Beiträge von Hereticus

    hw.com schreibt

    Zitat

    Den Norwegerinnen war es egal, das Team von Martit Breivik demonstrierte einmal mehr, zu was der kleine Staat in Europas Norden in Sachen Frauenhandball fähig ist.


    "dünn besiedelt" oder "nicht mit Bevölkerungsreichtum gesegnet" könnte man durchgehen lassen. Aber klein ist Norwegen vielleicht im Vergleich mit Rußland oder Kanada, aber sicher nicht aus deutscher Sicht. Sondern - je nachdem ob man die zugehörigen Inseln zur Fläche rechnet oder nicht - entweder knapp größer oder gerade etwas kleiner als Deutschland.

    Zitat

    Original von ctproud
    [HW]hw[/HW] berichtet:


    Sehe ich das richtig, dass wir erst kurz vor Ende der Saison erfahren, wieviel Startplätze die Bundesliga haben wird??? Kann nur Handballfunktionären einfallen...
    Carsten


    Nein, siehst du nicht richtig. Die Formulierung auf HW.com ist auch etwas irreführend, genau wie der Titel dieses Threads. Die Champions League reduziert sich nicht "von 32 auf 24", sondern bleibt wie bisher bei 40 Mannschaften. Die Gruppenphase wird auf 24 Mannschaften reduziert. Somit bleibt auch die Platzzuteilung wie bisher, die für 2009/10 schon seit August '08 veröffentlicht ist.

    Es steht nur nicht fest, wieviele Mannschaften aus welcher Liga direkt für die 1.Gruppenphase gesetzt werden. Bisher sind das im Falle Bundesliga alle drei, in Zukunft werden es vermutlich maximal zwei sein, eher nur noch einer (+ Titelverteidiger freilich, falls der aus Deutschland kommt).

    Es wird weniger Plätze für die 1.Gruppenphase geben (24 statt 32). Das bedeutet auch, daß es weniger für die Gruppenphase gesetzte Mannschaften geben wird (vermutlich 16 statt bisher 24). Die anderen 24 Teilnehmer müssen sich eben für die GP qualifizieren. Das läuft dann auf zwei Runden mit je 8 Paarungen heraus, wobei 8 Teams für die zweite Runde gesetzt wären (16+8).

    Wenn diesmal Logik und Fairness in die EHF-Gremien Einzug finden, würde man das Setzen je einer Mannschaft von EHF-Listenplatz 1-15 sowie dem Titelverteidiger für die Gruppenphase erwarten.

    Das hieße, GER-3 wäre in der ersten Qualifikationsrunde zu erwarten, GER-2 in der Zweiten. Auf die Quali-Ausscheider wartet vermutlich auch weiterhin der EHF-Pokal, der dafür noch nichtmal erweitert werden müsste (nur die bisher mit ganzen drei Paarungen sehr dünne erste Runde würde mehr Spiele als bisher umfassen).

    Olé!

    Norwegen schlägt Rumänien 37:31 und verhilft den Spanierinnen zum größten Erfolg der Verbandsgeschichte und ersten Halbfinale bei einem großen Turnier, in dem sie dann aber leider (?) hoffentlich den Kürzeren ziehen werden :)

    Nach Deutschland und Spanien würde ich eher einzelne Mannschaften als ganze Ligen nennen, weil viele Ligen, die im EHF-Ranking oben auftauchen ihre Punkte nur ein oder zwei Mannschaften zu verdanken haben, während das Niveau der restlichen Liga eine ganze Klasse (oder auch zwei) schwächer ist. Kroatien ist ja nur das extremste Beispiel, in Slowenien, Frankreich oder Ungarn sieht es ja kaum anders aus.

    Selbst in Frankreich kommt nach Montpellier und Chambéry derzeit erstmal das große Nichts und dann der Rest der Liga, gleiches gilt in Ungarn für Veszprém und Szeged oder in Slowenien für das Trio Koper, Celje und Velenje.

