Soooo mal bei den Nordlichtern aus Flensburg geklaut ...
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Soooo mal bei den Nordlichtern aus Flensburg geklaut ...
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THW-Manager Uwe Schwenker gegenüber den KN:
Das ist ein super Resultat, aber auch gefährlich. Die Mannschaft war sehr diszipliniert. Wir haben jetzt alle Optionen. Aber keiner sollte glauben, dass wir schon durch sind.
SG-Spieler Joachim Boldsen gegenüber den KN:
Wir waren nicht überrascht, irgendeiner musste beim THW auf der Mitte spielen. Nach dem 8:5 haben wir zu viele technische Fehler gemacht und zu viel verworfen. Die Schiedsrichter waren keine Heimschiedsrichter. Aber: Wir haben noch nicht verloren.
SG-Manager Thorsten Storm gegenüber den KN:
Die Favoritenrolle liegt uns nicht, aber das ist ja jetzt vorbei. Nun müssen die Kieler zeigen, dass sie uns schlagen können. Es steht 0:0.
SG-Kreisläufer Johnny Jensen gegenüber den KN:
Kiel war einfach zu stark, hat unglaublich gut gespielt. Es ist schwer, Karabatic aus dem Spiel zu nehmen, weil dann Kim Andersson und Zeitz zu viel Raum bekommen. Aber vielleicht sollten wir es im nächsten Spiel einfach tun.
ZitatOriginal von kuestentanne
Ob nun "Scharfschütze" Zeitz oder "Handballgott" Jensen, der seit 2 Spielen unfair versucht, Karabatic unschädlich zu machen.
Das würde Jensen doch niemals tun , erzähl doch sowas nicht ...
..
Man kann ja schon regelrecht froh sein, wenn das Rückspiel zuende ist ... ein Blick in die jeweiligen Vereinsforen ... unfassbar ... persönliche Beleidigungen ohne Ende ! So langsam wird dieses Highlight durch das ganze drumherum ganz schön kaputt gemacht ...
ZitatOriginal von cruise
Am besten finde ich immer noch dieses Zitat:Zeitz: „Ich habe am Samstag erfahren, dass ich als Spielmacher auflaufen soll“
Das dies Blödsinn war ihn da hinzustellen, hat man zu Beginn der Partie auch gesehen.
Da hat jemand ganz eindeutig nen anderes Spiel geschaut ...
ZitatOriginal von Micha
Es geht nicht darum, was sich die Zuschauer erlauben, sondern wie Noka damit umgeht.
Natürlich sollte ein Profi anders reagieren, aber ich denke dennoch, dass man auch mal bedenken sollte unter welchem Druck, Anspannung, Stress die Beteiligten gestern alle standen ..... ich finds einfach nur menschlich, dass man dann mal übers Ziel hinausschießt !
Ach so und weil ich zahle, darf ich mir alles erlauben ?
Nö - Kreis
Auch wenn die Aktion von Noka natürlich nicht unbedingt zu akzeptieren ist, muss man einfach mal die Situation im Ganzen betrachten.
Da war gestern eine so emotionsgeladene Stimmung in der Halle - da kann sich keiner in der Halle von freisprechen. Seien es die Fans , die Spieler, aber auch halt Trainer und Manager ... und auch wenn ich die Aktion nicht verteidigen möchte - Auch ein Noka Serdarusic ist ein Mensch, der nicht wie ein Roboter reagiert, sondern dessen Gemüt auch mal überhitzt und es soll bei Noka schon was heißen, wenn es so weit kommt. Ich glaube, man sollte vieles von dem was gestern passiert ist, nicht allzu hoch bewerten - da ist vieles passiert, was unter normalen Umständen nicht passiert wäre.
ZitatAlles anzeigen
Sieben Feldspielern und einem Rentner gelang das Wunder -
THW Kiel hält nach dem 28:28 in Flensburg alle Champions-League-Trümpfe in seiner HandFlensburg - Der THW Kiel hat das Wunder von Flensburg geschafft! Mit dem letzten Hemd angereist, trotzten die Zebras dem favorisierten Gastgeber im ersten Finalspiel der Champions League ein 28:28 (12:10) ab. Nun haben die Kieler alle Trümpfe in der Hand, um im Rückspiel am Sonntag (17.30 Uhr) in der Ostseehalle den Traum vom ersten Sieg in der Königsklasse wahr zu machen.
