Lemgo (sid) Manager Fynn Holpert von Bundesliga-Spitzenreiter TBV Lemgo erwartet vom Deutschen Handball-Bund (DHB) künftig eine Ausgleichszahlung für die Abstellung von Nationalspielern. "Es kann
nicht sein, dass ein Wirtschaftsunternehmen, wie wir es sind, bei Abstellungen von Spielern keine Prämie bekommt und die Spieler keine Aufwandsentschädigung erhalten. Das ist ein Unding", sagte Holpert dem Sender tv.nrw: "Ich denke, eine Verbesserung für die Liga muss ganz schnell kommen, denn das Risiko liegt beim Verein."
Im Vergleich zum Fußball stecke der Handball "noch in Amateur-Schuhen". Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zahlt den Vereinen pro abgestelltem Nationalspieler eine Summe von 3000 Euro. Zudem hat der DFB eine Versicherung abgeschlossen, die dem Arbeitgeber eines Spielers 7500 Euro pro Spiel auszahlt, das der Profi infolge einer Verletzung nicht bestreiten kann.
Nachdem sich Sebastian Deisler im Länderspiel gegen Österreich am 18. Mai so schwer am Knie verletzte, dass er bis heute nicht wieder spielen konnte, zahlte der Verband Deislers neuem Klub Bayern München sogar einen "Schadensersatz" von angeblich 550.000 Euro.
Zum Kader von Handball-Bundestrainer Heiner Brand für die WM in Portugal (20. Januar bis 2. Februar 2003) zählen voraussichtlich sechs TBV-Stars.