    Am spannendsten ist es in den Topligen noch in Dänemark, wo die Spitze dieses Jahr relativ breit ist und in Rumänien, wo der Doubleinhaber und Rekordmeister Steaua dieses Jahr zwar ziemlich abschmiert (nach elf Spielen punktgleich mit Aufsteiger Cluj - vielleicht auch das ein Zeichen für Ausgeglichenheit), aber unter den ersten Vieren sieht es immerhin recht ausgeglichen aus.

    Ziemlich bunt geht es in Serbiens Superliga zu, die wohl insgesamt etwa auf dem Niveau einzustufen ist wie Kroatiens Liga, wenn man RK Zagreb abzieht.

    Als Versuch einer Einteilung:
    A-Level (Topniveau, einige Teams internationale Spitze)
    Deutschland, Spanien
    B-Level (Relativ breite Spitze mit gutem europäischem Format)
    Frankreich, Dänemark, Russland
    C I-Level (Ein bis zwei Teams mit BL-Niveau, Rest der Liga deutlich schwächer)
    Kroatien, Ungarn, Slowenien, Ukraine, Slowakei, Belarus
    C II-Level (Einige Teams auf unterem BL-Niveau, ansonsten maximal dt. Zweitligaformat)
    Schweiz, Polen, Schweden, Rumänien, Mazedonien, Serbien, Tschechien, Norwegen
    D-Level (Gesamte 1.Liga maximal deutsches Zweitliganiveau oder schwächer)
    Baltikum, Benelux, Griechenland, Türkei, Bulgarien, Montenegro, Island, Finnland, Italien, Israel usw.
    E-Level (Ligabetrieb ist reine Hobbyveranstaltung)
    England, Irland (ganze 5 aktive Männerteams im ganzen Land), Schottland.

    An den Übergängen beißt sich das natürlich. Zagreb oder Veszprém könnten überall oben Mitspielen, andere Teams aus Kroatien, Ungarn, Ukraine usw. würden in Frankreich, Dänemark oder Deutschland maximal Zweitklassig.

    Überhaupt nicht zu bewerten -weil nichts aus diesen Ländern zu erfahren ist- sind die Kaukasier, Moldawien etc. Dort dürften die Leute aber auch wichtigere Sorgen haben als Handball.

    PS
    RK Zagrebs letzter Punktverlust in der Liga datiert vom 12.09.2007 (31:31 in Porec). Das war der einzige Minuspunkt der letzten eineinhalb Jahre. 18 mal nacheinander Meister zu werden ist auch meines Wissens bislang keiner anderen Herrenmannschaft in Europa.

    Zitat

    Original von Lothar Frohwein
    Nun ist es aber auch so, dass diese Staaten (mit Ausnahme Teilen der USA) unserem Kulturkreis nicht sonderlich nahe stehen.


    Hmmmm....? :D

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    Original von michel.b
    Wenn der gute Klar keinen Job findet, wird er vermutlich vom Geld der Steuerzahler (Hartz 4) leben und damit praktisch von dem Staat finanziert werden, den er bis aufs Messer bekämpfte.
    Kurios!


    Das trifft zum Beispiel auf einen großen Teil der Neonazis ebenso zu, ist also kein großer Aufreger. Viele, die vom Staat leben, lehnen eben diesen Staat ab, weil er ihnen der eigenen Sicht zu Folge die Chancen raubt, nicht mehr von ihm leben zu müssen, respektive diese Chancen zu den eigenen Lasten Anderen ermöglicht. Ein nur scheinbares Paradoxon. Aus Sicht der Betroffenen durchaus logisch (Nein, meine persönliche Ansicht spiegelt das nicht! wieder).

