Schwenker kann zumindest für kurze Zeit abschalten. Am Dienstag findet in Wien die Auslosung für die Gruppenspiele der Champions League statt. Neben Titelverteidiger SC Magdeburg geht der THW als zweiter deutscher Klub ins Rennen.
"Die Champions League ist das höchste Ziel", sagt Schwenker. Kiels Manager träumt - und hat den SC Magdeburg als Vorbild.
In der vergangenen Saison war die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason als Titelverteidiger in die Bundesliga gestartet. Noch vor der Winterpause hatte das Team aus Sachsen-Anhalt den Kontakt an die Spitze abreißen lassen.
Danach hieß es hopp oder topp: Magdeburg konzentrierte sich ganz auf die Champions League, und wurde belohnt.
Doch abhaken will Kiel die Bundesliga nicht. "Ich sage jetzt nicht, dass wir alles auf die Champions League setzen", sagt Schwenker. "Wir brauchen auch noch Punkte in der Meisterschaft."
Doch die Königsklasse bleibt nun das große Ziel. Sechs Mal scheiterte der THW, 2000 im Finale und 2001 im Halbfinale jeweils am FC Barcelona.
Die Katalanen sind jetzt nicht dabei. Dennoch ist das Teilnehmerfeld so ausgeglichen wie vielleicht noch nie. "Es gibt viele Mannschaften, die weit kommen können", sagt Schwenker.
Dazu zählt er Spaniens Meister Portland San Antonio (CL-Sieger 2001), Frankreichs Titelträger Montpellier, Dänemarks Champion Kolding IF oder Ungarns Top-Klub Fotex Vesprem.
Doch Schwenker hofft, dass es ein rein deutsches Finale gibt. "Ich würde mir ein Endspiel Magdeburg gegen Kiel wünschen. Es ist aber ein weiter Weg."
Träumen ist erlaubt. Vielleicht ist es ja sogar ein Vorteil, dass die Titelverteidigung passé ist. Magdeburg hat es gezeigt.
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