Mit einem Hammer in die rechte Torecke beendete Kim Andersson in der letzten Sekunde ein denkwürdiges Spiel. THW-Trainer Noka Serdarusic, einst in Flensburg entlassen, riss die Faust nach oben. Von der Tribüne stürmte Ehefrau Mirjana in seine Arme - süße Momente des Triumphes für den 56-Jährigen, der seine kleine Schar zu einem erstklassigen Ergebnis geführt hatte: "Wir haben mit sieben Feldspielern und einem Handball-Rentner in Flensburg unentschieden gespielt. Dabei hätten die Experten vor dem Spiel nicht einen Cent auf uns gesetzt. Ich bin zufrieden."
Auf dem Feld lagen sich derweil die Kieler in den Armen, die sich am Ende sogar ohne Pelle Linders (49./Disqualifikation) erfolgreich gegen eine personelle Übermacht gestemmt hatten. Den Hausherren stand dagegen die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Matt, blass und mit gesenkten Köpfen verabschiedeten sie sich wie Verlierer. Nach dem Aus im Pokal-Halbfinale gegen Kiel und dem Sieben-Punkte-Rückstand in der Meisterschaft auf den Erzrivalen, hatten sie alles auf dieses eine Spiel gesetzt, um sich dann die Asse aus dem Ärmel ziehen zu lassen.
Kiel ohne die verletzten Stefan Lövgren, Viktor Szilagyi, Marcus Ahlm, Henning Fritz und Lars Krogh Jeppesen, Flensburg bis auf den gesperrten Ljubomir Vranjes in Bestbesetzung - was sollte der SG da passieren? Schließlich hatten sie in diesem Wettbewerb in den Runden zuvor bereits große Namen wie den FC Barcelona (31:21) und Celje (36:26) zu Hause gerupft.
Doch nach der 8:5-Führung (15.) verloren Joachim Boldsen & Co komplett den roten Faden. Langsam im Spielaufbau, fahrig im Abschluss - kein Konzept gegen einen starken Christian Zeitz, der immer dann traf, wenn es wichtig wurde. Bis zur Pause gelangen dem Team von Kent-Harry Andersson nur noch zwei Tore gegen einen Gast, der mit unglaublicher Leidenschaft kämpfte. Auf der Jagd nach dem Ball rauschte Vid Kavticnik fast in die Bande, Nikola Karabatic wurde nach einem Hechtsprung auf den Ball von Johnny Jensen und Boldsen begraben - symptomatische Szenen für den Willen der Schwarz-Weißen.
Mit heißem Herzen wehrte sich der Meister in der mit mehr als 6300 Zuschauern überfüllten Campushalle. 8:5 stand es für Flensburg, als Kim Andersson endlich warf. Der drittbeste Bundesliga-Schütze dieser Saison (167 Tore) steckte zuletzt in einem Formtief, begann auch gestern zögerlich. Sein Wurf knallte zwar an den Pfosten, es war aber das ersehnte Signal: Jungs, ich bin wieder da! Bis zur Pause traf der Linkshänder zweimal, nach dem Wechsel gelangen ihm drei schnelle Tore und in sein Gesicht kehrte das Lachen zurück.
Gestützt auf eine bärenstarke Abwehr und einen erneut überragenden Torhüter Thierry Omeyer zogen die Gäste sogar auf 19:14 (38.) davon. Während SG-Coach Andersson ("Ich bin trotzdem für das Rückspiel optimistisch") seine vollbesetzte Bank rotieren ließ, ging den Zebras um ihren wackeren "Oldie" Andrei Xepkin (41) im Mittelblock die Luft aus. Der heißblütige Johnny Jensen und der coole Lars Christiansen knipsten nun wieder das Licht an. Als Christiansen mit seinem sechsten Strafwurf in den letzten Sekunden die erste SG-Führung nach 35 Minuten (28:27) gelang, da glimmte in Flensburg wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer. Dann traf Andersson zum hochverdienten Ausgleich und Kiel war der moralische Sieger eines heißen Derbys.
(von Wolf Paarmann und Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 23.04.2007)
ZitatHolpert tobte: "Ich bring' dich um!"
