Beiträge von BerndO

    Wenn die Musik rechtzeitig wieder abgestellt wird, ist da meines Erachtens überhaupt nichts gegen einzuwenden.

    Wenn der Mann an der Anlage das aber nicht geregelt kriegt, und die Spieler denn Anpfiff nicht mehr hören können und die Musik trotz mehrfacher Ermahnung zu lang und zu laut spielt, dann würde ich dies auch im Spielbericht vermerken.

    Wenn der Ausschluss vor Wiederanpfiff, also unmittelbar auf die Disqualifikation folgend ausgesprochen wurde, so ist korrekt. Nach Wiederanpfiff ist lediglich ein schriftlicher Bericht möglich.

    Zweite Frage: Die Rechtsordnungen der Landesverbände lassen hier eine Bestrafung (noch???) nicht zu, d.h. die Möglichkeit einer Sperre gibt es nur in den Bundesligen und nur nach einer Disqualfikation, die aus der Verhinderung eines formalen Wurfs resultiert.
    Da er nicht disqualifiziert wurde, kann es so oder so keine Spielsperre geben. Ich hätte hier auch keine rote Karte gegeben.

    Doch, die zwei Minuten werden ganz normal angezeigt, schliesslich sieht 16:12 dies ja auch explizit für den Fall, dass der Spieler zuvor bereits disqualifiziert wurde, vor. Natürlich wird dies dem MV und Z/S nochmals explizit mitgeteilt, um hier Missverständnissen vorzubeugen.

    Postfan: In dieser Situation hat der Spieler bereits Rot wegen seiner dritten Zeitstrafe gesehen. Ein zweites Mal Rot wird in solch einem Fall nicht gezeigt. Stattdessen bekommt er eine zusätzliche Zeitstrafe (Reduzierung somit 4 Minuten) und seine Bemerkung wird zusätzlich entsprechend im Protokoll eingetragen.

    Im Badischen muss ja immer ein Regelbezug für die rote Karte angegeben werden. Auch in diesem Fall wird 16:6g) "dritte Zeitstrafe" angegeben, da dies die primäre Ursache für die Disqualifikation war. Insofern gibt es hier wohl keine automatische Sperre, aber die spielleitende Stelle wird den verbalen Ausfall entsprechend "würdigen".

    Zitat

    Original von Ellob
    Hmm mit Verbaler Ankündigung riecht es bei mir immer nach einer tätlichkeit, was dann einen Ausschluss zur Folge hätte.
    Wenn ein Spieler beim Freiwurf zum Abwehrspieler sagt: "Den werf ich dir in die Fresse" und tut es dann auch, dann werde ich meine Unterarme über Kopfhöhe kreuzen!!!

    Wenn ich das höre, dann führt der sicherlich nicht den Freiwurf aus - es sei denn er ist verdammt schnell. Ansonsten kann er mindestens 2 Minuten lang drüber nachdenken.

    Hier mal auszugsweise zwei Absätze aus den einschlägigen Paragraphen der Spielordnung:

    Zitat

    §55 Festspielen
    (1) Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse wird das Spielrecht der Spieler in Meisterschaftsspielen des Vereins eingeschränkt. Ein Festspielen bei Pokalspielen ist gesondert geregelt.

    Zitat

    § 70 Zweifachspielrecht
    (1) Der gemäß § 69 ausgeliehene Bundesligenspieler ist für seinen Erstverein und den Zweitverein gleichzeitig in den Bundesligen- und Regionalligamannschaften sowie den Mannschaften der vierthöchsten Liga (Oberliga) (und nur in diesen) spielberechtigt (Zweifachspielrecht), wenn
    - das Zweifachspielrecht in der Ausleiheanzeige (s. § 69 Abs. 1 Buchst. c) und d)) erklärt worden ist und
    - der Spieler das 23. Lebensjahr am Tage der Ausleiheanzeige noch nicht vollendet hat.

    Von daher gehe ich stark davon aus, dass der Einsatz in Ordnung war. Festspielen bezieht sich lediglich auf zwei/mehrere Mannschaften desselben Vereins, und das ist hier ja nicht der Fall...

    16:12 gibt genau den Rahmen vor, wann eine Doppelbestrafung erlaubt ist. Die oben geschilderten Situationen gehören meines Erachtens nicht dazu.

