Der TuS N-Lübbecke ist nach einem dramatischen Halbfinale gegen Eintracht Hildesheim in das Finale des Merkur-Spielothek-Cups eingezogen. Doch dieser 36:35-Erfolg war erst nach 70 Minuten amtlich, denn die ausgeglichene Partie wurde erst in der Verlängerung entschieden.
In der ersten Halbzeit versäumte es der TuS N-Lübbecke, sich entscheidend abzusetzen und seine spielerische Überlegenheit auszunutzen. Gestützt auf eine starke Leistung von Torhüter Birkir Ivar Gudmundsson lag der TuS meist knapp in Front, allerdings wurden im Angriff zu viele Chancen ausgelassen.
Nach dem Seitenwechsel bestimmte der TuS bis zum 19:17 weiter das Spiel, doch jetzt brachte Hildesheims guter Schlussmann Arunas Vaskevicius mit drei Glanzparaden seine Mannschaft wieder ins Spiel. Diesen Motivationsschub ausnutzend, drehte der Aufsteiger das Spiel und führte bis zur 53. Minute. Thorisr Olafsson mit einem Doppelschlag holte die Führung für Nettelstedt zurück, doch die nie aufsteckenden Niedersachsen trafen quasi mit dem Schlusspfiff durch Kasmauskas zum 29:29. Verlängerung.
In doppelter Überzahl hatte die Eintracht zu Beginn der Verlängerung beim 29:30 die große Möglichkeit, sich entscheidend abzusetzen. Doch Gudmundsson hatte etwas dagegen und parierte gegen den freien Oliver Tesch. Wach gerüttelt rackerte die Nettelstedter Abwehr nun und riss mit einem Tempogegenstoß-Hattrick von Dragan Sudzum mit 32:20 die Führung an sich. Nikolov verkürzte und Stian Tønnesen antwortete mit dem Schlusspfiff der ersten Verlängerung mit dem 33:31.
Aber das war noch lange nicht die Entscheidung. Kasmauskas trocken zum 33:32. Danach drehte Sven Lakenmacher mit zwei Kontern den Spielstand wieder um. 33:34 hieß es in der 67. Minute. Ein Gewaltwurf von Alois Mraz brachte den Ausgleich. Einen Fehlpass von Nikolov nutze der TuS zum 35:34 durch Stian Tønnesen per Strafwurf. Lakenmacher glich 50 Sekunden vor dem Ende zum 35:35 aus. Als die Uhr auf 69:50 stand, war es erneut Alois Mraz, der Verantwortung übernahm und für die Entscheidung sorgte.
TuS N-Lübbecke – Eintracht Hildesheim 36:35 n.V. (14:14, 29:29, 33:31)
TuS N-Lübbecke:
Gudmundsson (22/3 Paraden), Friedrich (n.e.); Fölser (6), Szymanski, Greiner (1), Kokir (3), Sudzum (3), Mraz (7), Tønnesen (5/4), Hermann (4), Hartmann (1), Olafsson (5), Iacob (1), Remer
Eintracht Hildesheim:
Vaskevicius (15 Paraden), Katsigiannis (n.e.); Lakenmacher (7), Nikolov (1), Christophersen (8/3), Weber (n.e.), Kasmauskas (6), Mathews, Thiede, Gorpishin, Limberg (n.e.), Tesch (7) Boese (6/1), Pauzuolis
Schiedsrichter: Karsten Veit & Torsten Brandt (Vlotho)
Siebenmeter: 4/4 —- 7/4 Gudmundsson hält gegen Boese (zweimal) und Lakenmacher
Strafminuten: 6:10 Remer (35.), Greiner (60.), Kokir (61.) —- Christophersen (31.), Gorpishin (34./38.), Tesch (50./53.)
Torfolge: 0:1, 2:1, 2:2, 4:2, 4:3, 6:3 (9.), 6:6 (12.), 7:6, 7:7, 9:7, 9:9, 10:9, 10:10, 11:10, 11:11, 13:11, 13:13, 14:13, 14:14 —- 16:14, 16:15, 17:15, 17:16, 18:16, 18:17, 19:17 (38.), 19:20 (41.), 20:20, 20:22 (43.), 22:22, 22:23, 23:23, 23:25 (49.), 25:25, 25:26 (53.), 27:26 (55.), 27:27, 28:27, 28:28, 29:28, 29:29 (59:58 ) —- 29:30, 32:30, 32:31, 33:31 —- 33:34, 35 :34, 35:35, 36:35 (70.)