Beiträge von Hereticus

    Die Auslosung der ersten Runde bringt gleich ein nationales Duell der letzten beiden griechischen Meister Diomidis und AEK. Innsbruck spielt gegen Siscia und kann in der zweiten Runde auf Hard treffen, wenn diese Letzter in ihrer CHL-Qualigruppe werden, was ja nicht so ausgeschlossen ist. Ein bischen bitter ist das Los für den englischen Meister Great Dane London (offiziell jetzt nur noch "London GD HC"), der als erstes britisches Team überhaupt im EHF-Cup antritt und mit Kolding gleich den dicksten Fisch gezogen hat.

    Nun ist es ja erstmal geklärt. Nur Antequera steigt sportlich ab (und löst sich auf), Puerto Sagunto bleibt drin. Villa de Aranda ersetzt San Antonio. Dazu sind die "Kühlschränke" Cangas und ARS Palma del Rio neu. Barcelona und Madrid spielen wie letzte Saison am drittletzten Spieltag gegeneinander.

    In der Copa del Rey gibt es eine Modusänderung. Ab dieser Saison nehmen alle ASOBAL-Teams teil. Es wird ein Achtelfinale geben, in dem die besten acht der letzten Saison gegen die anderen acht Mannschaften gelost werden. Danach gibt es ein Viertelfinale mit Hin- und Rückspiel und abschließend ein Final Four (nicht mehr wie bisher ein Final Eight mit gesetztem Gastgeber). Termine sind 05.12. (AF), 27.02.+27.03. (VF), 04./05.05. (FF).

    Ich denke das wird ein Rechtsanwalt wissen. Und das Uli Gebhard hier nicht ganz sortenrein die Paragraphen und Statuten in der Presse bemüht, ist sicherlich der Emotion und dem Frust, welcher absolut verständlich ist, geschuldet.

    Ja klar. Verstehe ich menschlich schon. Es ist aber unprofessionell und schädlich für das Ansehen der Liga, solche Aussagen in der Presse zu machen, gerade wenn man es eigentlich besser weiß (oder jedenfalls besser wissen müsste). Sein Beruf wird in den Berichten der lokalen Presse nämlich extra erwähnt, der tut ja eigentlich gar nichts zur Sache. Der Normalbürger, der sich mit den DHB-Regularien natürlich nicht auskennt denkt sich beim Lesen dann "als Rechtsanwalt wird er schon wissen was er sagt" und empört sich dann folgerichtig über vermeintliche Ungerechtigkeiten und Willkür im Verband bzw. der Ligaleitung. Da die 3.Liga sowieso einige Akzeptanzprobleme hat, ist das eben nicht förderlich.

    Und auch daß "3.Liga" nicht einfach ein neuer Name für die Regionalliga ist (in dem Modus hätte Herr Gebhard nämlich Recht gehabt, weil die RL eigenständige Ligen und keine Staffeln waren und der Abstieg da pro Liga einzeln gehandhabt wurde), sondern eine bundesweite Spielklasse, die an Stelle der abgeschafften Regionalliga neu geschaffen wurde und rechtlich ganz anders aufgebaut ist, sollte sich auch mittlerweile zumindest in den Köpfen der handelnden Personen festgesetzt haben, zu denen Herr Gebhard wohl zu rechnen ist. Das wird in seiner Darstellung aber auch vernachlässigt, wenn immer auf "unserer Staffel" herumgeritten wird. So wie in der Regionalliga Süd wird aber in der 3.Liga nicht mehr verfahren. Man kann sich die Welt nicht immer so zurechtbiegen, wie man sie gerne hätte, wenn sie eben nicht mehr so ist. In seiner beruflichen Praxis kann er seinen Mandanten auch keine Luftschlösser aufgrund unzusammenhängend zitierter Vorschriften bauen, sondern muß auch vermitteln, wenn ein Anliegen rechtlich aussichtslos ist. In der Funktion als Vereinsvertreter sollte man ein gewisses Maß an Rationalität ebenso erwarten können.

    Wir spielen im Achtelfinale überkreuz mit Gruppe B und im VF gegen einen Vertreter aus C oder D. Man sollte tunlichst darauf achten, im Achtelfinale möglichst nicht auf Dänemark zu treffen, der Rest aus der Gruppe B scheint schlagbar. Dem Gruppensieger unserer Gruppe droht im Viertelfinale allerdings D2, also unter Umständen (mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit) Spanien oder Kroatien. Zweiter werden ist in unserer Gruppe also unter Umständen besser, denn dann sind C1 und D4 die möglichen Gegner im Viertelfinale, also vermutlich einer aus der Preisklasse Serbien/Polen/Slowenien (Gruppe C).

