Lübecker Nachrichten von heute:
Es bleibt wie es ist: Der angedachte Verbandswechsel des Schleswig-Holsteinischen Handballverbandes(HVSH) zum Nordostdeutschen(NOHV) zum Norddeutschen(NHV) Regionalverband ist gescheitert.Die Deligierten des ,,Außerordentlichen Verbandstages" inm Kiel entschieden sich mit 82 gegen 67 Stimmen für einen Erhalt der Zusammenarbeit mit den Landesverbänden aus Berlin/Brandenburg,Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.Der von der Strukturkommission des DHB erdachte und vom Präsidium des HVSH stark unterstützte Zusammenschluß mit Niedersachsen und Bremen ist vom Tisch.
Überraschend dabei die Vielzahl der Gegner eines Wechsels,die im Ehrenpräsidenten des HVSH und Ligapräsidenten Heinz Jacobsen(Kiel) sowie dem Jugendwart des Bezirkses Süd, Holger Rickert(SG Kisdorf/Leezen) ihre Sprachrohre hatten.Sämtliche Südliche Kreise (Lübeck,Ostholstein,Lauenburg/Stormarn,Segeberg) dazu Kieler und Flensburger sowie viele der altgedienten Ehrenfunktionäre, die die derzeit bestehenden Strukturen vor rund zwölf Jahren herbeigeführt hatten,bildeten die große Gegnerschaft.
Jacobsen, der sich im Vorfeld starker zum Teil unsachlicher Kritik ausgesetzt sah,zeigte ,,keinerlei Verständnis, warum Gegenmeinungen derart unterdrückt werden sollten".Er konterte gewohnt souverän: Besonders das ungleiche Stimmenverhältnis zu Gunsten Niedersachsens, die fehlenden Leistungssport-,Stützpunkt- und Sichtungskonzepte in der Jugendarbeit des NHV sowie die ungenügend vorbereitete Umsetzung von spieltechnischen Fragen müssten zu einer Ablehnung führen.
,, Diese angebliche Strukturreform, die ja eigentlich nur ein Verbandswechsel ist, war unzureichend vorbereitet.Unsere Regionalligisten hätten sich verschlechtert,weil unsere bewährten Strukturen im NHV noch nicht vorhanden sind.Jeder muß erstmal seine Hausaufgaben machen,Absichtserklärungen helfen nicht weiter", unterstützte der 1.Vorsitzende des Kreishandballverbandes Lübeck Helmut Häffner( Stockelsdorf), die Ablehnung.Bezirks-Jugendwart Holger Rickert fügte an, ,,dass zudem der finanzielle wie zeitliche Mehraufwand nicht wegzudiskutieren sei" und kam nicht umhin,einigen Delegierten,, Nachhilfe in Sachen Rechnung mit arithmetischen Mitteln ber der korrekten Ermittlung von Fahrtstrecken" zu geben.
Trotz des Votums verändert sich die Handballlandkarte.Denn die Regionalverbände haben die Reduzierung der Regionalligen von sechs auf fünf Ligen beschlossen.So werden Bad Schwartau,Stockeldorf und Co,demnächst wieder gegen Berliner Teams spielen.Dagegen die SG Wilhelmsburg,AMTV Hamburg und der TSV Ellerbek in die Nordstaffel reisen müssen.Was zumindest Ellerbek nach eingenen Angaben rund 1700 Kilometer mehr Fahrtstrecke und 4000 Euro Mehrkosten einbringt.Der Verein prüft derzeit Klage und Einspruch.