufenden Konter des Gegners.
    Er unterbricht also und verhindert (richtigerweise) eine klare TG.

    Nun ist es meine Entscheidung was ich in diese Aktion hineininterpretiere.
    = unterstelle ich ihm Absicht diese Aktion bzw. diesen Pfiff provoziert zu haben (was äußerst schwierig sein dürfte) so werde ich ihn disqualifizieren.

    Das ist der Knackpunkt, ich müsste ihm Absicht unterstellen (läge durchaus nahe, ist aber nicht zwingend immer so). Das lass ich lieber, zumal ich als SR den falschen Wechselvorgang oder den zu frühen Eintritt selten selber beobachten kann...

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    Original von SRBHV
    Und - was man nicht außer acht lassen sollte die Spielfortsetzung ist FW an der Auswechsellinie für die gegnerische Mannschaft.

    Der Grund ist in der Regel 14:1 b begründet wo es heißt
    "auf 7m- Wurf ist zu Entscheiden bei einem UNBERECHTIGTEM Pfiff während einer klaren TG"

    :nein: Und was ist mit 14:1a) ??? Die abwehrende Mannschaft hat ganz klar eine Regelwidrigkeit begangen und letztendlich wurde dadurch die Torgelegenheit vereitelt. (gibst Du übrigens oben selber als Regelbezug an)

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    Original von SRBHV
    So, ich hoffe ich konnte etwas Licht in das Dunkel bringen.

    Es ist eher etwas diffuser geworden...

    Ach ja, Regelfragen aus dem Fragenkatalog zu diesem Thema: 209, 212, 214, 216

    Gruß
    Bernd

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    Original von Schwaniwolli
    Ich spreche nur eine D, wenn er bewußt ins Spielfeld läuft, um den Z zu einem Pfiff zu provozieren ( kann eigentlich nur bei einer klaren Torgelegenheit oder bei einem Gegenstoss des Gegners sein ), oder wenn er zu früh ins Feld läuft UND ins Spielgeschehen eingreift.

    Bei normalen Wechselfehlern pfeift ja auch der Z fast immer so schnell, dass der Spieler nicht mehr ins Spiel eingreifen kann. Macht er es aber trotzdem , siehe BASTA.


    Auf die Gefahr hin, dass Du bei mir jetzt auch all zu genau hinschaust ;), widerspreche ich Dir nochmals.

    Vereitelt ein zusätzlicher Spieler oder ein zu früh eintretender Spieler eine klare Torgelegenheit, weil der ZN seine Arbeit korrekt macht und sofort pfeift, kannst Du persönlich zwar der Meinung sein, dass dies grob unsportlich ist. Jedoch ist die Anweisung hier eindeutig: Es gibt eine Hinausstellung und das Spiel wird mit 7m fortgesetzt. Diese Auslegung wurde vor 2 oder 3 Jahren geändert und sollte meiner Meinung nach von allen SR so praktiziert werden, egal ob man das nun als sinnvoll, ungerecht oder blöd erachtet.

    Abgesehen davon halte ich ein Eingreifen ins Spielgeschehen nur dann für wirklich unsportlich, wenn der Spieler dadurch eine klare Torgelegenheit vereitelt. Oder disqualifizierst Du auch wenn seine eigene Mannschaft in Ballbesitz ist, der ZN pennt und der Spieler ganz normal am Spiel teilnimmt?

    Gruß
    Bernd

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    Original von Schwaniwolli
    Er wird doch nur dann ins Spiel eingreifen, wenn er z.Bsp. einen gegnerischen Angriff vereiteln möchte oder gar Schlimmeres. Und wenn er bewußt ins Spielfeld läuft, um den Z zu einem Pfiff zu provozieren ?.

    Wie auch immer, er wird von mir wg. grober Unsprtlichkeit disqualifiziert. Basta

    Das entspricht aber nicht dem was auf BHV-Ebene (und somit auch auf DHB-Ebene, da hat der Jason das ja wohl her) gelehrt wird. Ein provozierter Wechselfehler ist nicht mit einer Disqualifikation zu ahnden :nein:. Dazu gibt's auch mehrere Fragen im aktuellen Fragenkatalog.

    Unsportlich ist das allemal, und meiner Meinung nach je nach Spielstand und Spielzeit auch durchaus grob unsportlich, aber die Anweisungen lauten hier halt anders (auch wenn's nicht unbedingt jedem gefällt :wall:)

    Gruß
    Bernd

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    Original von Schwaniwolli
    Greift er in diesem Fall tortzdem ins Spiel ein, muss er disqualifiziert werden.

    Hallöchen, du meine spielleitende Stelle,

    hier muss ich Dir vehement widersprechen. Durch eine Hinausstellung erlischt keines Falls die Teilnahmeberechtigung eines Spielers (teilnahmeberechtigt ist bekanntlich der, der vor Spielbeginn anwesend und im Spielprotokoll eingetragen ist + nachkommende Spieler, bla, bla...). Ich kann - darf - soll nicht :nein: einen hinausgestellten Spieler disqualifizieren, wenn er zu früh eintritt, egal ob er ins Spiel eingreift oder nicht. (Verhält er sich grob regelwridig oder grob unsportlich, dann natürlich schon). Aber eine Disqualifikation wegen fehlender Teilnahmeberechtigung gemäß 16:6a) wäre ein klarer Regelverstoß.
    Das reine Betreten stellt auch keine grobe Unsportlichkeit dar, also ist hier lediglich eine weitere Hinausstellung die Folge (Regel 4:6).

    Achso, zu der anderen "etwas abstrusen" Diskussion: Ist der Ball in solch einer Situation im Tor war der SR wohl zu langsam oder hatte die Pfeife verschluckt. Ich tu mich da sehr schwer, auf Tor zu entscheiden, wenn entweder ausgebrochene Wildtiere, Wischmops oder Zuschauer Bälle ins Tor befördern.

    Ich will ja nicht behaupten, dass das Regelwerk immer zu 100 Prozent logisch ist :D , aber ich als SR kann auf Tor entscheiden, wenn ein nicht am Spiel Beteiligter ein Tor verhindert und ich der Auffassung bin, dass der Ball ohne sein Eingreifen ins Tor gegangen wäre (Regel 9:1 Kommentar). Somit behaupte ich jetzt einfach mal (rein logisch ;)), dass im Umkehrschluß der SR auch auf "kein Tor" entscheiden kann, wenn er der Auffassung ist, der Ball wäre ohne das Eingreifen des Nichtbeteiligten nicht ins Tor gegangen.

    Abgesehen davon, finde ich keine Aussage zu diesem Fall im gesamten Regelwerk oder in irgendwelchen Anweisungen. Von daher würde meine Entscheidung in diesem Fall lauten: Kein Tor :baeh:

    Gruß
    Bernd

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    Original von jfherden
    Aber auch ungeachtet dessen: TTO weg und Wechselfehler ist für mich die richtige Antwort, da ärgert sich der Trainer sicher auch genug drüber.

    Was soll denn heissen "TTO weg"? ?(
    Es wird doch ganz normal gewährt, trotz Wechselfehler, denn zum Zeitunkt der Beantragung waren alle Voraussetzungen erfüllt.

    Also, nach 60 Sekunden geht's für die fehlbare, TTO beantragende Mannschaft mit einem Mann weniger und Ballbesitz weiter.

    Gruß
    Bernd