HIAZ vom 21.September 2006
Sport – Verletzungspech bei Eintracht
(tbr/mab) In Nordhorn musste er am letzten Sonntag schon in der Anfangsphase humpelnd vom Feld, jetzt kam die Diagnose: Oliver Tesch hat einen Anriss des hinteren Kreuzbandes erlitten. Damit ist der abwehrstarke Kreisläufer, der aus Dormagen zur Eintracht gewechselt war, vorerst außer Gefecht.
Kein Wunder, dass Eintracht-Manager Gerald Oberbeck etwas verschnupft ist. Das liegt zum einen an der Erkältung, die ihn derzeit plagt. Und zum anderen am Verletzungspech bei Eintrachts Bundesliga-Handballern, das allmählich bedenkliche Ausmaße annimmt. Neben Tesch stehen Robertas Pauzuolis, Arunas Vaskevicius, Andreas Stange, Mike Hairston und neuerdings auch Marcus Schiech auf der Verletztenliste. Hairstons Knieoperation verlief gut, er wird aber mindestens noch zehn Wochen fehlen. Schiech erlitt im Training einen doppelten Bänderriss im linken Fuß, wird wohl auch mehrere Wochen ausfallen.
Bei Tesch wartet man auf eine genauere Diagnose. Oberbeck hofft, dass er beim wichtigen Spiel in Balingen am 6. Oktober wieder dabei ist. Das gleiche gilt für Robertas Pauzuolis (in Therapie) und Torwart Arunas Vaskevicius.
Die Rückkehr des Keepers in den Kader wäre ganz wichtig, weil Oldie Michael Krieter seinen Aushilfsjob bei Eintracht beendet hat. Beim Pokalspiel am Wochenende in Berlin wird wohl keiner der Verletzten zum Einsatz kommen. „Wir gehen kein Risiko ein“, sagt Oberbeck – und stellt klar: „Der Klassenerhalt in der 1. Liga hat absolute Priorität.“
So wird in Berlin ein A-Jugendlicher oder Amateur als zweiter Torwart auf der Bank sitzen. Das schlimmste, was den Einträchtlern jetzt passieren könnte, wäre ein Ausfall von Niko Katsigiannis. Spielraum für kurzfristige Neuverpflichtungen sieht der Manager nicht: „Zum einen gibt es keine adäquaten Spieler auf dem Markt, die sofort einspringen könnten. Und zum anderen sehe ich keinen Handlungsbedarf.“ Der Managaer und Geschäftsführer stellt klar: „Wir haben einen 18-Mann-Kader und müssen die Ausfälle kompensieren.“