Ich glaub im Raum Stuttgart suchen momentan viele Regionalligisten nach Spielerinnen. Optimale Entwicklungsmöglichkeiten bieten davon aber doch die wenigsten ...
Beiträge von Troya
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Bergheim ist eine HSG mit Bad Wildungen. Insofern ist beides richtig.
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Es gibt eine DVD und ein Buch im Philippka-Verlag genau zu diesem Thema. Schau dir das mal an. Ist recht gut gemacht. Das methodische Vorgehen zur Einführung der 3:2:1-Abwehr ist außerdem im Handball-Handbuch Bd. 3 ebenfalls aus dem Philippka-Verlag beschrieben.
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Stellungnahme der HBVF zu einem eventuellen Play-off Verzicht des TuS Weibern
In den letzten Tagen wurden mehrfach Stellungnahmen und Verlautbarungen bekannt, die wohl auf Äußerungen verantwortlicher Vertreter der TuS Weibern zurückgehen und unter anderem in der Samstagsausgabe der Rheinzeitung veröffentlicht worden. Diese hatten zum Inhalt, da die TuS Weibern aus finanziellen Erwägungen keinesfalls in die Bundesliga aufsteigen wollen, würden sie auch auf die Teilnahme an den Play off Spielen verzichten. Hierzu sind von Seiten der HBVF durch den Vorsitzenden Berndt Dugall folgende Feststellungen gemacht worden:
Feststellungen durch Berndt Dugall, Vorsitzender der HBVF
1. Die TuS Weibern haben fristgerecht einen Lizenzantrag für die Bundesliga 2 für die Saison 2006/07 gestellt und es gibt zur Zeit keine Hinweise, dass der Verein diese Lizenz nicht erhalten würde.
2. In den Durchführungsbestimmungen für die Hallenhandballbundesligen Frauen 2005/2006 ist in Ziffer 30 Abs. 4 festgehalten, dass in den beiden Staffeln der 2. Bundesliga die Spiele in Vor- und Rückrunde ausgetragen werden. Dann heißt es: "nach Abschluss der Runde spielen die 4 Erstplatzierten jeder Staffel eine Play off Runde...". Diese ist damit automatisch Bestandteil der Meisterschaftssaison 2005/06. Ein wie immer geartetes Nachrückverfahren hierfür gibt es nicht. Der Verzicht auf ein Play off Spiel, für das eine Mannschaft sich qualifiziert hat, wäre somit (in Analogie zu anderen Meisterschaftsspielen) als "Nichtantreten" zu werten und entsprechend durch die spielleitende Stelle zu ahnden.
3. Sollte die TuS Weibern sich als Resultat der Play off Spiele tatsächlich für den Aufstieg zur 1. Bundesliga qualifizieren, und dann dennoch aus wirtschaftlichen Erwägungen die Entscheidung treffen, in der Bundesliga 2 zu verbleiben (Verzicht auf ein erworbenes Aufstiegsrecht), so würde die Mannschaft, wenn sie denn endgültig eine Lizenz für die Bundesliga 2 erhalten hat, in dieser Spielklasse verbleiben.
4. Wenn dieser Fall eintreten sollte, würde sich zunächst nach Ziffer 31 Abs. 1 der Durchführungsbestimmungen die Zahl der Absteiger aus der Bundesliga um 1 verringern. Erst wenn die beiden aus der Bundesliga abgestiegenen Mannschaften (PSV Rostock und SG Kirchhof) beide ebenfalls auf die Möglichkeit des Klassenverbleibs verzichten würden (beide haben – allerdings in Unkenntnis einer jetzt möglicherweise eintretenden neuen Situation - Lizenzanträge für die Bundesliga 2 gestellt), könnte der Vorstand nach Ziffer 31 Abs. 2 der Durchführungsbestimmungen verfahren und eine weitere Mannschaft der Play off Runde als Aufsteiger zulassen. Hier wäre aber über den dann anzuwendenen Modus noch ein Vorstandsbeschluss herbeizuführen.
Quelle: http://www.hbvf.de
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In der Ausgabe 7+8/2003 von Handballtraining gibt es hierzu einen sehr guten Grundlagen-Artikel. Kann ich jedem nur ans Herz legen.
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Und erst ihren Freund ...

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Das Problem ist aber doch ein anderes: Gerade weil das Leistungsniveau so unterschiedlich ist, machen playoffs - aus wirtschaftlicher Sicht - keinen Sinn. Die Mannschaften, die eh bereits oben stehen, erschließen sich dadurch zusätzliche Einnahmequellen (volle Arena, Werbewirksamkeit durch Fernsehzeiten etc.) Dadurch wird der Abstand zum Rest des Feldes mittelfristig noch größer.
