Beiträge von Troya

    ich denke in nürnberg ist man erst einmal zufrieden, wenn man eine ordentliche bayernliga-saison inkl. der nachwuchsmannschaften solide finanzieren kann und evtl. durch das insolvenzverfahren mal die ganzen altlasten los ist... sprich finanziell bei null anfangen kann. das wäre in nürnberg ja schon mal was positives.

    ist zwar hier ein wenig off topic, aber ich schätze mal, dass die meldefrist für die regionalliga schon vorüber sein dürfte. davon abgesehen, müsste man erst einmal einen insolvenzverwalter finden, der die auch dafür nötige bürgschaft und das meldegeld auftreibt bzw. freigibt ...

    Bei den Club-Frauen gehen alle Lichter aus
    Verein und GmbH des 1. FCN/Handball melden Insolvenz an

    NÜRNBERG - Das Platzierungsspiel der Nürnberger FCN-Handballerinnen am Samstag gegen Blomberg Lippe (19 Uhr, Berliner Platz) wird zu einer emotionalen Abschiedsvorstellung, denn am Freitag platzte die Bombe. Verein und GmbH meldeten Insolvenz an, die große Ära des Frauen-Handballs in Nürnberg ist beendet. Ausgelöst hat die dramatische Entwicklung ein verlorener Rechtsstreit vor dem Sozialgericht.

    Kurz vor dem Ziel sind die Bemühungen der FCN-Handballerinnen, für die nächste Saison einen ordentlichen Bundesliga-Etat auf die Beine zu stellen, regelrecht explodiert. Gestern am frühen Abend teilte ein hörbar schwer enttäuschter Achim Klamroth am Telefon mit, dass sowohl der 1. FC Nürnberg/Handball e.V., dessen Vorsitzender Klamroth ist, als auch die Handball-GmbH im Laufe des Freitags Insolvenz angemeldet hatten. Damit geht die Bundesliga-Lizenz des immer noch aktuellen Deutschen Meisters an die Liga (HBVF) zurück. Im nächsten Jahr wird es in Nürnberg im Frauenbereich nur noch Bayernliga-Handball geben – aber das ist im Moment das geringste Problem.

    Zusammenbruch zum jetzigen Zeitpunkt überraschend

    Der Zusammenbruch zum jetzigen Zeitpunkt kommt trotz der schon lange währenden finanziellen Probleme überraschend. Angetrieben vom Engagement der Ex-Spielerinnen Kathrin Blacha und Sylvia Harlander sowie vom neuen Geschäftsführer Hanno Kolleth war der 1. FCN auf einem guten Weg, den angepeilten Etat von rund einer halben Million Euro zu akquirieren. Doch dann zerstörte ein schon lange über dem Handball-Verein schwebendes Damoklesschwert alle Bemühungen.

    Vor dem Bayerischen Landessozialgericht in Schweinfurt unterlag der 1. FCN in einem Rechtsstreit, in dem es um eine Forderung von 117.000 Euro an die gesetzliche Unfallversicherung VBG ging. Das Urteil kennt der Verein seit Mittwoch. Die fehlenden Abgaben stammen noch aus der unglückseligen Ära von Wilhelm Schelsky. Damals waren Sozialabgaben über die Noris GmbH nicht abgeführt worden.

    Insolvenzverwalter vor einem Fass ohne Boden?

    Der FCN-Vorsitzende Klamroth weiß schon länger von diesem drohenden Unheil, war aber wie der Anwalt des Vereins, Hans-Georg Woerthge, der Meinung, dass der Verein nicht haftbar sei. «Das Sozialgericht ging aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen davon aus, dass für die 117.000 Euro eine Bürgschaft vorliegen würde. Die gibt es aber nicht. Deshalb mussten wir mit dem Verein sofort die Insolvenz beantragen«, erklärte Klamroth. Dies riss automatisch auch die eigentlich vom Verein getrennte Handball GmbH mit in den Abgrund. Die Lizenz war weg, da es bei der HBVF egal ist, ob der Verein oder die GmbH zahlungsunfähig ist. Eine Statutenänderung, die nicht zuletzt durch die zwei Konkurse ausgelöst wurde, die der Nürnberger Frauen-Handball schon hingelegt hat.

    So kurzfristig konnte in den vergangenen zwei Tagen auch die Stadt Nürnberg nicht mit einer Bürgschaft für fast 120.000 Euro einspringen, zumal der bereits wegen der Siemens-Affäre verurteilte Wilhelm Schelsky offenbar weitere Abgaben an die Rentenversicherung schuldig geblieben ist. Gut möglich, dass hier der Insolvenzverwalter vor einem Fass ohne Boden steht.

