Der Karlsruher SC geht gegen Randalierer in der eigenen Fanszene hart vor und hat gemeinsam mit Verteidiger Christian Eichner am Donnerstag Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Gleichzeitig sollen die Verkaufsrichtlinien der Tickets für Auswärtspartien geändert werden. Beim Bundesligaspiel in Stuttgart (1:3) wurden aus dem KSC-Fanblock heraus Leuchtraketen auf das Feld abgefeuert.
Eine von diesen Feuerwerkskörpern hätte um ein Haar auch Christian Eichner getroffen. "Die verwendeten Leuchtraketen haben eine Temperatur von 800 bis 1000 Grad Celsius und eine Brenndauer von rund zehn Sekunden. Wäre Christian getroffen worden, hätte er mit massiven Verletzungen rechnen müssen", erklärte KSC-Manager Rolf Dohmen.
"Wir wollen gemeinsam mit Christian, der nur knapp Schlimmerem entgangen ist, gegen diejenigen vorgehen, die die Leuchtraketen abgefeuert haben. Diese Personen nehmen in Kauf, dass Spieler oder Zuschauer schwer verletzt werden", so Dohmen weiter.
Eichner verwehrt sich gegen den Eindruck, er wolle die eigenen Fans verklagen. "Es liegt mir absolut fern, unsere echten Fans anzugreifen. Randalierer, die den Sport mit solchen Aktionen kaputtmachen, gehören nicht in ein Stadion. Darum geht es bei der gemeinsamen Anzeige des KSC und mir. Jeder echte Fan soll gefahrlos seinen Verein unterstützen können", erläuterte der KSC-Profi nochmals die Beweggründe für das Vorgehen des Vereins und seiner Person.
Neben den juristischen Schritten wird der KSC auch seine Richtlinien zur Vergabe der Auswärtstickets ändern. So sollen Eintrittskarten für Auswärtsspiele zukünftig nicht mehr an die KSC-Fanclubs weitergegeben werden. Stattdessen werden die Karten für Gastspiele nur noch an namentlich bekannte Fans ausgegeben.
(Quelle: Kicker.de)