Davon mal abgesehen wird die Belastung durch die verlängerte Saison gerade bei den Spitzenteams, die ja zusätzlich noch im Europapokal unterwegs sind und Nationalspielerinnen abstellen müssen mehr als grenzwertig.
Nicht umsonst denken sie bei den Männern grad über Alternativen zu den internationalen Wettbewerben nach. Und apropos: Warum kommt wohl keiner bei der Männer-Bundesliga auf die Idee, so einen Modus einzuführen? Oder in der Fußball-Bundesliga? Wenn wir uns schon an den Spitzenreitern in diesem Bereich orientieren wollen ...
Die amerikanischen Profiligen sind da ein schlechtes Beispiel. Durch die Größe des Landes werden die meisten ja in mehreren Staffeln gespielt. Dadurch werden playoffs unumgänglich.
Nichtsdestotrotz finde ich den Reiz eines Endspiels um die Meisterschaft mit brechend voller Halle etc. schon auch geil. Nicht zuletzt wegen der Werbewirksamkeit für unsere Sportart.
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Stimmt. Das schwere Verletzungsrisiko bestand aber auch da.
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Das tun doch die meisten schon!

Ok, aber wer nimmt dann Leipzig die Meisterschale wieder weg, bei denen u. a. auch eine Katrine Fruelund mit einer nicht ausgeheilten Augenverletzung aufgelaufen ist?

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Grundsätzlich hast du recht. Man hätte evtl. in dieser Zeit die 1. Garnitur schonen können/müssen. Blöd nur, dass zu genau dieser Zeit die 2. Garnitur ebenfalls angeschlagen war. Rösler (Finger), Walzik (Knie) und Dinis-Virtic (irgendwas hat die immer) waren ja zu der Zeit praktisch auch nicht einsatzfähig. Engel ist eh noch nicht so weit. Mal ganz davon abgesehen ist das eine Milchmädchenrechnung. Die Spielerinnen, die am meisten unter der langen Saison gelitten haben, waren ja Christenau und Ofenböck. Und die kann man mit Walzik, Engel und Dinis-Virtic aber wohl kaum ersetzen, weils ja Rückraumspielerinnen sind. Die einzige, die da - und das auch erst in der Rückrunde - als adäquater Ersatz gelten kann, ist Rösler. In Leipzig warten hinter Fruelund, Wörz und Reiche noch Danilovic, Radceviciute und Pietzsch. Das ist ein etwas anderes Kaliber. Auch in Leverkusen macht halt Winstroer 9 Tore, wenn Krause ausfällt.
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Stimmt. Aber genau das meinte ich ja mit der 2. Garnitur. Wenn man eine hat, dann kann man auch den Schlüsselspielerinnen mal eine längere Pause geben. In Nürnberg ist aber einfach der Abstand zwischen 1. und 2.-Besetzung zu groß.
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Klar hat das was mit der Qualität der 2. Reihe zu tun. Wenn - wie bei Nürnberg - in der Schlussphase der Saison (nämlich in den playoffs) plötzlich vermehrt Verletzungen auftreten, dann ist das ein klares Zeichen dafür, dass diese Spielerinnen überlastet waren/sind. Das ließe sich vermeiden, wenn die Spielerinnen im Saisonverlauf immer wieder Erholungsphasen bekämen bzw. Verletzungen völlig auskurieren könnten. Das wiederum geht aber nur, wenn ich adäquat wechseln kann. Außer Leipzig hat aber kein einziger deutscher Verein diese Möglichkeit. Das ist kein Vorwurf an Leipzig. Das zeigt ja lediglich, dass im Leipziger Umfeld eine gute Basis für den Sport geschaffen wird, die anderswo nicht möglich ist. Dennoch wäre Leipzig in diesem Jahr nicht Meister geworden, wenn der Modus anders ausgesehen hätte, da es eben naturgemäß einige Zeit dauert bis neue Spielerinnen integriert sind. Das zeigen ja auch die Ergebnisse. Im nächsten Jahr wird es da ähnlich aussehen. Der HCL muss - zwangsläufig - eine völlig neue Mannschaft einspielen. Durch die playoffs wird ihm das aller Wahrscheinlichkeit nach rechtzeitig gelingen, und der HCL wird wieder Meister. Würde eine normale Saison mit Hin- und Rückrunde gespielt, sähe das evtl. anders aus.
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Ja, nur hat nicht jeder Verein die finanziellen Mittel, diese 14 Positionen auf dem Spielberichtsbogen so hochwertig zu füllen wie der HCL. Selbst in Nürnberg fällt die 2. Garnitur doch deutlich ab. D. h. in so einem Fall muss nicht die 1.-Besetzung eingespielt werden, sondern es muss die Lücke zwischen 1. und 2. Garnitur nach und nach geschlossen werden. Und das dauert eben länger als der Weg mit 14 Spielerinnen auf einem Niveau. Der HCL hat zwar keine komplett neue Mannschaft eingekauft, aber zumindest einige Schlüsselposition in der 1. Sieben neu besetzt (Thorsen, Fruelund, Masson). Dass die erst integriert werden mussten zeigt ja der Saisonverlauf mit 11 Minuspunkten nach Abschluss der Hin- und Rückrunde. Oder auch ganz speziell der Vergleich mit Nürnberg, das ja nach der "Vorrunde" auf Platz 1 stand: Niederlage - Unentschieden - Sieg im 1. Halbfinale.