Flensburg - Die Flensburger Volksseele kochte, ein Pfeifkonzert hob an, als Christian Zeitz sich doch noch einmal in die Abwehr stellte. Doch noch einmal den Ball in die Hand nahm. Sich doch noch einmal dem Zorn der 6000 Flensburger Fans preisgab. "Es war ein Versehen. Ich hätte viel lieber ein Tor gemacht", sagte der 26-Jährige später.Es geschah bei einem Tempogegenstoß in der 49. Minute, an dessen Ende er Jan Holpert, Torhüter der SG Flensburg-Handewitt, den Ball an den Kopf knallte. Eigentlich war es kein Wurf, keiner dieser trickreich filigran abgeschlossenen Schnellangriffe. Vielmehr eine Art Geschoss, das den Routinier zwischen den Pfosten zu Boden streckte, für einen Moment nur, ehe sich Holpert aus dem Pulk seiner Mitspieler emporreckte, die Augen auf Zeitz gerichtet, das Gesicht zur Fratze entstellt, schreiend: "Ich bring' dich um!" Nach dem Spiel gab Holperts Mannschaftskollege Joachim Boldsen zu Protokoll: "Hätte ich ihn nicht festgehalten, hätte er ihn umgebracht."
Zeitz entschuldigte sich bei Holpert. THW-Trainer Noka Serdarusic nahm den Schlüsselspieler dieser Partie aus der Schusslinie, setzte ihn auf die Bank und stellte sich später hinter den siebenfachen Torschützen: "Allein die Frage danach unterstellt Absicht. Zeitz hätte sich über ein Tor sicher gefreut", sagte der 56-Jährige. SG-Torwart Dan Beutler hoffte, "dass es keine Absicht war. Ich habe das bei Zeitz schon fünf-, sechsmal gesehen." So hatte beispielsweise im März 2005 ein Vorfall für Aufsehen gesorgt, als der THW-Rückraumspieler in einer Partie gegen den TV Großwallstadt Nationaltorhüter Carsten Lichtlein schwer am Kopf getroffen hatte. SG-Trainer Kent-Harry Andersson zeigte sich diplomatisch: "Es kommt darauf an, ob Holpert sich bei dem Wurf bewegt hat. Das kann ich nicht beantworten." Und SG-Kreisläufer Johnny Jensen, generell ein Freund von körperlichem Einsatz bis zum Rande des Regelwerks, erlaubte sich einen Ratschlag an seinen Kontrahenten: "Hätte er nicht so hart geworfen, hätte er getroffen. Aber im Ernst: Es war bestimmt keine Absicht."
Als Interims-Kapitän hatte Christian Zeitz seine Mannschaft in den Kampf geführt, hatte die ersten zwei und später fünf weitere immens wichtige Tore erzielt. "Am Samstagabend habe ich erfahren, dass ich in der Mitte anfangen soll. Klar war, dass sich Kim Andersson, Dominik Klein und ich abwechseln", sagte Zeitz. Es wirkte, als habe Noka Serdarusic seinen Schützling stark machen wollen. Dieser Plan ging auf, daran änderte der unglückliche Kopftreffer nichts.
(von Wolf Paarmann und Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 23.04.2007)
ZitatAlles anzeigen"Ich bringe Dich um"
Von Erik Eggers, Flensburg
Im Hinspiel des Champions-League-Finales zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel kochten die Emotionen über. Auslöser war der brutale Wurf eines deutschen Nationalspielers. Flensburgs Torwart rastete daraufhin aus. Das Spiel endete unentschieden.
Eine einzige Szene reichte, um den vorher schon brodelnden Kessel Campushalle zum Platzen zu bringen. Ein einziger Moment zeigte, welch hoher Einsatz auf dem Spiel steht, unter welchem Druck die beiden Erzrivalen stehen. Ein Tempogegenstoß des Nationalspielers Christian Zeitz in der 49. Minute, beim Stand von 23:21 für Kiel, brachte die 6.300 Zuschauer zum Rasen.
Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt und des THW Kiel, die das Finalhinspiel um die Champions League ausfochten, rannten nun, vollgepumpt mit Adrenalin, auf das Spielfeld. Es gab Tumulte, Gedränge, es war ein einziges unübersichtliches Geschubse auf dem Parkett. Denn Weltmeister Zeitz hatte aus vollem Tempo nicht das Tor, sondern aus zwei Metern Entfernung, dazu mit maximaler Wucht, den Kopf des Flensburger Torwarts Jan Holpert getroffen - und der 38jährige fiel wie vom Schlag getroffen, zu Boden.
Dann, geschockt von dieser brachialen Wucht, sprang der ansonsten sehr besonnene Holpert sofort auf und wollte Zeitz an die Gurgel. "Ich bringe Dich um", brüllte er dreimal mit stierem Blick den Schützen an, aber seine Kollegen konnten ihn unter Aufwendung all ihrer Kräfte festhalten. "Wenn ich ihn nicht zurückgedrängt hätte", erzählt SG-Spielmacher Joachim Boldsen später - nachdem das gerechte 28:28 (10:12)-Remis besiegelt war, "dann hätte er ihn getötet". Holpert, der eine leichte Gehirnerschütterung erlitt, musste ausgewechselt werden.""Es geht Jan schon wieder besser", berichtete nach dem Spiel Torwartkollege Dan Beutler - und griff den Schützen verbal an: "Es ist ja nicht das erste Mal, das ihm das passiert." Im März 2005 hatte Zeitz den Nationalkeeper Carsten Lichtlein (damals TV Großwallstadt) ähnlich hart am Kopf getroffen.
Der dramatische Zwischenfall war gleichzeitig die Szene, die Flensburg wieder zurückbrachte ins Spiel. Danach pfiffem die Zuschauer jeden Ballkontakt des zuvor sehr stark spielenden Zeitz gnadenlos aus, das animierte die Flensburger Handballer zu einer Aufholjagd in den letzten elf Minuten. "Er hat uns damit sehr geholfen", sagt SG-Manager Thorsten Storm und kritisiert ebenfalls die Aktion von Zeitz: "Er hat offensichtlich ein Problem mit der Risikowahrnehmung." Zeitz selbst entschuldigte sich mehrfach und sagte nach der Partie: "Es tut mir leid, ich hätte lieber das Tor getroffen, es war keine Absicht. Aber wenn er Torwart wird, muss er mit so etwas rechnen." Flensburgs Trainer Kent-Harry Andersson, der von einem "K.-o.-Schlag wie beim Boxkampf" sprach, wollte sich spontan nicht dazu äußern. "Es kommt darauf an, ob sich Holpert bewegt hat", erklärte der Schwede.
Kiels Coach Noka Serdarusic antwortet auf die Frage von SPIEGEL ONLINE, wie die Situation bei Zeitz' Kopftreffer einzuschätzen sei, extrem gereizt: "Schon diese Frage zu stellen, bedeutet, ihm eine Absicht zu unterstellen." Auch Serdarusic hatte während dieser Tumulte die Kontrolle über sich verloren und dem tobenden Publikum zweimal den Stinkefinger gezeigt - wofür er mit einer Gelben Karte bestraft wurde.
Nachdem Kiel 5:8 (15. Minute) in Rückstand geraten war, hatte der THW lange Zeit geführt, obwohl er nur acht gesunde Feldspieler zur Verfügung hatte - darunter den 41jährigen Andrei Xepkin, der nach vierjähriger Abstinenz eigentlich nicht die nötige Kondition aufweist. Zeitz und Andersson wechselten sich ab auf der wegen Stefan Lövgrens Ausfall verwaisten Spielmacherposition. Wenn Kiel sich weitaus besser schlug, als viele Experten vor der Partie erwartet hatten, lag das aber vor allem an der sehr beweglichen und aufmerksamen 6:0-Abwehrformation des THW, die den Flensburger Halbspielern Blazenko Lackovic und Marcin Lijewski eine ganze Serie von Bällen abkauften. Dahinter stand mit Keeper Thierry Omeyer ein sehr guter Torwart. So kam Kiel per Tempogegenstoß zu vielen leichten Toren.
Nach einer 12:10-Halbzeitführung schien das Team einem souveränen Sieg entgegenzustreben. Da in der zweiten Halbzeit auch der Kieler Topwerfer Nikola Karabatic (acht Tore) besser zielte, führte der THW nach 37 Minuten beim 19:14 (Dominik Klein) gar mit fünf Treffern - bis der Kopftreffer von Zeitz die Stimmung kippte und der Gastgeber mit der letzten Luft kurz vor Schluss noch einmal in Führung ging: Dänemarks Rekordnationalspieler Lars Christiansen, mit neun Treffern bester Schütze seines Teams, traf 14 Sekunden vor Schluss zum 28:27.
Am Ende reichte es dennoch nicht mehr zum Sieg, da der schwedische Nationalmannschaftskapitän Kim Andersson zwei Sekunden vor ultimo einen mächtigen Sprungwurf in die Maschen des Flensburger Gehäuses hämmerte. "Mit sieben gesunden Feldspielern und einem Handball-Rentner ein Unentschieden in Flensburg, das ist ein gutes Resultat", freute sich Serdarusic, "Flensburg hatte einen schlechten Tag. Wer am Sonntag den Pott in der Hand hält, ist noch lange nicht entschieden".
Auch Flensburgs Trainer Andersson war "nach diesem Spielverlauf mit dem Resultat zufrieden" und hat die Hoffnung auf den ersten Flensburger Champions League-Sieg noch nicht aufgegeben: "Ich bin weiter optimistisch." Auch SG-Manager Thorsten Storm blies in das gleiche Horn: "Heute feiern die Kieler schon, ich will nächsten Sonntag feiern."