    Im Halfbinale sind Gegner aus allen Gruppen (auch A) möglich. Ich persönlich würde das Erreichen des Viertelfinals für das realistische Ziel halten. Früher ausscheiden wäre schon enttäuschend, weiter zu kommen aber sehr überraschend. An einen Medaillenplatz glaube ich jedenfalls nicht.

    Modus:
    Gruppenspiele: Deutschland gegen Brasilien, Tunesien, Argentinien, Montenegro und Frankreich in dieser Reihenfolge
    Danach Achtelfinale: A1 - B4, A2 - B3, A3 -B2, A4 - B1, C1 - D4, C2 - D3, C3 - D2, C4 - D1
    Viertelfinale A1/B4 - C3/D2, A3/B2 - C4/D1, A2/B3 - C1/D4, A4/B1 - C2/D3
    Halbfinale A1/B4/C3/D2 - A3/B2/C1/D4, A2/B3/C1/D4 - A4/B1/C2/D3
    Finale

    Plätze 17-24 werden ausgespielt (die Gruppenfünften spielen 17-20, die Sechsten 21-24 mit Semifinal- und Finalspielen)
    Plätze 9-16 werden nicht ausgespielt, sondern nach den Vorrundenergebnissen der Achtelfinalverlierer gegen die anderen drei Achtelfinalisten der selben Gruppe festgelegt
    Plätze 5-8 werden wie 17-20 und 21-24 ausgespielt
    Platz 3/4 wird auch ausgespielt

    Der ganze Spielplan übrigens auch auf meiner kleinen Handballseite

    Wie ich oben schon ausgeführt habe, wäre ein Widerspruch völlig aussichtslos. Es gibt keine ersichtliche Benachteiligung der TSG Söflingen seitens des DHB. In Söflingen macht man den Fehler, nur die Hälfte der rechtlichen Grundlagen heranzuziehen, nämlich nur die Spielordnung. Die Durchführungsbestimmungen, in denen das geschehene Vorgehen der Relegation aber eindeutig genauso festgelegt ist wie ausgetragen, wird dort schlicht ignoriert und daher kommt der ganze Wind. Daß sich der Rechtsanwalt Gebhard auf die Argumentation einlässt, daß die Spielordnung den Modus nicht hergebe, weil dort in §44 (2) Gruppenspiele gefordert seien und dabei aber den Absatz des selben Paragraphen übersieht, in dem der Änderungsvorbehalt festgeschrieben ist (§44 (5)), wundert mich ehrlich gesagt schon ein bischen.

    Es gibt auch keinen staffelbezogenen Abstieg in der 3.Liga, auf den man sich in Ulm jetzt zurückziehen möchte ("in unserer Staffel"). Freie Plätze in einer mehrstaffeligen Liga werden zwischen gleichplatzierten aller Staffeln ausgespielt, weil diese in der Gesamtliga alle gleichrangig platziert sind. Das weiß man seit x Jahren, und das war bereits in der geteilten 2.Bundesliga so. Der Spielmodus der Relegationsrunde ist schon vor Saisonbeginn in den DF-Bestimmungen unter Berufung auf das Änderungsrecht, das die SpO einräumt (s.o.) festgelegt gewesen und muß von Söflingen bestätigt worden sein, weil die DF-Best. vor Saisonbeginn schriftlich quittiert werden müssen (DF-Best. Punkt 4).

    Söflingen wäre nur dann dringeblieben, wenn die Kickers sich während der Saison zurückgezogen hätten (d.i. vor dem letzten Spieltag. Die Saison ist nicht zu verwechseln mit dem Spieljahr, das am 30. Juni endet), weil die Kickers dann als Staffel-Letzter gegolten hätten. Haben sie aber nicht, somit entstand erst nach Abschluß der Saison ein freier Platz und wie der ausgespielt wird, steht detailgenau in den Durchführungsbestimmungen, nämlich genau so wie es gemacht wurde (Punkt 18.4, Textstelle s.o.). An der Situation ist der DHB nicht schuld, sondern die Kickers. Der Verband hat 100%ig statutengemäß gehandelt. Insofern besteht keine Benachteiligung der TSG, da der DHB nicht für das Verhalten Dritter haftbar sein kann. Ich sehe da überhaupt keine Chancen für Söflingen, weil alles völlig korrekt gelaufen ist.

    Die ganze Auslosung:

    Gruppe A
    Frankreich
    Deutschland

    Argentinien
    Tunesien
    Montenegro
    Brasilien

    Gruppe B
    Dänemark
    Mazedonien
    Island
    Qatar
    Russland
    Chile

    Gruppe C
    Serbien
    Slowenien
    Polen
    Südkorea
    Belarus
    Saudi-Arabien

    Gruppe D
    Spanien
    Kroatien
    Ungarn
    Algerien
    Ägypten
    Australien

    Spanien wählt die Kroatien-Gruppe. War irgendwo klar bei der restlichen Konkurrenz. Wir haben außer Frankreich noch Brasilien und Argentinien, dazu Tunesien und den Neuling Montenegro. Das sieht machbar aus. Todesgruppe geht jedenfalls anders.

    Heute 11.30 Uhr. Der dick angekündigte Livestream über RTV Espana funktioniert leider offenbar nur in Spanien. Proxy mit US/UK/Frankreich-IPs geht auch nicht. Proxy mit auswählbarer ES-Adresse kenne ich leider nicht. Der deutsche Handball-Premiumsender Sport1 zeigt lieber Teleshopping. Hey IHF Marketingabteilung, pennt Ihr eigentlich?

    Da die Setzliste und damit auch der finale Modus heute bekanntgegeben wurde, eröffne ich mal diesen Thread zum neuen Wettbewerb.

    Insgesamt 68 Mannschaften nehmen teil (geplant waren 75, vermutlich nicht genügend Meldungen). Es sind nun doch nur 18 Spiele in der ersten Runde (vorgesehen waren mal 25), und auch beim Setzen hat sich noch einiges geändert. Alle drei Deutschen, die beiden Spanier und HBC Nantes sind für die 3.Runde gesetzt. Sollte der HSV im Wild Card Letzter werden, spielt er schon ab Runde 2 mit (was dadurch lustig wird, da er ohne WC-Meldung als GER-1 sicher in der 3.Runde gesetzt gewesen wäre), als Gruppenzweiter oder -dritter im Wild Card ab Runde 3.

    Schema:
    1.Runde 36 Teams / 18 Spiele
    2.Runde 36 Teams / 18 Spiele: 18 Sieger 1.Runde + 18 Gesetze (davon 5 aus CHL-Quali - alle Vierten und der Verlierer Besiktas-Minsk)
    3.Runde 32 Teams / 16 Spiele: 18 Sieger 2.Runde + 14 Gesetzte (davon 8 aus CHL-Quali - alle Zweiten und Dritten)
    4.Runde 16 Teams / Gruppenphase
    5.Runde 6 oder 8 Teams (je nachdem, wer FF-Gastgeber wird) / 3 oder 4 Spiele (Viertelfinale)
    6./7.Runde Final Four

    In Ulm ist man sauer (nicht überraschend), zeigt aber auch eine überraschende Unkenntnis der Statuten.

    Zitat

    Artikel aus der Südwestpresse 16.07. auf der Homepage TSG Söflingen
    TSG-Handballchef und
    Rechtsanwalt Uli Gebhard prangert an: "Dafür, dass der in unserer Staffel (Süd) freigewordene Platz von der Mannschaft
    einer anderen Staffel besetzt werden könnte, gibt die DHB-Spielordnung nichts her."

    Das stimmt. Es steht nicht in der Spielordnung. Es steht aber in den Durchführungsbestimmungen, die jeder Verein, auch die TSG Söflingen, vor der Saison als bekannt und akzeptiert quittiert haben muß. Sonst gibt es nämlich keine Zulassung (P. 4 DF-Best.). Daß die 3.Liga Süd keine einzeln verwaltete Regionalliga, sondern eine Staffel einer viergleisigen Liga ist und deshalb ein bis drei freie Plätze immer ausgespielt werden müssen, hat er auch noch nicht verstanden. Es gibt formal keinen "14.Süd", sondern vier gleichrangige 53. der 3.Liga als Ganzes. Vielleicht sollte der DHB da noch mal einen Schulungsabend für Vereinsvertreter machen.

    Zitat

    ebenda
    Zweites Argument von Gebhard: "Falsch war schon, dass Pohlheim nach dem Verzicht seines
    ersten Relegationsgegners automatisch für die Endrunde qualifiziert war." Laut Statuten hätte eine Runde unter den drei
    Relegationsgegnern gespielt werden müssen.

    Wieder falsch. Zwar ist das die Regelung, die in der Spielordnung vorgesehen ist, jedoch können die austragenden Verbände (auch der DHB selbst) in ihren Durchführungsbestimmungen andere Regelungen festlegen, wie in § 44 (5) der Spielordnung eindeutig festgelegt ist, auf den die Durchführungsbestimmungen in Punkt 18.4 ausdrücklich verweisen.

    §44 (5) DHB SpO
    "Die Verbände [...] können für ihren Bereich abweichende Bestimmungen erlassen. Diese müssen in den Durchführungsbestimmungen enthalten sein"

    Durchführungsbestimmungen 3.Liga 2011/12, Punkt 18.4
    "Freie Plätze [...] werden [...] durch Entscheidungsspiele in zweier Spielpaarungen (West-Süd; Ost-Nord; etc) gemäß § 44 Ziffern (1) und (5) SpO DHB ausgespielt (s. Anlage 2.)." - In besagter Anlage findet sich die genaue Spielfolge der Ausscheidungsspiele. [Hervorhebung von mir]

    Durchführungsbestimmungen Punkt 4:
    "Der Empfang und gleichzeitig die Anerkennung der Durchführungsbestimmungen und des Spielplans ist bis spätestens 01. August des Spieljahres durch die Unterschrift eines vertretungsberechtigten Vorstandmitglieds gemäß § 26 BGB und des Handball-Abteilungsleiters zu bestätigen."

    Letzerer wäre dem Artikel zu Folge Herr Gebhard. Ich finde es recht amüsant, daß der Artikel extra darauf hinweist, daß Herr Gebhard Rechtsanwalt ist und dieser in seinen dann folgenden Aussagen eine der zwei rechtlichen Grundlagen des Spielbetriebes permanent ignoriert, die er selbst vor Saisonbeginn als bekannt und akzeptiert quittiert haben muß. Gute Werbung ist das nicht.

    Zitat

    Steinar
    Naja, die Frage ist doch, ob die Relegation statutengetreu durchgeführt wurde.


    Wieso sollte das denn in Frage stehen? Punkt 18.4 DF-Best. regelt es doch genau so, wie es gemacht wurde. Nur wenn die Kickers sich vorher erklärt hätten, hätte 18.3 (Anrechnung auf Abstieg in der Staffel) gegriffen, nach dem Söflingen drin geblieben wäre. Haben sie aber nicht, also blieb doch Seitens des DHB gar keine andere Möglichkeit, als 18.4 (Ausspielen der Absteiger zwischen den Staffeln) anzuwenden.

    Daß der Modus mit den KO-Spielen unschön ist und Gruppenspiele fairer wären steht außer Frage, aber die Regelung sieht nun mal KO-Spiele vor, war als Anhang der DF-Best. allen bekannt und muß von allen Vereinen vor der Saison so anerkannt worden sein (nämlich mit der Anerkennung der DF-Best., die bis zum 01.08.2011 schriftlich zu erklären war). Dafür daß Flensborg dann gegen Pohlheim nicht angetreten ist, kann weder Pohlheim noch der DHB etwas. Ich jedenfalls kann hier keine Unregelmäßigkeit erkennen.

    Zitat

    Steinar
    Die werden doch Pohlheim nicht in den Süden stecken, oder?

    Warum denn nicht? Pohlheim grenzt auch an den nord-westlichen Randbereich der Südstaffel. Gut, recht knapp und wäre der nördlichste Club. Erste und besser geeignete Kandidaten wären Rimpar, Auerbach oder Nieder-Roden, aber Pohlheim wäre aufgrund der Ausnahmesituation zumindest für ein Jahr auch in der Südstaffel denkbar. Wenn sie nun noch nachrücken dürfen, könnten sie das auch für das eine Jahr akzeptieren. Zur Übersicht hier nochmal die Google-Karte von Stemboat Willie (Pohlheim grenzt südlich an Gießen).

    na so wie es aussieht, ändert sich vielleicht doch noch etwas in der 3. Liga. Laut der Homepage von Pohlheim steigen die jetzt doch nicht ab und kehren vielleicht in die 3te Liga Ost zurück. Schade, dass ein "Verein" wie Stuttgart nicht rechtzeitig weiss was sie wollen. SO hätte man dem Spielausschuss einiges an Diskussionen und Kritik ersparen können. Bin mal gespannt wie Söflingen damit umgeht. Die DfB zur Abstiegsregelung war zumindest eindeutig. Der DHB hat hier absolut korrekt gehandelt....

    Viel wird man Söflingen nicht machen können. Stuttgart heranziehen geht mangels Masse nicht mehr, und der DHB hat, wie Du schon festgestellt hast, in der vorliegenden Situation bei Saisonende absolut statutentreu gehandelt. Wobei man sich fragen muß, warum die Kickers überhaupt eine Zulassung für die 3.Liga 2012/13 bekommen haben und warum es keine vernünftige Lizenzierung für die 3.Liga gibt (Gut, die gibt es oberhalb davon ja auch nicht). Jetzt ist es eine Sache von eventuell Glück gehabt (für Pohlheim) und sicher Pech gehabt (für Söflingen). Wenn die Kickers rechtzeitig (noch in der laufenden Saison 2011/12) zurückgezogen oder keine Zulassung für die neue Saison bekommen hätten, wäre die Situation genau anders herum gewesen.

    Ich glaube aber nicht, daß man jetzt die Staffelplanung noch mal umschmeißt. Es ergeben sich zig Fragen. Die wichtigste: ist eine Einsetzung nach dem 30. Juni überhaupt möglich? Meiner Ansicht nach nicht, da das neue Spieljahr bereits läuft. Der (mittlerweile obsolete) §39 Abs.5 der Spielordnung bezieht Auf- und Abstieg eindeutig auf das Spieljahr (= nicht auf die Saison, die formal erst mit dem ersten Spieltag beginnt). Das Spieljahr endet mit dem 30.Juni. Punkt 4 der DF-Best. 3.Liga gibt jedoch den Vereinen bis 01.August Zeit, die Teilnahme an der 3.Liga verbindlich zu erklären. Weitere Regelungen gibt es meiner Kenntnis nach nicht. Da werden die DHB-Juristen sich schön den Kopf zerbrechen dürfen.

    Falls sie sich zu einer Lösung pro Aufnahme Pohlheims durchringen: Wer wäre Wechsler für Pohlheim? - In Frage kommen zuerst Nieder-Roden, Rimpar oder Auerbach - oder Pohlheim spielt aufgrund der Ausnahmesituation eben für ein Jahr selber in der Südstaffel, was auch vertretbar wäre bzw. dann eben akzeptiert werden müsste. Wenn es aber einen Wechsler gibt, wie reagiert der darauf, seine ganze Saisonplanung wieder umwerfen zu müssen (wobei hier der Punkt 4 DF-Best. eher zu Ungunsten der Vereine ist, denn der legt auch die Deadline für den Spielplan auf den 01.August fest - bis dahin kann sich also noch alles beliebeig ändern) ? Wie sieht es in der HHV-Oberliga aus? Bleibt Wettenberg dann drin oder muß die Oberliga auf eigene Kosten mit einem Team weniger spielen?

    Das neue EHF-Ranking ist schon raus (kommt auch immer früher), demnach verliert Ungarn im nächsten Jahr seinen zweiten CHL-Platz zu Gunsten Dänemarks. Ansonsten bleibt oben im Wesentlichen alles beim alten. Deutschland ist weiterhin mit Mordsvorsprung Erster vor Spanien (konnte ja auch gar nicht anders sein). Frankreich, Dänemark, Slowenien und Russland auf 3 bis 6, d.h. mit je zwei Plätzen in der CHL und EHF-Cup. Montenegro und Island verlieren ihre Champions League-Plätze, dafür rücken Luxemburg und die Niederlande rein.

    Bei den Frauen ändert sich fast nichts entscheidendes. Deutschland ist Siebter (letztes mal Sechster), weiterhin mit 2 CHL-Plätzen. Die Slowakei verliert ihren CHL-Platz, Belarus rückt dafür rein.

    ealso eine wintersportart ist für mich eine, die etwas mit eis und schnee zu tun hat...und das hat handball irgendwie nicht...da könnte man dann ja auch noch hallenhockey einführen und am besten gleich noch hallenfussball

    Natürlich ist Hallenhandball keine Wintersportart im klassischen Sinn (Skilaufen, Eistanzen und was weiß ich), aber Entwicklungsgeschichtlich ist Hallenhandball eben "nur" die Winter(trainings)variante für das "richtige" Handball auf dem Feld, und mehr war es jedenfalls in Deutschland auch noch in den ersten zwei Jahrzehnten nach dem letzten Weltkrieg nicht.