    Zitat

    16:12 Wird von einem Spieler oder Mannschaftsoffiziellen gleichzeitig oder in direkter Folge vor dem Wiederanpfiff mehr als !eine Regelwidrigkeit begangen und erfordern diese Verstöße verschiedene Strafen, ist grundsätzlich nur die schwerwiegendste Strafe auszusprechen. Das ist immer der Fall, wenn eine der Regelwidrigkeiten eine Tätlichkeit ist.
    Es gelten jedoch die folgenden besonderen Ausnahmen, bei welchen in sämtlichen Fällen die Mannschaft auf der Spielfläche für 4 Minuten reduziert wird:
    a) wenn sich ein Spieler, welcher gerade eine Hinausstellung erhalten hat, vor der Wiederaufnahme des Spiels unsportlich verhält, soll er eine zusätzliche Hinausstellung erhalten (16:3g); wenn die zusätzliche Hinausstellung die dritte für den Spieler ist, wird er disqualifiziert.
    b) wenn sich ein Spieler, der gerade eine Disqualifikation bekommen hat (direkt oder wegen seiner dritten Hinausstellung), vor der Wiederaufnahme des Spiels unsportlich verhält, wird die Mannschaft mit einer zusätzlichen Strafe belegt, wodurch die Reduzierung 4 Minuten beträgt (16:8, Absatz 2).
    c) wenn sich ein Spieler, der gerade eine Hinausstellung bekommen hat, vor der Wiederaufnahme des Spiels grob unsportlich verhält, wird er zusätzlich disqualifiziert (16:6c); die beiden Strafen bedeuten eine 4-Minuten-Reduzierung der Mannschaft (16:8, Absatz 2).
    d) wenn sich ein Spieler, der gerade eine Disqualifikation bekommen hat (direkt oder wegen seiner dritten Hinausstellung), vor der Wiederaufnahme des Spiels grob unsportlich verhält, wird die Mannschaft mit einer zusätzlichen Strafe belegt; die Reduzierung beträgt insgesamt 4 Minuten (16:8, Absatz 2).

    @Papa:

    Klar ist die Zeitspanne ausschlaggebend, vor nicht all zu langer Zeit kursierte hier auch ein kurzes Video aus dem "richtigen" Leben mit einer ähnlichen Situation, die mit Ausschluss zu ahnden war und auch geahndet wurde.

    Aber in der Ausgangssituation wüsste ich nicht warum der Angreifer ausgerechnet dem Torwart den Ball absichtlich ins Gesicht werfen wollte. Hätte er den Abwehrspieler getroffen, der ihn "festgemacht" hatte, dann wäre das in der Tat anders zu bewerten.

    Zu Deiner Frage: Klare Sache - Ausschluss

    Das ist allerdings schon seltsam, dass ihr das endgültige Ergebnis erst per Mail bekommt. Die Punktzahl (und auch wie diese zustande kommt) sollte bereits feststehen, bevor der Beobachter die SR-Kabine zum Gespräch betritt. Es handelt sich dabei ja auch nicht um ein Verhandlungsgespräch, wo man vielleicht auch noch ein wenig feilschen kann.

    Wie man allerdings mit seiner 7m-Linie ein Spiel bzw. dessen Verlauf positiv beeinflussen kann (negativ hingegen schon ;) ) ist mir auch nicht ganz klar. Bei Progression oder Vorteil/Spielgedanke schon eher. Frühzeitig z.B. Grenzen aufzuzeigen bzw. eine klare Linie können durchaus dazu führen, dass keine Härten aufkommen.

    Ob jedoch der Torraum seltener betreten wird, weil jedesmal regelgerecht ein 7m gepfiffen wird, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Vielmehr wird es nicht unerheblich davon abhängen wieviele Entscheidungen in dem jeweiligen Bereich zu treffen waren (hier spielt jetzt wiederum "die Schwere" des Spiels eine Rolle) und wie das Verhältnis richtig zu falsch war. 10/1 ist da vielleicht noch besser zu bewerten als 2/0.
    Aber vielleicht gibt's da ja noch andere "Tricks", die einen Beobachter zu einer "4" bei den 7m bewegen. ;)

    Zitat

    Original von eisbeer
    [

    Wenn ich nicht ganz falsch liege, ist es für die Beantwortung der Frage doch nicht unerheblich, ob der Ball den Torraum verlassen hat. Das geht aber aus dem Text m.E.n. nicht hervor.

    Wieso?? Steht doch alles da. Und wenn alles regelgerecht war, kann es doch nur eine Entscheidung geben...

    Lasse: Was hast Du denn getrunken? ;)

    4:1 sagt lediglich "... Die Mannschaft muss während des gesamten Spielverlaufs einen Spieler auf der Spielfläche als Torwart benennen. ..."

    Das bedeutet einzig, dass der letzte verbliebene Spieler automatisch Torwart ist und auch entsprechend gekennzeichnet werden muss, auch wenn niemand mehr von seiner eigenen Mannschaft da ist, von dem er sich unterscheiden müsste. Aber die kommen ja hoffentlich bald wieder...

