Hab´ ja schon geschrieben, dass sich Fairness nicht nur aufs Spielfeld beschränken sollte. Emotionen gehören zum Sport wie das Salz in die Suppe (5 Eure fürs Phrasenschwein), aber einen respektvollen Umgang mit den gegnerischen Fans, Spielern und auch den Schiedsrichtern fände ich schon wünschenswert. Der fehlt mir leider immer öfter.
Unglaublich was sich da teilweise bei uns in unteren Ligen oder gar bei Jugendspielen abspielt. Da wird gepfiffen und geschrien was das Zeug hält - dass manche nachher keine Stimme mehr haben. Auch zu Rempeleien ist es da schon gekommen.
Für viele scheint da der Sport ein Ventil für den Alltag zu sein. Alles kein Problem, solange es halbwegs fair abgeht. Aber leider verlieren viele dabei auch jeglichen Respekt und Objektivität. Das finde ich dann schon sehr grenzwertig.
Volle Zustimmung!
Mit seiner Mannschaft mitzufiebern ist die eine Sache. Aber bei manchen Zeitgenossen habe ich den Eindruck, die gehen nur in die Halle um dort ihren Alltagsfrust abzulassen und anderen (meistens Schiries oder gegnerischen Spielern) genau die Sachen an den Kopf zu werfen, die sie sich auf der Arbeit bei ihren Vorgesetzten nicht trauen würden. Und ich vermute, der Großteil dieser Leute hat noch nie ein Regelbuch gelesen, geschweige selbst mal die Sportart betrieben. Das hat für mich mit Emotion rein gar nichts mehr zu tun. Ich find´s einfach nur noch armselig, wenn manche 60 Minuten lang nur rumpöbeln können und geradezu ärgerlich, wenn dann solche Choleriker auch noch in meiner Nachbarschaft sitzen und ich mir deren Dünnpfiff aus nächster Nähe anhören muss
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Ich kann mich auch beim Handball oder Fußball herrlich aufregen. Ich habe aber auch bei aller Emotion kein Problem damit, auch SR-Entscheidungen gegen meine Mannschaft zu akzeptieren, die aus meiner Sicht korrekt sind oder (auch wichtig!) die ich von meinem Platz aus gar nicht besser beurteilen kann. Aber selbst da hört es bei manchen schon auf.
Ich erlebe es häufig, dass nach 1-2 kniffeligen Situationen auch bei völlig unstrittigen SR-Entscheidungen die Zuschauer (und nicht selten auch Spieler und Offizielle) unter die Decke gehen. Sehr beliebt ist das auch bei vermeintlich unerfahrenen Schiedsrichtern. Und hinterher ist dann in den Medien oder Internetforen (auch in diesem) von einer katastrophalen SR-Leistung die Rede, obwohl es im Spiel wirklich nur ganz wenige wirklich umstrittene Entscheidungen gab. Auch da wird für mich die Grenze von Emotionalität zur Unfairness schon überschritten.
Und da wir mal wieder beim Thema "Heinevetter" angekommen sind: Ich glaube, Spieler seiner Sorte genießen es geradezu, zu polarisieren und so im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Das schlimmste, das man solch einem Spieler antun kann, ist m.E., ihn gar nicht zu beachten
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