Beiträge von Frank Wentzlawsky

    Knapp 800 Zuschauer gestern in Lübbecke - ob wir die in Minden heute überhaupt zusammen bekommen?

    Das 4. Spiel nacheinander zu Hause, mit dem TuSEM sicherlich nicht den attraktivsten Gegner bekommen (ohne den Essenern zu nahe treten zu wollen), dazu Fußball-CL im ZDF - das wird schwierig.

    Aber vielleicht machen ja die Nachbarn aus Nettelstedt die Hütte voll - Gegnerbeobachtung! ;) (TuSEM ist der nächste TuS-Gegner).

    Also, die Pritschows für das gestrige Spiel zu kritisieren, find ich schon sehr hart. Die hatten eigentlich über 60 Minuten eine erkennbare Linie, haben das Spiel sehr unaufgeregt gepfiffen und in meinen Augen nur wenige Fehler gemacht und dabei keine Mannschaft benachteiligt. Bei so einem "wilde Sau-Spiel", wie es Mitte der ersten Halbzeit und dann wieder nach Lunds Einwechslung war, so gut zu pfeifen, sollte eigentlich gelobt werden.

    Also über die Kritik an den beiden Brüdern bin ich auch sehr überrascht. Es ist ja auch nicht so, daß das Spiel extrem unfair war oder schwierig zu leiten.
    Auch Stürmerfouls wurden sehr gut erkannt, und was sie konsequent durchgezogen haben, waren die Strafen wegen zuviel Geplapperer.

    Nach Rostock haben also auch die Füchse ihre Prioritäten gezeigt, denn anders ist diese blutleere und emotionslose Vorstellung nicht zu erklären.

    Der TuS hat dies gut und gnadenlos ausgenutzt und somit ohne größere Probleme die Füchse rausgeschmissen.
    Das TW-Duell haben sie auch um Längen gewonnen.
    Die Stimmung in der Halle (habe den Besuch der TV-Übertragung vorgezogen, also mittendrin statt nur dabei) war dementsprechend gut.
    Aber auch Lob an die Handvoll Füchse-Fans, die ihre Mannschaft trotz der mauen Leistung + den folgerichtigen hohen Rückständen über 60 Minuten anfeuerten. Das macht auch nicht jeder eingefleischte Anhänger.


    Nochmal zurück zum Stichwort Prioritäten: Es gibt Hoffnung für den TuSEM morgen in der Kampa-Halle! :/:

    Mal gucken, wie auch beide Mannschaften aus den Pokalspielen 2 Tage zuvor herauskommen.

    Großwallstadt tritt ja in Eisenach an, wo sicherlich mehr Stimmung sein wird als in Minden, wo ein "Geisterspiel" gegen den TuSEM droht.

    Als Fan hat natürlich diese Begegnung in Aschaffenburg oberste Priorität, auch wenn ich nicht live vor Ort bin.


    GWD kann man nur wünschen, dass es ihnen gelingt Dalibor Doder auf lange Sicht zu binden. Ich fürchte allerdings, dass er bereits in den Notizbüchern der Trainer von den vorderen vier, fünf Mannschaften steht.

    Da mache ich mir relativ wenig Sorgen. Erstens hat er noch Vertrag bis 2016 und zweitens fühlt er sich in Minden mit dem Umfeld des Vereins und der Fans pudelwohl. Das spüre ich immer wieder bei ihm.

    Er hat ja nach dem verpaßten Aufstieg 2011 ganz bewußt solange verlängert. Er hätte wohl immer sonst einen Verein auch zu dieser Zeit bekommen.

    Einen Tag danach bin ich zwar immer enttäuscht über den Spielausgang, aber ich habe viele positive Aspekte bei GWD gesehen.

    Mit Doder gibt es natürlich (wenig überraschend) mehr flexiblere Spielzüge und Überraschungsmomente, aber man kann natürlich auch weiterhin Südmeier bringen bzw. mit Doder/Südmeier für Bilbija spielen und hat mehr Wechselmöglichkeiten.

