Beiträge von Troya

    Fällt schwer es zu zugeben, aber wo du recht hast, hast du leider recht. Auf wirtschaftlich gesunde Weise ist beim Club noch nie was passiert. Wobei man klar sagen muss, dass die 100.000 aus dem letzten Jahr und die 50.000 aus dieser Saison ja Kosten für die Championsleague sind. D. h. hätte man darauf verzichtet, hätte man es evtl. sogar mal geschafft. Ob dann die Euphorie und die hohen Zuschauerzahlen in der letzten und der laufenden Saison möglich gewesen wären, sei mal dahingestellt.

    Aber mit Rösler und Rohde gurkt der FCN in den letzten zwei Jahren - im Gegensatz zu Leipzig - doch gar nicht mal so unerfolgreich rum. Evtl. hat sich KSH da mal seine Gedanken gemacht.

    Bei welchen Vorgaben? Ich erinnere mich an die Mannschaftsvorstellung im Handball-Magazin, in der der sportliche Leiter sagte: "dann werden wir halt nicht deutscher Meister" oder so ähnlich. Klingt jetzt nicht nach besonders viel Druck...

    Bei den Eskapaden hast du recht. Wcihtig wäre halt mal Nachhaltigkeit auch des Managements. Denn so wie jetzt muss sich jedes Jahr ein neues Team in das Ganze neu einarbeiten. Bis das passiert ist, ist aber meist die halbe Saison schon rum. Das Schlimme an den Versprechungen ist weniger, dass man das nicht wirklich ernst meint. Sondern dass die Versprechungen meist getroffen werden, bevor man weiß was wirklich Sache ist und man durch die wirtschaftliche Situation aus den Vorjahren gar nicht soviel Handlungsspielraum hat ...

    na ja, ein paar monate später lässt sich rechnerisch durchaus feststellen, ob eine schwangerschaft schon vorlag oder nicht ... deswegen muss sie es aber zu dem zeitpunkt noch nicht gewusst haben. ich will ihr ja hier auch nichts unterstellen. meines wissens war der streitpunkt tatsächlich wohl auch nicht ausschließlich das geld, sondern eben der passus mit dem außerordentlichen kündigungsrecht.

    Bewerten will ich auch nichts, aber

    zu 1. wenn meine Infos korrekt sind, war sie da sehr wohl schon schwanger. ob sies wusste, weiß ich aber nicht.

    zu 2. offenbar fehlte eben auch die vertrauenswürdigkeit bei den handelnden personen. und dann für jemanden die haftung zu übernehmen... sicher keine ganz einfache entscheidung...

    Problem war wohl auch eher, dass die Verantwortlichen Angst hatten, dass der potenzielle Sponsor, der wohl auch nicht soo recht glaubwürdig war, den Karren vor die Wand fährt und sie dann mit der rechtlichen Haftung da stehen. Außerdem hat der Sponsor wohl eine sehr weitreichende Entscheidungsmacht gefordert, und das wollte man zum Schutz des Amateurspielbetriebes so auch nicht akzeptieren. Hauptproblem aber wohl wie gesagt: Haftungsfrage und Vertrauenswürdigkeit.

    siebenberger: Du hast recht, das ist hochinteressant. Wirft für mich aber ein paar Fragen auf:

    1. Thema Ofenböck: Selbst mit Sponsor, was hab ich von einer Spielerin, die schwanger ist und dann eh nicht spielen kann, wenn der Sponsor direkt an sie zahlt und sie ab Eintritt der Elternzeit von der Krankenkasse bezahlt wird?

    2. Thema Sponsor und Vereinspolitik: Ein Sponsorengremium als eine Art Aufsichtsrat in der GmbH wäre sicherlich keine schlechte Idee. Aber in die Vereinspolitik integriert? Wer lässt sich schon teilweise entmachten von Leuten, die von der sportlichen Seite vermutlich keine Ahnung haben und hält dann rechtlich den Kopf für ihre Entscheidungen hin?

    Ich glaube, da hast du im Zusammenhang mit Forchheim die Ironie verpasst ... ;) Herzogenaurach wäre übrigens letztes Jahr auch fast abgestiegen und kämpft - nun mit dem Spieler Szücs - erneut ums Überleben.

    Die Ahnung, dass das Geld knapp werden könnte hatte im Sommer wohl eher der Verein. Wenn ich mich richtig erinnere hatte der aus diesem Grund eine Ausstiegsklausel für den finanziellen Engpass eingearbeitet, die bei Ofenböck auf wenig Gegenliebe stieß. Ofenböck selbst hatte zu diesem Zeitpunkt maximal eine Ahnung, dass sie schwanger ist und die Saison wohl eher aus diesem Grund nicht zuende gespielt hätte.

    Solang man niemanden hat, der sich hauptamtlich um das Ganze kümmert, wird das in einer Stadt wie Nürnberg niemals der Fall sein. Bei den Etats sind auch bei den Frauen die Clubs mittelständische Unternehmen. Die kann man nicht nach Feierabend führen.

    In dem Fall ist das Auftreiben der Jungs mit den Geldkoffern wohl eher Basteln an der Gegenwart als an der Zukunft.

