ZitatAlles anzeigenWilhelmshaven nur ein Spielball für die Zebras
THW Kiel gewann locker mit 40:20 - Neun Andersson-Tore - Karabatic mit Wadenprellung
Kiel - Dass sich der THW Kiel am Sonnabend in der ausverkauften Ostseehalle gegen einen nur zehn Minuten lang ebenbürtigen Wilhelmshavener HV mit 40:20 (22:10) durchsetzte, ist beruhigend. Mehr nicht. Es beruhigt Spieler-, Trainer- und Publikumsseelen ebenso sehr, wie es den argen Konkurrenten aus Hamburg beunruhigen mag. Es setzte ein Signal, dessen sich auch THW-Trainer Noka Serdarusic bewusst ist.
"Die Stimmung nach der Niederlage in Kronau war im Keller. Ich habe gesehen, dass meine Spieler mit Niederlagen nur schwer leben können", sagte Serdarusic und zeigte sich froh, "dass wir heute nicht gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel spielen mussten". Der Gegner am Sonnabend hieß Wilhelmshavener HV - oder zumindest das, was davon noch übrig war. "Nur Gylfason und Ljubanovic stehen normalerweise in meiner Startaufstellung. Dafür haben sich meine Jungs brauchbar geschlagen", sagte WHV-Trainer Michael Biegler. Und doch, die Gäste kamen nach dem 5:5 (12.) nicht mehr über ein Statistendasein hinaus. Spätestens beim 11:6 (18.) durch den treffsicheren Henrik Lundström - dem 1000. Saisontreffer des THW - ließ sich der THW-Tempo-Titan nicht mehr aufhalten.
Somit lag das Bemerkenswerte dieses Abends nicht in dem Duell zweier Erstligisten, sondern "zwischen den Zeilen" unterhaltsamer 60 Minuten. Es fand sich in der Beharrlichkeit der Kieler, die dann, wenn es passte, mit Kabinettstückchen glänzten: Bei einem Kempa-Trick beispielsweise, den Lundström nach einem schönen Pass von Nikola Karabatic zum 18:10 (27.) vollstreckte, in einer Phase, in der dem WHV zwischen dem 14:10 (23.) und der Halbzeitpause (22:10) kein Treffer gelang. Es wurde offenbar in der liebevollen Sensibilität des Publikums, das die Zeichen der Zeit auch nach dem hampions-League-Triumph erkannt hat, das den Endspurt im Meisterrennen annimmt, das sich und die Spieler auch bei einem 15-Tore-Vorsprung per La-Ola zum Lachen bringt, das den dritten Treffer des 42-jährigen Andrei Xepkin zum 22:10 (30.) für wenige Sekunden zur größten Sache der Welt deklariert und ihn ebenso ehrt wie den jungen Moritz Weltgen.
So geriet die zweite Halbzeit endgültig zur Party. Eine Party, die erst Karabatic (Wadenprellung) und später - nach rüdem Einsatz von David Katzirz - auch Pelle Linders (Schambeinprellung) nur auf der Bank erlebten. Im Fall von Linders gab THW-Arzt Detlev Brandecker gestern bereits Entwarnung. Linders, Lundström sowie Dominik Klein auf der Position in der Rückraum-Mitte hießen nicht nur wegen ihrer jeweils sieben Tore die auffälligsten THW-Akteure. Hinzu kam der endlich wieder befreit aufspielende Kim Andersson (9).
Dennoch, Serdarusic bleibt in Bezug auf das Rennen um den Meistertitel skeptisch. "Für uns spricht nicht viel, wir sind nicht variabel. Der HSV hat die Nase vorn, aber wir werden nicht aufgeben." Die nächste Hürde heißt morgen Abend (20 Uhr, Ostseehalle) Eintracht Hildesheim. Der Tabellenletzte beendete gestern (36:35) überraschend die letzten Meisterträume des SC Magdeburg. Bleibt der HSV als einziger Konkurrent um die Schale: Am Sonnabend mühte sich der Zweite gegen Melsungen zu einem 38:32 (18:16) und verlor dabei Torsten Jansen (Rückenverletzung). "Der Spielplan ist unmenschlich, die Akkus sind leer", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb. Und vielleicht spielte auch das 40:20 des THW eine kleine Rolle, das die Kieler beruhigte und die Hamburger - beunruhigte.
(von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 07.05.2007)
Beiträge von Jenny
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Kiel oder Hamburg - Wer schleppt sich zur Meisterschaft?
Sechs Spieltage vor dem Ende der Saison trennen den THW Kiel und den HSV Hamburg 91 Tore. Der Faustpfand des besseren Torverhältnisses hätte bei den Verantwortlichen des THW Kiel in vergangenen Jahren für Gelassenheit auf der Zielgeraden gesorgt, angesichsts der Verletztenmisere beim Rekordmeister schiebt man nun jedoch die Favoritenrolle den HAmburgern zu. "Es spricht nicht viel für uns, mit unserem Aufgebot sind wir einfach nicht variabel genug", sagte THW-Trainer Noka Serdarusic nach dem Kantersieg über ein ebenfalls von Ausfällen geprägtes Team aus Wilhelmshaven.
Bisher hatten die Kieler häufig gerade in der Endphase der Meisterschaft aufgrund der besseren Physis die Nase vorn gegenüber der Konkurrenz. Das berüchtigte Trainignslager in Varel-Obenstrohe in der Saisonvorbereitung zahlte sich im Schlussspurt aus. Doch in dieser Spielzeit fehlen neben den Langzeitverletzten Lars Krogh Jeppesen und Viktor Szilygyi auch Spielmacher Stefan Lövgren sowie Kreisläufer Markus Ahlm. "Dass wir trotzdem den DHB-Pokal und die Champiosn League gewonnen haben, verstehen wir noch gar nicht richtig", wundert sich auch Nikola Karabatic über die bisher äußerst erfolgreiche Saison der Kieler. Man werde jetzt versuchen, auch in der Meisterschaft am Ende ganz vorne zu stehen, sagte Karabatic im NDR-Fernsehen, aber die Hamburger seien mit ihrem kompletten Kader und dem leichteren Restprogramm der Favorit.
Aber in der Favoritenrolle fühlt sich keiner der beiden wohl. "Kiel ist Erster, wir sind Zweiter. Der Druck liegt beim THW", sagt HSV-Präsident und Geldgeber Andreas Rudolph. Die Hamburger, die seit dem 22. Oktober 2006 in der Bundesliga ungeschlagen sind, wissen, dass sie auf einen Patzer der Kieler hoffen müssen, ohne selbst zu verlieren. Die beiden ersten Spiele nach dem Europapokal-Gewinn gingen dabei ungewöhnlich mühsam von der Hand. Gegen Wetzlar und Melsungen lief vor allem in den ersten Halbzeiten wenig zusammen, erst zum Ende der Spiele gelangen schwer erkämpfte Siege. "Wir reden alle davon, dass der Spielplan unmenschlich sei. Dann darf man sich nicht wundern, was für Leistungen herauskommen, dann hat man auch mal schwächere Spiele zu akzeptieren", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb, der zwar einen vollen Kader zur Verfügung hat, dessen Spieler aber fast alle irgendeine Blessur mit sich herumschleppen.
Wie sehr die Mannschaft den ersten Meistertitel will, bewies der Slowene Roman Pungartnik, der sieben Tore gegen Melsungen warf und die Hamburger besonders in der ersten Halbzeit im Spiel hielt. Vor einer Woche, auf dem Rückweg von Leon nach Hamburg, erhielt der 36-Jährige, der zur neuen Saison in Gummersbach auflaufen wird, per SMS die Nachricht, dass sein krebskranker Vater verstorben sei. Er flog in seine Heimat, wohnte am Freitag der Beisetzung bei und kehrte erst am Samstag - vier Stunden vor dem Anwurf gegen Melsungen - nach Hamburg zurück. Schwalb überließ dem Slowenen die Entscheidung, ob er für den angeschlagenen Schröder auf Außen auflaufen wollte. Pungartnik wollte und lieferte eine herausragende Leistung.
Und so wird das Titelrennen wahrscheinlich über den Kopf und weniger über den Körper entschieden. Das dürfte auch so ziemlich die einzige Chance für den THW Kiel sein, am Ende auf dem Kieler Rathausplatz den Fans drei Trophäen zu präsentieren. "Die Mannschaft, die gieriger auf den Titel ist, wird Meister", glaubt HSV-Geschäftsführer Peter Krebs. Eine reine Kopfsache also, denn der Körper ist bei den meisten Spielern nach einer langen Saison - der THW bringt es auf bisher 49, Hamburg auf 44 Spiele - und nach der Weltmeisterschaft schon über die Grenzen der Belastbarkeit hinausgegangen. Das Titelrennen wird somit zu einem mühsamen Schleppen über die Ziellinie.
Das Restprogramm der beiden Titelkandidaten
08.05.2007
20:00 THW Kiel - Eintracht Hildesheim
27. Spieltag -
13.05.2007
15:00 Live! TBV Lemgo - THW Kiel
30. Spieltag -
16.05.2007
20:15 Live! THW Kiel - SC Magdeburg
31. Spieltag -
19.05.2007
19:30 Frisch Auf Göppingen - THW Kiel
32. Spieltag -
26.05.2007
14:15 Live! SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel
33. Spieltag -
02.06.2007
15:00 THW Kiel - HSG Nordhorn
34. Spieltag -08.05.2007
19:15 HSV Hamburg - TV Großwallstadt
27. Spieltag -
12.05.2007
19:15 TuS N-Lübbecke - HSV Hamburg
30. Spieltag -
16.05.2007
20:00 Live! HSV Hamburg - VfL Gummersbach
31. Spieltag -
19.05.2007
19:30 SG Kronau/Östringen - HSV Hamburg
32. Spieltag -
26.05.2007
14:15 Live! HSV Hamburg - TBV Lemgo
33. Spieltag -
02.06.2007
15:00 Frisch Auf Göppingen - HSV Hamburg
34. Spieltag -(Quelle: handball-world.com)
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Marcus Ahlm - ein außergewöhnlicher Spieler und Mensch
Marcus Ahlm sei ein außergewöhnlicher Spieler und ein außergewöhnlicher Mensch, sagte Trainer Noka Serdarusic über seinen Kreisläufer, als dieser vor nicht mal einem Jahr Angebote der spanischen Topklubs ablehnte und stattdessen seinen Vertrag beim THW Kiel bis 2009 verlängerte. "Kiel ist für meine Familie und mich zur zweiten Heimat geworden", begründete Ahlm seine Entscheidung. "Es geht uns hier gut und da interessiert es mich eigentlich nicht, ob ich woanders noch ein paar Euros mehr verdienen könnte - vieles andere ist wichtiger."
Der 28-Jährige, der als einer der besten Kreisläufer der Welt gehandelt und von vielen Vereinen umworben wird, ist bodenständig geblieben. Er könne sich noch weiterentwickeln und noch viel mehr aus sich herausholen, so Ahlm. "Es war für mich im Sport immer wichtig, dass man an sich arbeitet. Wenn ich eines Tages mein Limit erreicht haben sollte, wüsste ich nicht ob ich weiter mache." Es ist der Gedanke, sich verbessern zu wollen, der den Schweden jeden Tag aufs Neue antreibt.
Früher spielte der Handball neben seinem Chemiestudium nur eine untergeordnete Rolle. Seine Profi-Handballlaufbahn begann beim schwedischen Spitzen-Klub IFK Ystadt und bis zu diesem Zeitpunkt war dem Kreisläufer die Schule und das Studium am wichtigsten. Erst auf Platz zwei kam der Handball, der eher zum Spaß und zur Finanzierung des Studiums diente. "Ich war damals weder der Beste noch der Schlechteste im Team", gesteht Ahlm, der sich heute zwar am Kreis wohl fühlt, aber auch zugibt, dass es nur Liebe auf den zweiten Blick war. "Ich habe keinen harten Wurf, keine Sprungkraft und schnell bin ich auch nicht", meint der Schwede. Den Erfolg verdanke er dem Zufall und seinem Fleiß. "Mir wurde nicht alles in die Wiege gelegt, ich habe viel dafür trainieren müssen, um heute hier zu spielen. Aber das Trainieren macht mir jeden Tag wieder Spaß."
Dass ihm das Torewerfen in der Ostseehalle große Freude bereitet, sieht man allerdings meist erst, wenn man genau hinschaut. Selten jubelt Marcus Ahlm ausgelassen oder feiert seine Tore, "aber die Emotionen sind in mir, ich lasse sie in dem Moment nur nicht raus", verrät der Zwei-Meter-Hühne. Ein Titel am Ende der Saison oder ein Tor im Spiel seien zwar das Lohn für die harte Arbeit im Training, aber er sei nun mal ein ruhiger Typ, der sich auf dem Spielfeld nicht verstellen wolle.
Die vollen Hallen und die Begeisterung des Publikums seien ein Grund dafür gewesen, in Deutschland zu bleiben ("Von dieser tollen Stimmung lässt man sich gerne anstecken."), nach außen seine Emotionen auf dem Feld zu zeigen, sei aber einfach nicht sein Ding.
Bei der schwedischen Nationalmannschaft sieht es nicht anders aus. Im Dezember bestritt der 28-Jährige sein 100. Länderspiel für die Tre Kronor und ist mit insgesamt 320 Toren ein wichtiger Bestandteil der neuformierten Mannschaft, der sich aber auch dort bescheiden zurück hält. Im letzten halben Jahr sah man Ahlm seltener im Kreis seiner Landsleute. Für seine Abwesenheit gibt es eine ganz einfache Erklärung. "Ich möchte viel Zeit mit meiner Familie und vor allem mit meiner Tochter Ines verbringen", sagt er. Im Oktober 2006 brachte seine Frau Karin ihr erstes Kind zur Welt. "Es ist kein Abschied für immer, aber ich habe unserem Nationaltrainer Ingemar Linnell auch noch keinen genauen Zeitpunkt gesagt, an dem ich wieder anfangen möchte", so Ahlm, für den die gemeinsame Zeit mit der neuen Familie an erster Stelle steht. "Ich selbst hatte eine behütete Kindheit und ich möchte diese nun auch meiner Tochter geben."
Marcus Ahlm ist eben ein außergewöhnlicher Spieler und ein außergewöhnlicher Mensch.
(Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports)
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Ideal wäre eine Bekanntgabe so um 19:55uhr, allerdings nur, wenn er seinen Vertrag verlängert ... Dann wäre gute Stimmung in der Halle garantiert

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Staffan Olsson verteidigt Titel mit Hammarby souverän
Aus Schweden berichtet Dr. Oliver Schulz:In Schweden nichts Neues. Die amtierenden Meister, Hammarby IF bei den Herren und IK Sävehof bei den Damen, setzten sich am Samstag Nachmittag im Stockholmer Globen erneut durch.
Dem mit über 20 Fanbussen in die Hauptstadt gereisten Skövde bot sich die historische Chance, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die Saison als Meister zu beenden. "Himmel oder Hölle für Skövde?" fragte denn auch "Helsingborgs Dagblad" am Morgen vor den Endspielen. Es sollte nicht der Tag des Underdogs werden. Vor gut 10.000 Zuschauern gaben zunächst die Frauen von Skövde HF eine Sieben-Tore-Führung gegen Sävehof noch aus der Hand. Angeführt von der wie entfesselt aufspielenden Johanna Ahlm, die auch eine frühe Kopfverletzung nicht außer Gefecht zu setzen vermochte, drehte die Truppe aus Partille die Partie in der Verlängerung noch um.
Die Herren ließen es im Gegensatz dazu anschließend gar nicht erst spannend werden. Zu schnell löste sich die Vermutung, Außenseiter IFK Skövde könnte den Favoriten Hammarby auch ohne seinen verletzten Topscorer Rasmus Wremer gefährden, in Wohlgefallen auf. Die Grün-Weißen spielten von Anfang an wie aus einem Guss und setzten sich schon früh entscheidend ab. In Halbzeit eins stemmte sich vor allem der Halblinke und siebenfache Torschütze Joakim Larsson gegen die Niederlage, konnte aber nicht verhindern, dass die einseitige Partie zu Pause beim Stand von 17:10 praktisch schon entschieden war.
NachWiederanpfiff fuhren die Mannen von Erfolgstrainer Staffan Olsson dort fort, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatten. Im letzten Jahr hatte Jonas Larholm im Sävehofer Trikot seinen Abschied von der Elitserien gefeiert. Dieses Mal wurde mit Lukas Karlsson ein weiterer überragender Mittelmann von den Fans frenetisch verabschiedet. Ein letztes Mal ließ er seine Schnelligkeit vor dem gleichermaßen begeisterten wie begeisternden Heimpublikum aufblitzen. Im Gegensatz zu Larholm vor zwölf Monaten verließ Karlsson das Parkett allerdings als Sieger. Sein neuer Verein Viborg HK darf sich ab Sommer auf einen vor Spielfreude geradezu glühenden Regisseur freuen.
Das überlegene 34:22 der Männer aus dem Stockholmer Süden wurde höchstens noch von der Leistung der eigenen Fans übertroffen. Diese hatten bereits lange vor Anwurf eine Hintertortribüne in ein grün-weißes Fahnenmeer verwandelt und sorgten für eine Stimmung, die sonst nur aus Fußballstadien bekannt ist. Das ununterbrochene "Hammarby, Hammarby" wurde nach 57 Minuten durch ein triumphales "SM Guld, SM Guld, SM Guld" abgelöst. Um 17 Uhr 21, als das bekannte Schiedsrichtergespann Peter & Peter (Olsson/Hansson) die Partie abpfiff, war die Titelverteidigung Realität. Gegen 18:30 Uhr erreichte der Tross um Tobias Karlsson das nahegelegene Hotel. Nach kurzer Verschnaufpause wurde der alte und neue Meister Hammarby im Restaurant "Annex" in feierlicher Atmosphäre begrüßt und die Spielerinnen und Spieler der Saison gewürdigt.
Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw
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Dienstag kommt Aufsteiger Eintracht Hildesheim
Der Terminkalender kennt im Mai einfach kein Erbarmen mit den dezimierten Zebras. Gut nur, dass die Anstrengungen sich beim lockeren 40:20-Erfolg gegen Wilhelmshaven am vergangenen Samstag in Grenzen hielten. Denn drei Tage nach diesem Spiel wartet bereits die nächste Partie auf den THW Kiel: Am Dienstag ist Aufsteiger Eintracht Hildesheim zu Gast in der Ostseehalle, Anwurf ist um 20.00 Uhr, es gibt noch wenige Tickets in allen Kategorien an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Eigentlich galt Eintracht Hildesheim bereits als Absteiger Nummer eins. Doch seit dem Überraschungscoup gegen Nordhorn ist die Hoffnung und das Vertrauen in die eigene Stärke bei den Niedersachsen zurückgekehrt. Der zweite Anlauf in der Erstklassigkeit sollte für die Eintracht erfolgreicher verlaufen als der desaströse erste: Vor sechs Jahren, in der Spielzeit 2000/2001, gingen nach dem ersten Bundesligaaufstieg 33 der damals 38 Saisonpartien verloren, und so musste die Eintracht mit 7:69 Punkten, ohne einen einzigen Auswärtszähler und als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht schnell wieder die Reise in die Zweitklassigkeit antreten.
Von den damaligen Spielern steht keiner mehr im aktuellen Hildesheimer Kader, den wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorstellten, nur ein Name bleibt unweigerlich mit dem Club in Verbindung: Eintracht-"Macher" Gerald Oberbeck, langjähriger Manager, Geschäftsführer und Trainer in Personalunion, führte in der Vorsaison durch eine starke Hinrunde seinen Verein zum zweiten Mal in die Beletage des deutschen Handballs und zog sich nach dem Aufstieg zumindest aus dem Trainergeschäft zurück. Sein Nachfolger wurde mit Valerij Gopin ein ehemaliger Weltklassespieler, der mit der russischen Nationalmannschaft alles gewann, was sich ein Spieler wünschen könnte.
Der Erfolg stellte sich allerdings nicht ein in Hildesheim: Zwei deutlichen Heimsiegen gegen Kronau/Östringen und Minden standen zu Saisonbeginn acht Niederlagen gegenüber. Verkaufte man sich in Gummersbach (32:35) und Nordhorn (28:29) noch teuer, so war aber nach dem 10. Spieltag und der klaren 27:34-Schlappe in Düsseldorf der Geduldsfaden bei Gerald Oberbeck gerissen: "Gopin zeigte sich wenig zugänglich für Kritik. Er wollte die bestehenden Schwierigkeiten nicht einsehen." Als neuer Trainer wurde im November der 41-jährige Däne Lars Walther präsentiert, doch Ruhe kehrte bei den Niedersachen auch weiterhin nicht ein.
Keinen einzigen Punkt holte Hildesheim mehr in der Hinrunde, verlor auch richtungsweisende Heimspiele gegen Wetzlar (31:32) und Lübbecke (29:33) und blieb mit lediglich vier Pluspunkten abgeschlagener Letzter. Dafür nutzte man aber die WM-Pause, um zwei namhafte Neuverpflichtungen zu tätigen: Damien Kabengele, der zusammen mit Thierry Omeyer und Nikola Karabatic 2003 die Champions League gewann, kam ebenso ablösefrei mit sofortiger Wirkung von RK Zagreb, wie Vladimir Matovic vom slowenischen Vizemeister Gold Club Kozina.
Doch obwohl der 2,01m-Hüne Matovic die löchrige Hildesheimer Abwehr stärkte und Kabengele aus dem linken Rückraum durchschnittlich sieben Treffer pro Spiel beisteuerte, setzte es auch nach der Weltmeisterschaft eine Niederlage nach der anderen. Das Resultat: 4:46 Punkte und sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16.
Doch ausgerechnet gegen den Champions-League-Anwärter HSG Nordhorn gab es letztlich am 15. April einen kleinen Hoffnungsschimmer: Die Eintracht spielte die bislang überzeugende HSG beim 38:32-Erfolg zeitweise an die Wand und feierte den ersten Sieg in der im März fertig gestellten, 2300 Zuschauer fassenden Sparkassen-Arena. Und an dem Wochenende, an dem der THW seinen lang ersehnten ersten Champions League-Titel holte, gelang Hildesheim schließlich im 32. Anlauf auch der erste Auswärtspunkt in der Bundesliga: Beim 29:29 in Wilhelmshaven wäre sogar noch mehr drin gewesen, führte die Eintracht doch 90 Sekunden vor Spielende noch mit 29:27.
Dennoch: Die Hoffnung und das Selbstvertrauen sind nach Hildesheim zurückgekehrt. Deutlichstes Zeichen: Der unglaubliche 36:35-Triumph am Sonntag gegen den um die Champions League-Qualifikation kämpfenden SC Magdeburg. Hildesheim ist wieder dran. Insbesondere bei den letzten vier Saisonspielen gegen Großwallstadt, gegen Melsungen sowie auswärts bei den direkten Nachbarn im Abstiegskeller, der HSG Wetzlar und dem TuS N-Lübbecke will die Mannschaft um Sven-Sören Christophersen noch so viele Punkte wie möglich schaffen. Wenn die Konkurrenz selbst nicht zu viele Punkte holt, sind zumindest Platz 16 und damit die entscheidenden Relegationsspiele gegen die drittbeste Zweitligamannschaft für Hildesheim noch drin. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Obwohl Hildesheims Trainer Lars Walther am Dienstag Abend auf seinen kompletten Kader zurück greifen kann, käme ein Punktverlust der Zebras gegen den Tabellenletzten einer Sensation gleich. Schwächen in der Qualität des Kaders wolle man, so ist es aus Niedersachsen zu vernehmen, durch Kampf ausgleichen. Das Motto der Eintracht auch für das Spiel am Dienstag: "Eigentlich haben wir keine Chance, lasst sie uns aber trotzdem nutzen" - mit diesem fuhr zuletzt der THW Kiel in den Finalspielen der Champions League sehr gut. Bisher hatten die Kieler gegen Hildesheim wenig Probleme: Die bisherigen vier Pflichtspielduelle konnten die Zebras für sich entscheiden. In der Bundesliga siegte der THW in der Saison 2000/2001 souverän mit 30:21 in eigener Halle und am letzten Spieltag mit 33:21 in Hildesheim. Nur fünf Monate später das nächste Duell, als sich die Kieler zu einem 26:24-Sieg im DHB-Pokal mühten - nach ausgeglichener erster Halbzeit machten letztlich 12 Treffer von Johan Pettersson den Unterschied aus. Zuletzt gab es in der Hinserie einen ungefährdeten 34:25-Erfolg, bei dem die Eintracht dem hohen Favoriten zwanzig Minuten lang Paroli bot, um letztlich dank starker Leistungen des Kieler Franzosen-Duos Thierry Omeyer und Nikola Karabatic doch klar den Kürzeren zu ziehen.
Die Schiedsrichter in der Ostseehalle sind Hagen Becker und Axel Hack (beide Halberstadt).
(Sascha Krokowski/Christian Robohm)
Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw
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Ich drücke Nordhorn die Daumen, habe aber mal für die SG gestimmt ... ein Minuspunkt weniger und das vermeintlich leichtere Restprogramm
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Ich bin nicht angepisst, aber bekommt ihr es jetzt mal hin in nicht jedem zweiten Posting irgendwas in meine Richtung zu schießen .... das interessiert hier niemanden, mich am allerwenigsten. Die Leute, die diesen Thread lesen, wollen Wechselgerüchte lesen und kein "Jenny hat mal das und das geschrieben" .. Wenn dein Interesse so groß daran ist mir bei jeder Möglichkeit irgendnen überflüssigen Spruch zu drücken, dann bitte .... aber mach es nicht in den Threads, die andere lesen, weil sie Interesse am eigentlichen Thema haben ! Mehr hab ich dazu auch nicht mehr zu sagen ...und um nicht vollkommen off-topic zu werden ....
Irgendwo steht es hier sicher schon, aber hat Knudsen bei der SG noch Vertrag bis Ende dieser Saison oder doch bis 2008 ?
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Zitat
Original von Lord Vader
Wenn ich mich richtig an einige Beiträge von Jenny erinnere lernen die doch erst unter Noka das Handball 1*1


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Und das schönste am Abend war wohl das Tor von Xepkin und der super Auftritt von Weltgen

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ZitatAlles anzeigenLockerer Kantersieg gegen den Wilhelmshavener HV
Der THW Kiel bleibt in der Bundesliga auf Titelkurs: Am Samstag Abend besiegten die Zebras den Wilhelmshavener HV mit 40:20 (22:10) und feierten nach dem 28:31 gegen die SG Kronau/Östringen ihre Rückkehr im Titelrennen. Gegen die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste vom Jadebusen war der Sieg lediglich zwölf Minuten in Gefahr - dann zogen die Zebras das Tempo an und dominierten Ball und Gegner nach Belieben. Aus einer Mannschaft, die trotz der langen Verletztenliste tolle Kombinationen für die Fans bot, ragte Kim Andersson mit neun erzielten Toren, sieben davon in der zweiten Halbzeit, heraus. Bestnoten verdienten sich auch Mittelmann Dominik Klein, Pelle Linders und Henrik Lundström.
Als Spiel der "Versehrtenliga" wurde die Partie zwischen den beiden norddeutschen Klubs vor dem Anpfiff verspottet, mussten doch die Kieler - wie inzwischen leider gewohnt - auf fünf ihrer Stammkräfte verzichten. Auch der WHV, bei dem Abwehrchef Jacek Bedzikowski (Kieferbruch), Torwart Adam Weiner (Ellenbogen-OP), Oliver Köhrmann (Gehirnerschütterung), Bostjan Hribar (umgeknickt), Tobias Schröder (Knieprobleme) und der gesperrte Manuel Liniger fehlten, konnte alles andere als in Bestbesetzung in der Ostseehalle auflaufen. Nur zwei Mann aus der eigentlichen Startaufstellung konnte Gäste-Trainer Michael Biegler aufbieten, doch das ließen sich die Niedersachsne zunächst nicht anmerken. Bedächtig spielten sie ihre Angriffe aus, trafen dabei auf ebenso bedächtige Kieler. Immer wieder fand der WHV Lücken am Kreis, ging beim 5:4 (11.) aber letztmalig in Führung. Ein Griff von Spielmacher Christian Köhrmann ins Gesicht von Christian Zeitz löste beim THW die Handbremse. Das Publikum war da, die Zebras ein wenig an der Ehre gepackt. Zweimal Linders und Kavticnik nutzten die Überzahl zum 8:5, als Lundström wenig später per Gegenstoß das 9:5 erzielte, zog Biegler die grüne Auszeitkarte. Doch zu spät: Die Kieler Abwehr packte nun wesentlich etnschlossener zu, zwang Wilhelmshavens junge Truppe zu Fehlern.
Ein weiterer "Viererpack" in weniger als drei Minuten stutzte den WHV auf 6:13 zurecht, Gylfi Gylfason konnte wenig später noch einmal auf 10:14 verkürzen - dann regierte in der Ostseehalle nur noch der THW. Sechs Minuten lang nahmen die Kieler ihren Gegner nach allen Regeln der Kunst auseinander, ob nun Kleins rotzfrecher Wurf, Karabatics Abpraller-Kempa nach dem vom guten Meyer parierten Zeitz-Gegenstoß, Lundströms lupenreiner Kempa nach feinem Karabatic-Pass oder Lindes sicherer Abschluss nach einer schnellen Kombination - der THW zauberte sich die Müdigkeit aus den Gliedern und begeisterte sein Publikum. Dass erlebte eine Steigerung nur noch kurz vor dem Halbzeitpfiff. Am Kreis hatte sich Andrei Xepkin freigelaufen, bat um den Ball. Dominik Klein passte auf El Gigante und der vollstreckte zum 22:10-Halbzeitstand - die Halle sprang auf, feierte den mittlerweile 42-Jährigen mit stehenden Ovationen und bedachte eine tolle Kieler Mannschaft mit großem Applaus - die Gänsehautstimmung aus dem Champions League-Finale war in die Ostseehalle zurück gekehrt.
Die Samstag Abend-Party war angerichtet - und die Zebras waren für ihre Fans hervorragende Gastgeber. Was folgte, war die Halbzeit des Kim Andersson. Mit kürzeren Haaren und alter Wucht hämmerte der Kieler Halbrechte fortan die Bälle ins gegnerische Tor, dass dem WHV-Keeper Hören und Sehen vergehen konnte. Zudem spielte sich Moritz Weltgen, der nach der Pause den mit einer Bein-Blessur pausierenden Karabatic ersetzte, frei, brachte Tempo ins Spiel und zeigte einige feine Aktionen und Anspiele. Als Weltgen in Unterzahl, Xepkin hatte vom schwachen Unparteiischen-Gespann seine zweite Zeitstrafe gesehen, und angezeigtem Zeitspiel zum 28:13 traf, brandete erneut Riesenjubel in der Ostseehalle auf. Einige Traum-Tore später gab es Siebenmeter für den THW Kiel. Noka Serdarusic schickte den Weltgen zur Ausführung, der sich mit einem eiskalt verwandelten Strafwurf für das Vertrauen bedankte. Nach Köhrmanns 18:31 (46.) passierte auf Wilhelmshavener Seite fünf Minuten lang nichts mehr. Dafür sorgen Klein per Gegenstoß, Kim Andersson mit einem 119 (!) Km/h-Geschoss und Linders für umjubelten Kurzweil, der kurz darauf gestört wurde. Katzirz, nach einigen unfeinen Aktionen in der ersten Halbzeit eh schon Buhmann des Publikums, hatte sein Knie direkt in die Weichteile Linders' gerammt, der minutenlang auf der Platte liegen blieb. "Pelle, Pelle"-Rufe und erlösender Applaus, als er gehend die Spielfläche verließ, begleiteten die Schrecksekunden, ehe die Handball-Sause mit der La Ola-Welle in die Schlussphase ging. Zwei Lundström-Gegenstöße und Kim Andersson mit dem 40. Tor (56.) sorgten weiterhin für Jubel, ein krönender zweiter Treffer von Xepkin wollte trotz aller Bemühungen allerdings nicht mehr gelingen.
Den Fans war dies egal, sie feierten ihren THW, der im Kampf um die Meisterschaft noch längst nicht aufgegeben hat. Und sie feierten den Champions League-Sieger, der trotz aller Belastungen und Widrigkeiten einen kurzweiligen Handball-Abend veranstaltete, dabei aber gleichzeitig Kräfte sparen konnte. Die sind auch bitter nötig, wartet doch bereits am Dienstag Abend eine neue Herausforderung auf die Kieler: Ab 19.30 Uhr ist Eintracht Hildesheim zu Gast. Noch sechs Kraftakte bis zum Triple, sechs mal noch zittern ...
(Christian Robohm)
Stimmen zum Spiel:
THW-Trainer Noka Serdarusic:Das Spiel heute war nach den Belastungen der letzten Wochen ein bisschen mentale Entspannung. Uns war es ganz recht, dass wir heute gegen ein Team spielen durften, was nicht ganz oben angesiedelt ist. Man soll es nach einem Champions League-Sieg nicht glauben, aber nach der Niederlage in Kronau war die Stimmung die letzten Tage im Keller. Das zeigt, dass meine Jungs unglaublich schwer mit Niederlagen leben können. Wichtig war heute, dass einige Spieler auch Pausen bekommen konnten. Nikola Karabatic hatte in er ersten Halbzeit signalisiert, dass er angeschlagen sei und zur Sicherheit lieber ausgewechselt werden würde.
Zu Karabatics Rolle beim THW:
Nikola ist der beste Halblinke der Welt und der kompakteste Spieler in ganz Europa. Seine Leistungen in Abwehr und Angriff sind enorm. Ich kann mir einen THW ohne Nikola kaum noch vorstellen und hoffe, dass er bleibt.Zum Meisterschaftskampf:
Es spricht nicht viel für uns, mit unserem Aufgebot sind wir einfach nicht variabel genug, können nicht den Handball spielen, wie noch vor einigen Wochen. Deshalb sehe ich den HSV mit seinem kompletten Kader mit der Nase vorn. Aber meine Jungs werden alles geben und werden nicht aufgeben.THW-Manager Uwe Schwenker zu Karabatic:
In den nächsten 2-3 Wochen wird Nikola die Ruhe finden, um sich mit der Vertragssituation auseinander setzen zu können. Ich bin ruhig und gelassen, was seine Entscheidung anbetrifft. Wer Nikola kennt, weiß, dass er für sein Spiel die besondere Atmosphäre der Zuschauer braucht. Und die bekommt er in Kiel und in der Bundesliga. Nikola weiß was er tut und was er am THW und seinem Trainer hat.
WHV-Trainer Michael Biegler:
Bevor ich zur Spielanalyse komme: Mir war es heute wichtig, Zeit gefunden zu haben, um dem THW zu gratulieren. Die Leistung der Kieler in der Champions League war überragend angesichts der personellen Schwierigkeiten, ich bin total begeistert und finde es sehr bemerkenswert, wie in Kiel damit umgegangen wurde - a la Boneur! Heute hatte der THW leichtes Spiel, zu meiner eigentlichen Startsieben gehörten im heutigen Kader nur Gylfason und Ljubanovic. Meine Jungs haben sich brauchbar geschlagen, jedoch ein paar Stockfehler und Fehlwürfe zu viel gemacht. In der Schlussphase haben sie zudem die Gelegenheiten ausgelassen, das Ergebnis einigermaßen erträglich zu gestalten. Als mich vor der Halle ein alter Bekannter ansprach, wir mögen doch bitte den ohne fünf antretenden THW nicht so ärgern, musste ich schmunzeln. Denn wenn beim THW fünf Spieler fehlen, haben die verbliebenen immer noch eine ganz andere Qualität als beim WHV. Dennoch: Für meine Youngster war es ein Erlebnis, in dieser Halle nicht nur dabei sein zu können, sondern auch zu spielen. Deshalb nehmen wir auf jeden Fall etwas Positives mit - dem THW wünsche ich nun auch noch den Meistertitel.
Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw
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Zitat
THW-Manager Uwe Schwenker zu Karabatic:
In den nächsten 2-3 Wochen wird Nikola die Ruhe finden, um sich mit der Vertragssituation auseinander setzen zu können. Ich bin ruhig und gelassen, was seine Entscheidung anbetrifft. Wer Nikola kennt, weiß, dass er für sein Spiel die besondere Atmosphäre der Zuschauer braucht. Und die bekommt er in Kiel und in der Bundesliga. Nikola weiß was er tut und was er am THW und seinem Trainer hat.
Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw
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Jo, ist schön hier unten ...und Achtung, weil es so schön hier unten ist, wäre es doch super, wenn wir zu den Gerüchten kommen würden wa ....
und mit Quellenangabe Ostseehalle gab es heute wieder die Gerüchte, dass der THW Michael Knudsen von der SG verpflichten würde, da Klimovets wie es aussieht bei der SG Kronau/Östringen bleibt ....weiteres Gerücht war die Verpflichtung von Michael Kraus zur kommenden Saison .... eigentlich keine neuen Namen, aber trotzdem halten sich die Gerüchte ja nun schon sehr hartnäckig
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Christian Zeitz - krachende Würfe und ein leiser Star
An Christian Zeitz scheiden sich die Geister. Wie kein anderer polarisiert er und spaltet die Handballfans in zwei Lager. Durch seine spektakuläre Spielweise hat es der gebürtige Heidelberger zu einem gewissen Kultstatus gebracht.
Mal knallt Zeitz den Ball mit Spitzengeschwindigkeiten von 120 km/h ins Netz, mal donnert er mit seinem linken Wurfarm das Runde großzügig am Eckigen vorbei. "So geht der Hammer und der Hammer der geht so...", ertönt es nach jedem seiner Treffer und sorgt für Stimmung in der Ostseehalle - eine Art Versöhnung trotz seiner manchmal unüberlegten Würfe, die das Publikum mitunter schier zur Verzweiflung treiben.
Doch wer sich Christian Zeitz und seine Entwicklung beim THW Kiel und in der Deutschen Nationalmannschaft anschaut, wird schnell merken, dass der 26-Jährige eigentlich ganz anders ist. Auf dem Spielfeld liebt er es, das Publikum in Staunen zu versetzten oder zum Kopfschütteln zu bringen. Das öffentliche Leben sucht er jedoch nicht. Er lebt zurückgezogen und weiß das Private von dem Sportlichen zu trennen. Seine Karriere begann bei der SG Kronau/Östringen, die im Jahre 2002 aus dem TSV Östringen und der TSG Kronau entstand. In seiner Jugend ging der Linkshänder leichtsinnig mit seinem Talent um. Der Sprung von das A-Jugend in die 1.Mannschaft des Zweitligisten TSV Östringen war nicht einfach - bei einer Körpergröße von 1,85 Metern brachte er sage und schreibe 107 Kilogramm auf die Waage. Aber Zeitz begriff, dass sich etwas ändern muss, wollte er im Handball zu den Besten gehören. Innerhalb von drei Monaten schaffte er es mit eiserner Disziplin und viel Ehrgeiz, 21 Kilogramm abzunehmen. "Das war ein harter Einschnitt", erinnert sich Zeitz. "Aber noch heute profitiere ich davon. Es hat sich gelohnt." Heute ist Zeitz einer der erfolgreichsten deutschen Handballer überhaupt.
Im Sommer 2003 wechselte "Zeitzi" an die Kieler Förde und damit nahm der Erfolg seinen Lauf. Deutscher Meister, EHF-Pokalsieger, bester Bundesliga Feldtorschütze, Europameister, Weltmeister - der 26-Jährige hat die Erfolgsleiter in Windeseile erklommen. Dabei machte ihm der ungewohnte Medienrummel um seine Person anfangs noch mächtig zu schaffen. "Es war für mich einfach ungewohnt, so im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen", gesteht Zeitz. Denn eigentlich, so sagt Zeitz, mag er nach dem Verlassen des Spielfeldes gar nicht mehr über Handball reden. Wohl auch deswegen gilt Zeitz als introvertiert und musste oftmals Kritik einstecken. Doch inzwischen weiß er damit umzugehen. "Ich habe gelernt, mich zurückzuhalten und die Leute einfach reden zu lassen, und bin vorsichtiger geworden", sagt Zeitz. Und trotzdem geht nicht alles spurlos an ihm vorüber. "Wenn man mir vorwirft, dass das, was ich am liebsten mache, und am besten kann, nicht gut ist und ich nur kritisiert werde, dann trifft mich das und ich nehme mir das zu Herzen", gesteht Zeitz.
Auf dem Parkett ist aber von vorsichtiger Zurückhaltung nichts zu sehen. Erst kürzlich, beim Champions League Final-Hinspiel in der Flensburger Campus Halle debütierte Christian Zeitz als Mannschaftskapitän. Auf Grund des Ausfalls von Stefan Lövgren und dessen Vertreter Henning Fritz streifte sich der rechte Rückraumspieler die Binde um. "Ich wollte nicht eine zusätzliche Last auf seine Schultern legen, sondern ihm zeigen, dass er wichtig ist und Verantwortung übernehmen kann", sagte Noka Serdarusic nach dem Spiel, in dem der 26-Jährige Nationalspieler seinen Mann stand - ganz so, wie Serdarusic es sich vorher wünschte. "Ich will, dass er erwachsener und größer wird", begründete der Meistertrainer seine Entscheidung. Christian Zeitz hat seinen Trainer erhört.
(Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports)
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Ich glaub, du hast den Sinn nicht verstanden .... Es geht hier darum, dass hier nicht Artikel von anderen Seiten ohne Quelle eingestellt werden sollen ...aber irgendwann wirst auch du dahinter kommen
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Original von sg-fan86
Oh die Moralapostel bei Fangesängen werden plötzlich inkonsequent...Ich daran besonders denken, wenn ich darüber singe was Herr Uwe S. nicht kann.....
Wir feiern ja nur....
Es ist interessant zu sehen, was der DHB so alles toleriert, in anderen Sportarten bekommt man für sowas massive Geldstrafen...
Sei doch froh, dass es nicht so ist .... weil sonst wäre die SG bald pleite ...

Ich versteh die ganze Aufregung absolut nicht ... in HH, Magdeburg und Kiel wurde an dem WE halt mächtig gefeiert ... da gab es sicher überall Gesänge, die vielleicht nicht unbedingt zum guten Ton gehören ... aber wer geht denn bitte schön auf ne Party und erwartet da Höflichkeit und immer angemessenes Verhalten

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Daniel auf dem Zebra-Äquator -
THW verpflichtet Magdeburger Talent WessigKiel/Magdeburg - Seit gestern dreht sich Daniel Wessigs (Handball-) Welt in eine andere Richtung. Der 19-jährige Junioren-Nationalspieler unterschrieb einen Dreijahresvertrag beim Champions-League-Sieger THW Kiel und wird per Doppelspielrecht auch in der Zweiten Bundesliga beim TSV Altenholz zum Einsatz kommen.
Fortan verläuft der persönliche Äquator des zwei Meter großen und 95 Kilogramm schweren Athleten mitten durch Kiel. Zuletzt spielte der Rückraum-Rechtshänder für den Regionalligisten HC Aschersleben und die A-Jugend des SC Magdeburg. Dort besuchte Wessig das Sportgymnasium, beendete seine Schul-Laufbahn jetzt mit dem Abitur. "Die Ausbildung in Magdeburg war klasse, aber jetzt will ich weiter hinaus. Der THW ist der beste Verein der Welt, und es ist einmalig, für diesen Klub zu spielen und in Altenholz Spielpraxis zu sammeln", sagt der Youngster, der bei der Kieler Volksbank eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvieren wird.
Um die Kieler Achse dreht sich fortan Wessigs Weltkugel. Eine Welt, die vor 27 Jahren noch durch den Eisernen Vorhang getrennt war. Damals, bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, verblüffte Daniels Vater Gerd die Konkurrenz im Dress der DDR mit einem Gold-Sprung über 2,36 Meter - Weltrekord! Daniels Mutter ist die ehemalige Weitspringerin (EM-Siebte 1982) Christine Schima. "Seine Eltern kennen den Leistungssport, sind auf dem Boden geblieben. Sie legen auch Wert auf eine Ausbildung", schwärmt TSVA-Trainer Wolfgang Schwenke, der Wessig "Riesentalent" nennt. "Er ist ehrgeizig, aber bescheiden. Mit ihm leben wir wieder einmal die Kooperation und freuen uns über das Vertrauen eines Erstligisten." Und auch THW-Trainer Noka Serdarusic reize, so THW-Manager Uwe Schwenker, die Arbeit mit dem Magdeburger Talent. "Er hat vier Tage bei uns mittrainiert und einen guten Eindruck hinterlassen", sagt Schwenker. Der Kontakt zwischen Wessig und dem THW war durch Nachwuchs-Nationaltrainer und THW-Co-Trainer Klaus-Dieter Petersen zustande gekommen.
"Alle in Kiel waren sehr sympathisch, das habe ich so noch nie erlebt", sagt der 19-Jährige. In seiner Stimme schwingt eine gehörige Portion Ehrfurcht mit, wenn er über die Zebras Kim Andersson und Nikola Karabatic spricht. "Sie sind jung, aber schon Persönlichkeiten. Was der THW in dieser Saison geleistet hat, ist beeindruckend." Bescheiden sagt Wessig: "Stärken werden mir in der Abwehr nachgesagt. Im Angriffsspiel habe ich noch Nachholbedarf." Die Welt des Daniel Wessig leuchtet ab sofort schwarz-weiß. Vater Gerd sprang zum Weltrekord, Sohn Daniel tat nur einen Schritt - zum "besten Verein der Welt".
(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 05.05.2007)
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Meine Güte, du laberst einen Blödsinn ....
Ich sag nicht, dass die Spieler nichts bei uns verdienen ... Ich sage auch nicht, dass sie bei uns nur wegen der guten Luft spielen und von eben dieser und der Liebe leben .... Mir geht es lediglich darum, dass hier Leute angeben, sie würden wissen, was hier welcher Verein (sprich nicht nur den THW betreffend) für seine Spieler ausgibt ...und da kann man höchstens Vermutungen aufstellen ... aber Tatsachen sind es nicht !*edit ... zumal, warum soll das unangenehm für den THW sein ? ..Jeder Spieler beim THW ist seinen Euro wert .. ok ja ich weiß bei Jeppessen kann man streiten ....
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.... klar ... für euch feiern da einfach nur die Falschen .... 
Niemand muss die Videos anschauen und ich hab auch geschrieben was auf den Videos zu sehen ist ... spam wäre wohl eher, wenn ich sie hineinsetzen würde ohne zu sagen, wo es hin führt ... hier wurden schon andere Videos verlinkt und ich hab lediglich die restlichen hinzugefügt
...also macht nicht aus einer Mücke nen Elefanten 
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Und die sagen dir, was die Spieler bei uns verdienen ..... na dann erzähl mal ...
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Richtig viele und zugleich richtig gute Fotos sind hier - http://angiesfotos.an.funpic.de/THW%20Kiel%20C…2007/index.html zu finden

Und ein gutes Video gibts dort http://kihh.blogspot.com/2007/05/weils-so-schn-war.html
Weitere Videos von der THW Party nach dem Spiel gibt es
http://www.youtube.com/watch?v=KtWKCk_IO4E
http://www.youtube.com/watch?v=o3-L4DdlCEU
http://www.myvideo.de/watch/1349525
http://www.myvideo.de/watch/1349411