    Die 1. Halbzeit war sicherlich mit das Beste (2. Liga mal ausgeklammert), was man in Minden die letzten 10 Jahre gesehen hat. Brack ohne Auszeit, das war schon sehr erstaunlich.

    Das die 2. Halbzeit nicht so weitergehen konnte, war klar, dazu sind Doder und Bilbija einfach noch nicht bei 100 Prozent. Deshalb waren die Wechsel von Schefvert auch verständlich. Mutig, aber nachvollziehbar auch der Wechsel bis kurz vor Schluß Schmidt-Bagats (Baggi ist eine Institution des Hauptvereins, also GWD II), und auch daran hat der Einbruch nicht gelegen.

    Brack bewies dann in der 2. Halbzeit seine Qualitäten und spielte mit 7 Feldspielern im Angriff praktisch durch. GWD konnte das teilweise eiskalt ausnutzen (Oechsler, Svavarsson), leider hat Nenad 2x Pech, als er auws großer Distanz das Tor nicht traf, aber das kann passieren, das soll kein Vorwurf sein.

    Die letzten 10 Minuten waren alle schon beim "Oktoberfest", was danach stattfand und nicht mehr richtig bei der Sache, obwohl man beim 31:27 doch mal die Kurve zu bekommen schien, aber auch das reichte nicht aus.
    Und das Balingen gnadenlos ausgenutzt und Bilbija kann ja nicht bei jedem Spiel wenige Sekunden vor Ende treffen. In Göppingen und gegen Nettelstedt haben wir gejubelt, gestern die Balinger Spieler, und das völlig zurecht.

    Wünsche der HBW den Klassenerhalt ebenso natürlich wie GWD, am besten gibts in der Rückrunde wieder ein Remis und alles ist gut... :/:

    Favorit hin, Favorit her: Mit solchen Beschreibungen kann sich keiner was kaufen.


    Ich würde es mal so beschreiben: Aus heutiger Sicht sieht es aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen so aus, als hätte GWD Vorteile. Aber letztlich weiß noch keiner, wie Doder nach seiner Verletzungspause drauf ist.

    Natürlich setzte ich am Samstag auf GWD, aber ein Selbstläufer wird das ganz bestimmt nicht.

    Genau Gottfried, aber ein Festzelt mit Freibier für alle.



    Ich will doch hier nicht über anderer Leute Freizeitvergnügen urteilen. Soll jeder so leben wie er glücklich ist. Dennoch stellt sich mir die Frage ob die Welt solche Dinge braucht. Und wie darüber geredet bzw. gedacht worden wäre, hätte es einen schweren Unfall gegeben. Da wäre das Geschrei bestimmt ziemlich groß gewesen. Aber so ist die Menschheit halt: Hauptsache schneller, höher, weiter und wenn´s dann zu spät ist wird lamentiert. Man kann das so ein bißchen mit dem Bergtourismus im Himalaya vergleichen, der ja auch immer mehr Opfer fordert.

    Wenn es daneben gegangen wäre, und die Möglichkeit bestand ja durchaus, hätte es natürlich geheißen, wie man solchen Wahnsinn denn nur machen könnte. Zig Sondersendungen wären wohl die Folge am Sonntag abend und Montag gewesen.

    Bei aller Faszination (habe ich bis Sonntag, 17.30 Uhr, nicht für möglich gehalten) hätte ich ihn ganz sicher auch nicht bedauert nach dem Motto "Selber schuld", eher dann schon die Freundin und die Eltern, die ihren Sohn von dieser Aktion nicht stoppen konnten.

    Das gleiche Empfinden würde ich aber auch an den Tag legen, wenn Aktive bei ihrer Ausübung von riskanten Sportarten wie Autorennen Opfer werden.

    Ich habe dieses Ereignis mehrere Stunden auf "Servus TV", dem österreichischen Privatsender, gesehen und ich hätte nicht gedacht, daß mich dieser Flug so fasziniert. Obwohl es sich ja eigentlich langatmig hinzog, waren es tolle Bilder und ein durchaus spannender Spätnachmittag bis zum Abend.

    Wahnsinn, daß man sowas aushalten kann. Ob einem Menschen wie diesen Österreicher wirklich bewußt ist, was er da macht und welche (lebensgefährlichen) Gefahren er sich und seiner Familie/Freundin aussetzt?

    Nichtsdestotrotz: War eine tolle Übertragung mit vielen Hintergrundinformationen wie vom Physiker und ehemaligen Astronauten Dr. Ulrich Walter.

    Und so nebenbei ein Service, den "Servus TV" u. a. im Videotext bietet: Live-Ticker auch von der deutschen Handball-Bundesliga, ohne daß man das Internet dafür einschalten muß.
    Da können deutsche Fernseh-Sender noch was lernen.

    GWD hoffentlich wieder in voller Mannschafts-Stärke, also mit Doder und Bilbija.

    3. Heimspiel nacheinander, danach folgen 3 Auswärtsspiele. Um den Abstand nach unten zu halten bzw. vielleicht auszubauen, wäre natürlich ein Erfolgserlebnis in Form von 2 Pluspunkten hilfreich.

    Man kann nur hoffen, daß 3.000 Zuschauer und Fans mindestens in der Halle sind.
    Andererseits muß man schon sagen, daß die Stimmung von den Tribünen her in der 1. Liga wieder deutlich besser ist als in der 2. Liga, selbst gegen den HSV bei klarem Rückstand gab es keine kollektiven Unmutsäußerungen oder sowas.

    Der relativ gute Start trägt dazu sicherlich bei.

    Eine schöne Sache ist die Vernunft zwischen Bietigheim und Rostock. Da dieses Spiel als Zweitliga-Begegnung ohnehin am Sonnabend, 20.10. stattfindet, bleiben die Mecklenburger gleich da und spielen einen Tag später am Sonntag ihr Spiel der 3. Pokalrunde.

    Mal sehen, ob auch die gleichen Unparteiischen für beide Spiele angesetzt werden.

    Ohne Bilbija scheint bei Minden nichts zu gehen: 5-11 nach 18 Minuten.

    Kann man so nicht sagen, denn Anders Oechsler als sein Vertreter machte seine Sache mit 7 Toren (aus 8 oder 9 Versuchen) sehr gut.

    Bei manchen Spielern merkte man dann doch den Respekt vor dem HSV an, außerhalb konnte der HSV unser Außenspiel erfolgreich unterbinden. Dazu die induviduelle Klasse der Hansestädter, und schon verliert man eben mit 10 Toren und mehr, wobei man noch erwähnen muß, daß der HSV das Tempo über 60 Minuten recht hoch gehalten hat.

    Insgesamt bin ich mit dem Spiel trotzdem nicht ganz so unzufrieden.
    Die Punkte müssen wir ohnehin gegen andere Mannschaften holen.

    Für Minden ein "Bonusspiel", wo man nichts besonderes erwartet. Doder wird mit Sicherheit noch fehlen.

    Sollte der HSV zur HZ allerdings führen, könnte es unangenehm werden :/:

    Immer wenn GWD diese Saison nach 30 Minuten zurückgelegen hatte, gabs zum Schluß Erfolgserlebnisse.

    @ TommiAxner:
    Ich weiß ja nicht, ob du in der Halle warst, aber die Tore fielen über Konter von Schmidt und Svitlica (vor allem 1.HZ), Siebenmeter, wie erwähnt einfache Tore über Schmidt, der zu viel Raum hat auf außen und durch Bibija`s "ich nehme mir mal den Ball laufe zwei-drei Schritte und werfe aufs Tor".
    Traurig, das das reicht um schon 7 Punkte zu haben und ebenso traurig für den TuS dieses Spiel nicht zu gewinnen.