    Carl Schelenz - der Verfasser der ersten Handball-Wettkampfregeln von 1919 - hat noch 1950 Trainingsanleitungen für den DHB veröffentlicht, in denen Hallenhandball gar nicht vorkommt. Bis MItte der 1960er Jahre spielt es hierzulande ganz klar nur die zweite Geige und ist explizit ein Winterspiel. Wenn um 1960/65 in der Presse nur von "Handball" die Rede ist, ist immer und ausschließlich Feldhandball gemeint. Hallenhandball steht dagegen immer ausgeschrieben und ist auch nicht halb so wichtig. Die Verhältnisse waren eben umgekehrt wie heute. Darum war die IOC-Entscheidung, nur Hallenhandball aufzunehmen und das in das Sommerprogramm zu stecken, zur damaligen Zeit (1967) überhaupt nicht selbstverständlich, sondern eher überraschend und hatte wohl auch mit den Austragungsorten der 72er Spiele zu tun.

    Die Entscheidung pro Halle und contra Feld hat zumindest in Deutschland viele enttäuscht, besonders Bundestrainer Vick, der für das Hallenspiel überhaupt nichts übrig hatte. Man eher gehofft, daß Feldhandball wieder olympisch wird, um damit das Sterben dieses Spiels zu verhindern und das Hallenspiel, das sich in Skandinavien und auf dem Balkan schon durchgesetzt hatte, wieder zurückzudrängen. So wurde die Entscheidung dann zum Todesstoß des Feldspiels.

    Beach Handball ist ja schon bei den World Games

    Aber bisher nur als Invitational (vergleichbar einer Demo-Sportart bei den Olympischen Spielen, wie es Feldhandball 1952 in Helsinki war) und nicht im regulären Programm. Ab 2013 gehört es wohl zum regulären Programm, wie ich mir jetzt angelesen habe. An die Aufnahme in das olympische Programm innerhalb der nächsten Jahre/Jahrzehnte glaube ich aber trotzdem nicht. Beach Handball ist fast eine reine Fun-Sportart ohne großartige Organisationsstrukturen geschweige denn nationale Meisterschaften o.ä. und bei den World Games prima aufgehoben.

    Handball könnte künftig bei Olympischen Spielen im Sommer und im Winter vertreten sein. Hassan Moustafa, Präsident der Weltverbandes IHF, schließt einen Wechsel des Hallen-Handballs ins Programm der Olympischen Winterspiele nicht aus. Am Rande der Beachhandball-WM im Oman erklärte der Ägypter einem Interview, dass es zwar nicht die Entscheidung des Verbands sei, die Sportarten den Sommer- oder Winterspielen zuzuordnen. Doch einer möglichen Offerte des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) würde sein Verband offen gegenüberstehen.

    Quelle: ZDF Sport

    Da Hallenhandball im Grunde (ursprünglich) sowieso eine Wintersportart ist, wäre die Verlegung gar nicht so abwegig. Bei der Aufnahme des Hallenhandball in das Programm der Olympischen Spiele 1972 war auch die Aufnahme in das Programm der Winterspiele war diskutiert worden*. Aber ob Beachhandball in nächster Zeit olympisch wird, wage ich mal zu bezweifeln. Da das Spiel mit Ausnahme der paar Nationenturniere kaum irgendwo organisiert betrieben wird, dürften die Chancen eher gering sein. Die World Games wären wohl ein realistischeres Ziel.

    * Erik Eggers bezeichnete die Diskussion um die Aufnahme des Hallenhandballs in das Programm der Winterspiele in einem kürzlich erschienenen Artikel mit dem Attribut "skurril", aber skurril war aus der damaligen Perspektive eher die Aufnahme in das Sommerprogramm. Zum Zeitpunkt des IOC-Beschlusses (November 1967) waren die Sommermonate zum Beispiel im DHB für den Hallenspielbetrieb sogar explizit gesperrt. Von April bis September durfte nur Feldhandball gespielt werden. Lediglich von Oktober bis März waren Hallenspiele erlaubt, weswegen die Meisterschaftsendspiele in Jahren, in denen danach noch WM war, manchmal schon Anfang Januar gespielt wurden. Vor diesem Hintergrund war die Einordnung des Hallenhandballs in die Sommerspiele eher überraschend, geschah aber vor dem Hintergrund, daß die beiden anderen Hallenballspiele (Basketball und Volleyball) auch im Sommerprogramm waren, einerseits aus organisatorischen Gründen, andererseits spielte Deutschland als Gastgeber der Sommerspiele 72 auch eine Rolle.