    Und zum Thema:
    Klar wird viel zu sehr zum Sonderfall stilisiert. Natürlich ist sein Fall populärer und durchleuchteter als viele andere, und es melden sich auch viel mehr Opferangehörige mit besten Medienkontakten in eben diesen Medien zu Wort, aber am Ende des Tages ist Christian Klar auch nicht mehr und nicht weniger als ein gewöhnlicher Mörder. Seine Taten haben nichts besonderes. Weder haben sie etwas wie auch immer geartetes mystisch-glorioses, noch sind sie abstoßender als andere Morde es auch sind.

    Da der Gleichheitsgrundsatz nun mal auch für selbsterklärte Feinde des Staates gilt, ist für Christian Klar das gleiche Recht anzuwenden wie für alle anderen Straftäter auch. Und genau das passiert ja gerade. Ein bischen weniger kalkulierter Empörungs-Wind aus den beiden Großverlagen aus Hamburg und (neuerdings) Berlin täte der Diskussion vielleicht auch gut.

    Es kommen ständig Mörder auf Bewährung frei, die unter Umständen Taten begangen haben, die mancher noch abstoßender finden könnte, als die Morde des Christian Klar. Wenn nicht gerade wieder Prangerparty in der BILD-Redaktion ist, erfährt öffentlich niemand davon. Ich finde es im Allgemeinen auch nicht besonders berichtenswert, wenn unsere Gerichte geltendes Recht so anwenden, wie es ihnen das Gesetz vorschreibt.

    Und es würde mich im Übrigen ziemlich stark wundern, wenn Herr Klar nicht bald bei Beckmann und Konsorten sitzt. Kann er ja den Genossen Peymann mitbringen und die beiden spielen gemeinsam mit JBK aus Handkes Publikumsbeschimpfung. Damit kennen sie sich ja beide bestens aus (Peymann hat 1966 die Uraufführung uraufgeführt, und inhaltlich hat Klar seine "politische Dialektik" größtenteils daraus geklaut).

    Zitat

    Original von MobyDick87

    Meiner Meinung nach ist das früh und ich bin der Meinung, dass es
    1. für beide Teams sicher angenehmere Gegner gegeben hätte und
    2. ich es nicht für toll empfinde, wenn sich deutsche Teams bereits nun gegenseitig aus dem Wettbewerb boxen. Als Deutscher möchte ich natürlich, dass diese soweit wie möglich kommen, dies wird einem Team in diesem Fall nicht möglich sein. :hi:


    Mal davon abgesehen, daß sich sowieso viel zu viele deutsche und spanische Mannschaften in den Wettbewerben tummeln, weil sie nicht nur als einzige Länder je sechs Regelteilnehmer stellen, sondern meistens ja auch noch alle Titelverteidigerplätze einnehmen (man sollte die maximale Teilnehmerzahl auf sechs pro Land begrenzen und stattdessen mehr Vereine aus den kleineren Ländern mitspielen lassen), finde ich die in den letzten Jahren dauernd aufgetretenen rein deutsch-spanischen oder gar rein-deutschen Halb- und Finalspiele auf Dauer etwas ermüdend.

    Wenn jeder deutsche Dorfverein (sorry Nordhorner, ist nicht böse gemeint) schonmal einen Europacup nach Hause gebracht hat und wenn spätestens ab dem Halbfinale sowieso keine anderen Länder mehr beteiligt sind wird's halt irgendwann uninteressant. Die CL ist ja schon seit längerem zu einem Bundesliga-ASOBAL-Pokal mutiert, in dem es Vereine aus anderen Ländern maximal bis ins Viertelfinale schaffen. Das liegt natürlich zum einen daran, daß diese beiden Länder die besten Mannschaften stellen, es liegt aber auch daran, daß diese beiden Länder so dermaßen überrepräsentiert sind (vor allem in der "Champions" League) und zudem noch von den diversen Freilos- und Setzmodi zusätzlich begünstigt werden.

    Insofern finde ich es durchaus vertretbar, daß es wenigstens noch ab den Achtelfinals die Möglichkeit einer "Selbstauslese" durch freies Losen gibt.

    Zitat

    Original von MobyDick87
    Vielleicht geht es manchen nicht darum, auf einen möglicherweise "zu starken" Gegner zu treffen, sondern darum, dass bereits in dieser frühen Phase 2 deutsche Teams aufeinander treffen :hi:


    Das ist die vierte Runde dieses Wettbewerbs. Für die ersten beiden Runden bekommen die deutschen Tems schon Freilose geschenkt, damit sie sich nicht mit "unattraktiven" Gegnern herumplagen müssen. Jetzt auch noch eine Setzliste für die restlichen Runden zu fordern, wäre vielleicht ein bischen viel verlangt. Die Europapokale sind mit dem jetzigen System schon einseitig genug.

    Zitat

    Original von Arcosh
    Und Bukarest verpasst ganz knapp die Sensation gegen Portland San Antonio. Durch die 28:29 (15:14)-Niederlage bräuchten die Rumänen nun einen Punkt in Russland um in die nächsten Runde einzuziehen.


    Der Konjunktiv ist schon richtig gewählt, der Punkt reicht nämlich nicht, wenn das andere Spiel ebenfalls Unentschieden endet - in diesem Fall (drei Punktgleiche, also Dreieervergleich) würde San Antonio vor Tschechow Gruppensieger und Steaua Dritter.

    Ein Sieger der Partie Tschechow-Bukarest wäre ganz sicher in der nächsten Runde.
    San Antonio ist bei eigenem Sieg oder Unentschieden daheim gegen Koper auch durch.

    Verliert San Antonio gegen Koper, erreichen sie die nächste Runde nur, wenn Tschechow gegen Bukarest gewinnt, ansonsten wäre Bukarest Gruppensieger vor Tschechow.

    Und da das Spiel in Moskau einen Tag später stattfindet, wären die Spanier gut beraten, in ihrem Spiel richtig Gas zu geben...

    Zitat

    Original von Lelle1605
    Flensburg muss morgen ohne "Anheizmusik" auskommen.

    Macht nix, da sie dank Saporoschje-Haukar 26:15 bereits sicher in der 2.Runde sind.
    (Selbst bei zwei Niederlagen stünde am Ende maximal die Punktgleichheit mit Haukar (Veszprem dann Gruppensieger), gegen die sie den DV gewinnen)

    Die werden aber nicht 15., die werden 18. Und dann heißt es:

    18 Vereine 08/09
    -1 TuSEM Essen als Verein ohne Lizenz
    -2 Direktabsteiger (Platz 17+16)
    + 2 Direktaufsteiger
    +1 Gewinner der Zweitligisten-Quali
    __________________________________
    18 Vereine 09/10

    Das heißt, der drittletzte Platz berechtigt nicht mehr zur Teilnahme an der Relegation, sondern führt direkt zum Abstieg. Und das bedeutet eine Änderung der Abstiegsregelung mitten in der laufenden Saison. Und soweit ich das im Kopf habe, schließt die gleiche DFO, die obige Regelung vorsieht (kann auch die SpO sein) dergleichen aus.

    Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, daß man dergleichen in Balingen, Minden oder woanders einfach so hinnimmt, sollte man am Ende auf dem drittletzten Platz landen.

    In meinem Verständnis ist der Passus nur auf die "normale" Pleite-Situation anwendbar, also Rückzug der betreffenden Mannschaft und Reduzierung der Liga um eins. Damit wäre der 16. auch nicht mehr Drittletzter, sondern Vorletzter und stiege auch statutengerecht ab. Feinheiten, aber wichtige Feinheiten.

    Im Übrigen halte ich das Weiterspielen eines konkursen Vereins, der seit dem 9.Spieltag als Absteiger fix ist, für absolut lächerlich und vollkommen Wettbewerbswidrig.

