Beiträge von Troya

    hm ... bevor ich sage, ob das gut ausschaut, bin ich erst einmal gespannt, wer überhaupt noch da spielt. sich mit "kein bis wenig geld" kurzfristig aufstiege vorzunehmen halte ich dann nämlich für doch ein wenig riskant speziell vor dem hintergrund der ligenreform ... dann wären wir nämlich wieder da, wo der verein vor kurzem sein unrühmliches ende gefunden hat.

    Auch wenns keinen mehr so richtig zu interessieren scheint, trotzdem mal zur Vollständigkeit:

    Insolvenantrag geht am Montag ans Amtsgericht
    Handball-Club: Auch der e.V. meldet Konkurs an

    NÜRNBERG - Nun also doch: Achim Klamroth wird am Montag als Vorsitzender für den 1. FC Nürnberg Handball e.V. beim Amtsgericht Antrag auf Insolvenz stellen.

    «Die Verhandlungen mit der Berufsgenossenschaft VBG und der Rentenversicherung sind für den Verein bislang so unbefriedigend gelaufen, dass mir nichts anderes übrigbleibt», sagte Klamroth gestern auf NZ-Anfrage. Derzeit drohen von Seiten der VBG, des Finanzamts und Rentenversicherungsträgers immer noch Forderungen, die sich auf bis zu 330.000 Euro belaufen könnten. Nun wird ein Insolvenzverwalter für den FCN Handball e.V. eingesetzt, der nach Klamroths Überzeugung die «Masselosigkeit» des Vereins feststellen wird: «Die noch ausstehenden Zahlungen sind nicht so riesig, dass ein Insolvenzverwalter Interesse daran haben dürfte, ein Verfahren zu eröffnen.»

    Klamroth zeigte sich überzeugt, dass einige «Sportfreunde» schnell einen neuen Handballklub «unter dem Dach des 1.FCN» gründen werden. «Ich hoffe, dass die Spielrechte auf diesen neuen Verein übergehen – wenn genügend Spielerinnen vom alten zum neuen Verein wechseln, ist das nach den Statuten des Bayerischen Handball-Verbands möglich», so Klamroth zum angepeilten Neuanfang in der Bayernliga. «Dann wird man sehen, welche Ziele man sich steckt, wenn sich erst einmal alles konsolidiert hat.» Er wolle nicht ausschließen, dass die «neuen» Club-Handballerinnen mit Trainerin Corina Schardt Ähnliches vollbringen, wie die es einst unter ihrem Mädchennamen Christenau als Spielerin schon einmal erreicht habe.

    Klamroth selbst wird aus rechtlichen Gründen nicht mehr mit von der Partie sein, damit der neue Verein nicht in Gefahr gerät, als Rechtsnachfolger in Regress genommen zu werden. Außerdem habe er, so räumte er ein, «im Moment die Schnauze voll». Allerdings könne er einen gewissen «Widerspruchsgeist» nicht leugnen. Daher sei nicht auszuschließen, dass er nach einer Pause wieder mitmischen wird.

    Philipp Roser


    Quelle: nz-online.de

    Quelle: http://www.handball-welt.de


    Und was gab den Ausschlag, aus der Alpenrepublik ausgerechnet an den Niederrhein zu wechseln? "Das Gesamtpaket hat einfach gestimmt. Ein toller Trainer, eine tolle Mannschaft, die Tempohandball spielt, dazu das Umfeld: Wir waren kreuz und quer in Deutschland unterwegs, haben uns eine Menge angeschaut, aber hier stimmte für uns einfach alles am besten." Wir, das sind Thomas Bauer und seine Freundin Laura Magelinskas. Die spielt ebenfalls in der österreichischen Handball-Nationalmannschaft und wechselt jetzt vom süddeutschen Zweitligisten TV Nellingen zum TV Beyeröhde nach Wuppertal. Nur folgerichtig wollen Thomas und Laura nach Düsseldorf ziehen: "Da haben wir es beide nicht so weit zum Training und zu den Spielen", erklärt Thomas Bauer.

    Er lässt seine Freundin aber zunächst mit den Umzugsvorbereitungen alleine: Mit der Nationalmannschaft spielt er erst gegen die Schweiz, dann geht es für einen Lehrgang und zu weiteren Spielen in die isländische Heimat von Trainer Dagur Sigurdsson. "Ab Mitte Juni kann ich Laura dann helfen", sagt Bauer. Für ihn beginnt mit dem Rest des TVK das ‚Abenteuer Zweite Liga’ mit dem Trainingsauftakt am 21. Juli.