    Na ja, da spielt sicher auch der Frust mit, wofür man auch mal Verständnis haben sollte. Vom Spielverlauf war es eine bittere Niederlage für den TuS, für GWD war es natürlich perfekt.

    Letztlich haben wir das Spiel auch dadurch gewonnen, was von Chalepo und Feric so gefürchtet wurde. Das Konterspiel (in der 1. Halbzeit bis zum 11:7)) von Schmidt und Svitlica und im zweiten Durchgang die sogenannten einfachen Tore von Bilbija. Und dafür haben wir ihn geholt, daß kann man uns nicht vorwerfen. Die Deckung sollte ihn auf Distanz halten. Aber einfacher gesagt als getan. Keiner seiner Würfe wurde von der Abwehr geblockt oder von den Torwarten Blazicko und Quenstedt gehalten. Alles, was nicht ins Tor ging, ging drüber ins Fangnetz.

    Alle wissen, daß mit doder unser Angriffsspiel sicher noch flexibler wird, aber auch mit Südmeier als Regisseur sehen wir sehr gut aus. Und jeder hats gesehen: Der aus der TuS-Abwehr vorgezogene Spieler wollte die Kreise von Südmeier stören und nicht die Wurfkraft von Nenad.

    Und die 3 von Vortmann und Persson (2x) gehalten Siebenmeter muß man auch relativieren. Sie waren nicht verantwortlich für die Niederlage, weil die abgewehrten Bälle 2x im Nachwurf sowie 1x nach dem Seitenlinien-Aus und Einwurf für Nettelstedt im nachfolgenden Angriff mit ca. 30 Sekunden Zeitverzögerung ihr Ziel im GWD-Tor fanden.

    Stark fand ich beim TuS Jens Schöngarth, den hatte ich so nicht auf der Liste. Aber am Ende begann er das "Holzen" (vielleicht auch wegen nachlassender Kräfte) und fand sich so auf der Strafbank zweimal wieder.

    Letztlich war das Spiel nichts für schwache Nerven (mit meinen fast 48 Jahren muß ich das nicht jede Woche haben), ein packender Krimi mit einem Happy-End für Grün-Weiß. Da ich aber ohnehin mit einem offenen Ausgang vorher gerechnet habe, war das Endergebnis für mich keine Sensation oder Überraschung.

    Ganz ehrlich: Das HSV-Spiel am kommenden Mittwoch wird ein Spaß-Spiel, ohne daß sich GWD natürlich nicht von vornherein aufgeben sollte.

    Aber ich kann mir am beim besten Willen nicht vorstellen, daß Bilbija am Mittwoch aufläuft, so platt wie er war und wie er da trotz seiner Knieprobleme noch hochgesprungen war, weiß wohl nur er selbst.

    Ohne Doder (Ziel ist wohl Balingen in 2 Wochen) und Bilbija ist die schwierige Aufgabe ungleich höher.

    Nüchtern betrachtet kann man das Derby in 2 Versionen einteilen:

    Der Favorit hat verloren (aus Sicht der GWD-Offiziellen)
    Der Favorit hat gewonnen (aus Sicht der TuS-Offiziellen),
    wenn man so vor dem Spiel die Statements in der Presse verfolgt hat.

    Natürlich, wenn man praktisch in der "Nachspielzeit" ein Spiel gewinnt, ist das immer glücklich.
    Allerdings hatte der TuS nach 40 Minuten GWD eigentlich sicher im Griff.

    Diese GWD-Truppe zeichnet sich aber gegenüber anderen "grün-weißen" Mannschaften in der jüngeren Vergangenheit dadurch aus, daß man (wie auch in Göppingen) bei einem Rückstand von 4-5 Toren eben nicht aufgibt statt wie so oft früher auseinanderzufallen und mit 7-9 Toren zu verlieren.

    7 Punkte nch 7 Spielen (ohne Doder) - es hätte schlechter beginnen können für uns.

    Hoffentlich wird das von der Zuschauerzahl am kommenden Mittwoch gegen den HSV belohnt.