    Planungen sind nun Makulatur

    Besonders bitter ist für die FCN-Verantwortlichen und die verbliebenen Spielerinnen, dass man – auch dank der Unterstützung der Stadt – auf einem guten Weg war, für die Saison 2009/2010 einen vernünftigen und vor allem abgesicherten Etat aufzustellen. Diese Planungen sind nun Makulatur. Bislang wurden weder mit einem neuen Trainer noch mit Spielerinnen Verträge abgeschlossen. Immerhin: Für die Bayernliga hat der 1. FCN schon gemeldet.

    Thomas Scharrer

    Quelle: http://www.nn-online.de

    Du sollst die Kinder ja nicht nach der RTK ausbilden, weil das dem DHB so in sein Konzept passt, sondern weil es nach derzeitigem Stand der Wissenschaft und sportartspezifischen Trainingslehre so am sinnvollsten ist.

    Für alte Hasen bringt die "neue" RTK nichts wesentlich neues. Lediglich im Bereich Athletik/Motorik wurde noch einmal ein Update vorgenommen.

    Zusätzlich zu den deutlich besseren Darstellung finde ich speziell die Darstellung von Muster-Trainingswochen aktueller Jugendnationalspieler/innen sehr interessant und auch die Auswertung der Studie von Petra Platen der WM 2007 zum positionsspezifischen Athletikprofil. Hier wäre mal die gesamte Studie interessant! Hat die zufällig jemand oder weiß, wo man die bekommt?

    durchdacht? der größte teil des konzeptes existierte doch bereits vorher oder ist aus dhb-/schule des leistungssports-konzepten zusammenkopiert. soo lange muss man das nicht vorbereiten. oder was meinst du mit durchdacht? dass man versuchen muss, die letzten verbliebenen spielerinnen zu halten und mit steffi subke sprechen muss, weiß jeder fan auf der tribüne. und dass die eher bleiben, wenn man ihnen das gehalt und die mannschaft verspricht, die sie haben wollen, als wenn man ihnen sagt, wir wissen noch nicht was wir uns leisten können. erfordert jetzt auch nciht so viel nachdenken. also erst mal abwarten, was tatsächlich an "eigenleistung" kommt.

    und @capitano: in der nürnberger presse - die nicht immer recht haben muss - gilt dieser punkt als noch nicht ganz geklärt.

    "Wenn man sich das Gerüst von neun bis zehn Leistungsträgerinnen leisten kann" ... hattest du geschrieben. Das kann aber ja evtl. auch erst 2011/12 wieder der Fall sein oder gar nicht. Vorher wird aber von den genannten Spielerinnen auch keiner wiederkommen ...

    Bei der Luft nach oben muss ich capitano ausnahmsweise mal zustimmen ...

    Wenn man sich 9-10 Leistungsträgerinnen leisten kann - um so besser. Dass es die in der Liga noch gibt, ist unbestritten. Auch das sie zu bekommen sind. Aber es hat halt alles seinen Preis. Insofern halte ich ein 50:50 Verhältnis für realistischer.

    Du hast zwar recht, dass ein Rohdiamant bereits in der B-Jugend geschliffen werden kann, aber der wird dir in der nächsten Saison nicht die Liga halten!

    Klar können sie das nicht. Aber kann sich der Club 14 Leistungsträgerinnen, 2 Managerinnen, 2 Geschäftsführer und 1 Trainer leisten? Wohl kaum. Also brauche ich 7 Leistungsträgerinnen und 7 Rohdiamanten. Kurt Mäder kannte diese Spielerinnen auch nicht. Aber Herbert und Helfried Müller kannten (und kennen) vermutlich jede Spielerin auf diesem Planeten. Für Blacha und Harlander reicht es ja zunächst einmal, wenn sie die Rohdiamanten in Bayern und im Einzugsgebiet kennen würden. Ein positives Image hilft nur etwas, wenn ich meine Zielgruppe kenne. Szücs war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatte Zeit. Mayerhoffer ist ein Spezi aus der Müller-Ära ... hat doch alles seine Berechtigung. Und ist ja nicht verwerflich. Aber halt risikoreicher als ein anerkannter Fachmann (den man sich nicht leisten kann). Mit der Philosophie hast du recht. Allerdings muss ich auch in der Lage sein, sie umzusetzen. PowerPoint ist geduldig ...