    30.05.2009 Sonntagsblitz

    Handball beim 1. FCN geht auf jeden Fall weiter
    Verein will auch in der Bayernliga die Nachwuchsarbeit fortsetzen – Ex-Spielerin Christenau trainiert das Frauenteam

    NÜRNBERG _ Zweifel daran, dass der Handball beim 1. FC Nürnberg trotz des Verlustes der Bundesliga-Lizenz und der schwierigen Verhandlungen um die Forderungen mit der Berufsgenossenschaft VBG eine Zukunft hat, lässt Achim Klamroth nicht aufkommen. «Der Schock über die jüngste Entwicklung sitzt zwar noch tief, aber es geht auf jeden Fall weiter», gibt sich der Vorsitzende trotz des Sturzes aus der Bundesliga in die viertklassige Bayernliga zuversichtlich, die drohende Insolvenz des Vereins abwenden zu können.

    Etliche Fragezeichen

    Er weiß, dass er sich bei dieser Neubesinnung des Vereins trotz etlicher Fragezeichen auch im sportlichen Bereich auf die meisten seiner Mitarbeiter verlassen kann. Soll doch die konzentrierte Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre - sowohl C-, B- und auch A-Jugend haben sich wieder für die Bayernliga qualifiziert - als Basis für wieder bessere Zeiten unbedingt fortgesetzt werden.

    Schubkraft für die Planungen, sich zumindest wieder in der Regionalliga zu etablieren, verspricht er sich speziell von der neuen Trainerin des Frauenteams in der Bayernliga: Corina Schardt, besser bekannt als Corina Christenau und zusammen mit Trainer Herbert Müller maßgeblich an jenem Höhenflug der Club-Handballerinnen beteiligt, der von 1998 aus der Fünftklassigkeit bis in die Bundesliga 2002 führte.

    Die 35-jährige Diplomsportlehrerin, die 2006 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden musste und bisher die A- Jugend betreute, tritt als Nachfolgerin von Tom Hankel bei der ehemaligen «Zweiten» kein leichtes Erbe an. Von jenen jungen Talenten, die in der vergangenen Spielzeit bereits Bundesligaluft geschnuppert und viel gelernt haben, tragen sich zumindest Linda Jäger (18) und Tanja Schorradt (17) ernsthaft mit Abwanderungsgedanken. Größtes Hindernis, dass es nicht nur bei Kontakten zu Zweitligisten bleibt, um ihre sportliche Aufwärtsentwicklung fortzusetzen, ist dabei die Schule. Stehen beide doch im nächsten Jahr vor dem Abitur.

    Fachliche Klasse

    Der Ausfall dieses Duos wäre ein herber Rückschlag für die Ambitionen. Aber vielleicht, so die Hoffnung Klamroths, besitzen die Qualitäten und die Ausstrahlung von Trainerin Schardt genügend Überzeugungskraft, dass sie sich ebenso wie das eine oder andere Talent weiter für den Club entscheiden. Ihre fachliche Klasse ist unbestritten; und dass «die Handballerin aus Leidenschaft» («Cora» über sich selbst) die notwendige Portion Ehrgeiz besitzt, gesteckte Ziele auch zu erreichen, hat sie als unumstrittene Führungsspielerin bewiesen. Ohne sie, hat Herbert Müller vor Jahren schon formuliert, «wäre sonst dieser Weg durch die unteren Klassen nicht durchzuhalten gewesen».

    Jetzt schließt sich für sie ein Kreis. Im so abrupt und unerwartet gescheiterten Zukunftskonzept ihrer ehemaligen Mitspielerinnen Kathrin Blacha/Sylvia Harlander eigentlich für die Koordination der Nachwuchsarbeit vorgesehen, fängt sie als Trainerin wieder da an, wo sie als Ex-Nationalspielerin Rumäniens schon einmal beim Club angefangen hat: ganz weit unten. Diesmal allerdings unter deutlich schlechteren Vorzeichen: Verbietet es sich doch mit Blick auf die jüngere Vergangenheit, auch nur einen Gedanken an den Weg nach oben zu verschwenden.

    in der 1. liga? momentan keiner oder? aber die parallelen bei den vereinen des herbert müller find ich immer wieder frappierend ... diesmal: "die Stadt soll die Mannschaft übernehmen und managen"...