    Was heißt einige unterklassige Männerteams bei Szücs? Forchheim war zwar nur Regionalliga, hatte aber diverse Nationalspieler im Aufgebot. U. a. auch aktuelle WM-Teilnehmer. Und wäre fast abgestiegen ... hm ...

    ich schätze mal, solange nicht klar ist, ob nächste woche noch gespielt wird, bastelt da keiner an etwas, das über juni hinausgeht. wie auch?

    was heißt "für seine verhältnisse"? :D

    im prinzip hast du mit deiner rechnung recht. aber: das eine war fehler im wirtschaftlichen bereich. das andere ein sportlicher. (wenn auch beide außer der strafe eigentlich keine echte auswirkung hatten)

    wenns nach der hauptrunde platz vier ist und die finanzen sich bessern, bin ich auch schon zufrieden. (um ehrlich zu sein, wär ich auch schon zufrieden, wenn sich die finanzen bessern und die mannschaft nicht absteigt ... )

    Ich denke Herbert Müller war schon klar, dass sein Team auch ohne die weiteren Abgänge stark genug ist, wieder vorne mitzuspielen. Wenn Verletzungen ausbleiben. Aber das Angebot von Brasov war wohl einfach zu gut. Nicht seriös. Aber zu gut.

    Man sollte sich wohl eher mal grundsätzlich im Frauenhandball an einen Tisch setzen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass in dieser Saison bereits vier Vereine mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben: Sulzbach nach dem Ausfall eines Topsponsors glaub ich mit 100.000 zu wenig. Bei Erfurt sinds 130.000. In Göppingen 110.000 wegen der Verzögerung im Hallenumbau. Und in Nürnberg ists diese Größenordnung allein aus dem letzten Geschäftsjahr. Klar, dass da auch Lizenzen wackeln.

    Mexican: Ich gebe dir in dem Punkt völlig recht, dass es nachvollziehbar wäre, wenn die Spielerinnen - sofern die Infos von Wisser korrekt sind - keine Lust mehr auf finanzielle Unsicherheiten haben und sich nach neuen Vereinen umsehen.

    Aber schaust du dir eigentlich hin und wieder die Tabelle an? Nürnberg kann mit einem Sieg morgen an die Playoffs anschließen. Ohne den Punkteabzug lägen sie dann sogar auf Rang 2. Wo ist denn da die Truppe bitte eine Blamage für den Trainer?

    Mal davon abgesehen, dass zum Zeitpunkt des Wechsels von Müller meines Wissens noch kaum eine Spielerin einen Vertrag unterschrieben hatte, wäre ein Wechsel nach Brasov ja wohl - im Nachhinein betrachtet - auch nicht die beste Idee gewesen. Denn dort mussten die Spielerinnen angeblich ja bereits auf Gehälter verzichten. Weswegen Simakova auch bereits aufgehört hat.

    Ich glaube bei den "Infos" von Wisser eher daran, dass hier jemand ein wenig Unruhe stiften möchte, um evtl. seinem Verein noch eine Hintertür in die Bundesliga zu öffnen, falls er - so wie es grad aussieht - sportlich die Vordertür nicht erreicht.

    Zitat von handball-welt.de:

    "Am Tag zuvor hatte der Bundestrainer mit einem aufsehenerregenden Wutausbruch nach Spielende seinem Ärger über die Schiedsrichter- Leistung Luft gemacht. Mit geballten Fäusten und in furchteinflößender Drohgebärde war er auf die slowenischen Referees Nenad Krstic und Peter Ljubic zugerannt."

    :D Gerannt ist wohl ein bisschen übertrieben. Der ist den SR ja mindestens eine Minute lang hinterher geschlichen ...

    Seine SR-Schelte, zu der er Videomaterial zusammenstellen möchte, ist aber durchaus nachvollziehbar. Ich erinnere da mal nur an die beiden Schläge ins Gesicht von Kaufmann und Glandorf gegen Serbien. Da ist überhaupt kein Verhältnis mehr da zu den Strafen, die dann bei vergleichsweise harmlosen Fouls am Kreis ausgesprochen wurden.

    Mich würde viel mehr mal der tatsächliche Hintergrund zu Markus Baurs Aussagen über die beiden Slowenen interessieren ...

    Mit Rainer Osmann ist ja bereits bei den Juniorinnen eine Vollzeitstelle geschaffen. Warum sollte das nicht auch bei den Frauen möglich sein. Die sollten in der Prioritätenliste normalerweise ja sogar noch etwas höher liegen. Renate Wolf wäre auch für mich eine gute Wahl. Bei hier hängt aber denk ich zuviel Herz an Leverkusen. Und beides ließe sich nicht vereinbaren. Herbert Müller arbeitet auch zu gern ständig mit Mannschaften als dass er sich alleine auf eine Tätigkeit als Nationaltrainer beschränken würde. Möglich wäre es aber wahrscheinlich. Mit den finanziellen Schwierigkeiten - und dem sportlichen Abschneiden - in Brasov wird er da keine Zukunft haben. Der österreichische Handball hat eh keine.

    Ich hoffe nur, dass es nicht wieder ein Vertreter der DHB-Seilschaften wird. Mein Vorschlag: Macht Rainer Osmann zum Bundestrainer. Der kennt auch bereits die Mannschaft. Und es wird leichter sein, jemanden kompetentes für die Juniorinnen zu finden als jemand besseres als ihn für das A-Team.