Quelle: http://www.spiegel.de
ZitatAlles anzeigenChampions League: Remis in Flensburg: Gute Ausgangsposition für das Rückspiel
Der THW Kiel hat sich mit einem 28:28 (12:10)-Unentschieden bei der SG Flensburg-Handewitt eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche verschafft. Im Champions League-Finalhinspiel vertrat Christian Zeitz den verletzten Spielmacher Stefan Lövgren und erfüllte diese Aufgabe gut. Bester Torschütze eines geschlossen auftretenden Kieler Teams war Nikola Karabatic mit acht Torerfolgen, auf Flensburger Seite war Lars Christiansen mit 9/7 Toren am erfolgreichsten.
Das Objekt der Begierde stand bereits unübersehbar in der Mitte der Campushalle, als sich 14 Flensburger und die nach der Verletzungsmisere verbliebenen 10 Zebras vor dem Spiel warm machten. Eine Vorentscheidung, in welche Vitrine der Champions League Pokal für die nächsten 12 Monate wandern wird, ist am Sonntag beim Hinspiel allerdings noch nicht gefallen.
Stefan Lövgren sollte im Angriff auf der Mittelposition von Christian Zeitz ersetzt werden, in der Abwehr von Pelle Linders, was zur Folge hatte, dass Kim Andersson und Andrei Xepkin zwischen Offensive und Defensive wechselten.
Auf das erste Tor mussten die 6300 Zuschauer in der Campushalle, darunter rund 700 lautstarke Kieler Fans, bis zur vierten Minute warten, bis dahin stand die Partie ganz im Zeichen der starken Torhüter: Omeyer parierte gegen Lackovic und Lijewski, sein Gegenüber Beutler gegen Karabatic und Andersson. Erst Lars Christiansen konnte dann per Siebenmeter das 1:0 markieren, das Christian Zeitz aber postwendend egalisierte.
Die Kieler setzten auf eine konsequente Abwehrarbeit um den Mittelblock Karabatic und Xepkin, womit die SG im ersten Durchgang große Probleme hatte. Ohne ihren gesperrten Spielmacher Ljubomir Vranjes wirkte die SG ideenlos und biss sich an der Kieler Granitabwehr oft die Zähne aus. Dennoch ging Flensburg zunächst in Führung - zum einen, weil Marcin Lijewski einen guten Start erwischte, zum anderen, weil Dan Beutler seinen Kasten in den Anfangsminuten vernagelte und mehrfach blendend gegen Zeitz, Karabatic und Kavticnik parierte. So führten die Gastgeber nach einem Rückraumkracher von Kasper Nielsen mit 4:2 (7.).
Doch die Zebras machten ihre Sache gut, spielten ihre Angriffe konzentriert herunter und suchten die Lücken in der Flensburger Abwehr. Einen guten Eindruck in der Anfangsphase hinterließ vor allem Dominik Klein, der per Tempo-Gegenstoß und aus dem Rückraum seine ersten beiden Treffer erzielte. Nach dem ersten Tor von Nikola Karabatic stand es 5:6 (13.) aus Kieler Sicht, ehe Andrei Xepkin nach einem Foul an Jensen eine Zeitstrafe kassierte. Die Überzahl nutzte Flensburg konsequent aus, fand zweimal Lücken am Kreis, die Jensen und Boldsen zum 8:5 nutzten. Der THW aber blieb seinem gemäßigten Tempo treu, was auch belohnt wurde: Zunächst bediente Zeitz Vid Kavticnik auf Rechtsaußen zum 6:8, nach einem Stürmerfoul von Michael Knudsen drosch Kim Andersson den Ball aus neun Metern zum 7:8 in die Maschen.
Nach vier torlosen Minuten mit spektakulären Torwartparaden - so lenkte Omeyer einen Heber von Lijewski mit den Fingerspitzen über die Latte - erzielte Nielsen das 9:7, ehe der THW zu seiner besten Phase im ersten Durchgang ansetzte: Mittlerweile stand Frank von Behren erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder in der SG-Abwehr seinen Mann, aber auch er konnte nicht verhindern, dass Kavticnik am Kreis von Karabatic bedient wurde und das 8:9 erzielte. In Überzahl nach Strafzeit gegen Knudsen stiebitzte sich Klein in der Abwehr den Ball und traf per Gegenstoß zum von den Kieler Fans umjubelten Ausgleich. Und als Andersson dann sogar aus dem Rückraum die erste Kieler Führung erzielte, wurde es kurzzeitig ruhiger in der Campushalle. Stryger gelang zwar von außen den erneuten Ausgleich, doch spätestens als Thierry Omeyer einen Gegenstoß gegen Kasper Nielsen hielt, war der THW endgültig obenauf: Karabatic ermöglichte das 11:10, ehe sich die SG an der Kieler Abwehr erneut die Zähne ausbiss. Zwei Minuten lang versuchten sie, den Ausgleich zu erzielen, bevor Christian Zeitz nach eigenem Steal per Gegenstoß gar den 12:10-Pausenstand erzielte.