    ich finds jedenfalls sehr interessant, dass die platzhalter in der aktuellen mannschaftsaufstellung der bienen (s. webseite) genau den positionen der rest-nürnbergerinnen entsprechen ...

    die letzte echte - also nicht nur qualifikation - cl-teilnahme von leipzig ist schon ein bisschen her. da sahen die regelungen und anforderungen noch ein wenig anders aus. und waren deutlich günstiger. und nicht nur nürnberg, auch trier ist mit nem ordentlichen minus aus dieser geschichte rausgekommen. leverkusen wusste schon, warum es das - angeblich wegen der halle - sein lässt (das war die damalige argumentation von leverkusen, daher die bemerkung @capitano)

    Viele Meisterschaften hat das Leipziger Know-How trotz eines wirtschaftlich top aufgestellten Vereins bislang aber nicht eingebracht ... Klar war der HCL im Finale des EHF-Cups. Das ist aber ja nicht das Endziel. Also versucht er die Lücken zu schließen, die ihn noch von seinem Ziel Dt. Meister, Championsleague etc. trennen. Genauso wie bei Bayern eben auch. Nicht mehr oder weniger sollte mein Vergleich aussagen. Ich hoffe nur, dass der HCL sich die Championsleague im Gegensatz zu Nürnberg dann auch tatsächlich leisten kann, wenn er mal drin ist ...

    tja, vielleicht hat leipzig am we erkannt, dass man eine etwas andere qualität und breite im kader braucht, wenn man international was reißen will. wenn man momentan noch nicht mal in der lage ist eine souveräne bundesliga-runde zu spielen ... erinnert ein wenig an den fc bayern münchen ...

    grundsätzlich würde ich die übung auch nicht verteufeln. sie sollte vielleicht nicht unbedingt ein regelmäßiger bestandteil sein. aber im endeffekt ist das ja eine bewegung, die auch tatsächlich mal vorkommen kann, wenn auch sehr selten. daher wäre es sicherlich nicht ökonomisch, das gezielt oder ständig zu machen. im training könnte man die hocke zum intensivieren der übung einsetzen. oder aber auch im grundlagentraining zum erlernen der sprünge in den hürdensitz. beim fallwurftraining ist die hocke ja auch bestandteil der methodischen reihe ...

    Hat damit zwar nur am Rande zu tun ... Aber eines würde mich auch interessieren... 117.000 Euro sind so schon viel Geld. Jetzt geht es aber hier nur um die VBG-Beiträge. Die Sportförderung Noris, die diese Beiträge nicht abgeführt hat, gab es aber ja nur ein Jahr. Sprich 117.000 Euro Beiträge für ein Jahr. Wieviel Prozent vom Gehalt sind denn VBG-Beitrag?

    Ich hab mal gegoogelt und bin auf dieses Dokument gestoßen:

    http://www.wlsb.de/cms/docs/doc5066.pdf

    Wenn ich das richtig verstehe und berechne, käme ich auf ca. 900.000 Euro in der Saison 2006/2007 nur für Gehälter... Bei 14 Spielerinnen (wieviele waren es denn, keine Ahnung) und zwei Trainern wären das im Schnitt (!) 4.700 Euro pro Monat ...

    Ist das realistisch? Oder wie setzen sich die 117.000 Euro sonst zusammen?

    Auch wenn du grundsätzlich recht hast, dass das Ganze sicherlich für die Verantwortlichen nicht soo überraschend gekommen sein kann, hinkt dein Vergleich trotzdem ein wenig. Es ist wohl hier eher so, dass jemand anders - um auch bei der Tankstelle zu bleiben - mit deinem Auto gefahren ist. Es dafür vollgetankt hat ohne dafür zu bezahlen und nun du die Rechnung bekommst. Nun kannst du zwar Einspruch einlegen, die Rechnung nicht bezahlen und auf den anderen verweisen, das Gericht will dir dieses Recht aber nur zugestehen, wenn du jemanden hast, der für das Tankgeld bürgt. Du legst dagegen erneut Einspruch ein, weil du das Geld bzw. den Bürgen nicht hast. Und verlierst. Erst jetzt hast du eigentlich ein Problem. Klingt komisch. Ist aber so.

    Dem Dank an die Spielerinnen, Trainer und natürlich an die gute Seele des Vereins, Udo Weber, kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen ...