"Es wird kein Insolvenzverfahren geben"
München - "Auch in der nächsten Saison wird in Nordhorn Bundesliga-Handball gespielt." Mit dieser Aussage hat Bernd Rigterink, Manager und Geschäftsführer des Bundesligisten HSG Nordhorn, die Gemüter zu beruhigen versucht.
Gesagt hat dies der "Macher" des momentanen Bundesliga-Zweiten (Stand 26. März) am Rande der Pressekonferenz zum Final-Four um den DHB-Pokal. Zum zweiten Mal in Folge stehen die Niedersachsen in der Runde der letzten Vier.
Doch Rigterink weiß, dass die Lage ernst ist. Schulden in Höhe von 2,3 Millionen Euro lasten auf der HSG Sportmarketing GmbH und Co. KG. Der Manager behaart gegenüber den "Grafschafter Nachrichten" auf der Lösung der Probleme: "Wir sind nicht pleite und es wird auch kein Insolvenzverfahren geben."
Der Bundesligist müsse vielmehr "langfristige Verbindlichkeiten tilgen", die durch den Bau des "Euregiums" entstanden seien. Rigterink hofft, dass die Politik mit öffentlichen Mitteln den Nordhornern unter die Arme greift. Er sagt: "Wenn man nicht erkennt, welcher Marketingfaktor die HSG ist, werde ich mit einigen Personen sprechen müssen, darunter auch die Spieler. Und ich muss mich fragen, ob unter diesen Bedingungen Bundesliga-Handball in der Grafschaft möglich ist?"
Hoffnung auf erfolgreiche Zukunft
Die Antwort auf die Frage gibt Rigterink selbst: "Natürlich müssten wir den Etat für den Spielbetrieb reduzieren. Also müssten Spieler verkauft werden. Aber: Es wird immer Handball in Nordhorn gespielt werden."
Vorwürfe, er habe schlecht gewirtschaftet, will er nicht akzeptieren: "Nein. Die jetzige Situation hat ja absolut nichts mit dem Spielbetrieb zu tun."
Sollte die HSG aber ihre wirtschaftlichen Probleme lösen, glaubt der Manager an eine Zukunft im oberen Drittel des Bundesliga: "Dann können wir die HSG für drei bis fünf Jahre auf einer soliden wirtschaftlichen Basis im Spitzen-Handball positionieren."
By Sport 1.de
Na hoffentlich hat er da mal recht, Nordhorn würde der Liga sehr fehlen !