Nach dem Wechsel legte der THW gleich nach, der starke Zeitz und Kim Andersson nach einem Lundström-Steal schafften das 14:10, und spätestens als Dominik Klein per Gegenstoß die Führung auf 19:14 (38.) ausbaute, läuteten bei Flensburg die Alarmglocken. Der schwächer gewordene Dan Beutler wurde fortan von Jan Holpert ersetzt, und mit ihm im Tor kamen die Gastgeber wieder etwas heran: Besonders Johnny Jensen blühte im zweiten Durchgang gegen den nun müder wirkenden Andrei Xepkin auf, erkämpfte seiner Mannschaft viele Siebenmeter oder versenkte die Bälle gleich selbst. So kam die SG binnen drei Minuten zum 17:19.
Die Zebras aber hielten Flensburg weiter auf Distanz, insbesondere der Rückraum um Zeitz, Karabatic und Kim Andersson fand immer wieder die Lücke und ermöglichte somit, dass der THW auch nach 48 Minuten noch mit 23:21 führte. Dann aber die ominöse 49. Spielminute: "Steal-König" Zeitz hatte in der Abwehr wieder einen Ball abgefangen und flitzte alleinauf das SG-Gehäuse zu, doch statt des Tornetzes traf er Torwart-Oldie Jan Holpert mitten im Gesicht. War die Partie bis dahin "nur" ein Final-Endspiel, so hatte sie nun endlich Derby-Charakter: Während Jan Holpert behandelt wurde, gab es eine Rudelbildung unter den Spielern, aus den Rängen flogen leere Plastikbecher aufs Spielfeld. Die souverän pfeifenden spanischen Unparteiischen Vicente Breto Leon und Jose Antonio Huelin Trillo verhängten zum Unmut der Zuschauer keine Strafe gegen Christian Zeitz, der aber dennoch auf der Bank Platz nahm und auf der Mittelposition von Dominik Klein abgelöst wurde. Der Auftakt zu einer turbulenten Schlussphase.
Zunächst schaffte Lundström das 24:21, ehe der THW-Kader durch die dritte Zeitstrafe für Pelle Linders weiter dezimiert wurde. Dan Beutler hatten die zwölf Spielminuten Pause offenbar gut getan: Mit Paraden gegen Karabatic und Klein verhinderte er das 25. Kieler Tor, auf der Gegenseite sorgte Christiansen mit einem Hattrick zum ersten Ausgleich seit dem 10:10. Die Halle war nun vollends aufgewacht und peitschte Flensburg nach vorne, den THW ließ dies aber kalt: Zweimal Karabatic und Lundström legten wieder vor, Jensen, Christianen und Boldsen konterten. Einen Wurf von Karabatic 75 Sekunden vor Schluss konnte Dan Beutler parieren, nun ergab sich sogar noch die Chance auf einen Heimsieg. 17 Sekunden vor Schluss stoppte Xepkin Blazenko Lackovic unfair, und auch den achten Siebenmeter konnte Flensburg im THW-Tor unterbringen. 12 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Noka Serdarusic seine Auszeit. Und seine Zebras spielten den letzten Angriff ganz routiniert herunter: Über Xepkin landete der Ball drei Sekunden vor Ende bei Kim Andersson, der ihn quasi mit dem Schlusspfiff zum verdienten Ausgleich versenkte.
Zur "Halbzeit" des Champions League Finals ist somit noch alles ausgeglichen. Während Flensburg nächsten Sonntag wieder auf Spielmacher Ljubomir Vranjes setzen kann, hoffen die Kieler auf den Heimvorteil - immerhin haben sie in dieser Saison im Europapokal alle Heimspiele gewonnen...