    Zitat

    Original von Arcosh


    Ich interpretiere dabei den vorliegenden Fall so, dass eine Insolvenz eines Vereins während der laufenden Saison einer Nichterteilung der Lizenz für die darauffolgende Spielzeit gleichkommt. Sollte der TuSEM also widererwarten sportlich die Klasse halten, dann würde sich der Sieger der beiden Tabellenzweiten der 2. Bundesligen Nord und Süd sicherlich herzlich bedanken, da er einen Platz in der Bundesliga sicher hätte.


    Schall und Rauch.

    Diese (durchaus richtige) Interpretation bedeutet, daß der 16. fix absteigt und die Relegation ausfällt. Dadurch wird dem 16.-platzierten die Chance genommen, die Klasse durch Relegationsspiele zu halten. Diese Regelung kann eigentlich nur dann Anwendung finden, wenn Essen zurückgezogen wird (also 17er-Liga inkl. Anullierung der TuSEM-Ergebnisse). Bei einer Beibehaltung der Ligagröße 18 würde das eine Änderung der Abstiegsregelung mitten in der Saison bedeuten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die HBL sich das leistet.

    Man wird da sicher einen Weg finden... oder man wird eine Neuauflage des Fall Gummersbach erleben, in der sich soundsoviel Vereine in die nächste Bundesligasaison klagen.

    Nicht unbedingt ein Fehler, aber ziemlicher Blödsinn auf hw.com bezüglich der Situation in Düsseldorf:

    Zitat

    hw.com
    Trainer Georgi Sviridenko und Manager Frank Flatten liegen nicht mehr unbedingt auf einer Wellenlänge. Ein Grund dafür könnte sein, dass die HSG Düsseldorf - vor der Saison der Aufstiegsfavorit schlechthin - nach bisher eher dürftigen Leistungen in die Verfolgerrolle begeben musste.

    Die HSG hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei einem Spiel Rückstand ebensoviele Minuspunkte wie der Tabellenführer und auf den dritten Platz drei Minuszähler Vorsprung. Sie weist das beste Torverhältnis der Liga auf. Wird das Nachholspiel in Friesenheim als gewonnen angenommen, wäre die HSG auf Platz 1. Wird es nicht gewonnen, ist sie immer noch auf dem Aufstiegs-Qualifikationsplatz 2. Von Verfolgerrolle oder verkorkstem Saisonstart kann hier wohl jedenfalls von den Zahlen her kaum die Rede sein. Düsseldorf ist nur deshalb im Moment nicht auf eins, weil noch ein Spiel offen ist.

    Saison 2007/08

    "Mini Liga za prvaka" ist die Meisterrunde, das andere die Abstiegsrunde, unten steht die Vorrunde.

    Einziger echter Aufsteiger ist RK Budvanska Rivijera

    ORK Rudar Pljevlja war letztes Jahr schon gemeldet, hat aber weiß der Geier warum nicht mitgespielt. Dieses Jahr sind sie dabei.

    Außerdem ist diese Liga auch in meinem Ergebnisdienst, da kannst du also nachsehen, "wie die Mannschaften heißen" oder wie gut/schlecht sie in dieser Saison abschneiden.

    Die Frage ist schon falsch gestellt. Es wird ja damit nicht ermittelt, was die zweitbeliebteste Sportart ist, sondern was der Befragte glaubt, welche dies sei.

    Das ist ja so als wenn man bei der Sonntagsfrage fragen würde, welche Partei nach Meinung des Befragten die beliebteste sei und nicht, welche er wählen würde.

    Wenn man mir diese Frage stellte, würde ich überlegen, was häufig im TV zu sehen oder worüber in der Zeitung zu lesen ist. Daraus würde ich dann folgern, daß es sich dabei um die zweitbeliebteste Sportart handelt.

    Die Frage hätte lauten müssen: "Welches ist Ihre Lieblingssportart außer Fußball?"

    Dann hätte das Ergebnis sicher auch anders ausgesehen, denn ich glaube nicht, daß Handball tatsächlich fünfmal mehr Anhänger hat als Basketball oder dreimal soviel wie Formel 1 (wobei es ja eigentlich um Sport ging...). Und Eishockey taucht in der Liste erst gar nicht auf.