    Wie gesagt: Die Trainerposition ist hier ein Vabanque-Spiel. Mayerhoffer hat mit Langenau genau zwei Punkte mehr geholt als sein Vorgänger. Die meisten davon - wie du richtig schreibst - direkt nach Amtsübernahme. Kann also der übliche positive Effekt eines Trainerwechsels gewesen sein. Gegen Ende - also wenn er normalerweise seine Philosophie etabliert haben könnte - nichts mehr. Aber ich will da nicht zuviel hineininterpretieren. Stecke in der Mannschaft schließlich nicht drin. Das kann viele Gründe haben. Trotz allem ist diese Entscheidung - wenn sie so fallen sollte - mit einem gewissen Risiko behaftet. Und kann - wie bei Szücs - auch nach hinten los gehen. Muss aber ja nicht.

    Blacha und Harlander haben dieses bzw. letztes Jahr ein paar Spielchen in Erfurt gemacht. Das heißt aber nicht, zwangsläufig, dass sie sich mit jungen, talentierten Spielerinnen deutschlandweit auskennen. Bayernweit schon gar nicht. Die aber sind ja - wenn ich es richtig verstanden habe - zentraler Bestandteil des Konzeptes... Nürnberg braucht nicht die Talente die jeder kennt, weil sie in der Juniorinnenauswahl spielen, sondern die noch unentdeckten Rohdiamanten. Die sind nämlich bezahlbar.

    Klar kann man das. Dafür braucht man aber viele junge hochtalentierte Spielerinnen und nicht ausschließlich Altstars bzw. alte Seilschaften. Und ob Blacha/Harlander die dafür in Frage kommenden Spielerinnen überhaupt kennen ist fraglich. Dafür sind sie schon etwas lange raus aus dem Geschäft und was Blacha neu kennengelernt hat (DHB-Juniorinnen) dürfte kaum mehr zu bekommen sein, weil schon unter Vertrag oder zu teuer für einen Verein, der einen Drittel seines Etats (Schätzung!) ins Management investiert.

    Sollte der in der Presse kolportierte Name stimmen, hätte er als Erfahrung zumindest nur ein paar Jahre Männer-Bayernliga und aktuell einen Abstieg aus der Regionalliga als Interimstrainer vorzuweisen. (Das muss nicht unbedingt etwas über seine Qualität aussagen, sondern kann auch auf das eingeschränkte Potenzial an Arbeitsmöglichkeiten für gute Trainer in Bayern hinweisen)

    Wegen der Überlastung hast du prinzipiell recht. Wobei die meisten Verletzungen aber in diesem Jahr ja erst aufgetreten sind, als die Überlastungsphase eigentlich schon vorbei war und die Mannschaft sogar immer wieder ein bis zwei WEs Pause hatte ...

    Selbst wenn es gelingt, den Etat zu erhöhen und auf eine stabile Basis zu stellen - was wir alle hoffen - wird es realistisch betrachtet kaum möglich sein, mehr als eine Bundesliga-taugliche erste Sechs zu finanzieren. Mit einer jungen, talentierten (und billigen) Bank dahinter (die man auch erstmal kennen und finden muss). Es bleibt die Unwägbarkeit Verletzungspech. Auch der neue Trainer - so die Gerüchteküche stimmt - ist ein Vabanque-Spiel. Noch weniger hochklassige Erfahrung als Csaba Szücs. Trotzdem kann es gut gehen. Aber es gibt keine Garantie.

    Bei all diesen Unwägbarkeiten sollte man evtl. die Klappe nicht so weit aufreißen, sondern erstmal mit solidem Arbeiten Sympathien zurückgewinnen, die der eine oder andere Nürnberger Repräsentant mit seinem Auftreten verspielt hat.

    sorry konterspieler, da lag ich wohl falsch:

    (2) Im Falle von Kaderspielerinnen des DHB, der Regional- und Landesverbände,die das 16. Lebensjahr vollendet haben und von Kaderspielern des DHB,der Regional- und Landesverbände, die das 17. Lebensjahr vollendet haben,kann bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäß Abs. 4 das Doppelspielrecht im Erwachsenenbereich auf Antrag auch an einen anderen Verein abgetreten werden. Wird diesem Antrag entsprochen, darf das Doppelspielrecht bezogen auf den Erwachsenenbereich, nicht mehr beim Stammverein vorgenommen werden. Dies gilt nicht als Vereinswechsel. Das Spielrecht für Erwachsenenmannschaften in einem anderen Verein gilt nur für Mannschaften, die mindestens der vierthöchsten Spielklasse angehören.