(Christian Robohm / Sascha Krokowski)
Stimmen zum Spiel:
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ich habe das Spiel gesehen wie alle anderen: Es war ein harter Kampf von Beginn an, beide Mannschaften haben versucht, alles zu geben. Die ersten zwanzig Minuten standen wir sehr gut in der Abwehr. Wenn Flensburg nur zehn Tore in einer Halbzeit schafft, ist das ein klares Zeichen, und es spricht auch für die Leistung von Omeyer.In der zweiten Halbzeit war der "alte Mann" in der Abwehr dann müde und langsamer, was Flensburg mit leichten Toren bestraft hat. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, zumal wir nur mit sieben Feldspielern und einem Handball-Rentner aufgelaufen sind.
Wir wissen aber auch, dass Flensburg nicht den besten Tag hatte heute. Das Rückspiel wird noch richtig schwer. Keiner kann sagen, wer den Pott holen wird.
[Zu der Szene zwischen Zeitz und Holpert:]
Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass es keine Absicht war und dass sich Zeitz gefreut hätte, wenn der Ball ins Tor gegangen wäre.SG Trainer Kent Harry Andersson:
Wir hatten heute ein großes Problem in der Abwehr, zudem war Omeyer überragend. Wir haben viele technische Fehler gemacht. Da wir zum Schluss trotzdem unentschieden gespielt haben, können wir zufrieden sein.Mit Ljubomir Vranjes im Rückspiel können wir mehr Tempo machen. Deshalb bin ich auch trotzdem noch recht optimistisch.
[Zu der Szene zwischen Zeitz und Holpert:]
Solche Szenen sind natürlich schlimm. Die große Frage ist: Hat Jan Holpert sich vorher noch bewegt? Ich habe es nicht genau gesehen und kann deshalb zu der Situation nichts sagen.THW-Kapitän Stefan Lövgren:
Ich war natürlich sehr traurig, dass ich diese Spiele verpasse. Natürlich war auch ich ganz angespannt vor dem Spiel. Aber ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Es wird ein Kampf bis zur letzten Sekunde.SG-Spieler Frank von Behren:
Erst einmal freu ich mich, überhaupt wieder dabei zu sein. Persönlich war es allerdings kein so gelungener Einstand. Aber mit dem Unentschieden können wir zufrieden sein. Wenn wir im Rückspiel alles mobilisieren, können wir den Pott holen.
Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw
Kritik ist sicherlich angebracht ... aber nicht auf diese Art und Weise, wie es der NDR vollzogen hat ...
Danke NDR ... nun wissen wir alle, dass es Absicht war .... super Berichterstattung ![]()
Naja hat hier bei diesem Duell wirklich jemand wunderschöne Spiele erwartet ? Es geht um so viel und dass da dann mehr Kampf im Spiel ist als sonst schon, war doch zu erwarten ? ....
Stimmen zum Spiel:
Thierry Omeyer:
Wir haben ein gutes Spiel gemacht und ein sehr verdientes Remis hier in Flensburg geholt, schließlich hätten wir dem Spielverlauf nach sogar gewinnen können. Jetzt steht es wieder 0:0 und wir müssen zuhause mit einem Tor gewinnen. Wir wollen diesen Pott!
Lars Christiansen:
Kiel hat heute super gespielt, wir lagen fast immer hinten. Trotzdem ist das Unentschieden verdient. Im Rückraum haben wir nicht optimal gespielt und das wird gegen Kiel bestraft. Nichts ist unmöglich, aber Kiel ist nach diesem Resultat nun Favorit. Aber wir können den Titel immer noch gewinnen, wir müssen in der Ostseehalle nur so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit.
.... Wenn mir das vor dem Spiel jemand gesagt hätte, hätte ich ihm niemals geglaubt. Unfassbar ... DANKE THW
- mehr gibt es nicht zu sagen ![]()
Na claus, war mal wieder ein bisschen spät oder ? ....
Wer von denen sich nun evtl nächste Saison auf die THW Bank setzt, werden die nächsten Wochen ja zeigen ...und einer von den beiden wird es sein ![]()
Mittlerweile ist die DVD doch bei mir angekommen und geht Dienstag dann gleich weiter ![]()
ZitatAlles anzeigen* TORHÜTER
Dan Beutler/Jan Holpert (Flensburg) vs. Thierry Omeyer/Mattias Andersson (Kiel)
An Erfahrung mangelt es beiden Torhüter-Duos nicht. Beutler war zuletzt die Nummer eins in Flensburg und zeigte im Pokal-Halbfinale, zu welchen Leistungen er fähig ist. Holpert ergänzt ihn mit seiner Routine ideal. An Omeyer kommen beide aber nicht vorbei. Der Franzose ist der beste Keeper der Bundesliga-Saison, reaktionsschnell und in kritischen Situationen immer hellwach.