    Zitat

    Original von ALF
    ist Hereticus nicht besser als Lafontaine.


    Das geht mir ein bischen weit. Du kannst mir gerne widersprechen, aber wir wollen mal bitte nicht persönlich werden, ja?

    Es ist nun mal so, daß der BVB eine Chance bekommen hat (sie behielten die Lizenz auf Grund des Sanierungskonzeptes! Und nicht, weil sie plötzlich den Tresorschlüssel wieder gefunden haben), die andere Vereine in gleicher Lage mit weit weniger Schulden nicht bekommen haben (Essen, Offenbach usw. - da gibt's ja zig Beispiele in den letzten 20 Jahren). Ähnliches gilt übrigens auch für Frankfurt vor 6 oder 7 Jahren. Einige sind im Lizenzierungsverfahren nun mal gleicher als andere, da beißt die Maus keinen Faden ab. Oder glaubst Du, daß der VfL Bochum oder Arminia Bielefeld damit durchgekommen wären? Ich nicht.

    Man kann ja von so hochgekauften Mannschaften halten was man will. So richtig sympathisch ist mir Hoffenheim auch nicht und ich bin immer noch dafür, nur Tradionsvereine in die Bundesliga zu lassen :) Aber sind wir ja hier nicht bei "Wünsch Dir was".

    Es gibt meiner Meinung nach einen signifikanten Unterschied zwischen den Modellen
    a. ich bin ein zwielichtiger Ölmilliardär und kaufe mir einen Spitzenclub als Geldwaschanlage (Chelsea et al.) oder
    b. ich bin ein zwielichtiger Weltkonzern und leiste mir einen Verein als Werbeträger (Bayer, Wolfsburg)
    c. ich bin richtig reich, werde Mäzen bei meinem Heimatklub aus der Kreisliga A und habe damit längerfristigen Erfolg.

    Was Hopp gemacht würde jeder von uns gerne machen, wenn er könnte: Der Mann hat in seinem Berufsleben ordentlich viel Geld verdient und damit hat er seinen Heimatverein übernommen, bei dem er früher selbst in der Kreisliga gekickt hat und diesen in die Bundesliga gebracht. Das ist doch praktisch das real life Szenario jedes PC-Fußball-Manager-Spielers. Wenn ich Dietmar Hopp wäre, spielte der TuS Hamborn-Neumühl 07 heute in der Bundesliga.

    Es wird doch dauernd nach Mäzenatentum im Amateursport gebrüllt. Wenn es dann mal einer anpackt und auch konsequent bis zum (für andere bitteren) Ende durchzieht und eben nicht in der Oberliga aus Höflichkeit wieder abtritt, muß er sich jedenfalls nicht in der Weise angehen lassen, wie das am Sonntag in Mannheim passiert ist. Das war geschmacklos und menschenverachtend. War Jean Löring etwa nur deshalb Kult statt Feindbild, weil die Fortuna notorisch erfolgsfrei war?

    Daß solche Angriffe auch ausgerechnet aus der Kurve kommen, die eigentlich gar nicht mehr bei Bundesligaspielen anwesend sein dürfte, weil der betreffende Verein bekanntlich neunstellige Beträge ausgegeben hat, die er gar nicht hatte, und deshalb vor nur drei Jahren noch eigentlich in die Oberliga hätte zurückgestuft werden müssen (schon vergessen?) macht doppelt nachdenklich. Ein bischen mehr Demut, Dortmund!

    Bei den Männern (sorry, aber ich wollte nicht extra dafür einen neuen Fred aufmachen) verliert Tabellenführer HCM Constanta beim Tabellenletzten und Aufsteiger Uni Cluj mit 30:33. Nach drei Spieltagen hat somit jede Mannschaft schon mindestens einmal verloren.