    Maxx: interessante Argumentation, aber nicht stichhaltig, da nirgendwo verlangt ist, dass mindestens ein Feldspieler auf der Platte sein muss. Ein Torwart muss hingegen noch da sein.

    Also, wenn absehbar ist, dass sich die Mannschaft wieder ergänzen kann, halte ich einen Abbruch des Spieles auch nicht für richtig.

    krösti-bull: Woher weisst Du was die Düsseldorfer denn in Ihrem Einspruch geschrieben haben, wenn sie dies überhaupt bereits getan haben?

    Auf dem Spielberichtsbogen wird der Einspruch lediglich angekündigt.

    Eine Videoanalyse wie beim Eishockey wäre in dieser Situation gar nicht machbar gewesen, oder man hätte sich in einer "kurzen" Pause das Spiel bis zum aktuellen Zeitpunkt anschauen und Tore zählen müssen.
    Es gab doch keine konkrete Situation, die man hätte "untersuchen" können.

    EDIT: Und überhaupt: Wäre in allen Hallen, zumindest der 1. Liga, die Technik überhaupt vorhanden, um stets aussagekräftige Bilder zu liefern?

    Zitat

    Original von Todde1973
    ... wie so oft gibt es eben auch in dieser Frage unterschiedliche Meinungen.

    Das ist aber eigentlich verdammt schade :wall:

    Wenn man sich einig ist, dass der Torwart eine Regelwidrigkeit begeht, warum kann man sich nicht einig sein, dass die Spielfortsetzung 7m lauten muss (sofern kein anderer Gegenspieler mehr regelgerecht eingreifen kann)?

    Zitat

    Original von Zickenbändiger

    Ich verstehe Deine Frage etwas anders als die Kollegen Schiedsrichter hier. Auf eine Schiedsrichterbeleidigung folgt eine automatische vorläufige Sperre. Sobald der Schieri die Beleidigung auf dem Spielprotokoll vermerkt hat, bist Du erst einmal für zwei Wochen gesperrt. Innerhalb dieser zwei Wochen nach dem Spiel muss sich die Spielleitende Stelle Gedanken machen (das beantwortet vielleicht schon einen Teil der Frage). Sie hat drei Möglichkeiten:

    1.) Nichtstun - nach zwei Wochen ist die Sperre endgültig vorbei
    2.) Strafe im gegebenen Strafrahmen aussprechen (Geldstrafe und/oder bis zu 4 Spiele Sperre)
    3.) Höhere Strafe beim Sportgericht beantragen

    Im Fall 2.) und 3.) muss die Spielleitende Stelle innerhalb der zwei Wochen die Entscheidung bekannt geben, sonst s. 1.).

    Kommt die Spielleitende Stelle also nicht in die Hufe, darf der Flegel u.U. nach zwei Wochen wieder Schieris beleidigen. :/:

    Der Automatismus gilt meines Wissens aber nur für während dem Spiel ausgesprochene Disqualifikationen gem. Regel 16:6c), wenn der SR in seiner Sachverhaltsschilderung das ganze als Beleidigung oder Bedrohung bewertet hat (Oder nach DQ bzw. Auschluss wegen einer Tätlichkeit). Vorfälle nach Spielschluss, die vom SR noch ins Spielprotokoll eingetragen worden sind, führen nicht zu einer automatischen Sperre. Siehe Rechtsordnung §5

    Wenn nicht, wird mir der Schwaniwolli sicherlich demnächst widersprechen.

    ad 1) solange es keine wirklich konkrete Frage ist, würde ich ihn auch auf die "Nachspielzeit" vertrösten
    ad 2) je nach Erregungsgrad ist von freundlichem Erklärungsversuch bis hinzu Ignorieren (Umdrehen und ein paar Schritte entfernen) alles denkbar - ich will jedenfalls keine 2+2 Zeitstrafe provozieren
    ad 3) wie Wolli schon schrieb in meinem Bereich eher hypothetisch, aber das Gespräch sollte man schnell und bestimmt beenden - Rückgabe des Spiels sollte man wohl in der Tat in Erwägung ziehen (wenn man wirklich gut befreundet ist - nicht dass man dadurch eine Möglichkeit für Trainer schafft unliebsame Ansetzungen zu sabotieren)
    ad 4) warum sollte man darüber nicht reden können? Hier diskutieren auch SR und Nicht-SR über SR-Leistungen - solange die Diskussion sachlich bleibt sehe ich hier kein Problem - nur seine Kollegen gnadenlos in die "Pfanne zu hauen" - auch noch in deren Abwesenheit - das wäre in meinen Augen das Allerletzte