Vorteil Kiel* LINKSAUSSEN
Lars Christiansen/Anders Eggert (Flensburg) vs. Dominik Klein/Henrik Lundström (Kiel)
Christiansen, eigentlich ein zuverlässiger Torschütze von außen und von der Siebenmeterlinie, traf im DHB-Pokal-Halbfinale gegen Kiel gar nichts. Da wird ihm nicht noch einmal passieren. Eggert ist Flensburgs Zukunft auf dieser Position, dürfte aber nur kommen, falls sich Christiansen nicht erheblich steigert. Weltmeister Klein und Lundström teilen sich die Spielanteile. Beim Gegenstoß gibt es in Deutschland wohl keinen explosiveren Spieler als Klein.
Unentschieden* RECHTSAUSSEN
Sören Stryger (Flensburg) vs. Vid Kavticnik (Kiel)
Stryger ist die Zuverlässigkeit in Person, eiskalt von außen und variantenreich beim Strafwurf. Dem steht Kavticnik in nichts nach. Der Slowene strahlt beim Einlaufen aus dem Rückraum noch mehr Gefahr aus.
Unentschieden* KREIS
Michael V. Knudsen/Johnny Jensen (Flensburg) vs. Pelle Linders/Andrej Tschepkin (Kiel)
Das Fehlen von Marcus Ahlm hinterlässt eine Lücke beim THW. Tschepkin ist nach zwei Jahren Pause von seiner Bestform entfernt, Linders hat nicht die Qualitäten von Ahlm. Für den THW wird es aber wichtig sein, am Kreis präsent zu sein. Flensburg hat zwei Alternativen: Kraftpaket Jensen und Knudsen.
Vorteil Flensburg* RÜCKRAUM RECHTS
Marcin Lijewski (Flensburg) vs. Kim Andersson/Christian Zeitz (Kiel)
Lijewski, der gerade eine Mandelentzündung überstanden hat, wurde bei der WM vor allem wegen seiner Stärken in der Abwehr ins Allstar-Team gewählt. Im Angriff schwankt der Pole viel zu häufig zwischen Kreis- und Weltklasse. Andersson hat sich zu einem der besten Torjäger der Bundesliga entwickelt, Zeitz ist der Mann für die überraschenden Würfe.
Vorteil Kiel* RÜCKRAUM LINKS
Blazenko Lackovic (Flensburg) vs. Nikola Karabatic (Kiel)
Lackovic war Weltmeister und ist Olympiasieger, plagt sich aber in dieser Saison mit Verletzungen herum. Aus dem Rückraum kann der Kroate an einem guten Tag unglaublich effektiv sein. Karabatic aber ist der komplettere Handballer und unterstrich als MVP des Final Four seine Klasse. Das Problem: Einen zweiten Mann hat Kiel nicht zur Verfügung, sollte der Franzose eine Verschnaufpause brauchen.
Vorteil Kiel* SPIELMACHER
Joachim Boldsen (Flensburg) vs. ???
Ljubomir Vranjes ist im Hinspiel gesperrt. Auf Boldsen kommt es an. Der Däne war zuletzt angeschlagen, zeigte aber im Pokal-Halbfinale als Ideengeber und Vollstrecker seine Qualitäten. Kiel hat keinen Spielmacher mehr im Kader. Gut möglich, dass der THW mit zwei Linkshändern im Rückraum oder Lundström oder Klein agiert.
Klarer Vorteil Flensburg* SPORT1.DE-PROGNOSE
Nach dem Ausfall von Kiels Kapitän Stefan Lövgren gibt es vertauschte Rollen. Flensburg, zuletzt alles andere als in Gala-Form, hat den breiter besetzten Kader und viel größere personelle Möglichkeiten. Das ist der Vorteil, obwohl Kiel das Heimrecht im Rückspiel auf seiner Seite hat. Die Titelchancen der SG liegen bei 80 Prozent.
Michael Schwartz http://www.sport1.de
Meine Güte, kann es nicht langsam Sonntag 17:30uhr sein .... das warten ist doch nicht zum aushalten ....
ZitatOriginal von Face
Ähm Jenny ... Arcosh hat da wohl eher an Kronau gedacht die ja Schwarzer und Roggisch bereits verpflichtet haben ... es geht bisher nur Pino, also plus Klimo macht drei. Ist nur die Frage ob Roggisch im Angriff als "Weltklasse" bezeichnet werden kann ...
Ahlm + Knudsen + Klimovets = 3 Kreisläufer ![]()