Ja, was für ein letztes Saison-Heimspiel in der Kampa-Halle. Mit einem Happy-End für GWD.
Die 1. Halbzeit war etwas mau von beiden Seiten, wobei GWD immer wenigstens auf Augenhöhe war. Dann hielt Vortmann kurz vor der Halbzeit sein Kasten dicht und GWD konnte immerhin mit 12:9 in die Halbzeit gehen.
Die 2. Halbzeit wird dann wohl lange im Gedächtnis bleiben.
GWD war zunächst die konsequentere Mannschaft und es schien, wenn auch erst nach 40 Minuten, zu einem sicheren Heimsieg zu kommen. Zumal der SCM sich dann sein persönliches "Triple" nahm, ach was sag ich, sogar ein Quadruple, denn 4 Zeitstrafen in noch nicht mal 3 Minuten sieht man auch nicht so häufig.
Leider konnte aber in dieser Phase bei tw. 6 gegen 3-Überzahl die Führung nicht ausgebaut werden, so daß der SCM bei eigener doppelter Überzahl (in dieser Phase ist die Hallenanzeige mit Zeitstrafen sicher heiß gelaufen) wieder sehr schnell dran war.
Unser Hallensprecher mußte dann auch den Platz räumen, und wenn die vulgären Kraftausdrücke gegen die Pritschows so gestimmt haben, wie es in der Halle rumging, auch mehr als gerechtfertigt.
Rund eine Minute vor Schluß bekam dann Alex Svitlica seine 2. Zeitstrafe, da er aber manchmal sein Mund nicht halten kann, gab es gleich die rote Karte als 3. Strafe hinterher, was aber durch die Kürze der zu verbleibenden Spielzeit nicht mehr relevant war, höchstens für die Statistik in dieser Rubrik.
Immerhin konnte GWD in Unterzahl einen Siebenmeter herausholen, aber der gute Gustavsson im SCM-Tor roch den Braten und entschärfte diesen.
Magdeburg noch mit 25 Sekunden Restspielzeit bei Überzahl. Die spielten sie zunächst geschickt runter und dann hämmerte durchaus plaziert Natek den Ball aufs Tor, aber Anders Persson konnte mit einer Glanzparade den Ball ins Toraus parieren.
In diesem Moment erinnerte er mich stark an Arjen Robben. Was wurde er gerade in seiner ersten Saison kritisch beäugt (viele GWDer sahen nur seine Gegentore und nicht die Paraden). Und heute wurde er nach der Schlußsirene zuerst "erdrückt" und dann auf Händen von seinen Mitspielern getragen.
Die Erkenntnis von heute: Irgendwie ist es dann doch schöner, wenn man das Ziel Klassenerhalt aus eigener Kraft schafft als nach anderswo (egal wo) zu schauen.