Mal sehen wie es im nächsten Jahr aussieht, wenn Leipzig tatsächlich eine komplett neue Mannschaft einspielen muss.
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Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich habe ja gesagt, dass Leipzig in Hinsicht auf den Modus alles richtig gemacht hat. Die Mannschaft war auf den Punkt als es nötig war (in den playoffs) 100 % fit und konnte diese Leistung auch abrufen, während bei anderen Vereinen der Kader letztlich zu klein für die tatsächlichen Belastungen oder die Saisonplanung insgesamt nicht optimal war. Ich bin auch überzeugt, dass Leipzig mit den geplanten Neuzugängen im kommenden Jahr wieder Meister wird. Trotz allem kann ich mich mit diesem Modus nicht anfreunden, da er es eben ermöglicht, dass Mannschaften kurzfristig zusammengekauft werden und es sich durch die deutlichen Leistungsunterschiede in der 1. Liga erlauben können, die Vorrunde als Einspielzeit zu nutzen. Vereine mit weniger finanziellen Mitteln, die versuchen, langfristig etwas aufzubauen, schauen dabei in die Röhre.
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Ja. Aber das macht ja nichts. Leipzig hat ja praktisch die ganze Runde Zeit um die Mannschaft einzuspielen. Sie müssen ja nur Vierter werden, und dann werden die Karten neu gemischt. Dieser Modus ist echt ein Schlag ins Gesicht für alle Vereine, die langfristig arbeiten und eine echte Mannschaft aufbauen wollen. Nichtsdestotrotz herzliche Glückwünsche nach Leipzig. Letztlich haben sie ja alles richtig gemacht.
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Nein, ich habe nur gesagt, dass Gerüchte aufgetaucht sind zu den Zeiten, zu denen - parallel zu Leipzig - mit dieser Spielerin verhandelt wurde. In Dortmund (s.o.) ebenso wie in Nürnberg. Das ist aber schon Monate her und beide Vereine haben mittlerweile diese Gerüchte glaubhaft widerlegt. Nur der Zeitpunkt, an dem diese - offenbar haltlosen - Gerüchte lanciert wurden, macht dann doch etwas stutzig.
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Na dann kriegst du von mir auch noch ein Lob!
Gute Erklärung der Trainingsmethodik. Und noch einen kleinen Tipp: Stabilisierungsübungen verbessern v. a. die sog. Haltekraft. Eine echte Kraftsteigerung (in Form eines härteren Wurfs, höheren Sprungs etc.) wirst du damit jedoch nicht erreichen. Dafür benötigst du schon dynamisches Krafttraining also Kraftraum, Übungen mit dem eigenen Körpergewicht (Liegestütze etc.). Da die Haltekraft (v.a. in Form der Rumpfstabilität) aber ebenso benötigt wird, heißt das aber nicht, das die eine Trainingsform die andere (vollständig) ersetzen kann. -
Bei euren Tipps für die Absprachen mit der Abwehr bedenkt ihr aber auch, dass ein B-Jugend-TW (hoffentlich) eine offensivere Abwehrvariante vor sich hat, oder? D. h. im Normalfall wird er eher mit freien Würfen konfrontiert als mit echten Rückraumwürfen und da kann man mit Wahrnehmnungsübungen schon so einiges tun (Neben dem Üben der Grundtechniken selbstverständlich. Bei Studien mit Toptorhütern hat sich gezeigt, dass die Torhüter alleine an Hand von Momentaufnahmen bei der Wurfausführung mit 85 % Sicherheit die Ecke vorhersagen können. Weitere Studien haben gezeigt, dass die meisten dieser Torhüter bei der Wurfausführung primär auf die Achse der Wurfarmschulter achten, sekundär auf die Wurfhand/Handgelenk. Das aber im Spiel anzuwenden und umzusetzen hat wieder viel mit Erfahrung zu tun. Bei 1,5 Jahren Tor-Praxis kann die aber logischerweise noch nicht besonders ausgeprägt sein. Ein kleiner Tipp daher um diese Entwicklung zu beschleunigen: Immer wieder Videos mit Wurfszenen aus der Sicht des TW anschauen (z. B. Zeitlupen-Ausschnitte bei den Bundesligaspielen im DSF zusammenschneiden) und dann versuchen zu erraten wo der Wurf hingeht ...